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Schlimmer Verdacht gegen Polizei: CNN-Reporter wird vor laufender Kamera gefesselt

EXPRESS-Logo EXPRESS 29.05.2020 express
Ein Polizeibeamter mit Gasmaske bereitet sich darauf vor, Tränengas gegen Demonstranten einzusetzen während der Proteste in St. Paul nach dem Tod von George Floyd. © picture alliance/dpa Ein Polizeibeamter mit Gasmaske bereitet sich darauf vor, Tränengas gegen Demonstranten einzusetzen während der Proteste in St. Paul nach dem Tod von George Floyd.

Unfassbare Szenen mitten in einer Liveschalte in Minneapolis: Ein TV-Reporter, der für den Nachrichtensender CNN berichtete, wurde vor laufender Kamera verhaftet.

In einem Video, das CNN auf Twitter veröffentlichte, ist zu sehen, wie der Reporter von zwei Polizeibeamten mit Kabelbindern gefesselt wird. Anschließend wird er abgeführt.

CNN-Moderatoren verfolgen Verhaftung im Studio

Die Bilder wurden unterdessen von CNN-Moderatoren im Studio ungläubig begleitet. Anschließend wurde auch das Kamera-Team abgeführt.

An Brisanz gewinnt der Vorfall noch dadurch, dass den Beamten offenbar bewusst war, dass es sich bei dem Mann um einen Journalisten handelte. Der Reporter wurde verhaftet, nachdem er sich identifiziert hatte.

Der Sender reagierte wütend. „Unser Reporter ist in Haft, aber die Polizisten laufen noch frei herum“, erklärte ein CNN-Moderator.

Der Verdacht ist kaum von der Hand zu weisen: Der Reporter wurde verhaftet, weil es sich um einen Schwarzen handelte. Unterstützt wird dies auch noch dadurch, dass ein zweiter CNN-Reporter, der ebenfalls vor Ort in Minneapolis live berichtete, nicht verhaftet wurde. Er hat hingegen eine weiße Hautfarbe und darf weiter frei herumlaufen.

Gouverneur von Minnesota entschuldigt sich bei CNN

Tim Walz, der Gouverneur von Minnesota, hat sich mittlerweile bei CNN entschuldigt. „Die Verhaftung sei inakzeptabel. Man wolle die Medien vor Ort haben, um über die Geschehnisse zu berichten“, sagte Walz.

Dennoch ein Zwischenfall, der noch Spiritus in die ohnehin schon aufgeheizte Situation gießt. Nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz ist es in mehreren US-Städten zu Protesten und teils schweren Ausschreitungen gekommen.

In der Großstadt Minneapolis, wo Floyd zu Tode gekommen war, stürmten Demonstranten in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) eine Polizeiwache und entzündeten dort Feuer, wie mehrere US-Medien berichteten.

Donald Trump droht Demonstranten

Präsident Donald Trump sprach daraufhin eine Drohung aus. „Habe gerade mit Gouverneur Tim Walz gesprochen und ihm gesagt, dass das Militär ganz an seiner Seite steht. Wenn es Schwierigkeiten gibt, werden wir die Kontrolle übernehmen, aber wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schießen“, twitterte Trump.

„Diese Schlägertypen entehren das Andenken an George Floyd, und das werde ich nicht zulassen.“

Twitter versah kurz darauf den Tweet mit einem Warnhinweis, weil der Beitrag gegen das Verbot von Gewaltverherrlichung bei dem Dienst verstoße. (jv/dpa)

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