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„Schlimmste, was wir je gesehen haben“: Mädchen (†12) stirbt an unzähligen Läusestichen

EXPRESS-Logo EXPRESS 06.10.2020 express
Ein Mädchen in den USA ist an den Folgen etlicher Läusestiche gestorben. Unser Symbolfoto aus dem September 2019 zeigt ein Kind, dessen Haare mit einem Läusekamm gekämmt werden. © picture alliance/dpa Ein Mädchen in den USA ist an den Folgen etlicher Läusestiche gestorben. Unser Symbolfoto aus dem September 2019 zeigt ein Kind, dessen Haare mit einem Läusekamm gekämmt werden.

Es sind tragische Zustände, die Ermittler in den USA im Prozess um den Tod eines jungen Mädchens beschreiben. Die junge Kaitlyn Yosviak aus Georgia war Ende August an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, ausgelöst durch eine starke Blutarmut.

Den schlimmen Gesundheitszustand des Mädchens hatte unter anderem ein jahrelanger Befall mit Läusen hervorgerufen. Die Eltern hatten die Lage in ihrem Zuhause unter dramatischen hygienischen Bedingungen offenbar niemals ernsthaft bekämpft.

Tod nach Läusestichen: Kaitlyn Yosviak lebte unter dramatischen Bedingungen

Die Eltern der verstorbenen Zwölfjährigen aus Georgia müssen sich daher seit Anfang der Woche wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Sie hatten am 26. August noch den Notruf gewählt, nachdem ihre Tochter ohnmächtig geworden war. Kaitlyn wurde ins Krankenhaus gebracht, doch die Ärzte konnten ihr Leben nicht mehr retten.

Den Eltern wird fahrlässiges Verhalten im Umgang mit ihrer Tochter vorgeworfen. Bereits zuvor hatten die Behörden mehrmals gegen sie ermittelt. „Der Zustand des Kindes war das Schlimmste, was wir jemals gesehen haben“, sagte einer der Ermittler im Gespräch mit „NBC News“. Im Zeugenstand erklärte die Mutter, dass Kaitlyn in den letzten anderthalb Wochen vor ihrem Tod nicht mehr geduscht hatte.

Zwei Geschwister des Mädchens waren bereits zuvor wegen der prekären Lebensverhältnisse der Familie in die Obhut von Pflegefamilien gebracht worden. Für Kaitlyn war bereits eine Adoptivfamilie gefunden, doch die Adoption erfolgte nicht mehr rechtzeitig.

Läusebefall bei Kaitlyn Yosviak soll mehrere Jahre angedauert haben

Bereits 2018 waren Hinweise eingegangen, die Wohnung der Familie sei „von Wanzen übersät, mit zu vielen Katzen und in bedrohlichem Zustand“.  Dieser Eindruck bestätigte sich auch bei einer Hausdurchsuchung nach dem Tod des Mädchens. Auf Matratzen und Stofftieren wimmelte es nur so von Ungeziefer.

Kaitlyn war zwischenzeitlich bei ihrer Tante untergebracht worden, allerdings schon nach sechs Tagen wieder nach Hause zurückgekehrt. Vor Gericht erklärte ein Ermittler, dass das Mädchen den „stärksten Läusebefall“ gehabt habe, der ihm jemals untergekommen sei.

Der Befall durch die Blutsauger soll etwa drei Jahre lang angedauert haben. Die Obduktion habe ergeben, dass die wiederholten Stiche der Läuse zunächst die Eisenwerte im Blut gesenkt und später die Blutarmut hervorgerufen hätten. Diese Verkettung war letztlich für das traurige Ende des jungen Lebens von Kaitlyn Yosviak verantwortlich. (bc)

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