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Sorge um Rumänien wegen 2. Corona-Welle

Euronews-Logo Euronews 25.09.2020
Frau mit Mundschutz in Bukarest © Bereitgestellt von Euronews Frau mit Mundschutz in Bukarest

Masken und Mindestabstand, aber dennoch steigende Infektionszahlen. Rumänien zählt zu den sieben Mitgliedsstaaten, die der EU große Sorge bereiten.

Das geht aus der jüngsten Risikobewertung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervor. Dabei liegt der Fokus auf der Zahl der Krankenhauseinweisungen und schweren Krankheitsverläufe.

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Beides steigt in Rumänien, ebenso die Zahl Todesfälle. Die Hälfte der Intensivstationen ist bereits voll.

Bald kein Platz für andere Notfälle?

Beatrice Mahler, Leiterin der Pneumologie am Marius Nasta Institut, sagt, sie befürchte, dass mit dem Anstieg der Corona-Fälle die Aufnahmekapazitäten der Intensivstationen überschritten werden. Das Gesundheitssystem wäre in diesem Fall nicht mehr in der Lage, andere Notfälle, die nicht an Covid-19 erkrankt sind, zu behandeln.

Gesundheitsexperten fordern eine massive Testkampagne, was in Rumänien derzeit nicht stattfindet. Nur Patienten mit Covid-19-Symptomen werden automatisch getestet. Kontaktpersonen werden in die Selbstisolation nach Hause geschickt, wenn sie keine offensichtlichen Anzeichen einer Krankheit aufweisen. Die Zahl der täglichen Tests liegt derzeit bei etwa 25.000.

Gezielter Lockdown

Die Bereitschaft, gegen den Anstieg anzukämpfen, sei wichtig, meint der Vertreter Rumäniens im WHO-Vorstand Alexandru Rafila. In dieser Zeit müsse vielleicht keine globale Kontaktsperre, sondern ein gezielter Lockdown in den Gebieten mit Übertragungsherden verordnet werden. Ebenfalls wichtig sei die Verbesserung der Testkapazitäten, um alle Kontakte einer infizierten Person zu Überprüfen. Die Ausbreitung müsse gestoppt, Infizierte isoliert werden.

Rumänische Experten befürchten, dass der Rückgang der Fallzahlen im Sommer auf strenge Sperrmaßnahmen zurückzuführen sei, die nicht länger aufrechterhalten werden könnten.

Euronews-Reporterin Mari Jeanne Ion sagt: "Einige Schulen begannen Mitte September mit dem Unterricht nach dem sogenannten roten Szenario. Das bedeutet komplett online, da einige der Lehrer mit dem Coronavirus infiziert waren. Die Schulen werden nicht lange leer stehen, an diesem Sonntag sind Kommunalwahlen in Rumänien. Die Behörden sagen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden, um die Verbreitung des Coronavirus in den Wahllokalen zu verhindern.

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