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Tausende trauern um ermordeten Reporter Peter R. de Vries

WELT-Logo WELT vor 6 Tagen
Der niederländische Kriminalreporter Peter de Vries hat den auf ihn verübten Anschlag nicht überlebt. Seine Familie erklärte in einer Mitteilung: „Peter hat bis zuletzt gekämpft, aber er hat den Kampf verloren“. De Vries wurde 64 Jahre alt. Quelle: WELT © WELT Der niederländische Kriminalreporter Peter de Vries hat den auf ihn verübten Anschlag nicht überlebt. Seine Familie erklärte in einer Mitteilung: „Peter hat bis zuletzt gekämpft, aber er hat den Kampf verloren“. De Vries wurde 64 Jahre alt. Quelle: WELT

In den Niederlanden haben am Mittwoch Tausende Menschen dem ermordeten Reporter Peter R. de Vries die letzte Ehre erwiesen. Einige standen Stunden vor dem Amsterdamer Theater an, in dem der Sarg des 64-Jährigen aufgebahrt war.

De Vries wurde am 6. Juli auf einer Amsterdamer Straße niedergeschossen, nachdem er in einer Fernsehsendung aufgetreten war. Das Attentat auf den bekanntesten Kriminalreporter des Landes hatte die Öffentlichkeit schockiert. Sein Buch über die Entführung des Bierbrauers Freddy Heineken 1983 war ein Bestseller und er hatte seitdem unermüdlich in sogenannten kalten Fällen recherchiert und sich zudem dafür eingesetzt, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren.

Sein Sarg stand im Königlichen Theater Carré, umgeben von Blumen und einem Rahmen mit einem Trikot des Fußballclubs Ajax Amsterdam. An der Fassade hing ein großes Porträt von ihm mit der englischen Aufschrift: „On bended knee is no way to be free“ – etwa: auf Knien gibt es keine Freiheit. „Ich denke, er war ein ganz besonderer Mann“, sagte eine Trauernde, Marieke Los. Eine weitere, Gwayne Rutu, sagte: „Ich denke, er hat allen Menschen in den Niederlanden ein Beispiel gegeben, allen Menschen in Amsterdam, allen Menschen in der Welt ... mit seiner Art von Arbeit.“

Tausende Menschen standen vor dem Amsterdamer Theater Schlange um dem ermordeten 64-jährigen Kriminalreporter Peter R. de Vries die letzte Ehre zu erweisen © AP/Aleksandar Furtula Tausende Menschen standen vor dem Amsterdamer Theater Schlange um dem ermordeten 64-jährigen Kriminalreporter Peter R. de Vries die letzte Ehre zu erweisen

Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest. Zuletzt war De Vries in einem Prozess Berater und Vertrauter eines Zeugen gegen einen mutmaßlichen Gangsterboss, dessen Bande die Polizei als „geölte Tötungsmaschine“ charakterisierte.

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