Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Totalausfall bei über 50 Wohnungen: Kölner Mieter fühlen sich im Stich gelassen

EXPRESS-Logo EXPRESS 02.07.2020 Adnan Akyüz
Sylvia Stähling mit ihrem Wasserkocher unter der Dusche © Adnan Akyüz Sylvia Stähling mit ihrem Wasserkocher unter der Dusche

Der Wasserkocher war das Hilfsmittel schlechthin für Dutzende Mieter in Köln-Porz. In über 50 Wohnungen an der Straße Sternenbergerhof floss seit einer Woche kein Warmwasser. Anwohner wie die Altenpflegerin Sylvia Stähling (48) machten sich besonders wegen Corona Sorgen um die Hygiene, die sie nur mit erheblichem Aufwand gewährleisten konnten. Ein Fall für die SoKo-EXPRESS.

Von dem Schaden waren zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils 27 Parteien komplett betroffen. In einem Nachbarhaus lief das Warmwasser bei einigen Mietern, bei anderen wiederum nicht. „Ich muss wegen meiner Arbeit als Altenpflegerin besonders aufpassen, um ältere Menschen, die ich betreue, nicht zu gefährden. Ich habe Wasser aufgekocht und mit einem Waschlappen geduscht. Das ist doch kein Zustand“, ärgert sich Sylvia Stähling, die seit zwei Jahren in dem Haus lebt. Dass das Warmwasser nicht läuft, habe sie am Freitagnachmittag, als sie Duschen wollte, bemerkt.

Sternenberghof_Warmwasser_01_07_2020_06 © Adnan Akyüz Sternenberghof_Warmwasser_01_07_2020_06

Ihre Nachbarin Monika Thielecke (75), war vor sieben Jahren Erstbezieherin ihrer Wohnung. Die Rentnerin sagt: „Hier in dem Haus leben einige bettlägerige und andere pflegebedürftige Menschen, um die sich wegen des Schadens nicht ausreichend gekümmert werden kann. Es gibt zwar ein Portal im Internet, bei dem wir Schäden melden können. Bislang wurden wir aber nur vertröstet.“ Auch sie müsse sich mit Waschlappen und Eimer, „wie vor 50 Jahren“, wie sie sagt, waschen.

Hier lesen Sie mehr: Kölner Eigelstein Mann zeigt Hitlergruß – und auch ein Lied sorgt für mächtig Ärger

Immerhin: Die Mieter hätten unter der Spüle in der Küche ein Untertischgerät, das fünf Liter warmes Wasser liefert. „Das ist aber auch schnell verbraucht“, so die Mieterin.

Kölner Mieterin Sylvia Stähling: „Wir kennen die Ursache bis heute nicht“

Sylvia Stähling und ihre Nachbarn sind verärgert über ihren Vermieter, die Firma „Vivawest“. Die Mieterin sagt: „Am Telefon habe ich mit sechs Mitarbeitern gesprochen. Einer sagte, der Handwerker war schon da. Der andere sagt, der kommt noch. Der andere wusste von nichts. Der nächste fragte ich, ob es denn unbedingt 60 Grad warmes Wasser sein muss. Das fand ich schon frech. Wir kennen auch bis heute die Ursache nicht.“ Also wandte sie sich an die SoKo-EXPRESS.

SoKo-EXPRESS fragte bei Vermieter Vivawest nach

Wir fragten für die Mieter am Mittwoch  (1. Juli) beim Vermieter nach. Und siehe da: Schon am nächsten Tag wurde ein Monteur nach Porz geschickt, der den Schaden behoben hat. Und die Mieter können wieder wie gewohnt duschen. „Danke, EXPRESS“, freuten sich die Mieter.

Sternenberghof_Warmwasser_01_07_2020_04 © Adnan Akyüz Sternenberghof_Warmwasser_01_07_2020_04

Ein Vermieter-Sprecher erklärt, woran es lag: „Für die Reparatur dieser speziellen Eisspeicherheizung musste ein Ersatzteil bei der Herstellerfirma bestellt werden.“

Haben Sie auch ein Problem, bei dem Sie alleine nicht weiterkommen? SoKo hilft! Sie erreichen uns per E-Mail: soko@express.de

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von EXPRESS

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon