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Weil er Sex wollte: Mordanklage: Koreanerin erstach ihren Ehemann in Düsseldorf

EXPRESS-Logo EXPRESS 26.06.2020 Barbara Kirchner
Auftakt für Mordprozess: Sora K. (40) am Freitag (26. Juni) mit einem Dolmetscher auf der Anklagebank im Gericht in Düsseldorf.. © Kirchner Auftakt für Mordprozess: Sora K. (40) am Freitag (26. Juni) mit einem Dolmetscher auf der Anklagebank im Gericht in Düsseldorf..

Sora K. (40) stand mitten in den Vorbereitungen fürs Weihnachtsessen mit Freunden. Das Messer geschärft für die feinen Schweinefleischstreifen im Koreanischen Menü.

Da umarmte sie ihr Ehemann (39) von hinten und wollte Sex. Weil Sora K. ihn abwehren wollte, stach sie zu und tötete ihren Ehemann. Deshalb steht sie seit Freitag (26. Juni) wegen heimtückischen Mordes in Düsseldorf vor Gericht.

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Schon vor dem Prozessauftakt hat man im Frauenknast schon einen Spitznamen für die Koreanerin: „Crazy Girl“!

Und es ist wirklich irre, wie es zu der Tat kam. 2017 heiratete sie ihren Mann, einen Grafik-Designer, bevor drei Jahren ihr Sohn zur Welt kam. Doch mit der Ehe war es nicht gut bestellt. Es gab ständig Streit.

Auslöser: Er arbeitete zuviel, kümmerte sich kaum um das Kind. Und wenn er mal wieder betrunken war, kam es auch zu körperlichen Auseinandersetzungen. Sex hatte das Ehepaar seit der Geburt des Jungen schon nicht mehr. Im Oktober letzten Jahres schlug Sora K. vor, eine Ehetherapie zu machen. Doch das lehnte ihr Mann ab.

Düsseldorf: Vor der Bluttat ging es noch auf den Weihnachtsmarkt und zum essen

Und dann folgte das Drama, wobei der Tattag, Anfang Dezember, eigentlich gut begann. Sora K. traf sich mit einer Freundin und kaufte Schweinefleisch fürs Weihnachtsmenü am nächsten Abend.

Und obwohl sie sich schlapp fühlte, weil sie seit mehreren Nächten kaum geschlafen hatte, freute sie sich trotzdem, dass ihr Mann mit der Familie auf den Weihnachtsmarkt gehen wollte.

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Am Abend ging die kleine Familie dann noch essen. Ihr Mann bestellte koreanischen Schnaps und sie trank mit. Trotzdem blieb der Abend harmonisch. Ihr Mann erklärte sogar, dass er für ein eigenes Haus sparen würde.

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Zu Hause brachte der Vater, sehr zur Verwunderung der Mutter, schließlich seinen Sohn ins Bett. Während Sora K. müde und etwas angetrunken in die Küche ging, um das Schweinefleisch für den nächsten Tag vorzubereiten.

Vor Gericht sagte sie dazu: „Mein Mann liebte koreanisches Essen. Das Fleisch musste fein geschnitten sein. Nicht mehr als zwei Zentimeter breit.“

Während dessen trat ihr Mann von hinten an sie heran. Er fasste ihr an den Po und küsste sie im Nacken. „Ich war müde und wollte nicht von ihm angefasst werden.“ Deshalb habe sie mit dem Messer herumgefuchtelt.

Düsseldorf: Ehemann verblutete röchelnd im Schlafzimmer

Die Folge: Ihr Mann taumelte und flüchtete aus der Küche. Er jetzt sah Sora K. das Blut an der Klinge des Messers. Sie suchte nach ihrem Gatten und fand ihn röchelnd auf dem Ehebett.

Die Koreanerin versuchte ihm zu helfen und rief dann Freunde an, doch die gingen nicht ans Telefon. Den Notruf zu wählen fiel ihr erst nach endloser Zeit ein und als der Notarzt eintraf, war das Opfer bereits tot.

Sora K. sagt: „Ich hatte nie vor, meinem Mann das Leben zu nehmen.“ Der Prozess geht weiter.

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