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Zweitstärkste Kategorie: Hurrikan „Fiona" nimmt Kurs auf Bermuda und Kanada

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 23.09.2022 ksta
Ein Satellitenbild zeigt den Hurrikan Fiona vor der Atlantikküste der USA. © dpa Ein Satellitenbild zeigt den Hurrikan Fiona vor der Atlantikküste der USA.

Als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie hat sich der Wirbelsturm „Fiona“ Bermuda genähert. Das Sturmzentrum werde in der Nacht (Ortszeit) nah an dem britischen Überseegebiet vorbeiziehen und sich am Freitag auf Kanada zubewegen, sagte das US-Hurrikanzentrum NHC am Donnerstag voraus. „Fiona“ werde sich voraussichtlich bis dahin leicht abschwächen, aber als großer, kräftiger Wirbelsturm mit Hurrikan-Stärke über die kanadische Provinz Nova Scotia ziehen. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern handelte es sich am Donnerstag, wie schon am Vortag, um einen Hurrikan der Stärke vier von fünf.

Noch als Kategorie-Eins-Hurrikan war „Fiona“ am Sonntag in Puerto Rico auf Land getroffen und hatte Überschwemmungen und schwere Schäden angerichtet - Gouverneur Pedro Pierluisi nannte das Ausmaß der Zerstörung „katastrophal“. Es kam zu einem kompletten Stromausfall in dem karibischen US-Außengebiet.

Mindestens zwei Todesfälle in der Dominikanischen Republik

Selbst am Donnerstag waren bei brütender Hitze nach Angaben des Stromanbieters Luma Energy noch immer 68 Prozent der Kunden ohne Strom und laut Wasserbehörde knapp 33 Prozent ohne Wasser. Auch in der Dominikanischen Republik verursachte der Sturm Überschwemmungen, Schäden und nach Medienberichten mindestens zwei Todesfälle.

Puerto Ricos Infrastruktur war fünf Jahre nach dem verheerenden Hurrikan „Maria“ mit fast 3000 Todesopfern ohnehin noch geschwächt und wurde nun abermals schwer getroffen.

US-Präsident Joe Biden sagte am Donnerstag eine einmonatige, vollständige Kostenübernahme der US-Regierung für die Beseitigung von Trümmern, Such- und Rettungsmaßnahmen, die Wiederherstellung der Versorgung mit Strom und Wasser sowie für Unterkünfte und Lebensmittel zu. „Wir werden den Menschen in Puerto Rico jetzt und so lange beistehen, bis dies erledigt ist“, sagte er in einer Schalte mit Pierluisi. Das Katastrophenmanagement von Bidens Amtsvorgänger Donald Trump im Nachgang des Hurrikans „Maria“ war stark kritisiert worden. (dpa)

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