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„Wir haben uns aber nicht gegenseitig die Parteiprogramme vorgelesen“

WELT-Logo WELT 12.10.2021
Es ist der zweite Tag der Sondierungen zwischen SPD, FDP und Grünen. Bei welchen Punkten konnten sie sich annähern, wo herrscht noch Uneinigkeit? Verfolgen Sie die Statements zum Stand der Gespräche hier in voller Länge. Quelle: WELT © WELT Es ist der zweite Tag der Sondierungen zwischen SPD, FDP und Grünen. Bei welchen Punkten konnten sie sich annähern, wo herrscht noch Uneinigkeit? Verfolgen Sie die Statements zum Stand der Gespräche hier in voller Länge. Quelle: WELT

In den Statements der drei Generalsekretäre nach den Ampel-Sondierungen von SPD, Grünen und FDP am Dienstagmittag in Berlin hat Volker Wissing angekündigt, dass bis Freitag ein gemeinsames Papier mit Zwischenergebnissen erarbeitet werden soll. „Wir werden die Beratung der letzten Tage auswerten und zu Papier bringen, was wir gemeinsam tragen können“, sagte der FDP-Generalsekretär. Das sei dann die Entscheidungsgrundlage, „ob wir unseren Gremien die Aufnahme von Koalitionsgesprächen empfehlen können“. Die „Stunde der Wahrheit“ stehe bevor.

Volker Wissing (l.), Generalsekretär der FDP, Lars Klingbeil (M.), Generalsekretär der SPD und Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer der Grünen © dpa/Kay Nietfeld Volker Wissing (l.), Generalsekretär der FDP, Lars Klingbeil (M.), Generalsekretär der SPD und Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer der Grünen

Wissing lobte ausdrücklich die vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre. „Wir haben in einem sehr guten Ton miteinander gesprochen, mit großer Seriosität und Sachlichkeit.“ Und er empfahl ein angemessenes Tempo: „In der Regel stolpert man, wenn man den zweiten Schritt vor dem ersten macht.“

Sein SPD-Kollege Lars Klingbeil sprach von einem „guten Auftakt“. Man habe sich gemeinsam auf den Weg gemacht, habe aber noch viel Strecke mit einigen Hürden vor sich. Wichtig sei, die Bürgerinnen und Bürger bei der anstehenden Transformation mitzunehmen.

In einer Anspielung auf die im November 2017 gescheiterten Jamaika-Koalitionsverhandlungen betonte er: „Vertrauen ist ein ganz wichtiger Baustein für das Gelingen.“ Man wolle aus Fehlern von Koalitionsverhandlungen lernen, die nicht erfolgreich waren. „Ich bin guter Dinge und optimistisch und glaube, das kann was Gutes werden.“

Michael Kellner, Politischer Geschäftsführer der Grünen, sprach von sehr intensiven Gesprächen an den vergangenen beiden Tagen. „Wir haben uns aber nicht gegenseitig die Parteiprogramme vorgelesen.“ Die Menge an Gemeinsamkeiten sei größer, die an Unterschieden kleiner geworden. „Jetzt beugen wir uns über die Ergebnisse und machen dann am Freitag weiter.“

Sollte es eine Einigung über gemeinsame Koalitionsverhandlungen geben, müsste dem bei den Grünen ein sogenannter kleiner Parteitag zustimmen. Die Partei sei hier aber „schnell entscheidungsfähig“, betonte Kellner.

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