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42 Prozent der Erstwähler wählen grün

WELT-Logo WELT 13.06.2020
Die Politik der Grünen-Parteispitze Annalena Baerbock und Robert Habeck kommt bei den jungen Wählern gut an Quelle: dpa/Kay Nietfeld © dpa/Kay Nietfeld Die Politik der Grünen-Parteispitze Annalena Baerbock und Robert Habeck kommt bei den jungen Wählern gut an Quelle: dpa/Kay Nietfeld

In den vergangenen Wochen kämpften SPD und Grüne bei den Umfragen um den inoffiziellen Titel der zweitstärksten politischen Kraft hinter der Union, fast wöchentlich lag die jeweils andere Partei vorn. Im neuen RTL/n-tv-Trendbarometer von Forsa ziehen nun die Grünen in der Sonntagsfrage („Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“) wieder an den Sozialdemokraten vorbei – und liegen jetzt sogar relativ deutliche drei Prozentpunkte vorn.

Es bleibt Spekulation, ob die umstrittenen Äußerungen der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken zu Rassismus bei der deutschen Polizei („Auch in Deutschland gibt es latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte, die durch Maßnahmen der inneren Führung erkannt und bekämpft werden müssen“) mit dafür verantwortlich sind, dass die SPD zwei Prozentpunkte auf jetzt 14 Prozent verlor – der zeitliche Zusammenhang legt es allerdings nahe. Im Gegenzug legten die Grünen zwei Prozentpunkte auf 17 Prozent zu.

In der vierten Woche in Folge halten CDU und CSU den starken Wert von 40 Prozent, der um gut sieben Prozentpunkte über dem Ergebnis der Bundestagswahl vom Herbst 2017 liegt. Ebenfalls gegenüber der Vorwoche unverändert liegen die AfD und die Linke bei jeweils acht Prozent, die FDP bei sechs Prozent und die sonstigen Parteien zusammen bei sieben Prozent. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt derzeit bei 26 Prozent.

Mehrheit für Schwarz-Grün und Schwarz-Rot

Ein rot-rot-grünes Bündnis käme demnach auf 39 Prozent und würde damit eine Regierungsmehrheit deutlich verfehlen. Die Union käme zusammen mit den Grünen auf 57, mit der SPD auf 54 Prozent – also könnten sich CDU und CSU aussuchen, ob sie eine schwarz-grüne oder eine schwarz-rote Regierungskoalition bilden wollen.

In den Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute der vergangenen Wochen liegen CDU/CSU zwischen 37 und 39 Prozent und die Grünen zwischen 15 und 19 Prozent. Die SPD liegt zwischen 14 und 16 Prozent, die AfD zwischen acht und elf Prozent, die Linke zwischen sieben und neun Prozent, die FDP zwischen vier und sieben Prozent und die sonstigen Parteien zusammen zwischen fünf und acht Prozent.

Laut Forsa würden 42 Prozent der bei einer Bundestagswahl zum ersten Mal wahlberechtigten 18- bis 20-Jährigen momentan grün wählen – damit wären die Grünen bei den Erstwählern mit großem Vorsprung die stärkste politische Kraft. Wenn momentan der Bundestag neu gewählt würde, würden sich die 18- bis 20-Jährigen so entscheiden: Grüne 42 Prozent, CDU/CSU 24 Prozent, SPD neun Prozent, Linke, AfD und sonstige Parteien zusammen jeweils sieben Prozent sowie FDP vier Prozent.

Die Daten zu den Parteipräferenzen der Bundesbürger wurden von Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 8. bis 12. Juni erhoben. Datenbasis: 2504 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu den Wahlabsichten der Erstwähler beruhen auf den Angaben von 501 zwischen dem 11. Mai und 12. Juni im Rahmen des RTL/n-tv-Trendbarometers befragten 18- bis 20-Jährigen.

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