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Abriss von palästinensischen Häusern an israelischer Sperranlage

Die israelische Armee hat nach palästinensischen Angaben mit der Zerstörung mehrerer Häuser in Ost-Jerusalem begonnen. Hunderte israelische Soldaten und Polizisten zogen mit Bulldozern nach Sur Bahir, ein palästinensisches Viertel nahe der von Israel gebauten Sperranlage. Israels Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, schrieb auf Twitter, die Aktion basiere auf einer Entscheidung des Höchsten Gerichts in Israel. Dieses habe festgestellt, dass "die Gebäude illegal neben dem Sicherheitszaun gebaut worden sind und eine Bedrohung für das Leben von Bürgern und Sicherheitskräften darstellen". Die Entscheidung des Gerichts habe mehrere Jahre in Anspruch genommen. Am Sonntag habe es die Bitte um Aufschub der Zerstörung abgelehnt. "Diese Häuser sind vom palästinensischen Ministerium für Kommunalverwaltung zugelassen, weil sie sich im Bereich A befinden, so dass die Bewohner hier eine Baugenehmigung haben. Jetzt werden die Genehmigungen von den Besatzungsmächten verletzt", sagte Walid Asaf von der palästinensischen Autonomiebehörde. Die Palästinenser befürchten, dass die Zerstörung der Häuser zum Präzedenzfall für andere Städte entlang der Sperranlage wird. Diese verläuft Hunderte Kilometer um und durch das Westjordanland. Viele der betroffenen Wohnungen in Sur Bahir befanden sich zwar noch im Bau. Jedoch seien nach früheren Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA auch drei Haushalte mit insgesamt 17 Bewohnern betroffen.
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