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AfD-Politikerin will Debatte an FU Berlin besuchen – Veranstaltung abgesagt

WELT-Logo WELT 27.11.2019
Ein Besuch der AfD-Politikerin Beatrix von Storch an der FU Berlin ist nach der Ankündigung von Protesten abgesagt worden. Zuvor hatten sich Studenten vor dem Lateinamerika-Institut in Berlin-Wilmersdorf versammelt, um ihre Teilnahme zu verhindern. Quelle: WELT © dpa/Arne Immanuel Bänsch Ein Besuch der AfD-Politikerin Beatrix von Storch an der FU Berlin ist nach der Ankündigung von Protesten abgesagt worden. Zuvor hatten sich Studenten vor dem Lateinamerika-Institut in Berlin-Wilmersdorf versammelt, um ihre Teilnahme zu verhindern. Quelle: WELT

„Klimawandel & Gender“ lautete der Titel einer Veranstaltung von Fridays for Future an der Freien Universität Berlin. Als AfD-Politikerin von Storch ihr Kommen ansagte, gab es Protest – die FU sagte die Veranstaltung ab.

Nach der Ankündigung von Protesten gegen einen Besuch der AfD-Politikerin Beatrix von Storch an der Freien Universität Berlin (FU) ist die betroffene Veranstaltung abgesagt worden. Das teilte die Universität am Mittwoch ohne Angabe von Gründen mit. Mehr als 100 Studenten hatten sich am Nachmittag vor dem Lateinamerika-Institut der FU in Berlin-Wilmersdorf postiert, um die Teilnahme der AfD-Politikerin an der Veranstaltung „Klimawandel & Gender“ der Protestbewegung Fridays for Future zu verhindern.

Storch hatte ihren Besuch am Montag per Twitter angekündigt. „Mich interessiert brennend, was Klimawandel mit Geschlechterverhältnissen zu tun hat und ob Frauen und Männer unterschiedlich von den Folgen betroffen sind“, schrieb sie ironisch.

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Daraufhin forderte die Studentenvertretung AStA von der Universitätsleitung ein „klares Zeichen gegen rechte Hetze“ und verlangte ein Hausverbot. Gleichzeitig rief der AStA zum Protest auf. Man begrüße „alle Aktionen, die sich gegen den Auftritt von Storchs richten“.

OrganizeStrike, eine antikapitalistische Hochschulgruppe aus Berlin, freute sich nach der Absage auf Twitter über den Schritt der FU. Auf Bildern waren Studenten während des Protests zu sehen.

Von Storch forderte in einer Pressemitteilung nach der Absage durch die FU, Universitäten müssten „wieder zu einem Ort der freien Rede und des kontroversen Streits um die richtige Position werden“. Derzeit seien sie „ein Hort des Linksextremismus auf Steuerzahlerkosten“. Erst hätten Andersdenkende nicht mehr reden dürfen, „jetzt dürfen sie nicht einmal mehr zuhören“.

Störungen von Vorlesungen des AfD-Mitgründers und Hamburger Wirtschaftsprofessors Bernd Lucke an der Universität Hamburg im Oktober hatten eine bundesweite Debatte über Meinungsfreiheit in Deutschland ausgelöst.

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