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Algerien wählt früheren Regierungschef zum Präsidenten

Abdelmadjid Tebboune hat die algerische Präsidentenwahl gewonnen. Tebboune habe insgesamt 4.945.116 Stimmen erhalten und 58,15 Prozent erreicht, gab der Vorsitzende der Wahlleitung bekannt. Unter anderem in der Hauptstadt Algier demonstrierten zahlreiche Menschen gegen den Sieg des 74-jährigen früheren Ministerpräsidenten. Mit Tebboune - so fürchten sie - bleibe die dem Langzeitpräsidenten Abdelaziz Bouteflika treu ergebene Elite an der Macht. Der schwerkranke Bouteflika war im April nach Massenprotesten zurückgetreten. Tebboune gilt zudem als Vertrauter des ranghöchsten algerischen Soldaten, des Generals und Stabschefs Ahmed Gaid Salah. Der Wahlsieger bestreitet jedoch, Unterstützung von der Armee zu erhalten. Die Anhänger Tebbounes feierten die Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Nach Behördenangaben nahm 40 Prozent der abstimmungsberechtigten Bevölkerung an der Wahl teil. Tebboune hatte im Wahlkampf unter anderem angekündigt, die Wirtschaft voranbringen, die Arbeitslosigkeit bekämpfen und die Lage auf dem Wohnungsmarkt verbessern zu wollen.
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