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Anerkennung für Soldaten: Zehn Millionen Deutsche sind jetzt Veteranen

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 18.11.2018
Bundeswehr © Foto: dpa/Stefan Sauer Bundeswehr

Anerkennung für Soldaten

In Deutschland gibt es jetzt offiziell Veteranen. Nach jahrelangem Streit haben sich das Bundesverteidigungsministerium, der Bundeswehrverband und der Reservistenverband auf eine gemeinsame Definition geeinigt, wie die „Bild am Sonntag“ berichtet. Demnach ist derjenige Veteran, der entweder aktiver Soldat ist oder bei der Bundeswehr gedient hat und nicht unehrenhaft entlassen wurde. Damit ist die Bezeichnung Veteran nicht an Dienstzeitlänge oder Funktion innerhalb der Bundeswehr gebunden. Auch ein Auslandseinsatz ist keine Bedingung, wie es hieß.

Die jetzige Einigung ist demnach die breitest mögliche Definition. Nach ihr gibt es nun rund zehn Millionen Veteranen in Deutschland.

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte der Zeitung: „Alle Veteranen eint, ob sie in Auslandseinsätzen, im Kalten Krieg oder im Grundbetrieb gedient haben, dass sie sich in der Uniform der Bundeswehr für Frieden und Freiheit unseres Landes eingesetzt haben. Dafür gebührt ihnen ein Leben lang Respekt und Anerkennung“, so die Ministerin.

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Andre Wüstner, begrüßte die Definition: „Sie grenzt niemanden aus, heute ist alles Einsatz.“ Wie die Würdigung von Veteranen konkret aussehen soll, sei unklar. Das Verteidigungsministerium wolle Vorschläge erarbeiten, hieß es. „Inwieweit es tatsächlich einen Bedarf an einem Veteranen-Abzeichen gibt, wird sich zeigen“, sagte Wüstner. Viel wichtiger seien eine bessere Fürsorge wie Familientherapien für Einsatzversehrte und mehr Wertschätzung. „Ein gutes Zeichen wäre, dass Deutschland bald Austragungsort der Invictus Games, der Paralympics für Veteranen wird“, so der Chef des Bundeswehrverbands.

Der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) hatte 2012 die Diskussion um den Veteranenbegriff gestartet. (KNA)

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