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ARD-Deutschlandtrend: AfD erstmals zweitstärkste Partei

dw.com-Logo dw.com 21.09.2018 dw.com

Die rechtspopulistische "Alternative für Deutschland" befindet sich weiter im Aufwind. Laut ARD-Deutschlandtrend würden aktuell 18 Prozent der Bundesbürger AfD wählen. CDU/CSU und SPD verlieren, FDP und Grüne legen zu.

Provided by Deutsche Welle © Reuters/M. Rehle Provided by Deutsche Welle

Nach den Diskussionen der vergangenen Tage und Wochen im politischen Berlin schwindet offenbar das Vertrauen der Wähler in die Parteien der Großen Koalition: Laut ARD-Deutschlandtrend kämen CDU/CSU und SPD derzeit zusammen auf 45 Prozent der Stimmen, wäre an diesem Sonntag Bundestagswahl.

Dabei erzielt die Union in der im Auftrag des Fernsehsenders "Das Erste" erstellten Umfrage mit 28 Prozent das schlechteste Ergebnis seit Bestehen des Deutschlandtrends vor 21 Jahren, bliebe aber weiterhin stärkste Partei in der Umfrage. Koalitionspartner SPD fällt um einen Prozentpunkt auf 17 Prozent und verliert damit den zweiten Platz an die AfD.

AfD im Aufwind

Die Rechtspopulisten der Alternative für Deutschland legen um zwei Prozentpunkte zu und überholen mit nunmehr 18 Prozent die Sozialdemokraten. Damit ist die AfD erstmals in ihrer Geschichte bei einer Umfrage zweitstärkste Partei in Deutschland.

Zwei der drei anderen im Bundestag vertretenen Oppositionsparteien profitieren ebenfalls von den Querelen im Regierungsbündnis: Die Grünen verbessern sich um einen Prozentpunkt und stehen jetzt bei 15 Prozent Zustimmung, die FDP steigert ihre Beliebtheit ebenfalls um einen Prozentpunkt und erreicht im ARD-Deutschlandtrend neun Prozent. Die Linke hält sich dagegen unverändert bei zehn Prozent.

Desaströse Werte für Seehofer

Ebenfalls abgefragt hat der aktuelle Deutschlandtrend die Zustimmungswerte für Innenminister Horst Seehofer. Nach dem Disput um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen erhält der CSU-Politiker dabei eine regelrechte "Watsch'n", wie es in seiner Heimat Bayern heißt: 59 Prozent der Befragten halten Seehofer als Innenminister für eine "schlechte Wahl", lediglich 28 Prozent halten ihn für eine gute Besetzung des Postens. Damit verlor er elf Prozentpunkte im Vergleich zum April dieses Jahres.

Besonders schwer wiegen dürfte dabei, dass sich auch von den Unionsanhängern 64 Prozent gegen Seehofer als Innenminister aussprachen. Nur bei den AfD-Anhängern erhielt er mit 61 Prozent Zustimmung mehrheitliche Unterstützung.

Für die Umfrage im Auftrag der ARD befragte Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1035 Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz wurde für die sogenannte Sontagsfrage je nach Größe der Parteien mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten angegeben.

mak/as (dpa, afp, tagesschau.de)

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