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Corona-Live-Ticker vom 4. April: Indisches Paar nennt Babys Corona und Covid

dw.com-Logo dw.com 04.04.2020 dw.com

Krisengerechte Namensgebung in Indien. China gedenkt der Toten durch das neue Coronavirus. Und der Papst spendet für ein Krankenhaus in Bergamo. Mehr dazu in unserem Live-Blog.

Provided by Deutsche Welle © picture-alliance/dpa/P. Pleul Provided by Deutsche Welle

Das Wichtigste in Kürze:

Bundeswirtschaftsminister Müller fordert "Weltkrisenstab" Papst spendet für Krankenhaus in Bergamo Drei Schweigeminuten zu Ehren der "Märtyrer und Landsleute"

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MESZ

12.43 Uhr - In Ungarn will die Regierung vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen. Das sagt Staatskanzleichef Gergely Gulyas in einer Online-Pressekonferenz. Zur Erholung der Volkswirtschaft werde auch die heimische Notenbank beitragen.

12.27 Uhr - Im Iran steigt die Totenzahl auf 3452. Das sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 158 mehr als 24 Stunden zuvor. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen wird mit 55.743 angegeben. Das Land ist im Nahen Osten am stärksten von der Pandemie betroffen.

11.38 Uhr - In Spanien sind wieder mehr als 800 Menschen innerhalb von 24 Stunden an den Folgen von COVID-19 gestorben. Dies meldet das Gesundheitministerium. Die Infektionsrate stieg im gleichen Zeitraum um mehr als 7000 Fälle. Die Zahl der Todesfälle ist damit den zweiten Tag hintereinander gesunken.

11.26 Uhr - Ein indisches Paar hat seinen neugeborenen Zwillingen die Namen Corona und Covid gegeben. Die Babys wurden am 27. März in der Stadt Raipur geboren, zwei Tage nach der verhängten Ausgangssperre. Die Namen sollen sie immer an die Schwierigkeiten erinnern, die sie hatten, um zur Entbindung ins Krankenhaus zu kommen, erklärte das Paar der Deutschen Presse-Agentur in einem Telefoninterview.

11.05 Uhr - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller befürwortet zur globalen Bekämpfung der Corona-Pandemie einen "Weltkrisenstab". Diese neue Einrichtung könnte UN-Generalsekretär Antonio Guterres leiten, sagte Müller dem "Spiegel". Jetzt schlage "die Stunde der Vereinten Nationen".

10.55 Uhr - Indonesien bestätigt zehn weitere Todesfälle. Die Zahl der Infektionen ist um 106 Fälle auf 2092 gestiegen. Insgesamt starben in dem Inselstaat 191 Menschen an dem SARS-CoV-2-Virus.

10.35 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 85.778 angegeben - ein Plus von 6082 seit dem Vortag. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 1158 Todesfälle

10.31 Uhr - EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat sich in der Diskussion um sogenannte Corona-Bonds für "eine Diskussion ohne Tabus" ausgesprochen. "Es ist wahrscheinlich, dass alte Lösungen nicht funktionieren werden", sagte Vestager im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" und anderen europäischen Medien am Samstag. Eine Vergemeinschaftung von Schulden schloss sie demnach nicht explizit aus. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble spricht sich gegen eine gemeinsame Schuldenaufnahme aus. "Corona-Bonds helfen bei keinem einzigen Problem, das nicht auch mit bestehenden Instrumenten gelöst werden könnte", sagt der CDU-Politiker dem Nachrichtenportal Zeit Online.

10.01 Uhr - Das Gesundheitministerium der Philippinen berichtet von acht neuen Todesfällen. Dazu kommen 76 neue Infektionen. Für den Inselstaat sind bei der Johns Hopkins University bislang rund 3000 Infektionsfälle registriert. Demnach starben dort bislang 136 Menschen.

09.48 Uhr - Australien meldet einen anhaltenden Rückgang bei den Neuinfektionen. Die bestätigten Fälle stiegen binnen 24 Stunden um 198 auf 5548, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Todesfälle wuchs auf 30. Damit bleibt die tägliche Neuinfektionsrate bei etwa fünf Prozent und liegt deutlich unter dem noch vor etwa zwei Wochen verzeichneten Anstieg von 25 bis 30 Prozent.

09.40 Uhr - Papst Franziskus hat 60.000 Euro für das Krankenhaus in Bergamo gespendet. Wie die Diözese der norditalienischen Stadt mitteilte, ließ das Kirchenoberhaupt das Geld der "Papst-Johannes-XXIII-Klinik" über den Bischof zukommen. Bergamo ist eine der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Provinzen Italiens.

09.30 Uhr - Bayern will in der Corona-Krise zehn schwerkranke COVID-19-Patienten aus der französischen Hauptstadt Paris zur Behandlung aufnehmen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei Twitter mit.

07.44 Uhr - Mit einer Videobotschaft hat sich der Papst eigens an von der Corona-Pandemie betroffene Familien gewandt. Er stelle sich Familien vor, die aus Angst vor Ansteckung "ein ungewöhnliches Leben" führten, sagte der Papst in dem fünfminütigen Clip. Er denke auch an ältere, einsame Menschen, die in der gegenwärtigen Notlage auf sich allein gestellt seien. Das bevorstehende Osterfest werde diesmal "auf sehr ungewöhnliche Weise" begangen, sagte Franziskus. Der Osterglaube nähre jedoch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

07.33 Uhr - Die Staatlichen Museen zu Berlin rechnen mit massiven Einbrüchen bei den Einnahmen durch die Corona-Krise. "Wenn wir von den Vorjahreszahlen ausgehen, hätten die Staatlichen Museen zu Berlin einen Einnahmeverlust von etwa zwei Millionen Euro pro Monat für alle Häuser", sagt Vize-Generaldirektorin Christina Haak der Deutschen Presse-Agentur.

06.50 Uhr - In Thailand ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten nach Behördenangaben um 89 auf 2067 gestiegen. Zudem habe es einen weiteren Todesfall geben. Insgesamt seien damit bislang 20 Menschen in dem südostasiatischen Land an der Covid-19-Erkrankung gestorben.

06.40 Uhr - Die US-Sängerin Pink hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die zweifache Mutter auf Instagram bekannt. Die Symptome bei ihr und ihrem dreijährigen Sohn seien vor zwei Wochen aufgetreten, nach der Isolation sei die Familie nun gesund. Pink kündigte an, sie werde eine Million Dollar für das Gesundheitswesen spenden.

Pink in Aktion - trotz Genesung wird der nächste Bühnenauftritt auf sich warten lassen müssen © Imago Images/ZUMA Press/A. Amrchini Pink in Aktion - trotz Genesung wird der nächste Bühnenauftritt auf sich warten lassen müssen

06.35 Uhr - Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten ist weltweit auf knapp 1,1 Millionen gestiegen. Die meisten Fälle wurden nach Angaben der Johns Hopkins Universität in den USA gezählt, wo 277.953 Menschen als infiziert gemeldet wurden. An zweiter und dritter Stelle lagen demnach Italien mit 119.827 und Spanien mit 119.199 Fällen, gefolgt von Deutschland mit 91 159 bekannten Infektionen.

05.30 Uhr - Südkorea verlängert seine am Montag auslaufenden Maßnahmen zum sozialen Abstand halten um zwei weitere Wochen. Gesundheitsminister Park Neung-hoo sagte, es sei "zu früh, um sich zu beruhigen." Er verwies auf die jüngste Zunahme von importierten Coronavirus-Fällen. Ursprünglich sollte die Politik der sozialen Distanzierung am 21. April enden.

04.40 Uhr - China hat mit drei Schweigeminuten der Toten durch das Coronavirus gedacht. Landesweit heulten am chinesischen Totengedenktag die Sirenen. Auch hupten Autos und Schiffe ließen ihre Hörner ertönen. Das Gedenken sei zu Ehren der "Märtyrer und Landsleute, die im Kampf gegen die Epidemie ums Leben gekommen sind", teilte der Staatsrat mit.

Provided by Deutsche Welle © picture-alliance/AP Photo/M. Schiefelbein Provided by Deutsche Welle

04.00 Uhr - Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller befürchtet, dass die Corona-Pandemie in Afrika zum Ausbruch neuer Gewalt und zu neuen Flüchtlingsbewegungen führt. "Ich habe große Befürchtungen, dass es in fragilen Staaten zu Unruhen kommt, auch zu Bürgerkriegen", sagte Müller der "Augsburger Allgemeinen". Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Krise träfen Afrika mit voller Wucht. "Millionen Menschen haben schon ihre Arbeit verloren."

03.02 Uhr - In China gibt es nach Angaben der Gesundheitsbehörde 19 neue bestätigte COVID-19-Fälle, darunter eine neue Infektion in der zentralen Provinz Hubei. Von den neuen Fällen betrafen 18 Reisende, die aus dem Ausland ankamen, teilte die Behörde mit.

01.31 Uhr - Die sich schnell ausbreitende Covid-19-Pandemie wird nach Ansicht von Weltbank-Präsident David Malpass wohl eine "große globale Rezession" auslösen. Diese werde wahrscheinlich die ärmsten und verwundbarsten Länder am härtesten treffen, sagte Malpass in einem Beitrag auf LinkedIn.

01.10 Uhr - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, hat sich gegen Eurobonds ausgesprochen und den Kurs der Bundesregierung in der Debatte um die gemeinsame Finanzierung der Coronakrisen-Folgen in der EU unterstützt.

fab/wo (Agenturen, JHU)

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