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Corona-Ticker: "Größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg"

dw.com-Logo dw.com 18.03.2020 dw.com

In einer Fernsehansprache fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bürger in Deutschland eindringlich dazu auf, Sozialkontakte zu meiden, um die Corona-Epidemie einzudämmen. Mehr dazu in unserem Live-Blog.

Provided by Deutsche Welle © picture-alliance/dpa/Bundesregierung/S. Kugler Provided by Deutsche Welle
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Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus eine Aufgabe von historischem Ausmaß. In einer Fernsehansprache appelliert sie an Vernunft und Disziplin der Bürger. Die Lage sei ernst, so Merkel. Sie wisse, wie hart die Schließungen etwa von Veranstaltungsräumen, Schulen, Kitas und Spielplätzen sei. "Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab." Dennoch müssten die Vorschriften befolgt werden, betonte Merkel.

"Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist." Seit dem Zweiten Weltkrieg habe es keine entsprechende Herausforderung mehr gegeben.

20.00 Uhr - Die EU-Kommission ist in Sorge um die Funktionsfähigkeit des Internets durch die verstärkte Nutzung von Video-Streamingdiensten in der Corona-Krise. EU-Kommissar Thierry Breton hat deshalb mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege gesprochen, die Belastung Netzes zu senken. Eine Möglichkeit sei, heißt es aus Brüssel, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung runterzuschrauben. Ein reibungslos funktionierendes Internet ist für die Millionen Arbeitnehmer wichtig, die nun von zu Hause aus arbeiten.

19.45 Uhr - Am zweiten Tag der Ausgangssperre in Frankreich ist die Zahl der Corona-Toten um 89 auf 264 gestiegen. Das sind im Vergleich zum Vortag fast 51 Prozent mehr. Auch die Infektionsfälle nahmen binnen 24 Stunden zu - um 18 Prozent. Mehr als 900 Patienten befänden sich zudem in einem ernsten Zustand und bräuchten lebenserhaltende Maßnahmen, so der Direktor der Gesundheitsbehörde, Jerome Salomon.

19.39 Uhr - Deutschland weitet die bereits an den Landesgrenzen zu fünf Nachbarländern geltenden Einreisebeschränkungen auch auf den Luft- und Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, dürfen ab sofort nur noch Deutsche oder Reisende mit "einem dringenden Reisegrund" per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland kommen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf nur noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

Fähre nach Gedser im Hafen von Rostock © picture-alliance/dpa/B. Wüstneck Fähre nach Gedser im Hafen von Rostock

19.32 Uhr - In Luxemburg sind eine Reihe von Notverordnungen in Kraft getreten. Bei Verstößen gegen strenge Ausgangsbeschränkungen drohten Geldstrafen, kündigte Regierungschef Xavier Bettel an. Cafés oder Restaurants, die in Zukunft noch geöffnet seien, müssten eine Geldstrafe von 4000 Euro zahlen. Im Wiederholungsfall werde sie verdoppelt. Wer auf den Straßen unterwegs sei, ohne dafür einen guten Grund zu haben, werde mit einer Geldbuße von 145 Euro verwarnt.

19.23 Uhr - Großbritannien setzt jetzt doch auf Schulschließungen. Die Regelung tritt landesweit am Freitagnachmittag in Kraft. Die Maßnahme gelte für unbestimmte Zeit, teilte Bildungsminister Gavin Williamson mit. Premierminister Boris Johnson hatte am Montag noch erklärt, auf Schulschließungen verzichten zu wollen. Britische Supermärkte kündigten an, ab Donnerstag eigene Öffnungszeiten nur für Ältere, Schwangere und Gebrechliche anzubieten. Zudem sollen Hamsterkäufe unterbunden werden.

18.16 Uhr - Chiles Präsident Sebastian Piñera hat für 90 Tage den Ausnahmezustand über das südamerikanische Land verhängt. Damit können die Behörden unter anderem Versammlungen verbieten, Lebensmittelreserven anlegen, die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken und Ausgangssperren verhängen. Die Streitkräfte sollen in bestimmten Gegenden die Polizei unterstützen und auch im Gesundheitsbereich helfen. Militärs übernehmen die Kontrolle der öffentlichen Sicherheit in den verschiedenen chilenischen Regionen.

18.14 Uhr - Innerhalb von 24 Stunden sind in Italien weitere 475 Patienten an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben - ein Anstieg um 19 Prozent. Seit Beginn der Viruskrise im vergangenen Dezember ist dies die höchste Zahl an Todesfällen in einem Land an nur einem Tag. Die Zahl der Infektionen erhöhte sich in Italien auf mehr als 35.700. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben bislang 2978 Menschen in dem südeuropäischen Land an COVID-19. Damit machen die Todesfälle in Italien mehr als die Hälfte aller Corona-Toten außerhalb Chinas aus.

17.48 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat ein Gesetz aus Zeiten des Korea-Kriegs aktiviert, um die Produktion von Ausrüstung zur Eindämmung der Virus-Krise zu beschleunigen. Das Gesetz gibt Trump weitreichende Befugnisse, um die Industrie in den Vereinigten Staaten zu schnelleren Lieferungen zu bewegen.

16.48 Uhr - China wird der Europäischen Union große Mengen Schutzmasken und Corona-Testsets liefern. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang mit. In einem Internetvideo sprach sie von mehr als zwei Millionen Atemschutzmasken und 50.000 Virus-Tests. Im Januar habe die EU China mit einer Spende von 50 Tonnen Ausrüstung geholfen. Jetzt sei man dankbar für die Unterstützung Chinas, sagte von der Leyen.

16.36 Uhr - In Bayern wurde über eine erste Stadt eine Ausgangssperre verhängt. Das zuständige Landratsamt Tirschenreuth ordnete die Maßnahme für den 6500-Einwohner-Ort Mitterteich in der Oberpfalz an. Die Ausgangssperre soll bis zum 2. April dauern. Der Landkreis Tirschenreuth hat nach Angaben des bayerischen Landesgesundheitsamts 38 Corona-Ansteckungsfälle.

16.10 Uhr - Auch Kanada legt ein milliardenschweres Hilfspaket auf. Die Regierung stelle bis zu 27 Milliarden Kanadische Dollar (rund 17 Milliarden Euro) zur direkten Unterstützung der Bürger und Unternehmen bereit, erklärte Ministerpräsident Justin Trudeau. Zudem gebe es Liquiditätshilfen für Firmen und Privathaushalte durch Steuerstundungen im Volumen von 55 Milliarden Kanadischen Dollar (rund 35 Milliarden Euro).

15.20 Uhr - In Großbritannien ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Dienstag um 35 Prozent gestiegen. 2626 Menschen seien positiv auf den Erreger der Lungenkrankheit getestet worden, teilte das britische Gesundheitsministerium mit. Bislang wurden 71 Todesfälle verzeichnet.

14.46 Uhr - Die Grenze zwischen den USA und Kanada wird für den nicht notwendigen Verkehr gesperrt. Wie US-Präsident Donald Trump twitterte, solle der Handel dadurch nicht beeinträchtigt werden.

US-kanadische Grenze (bei Blaine) © Reuters/J. Winter US-kanadische Grenze (bei Blaine)

14.21 Uhr - Der Eurovision Song Contest in Rotterdam ist abgesagt. Man habe in den vergangenen Wochen verschiedene Alternativen geprüft, wie der Pop-Wettbewerb doch noch über die Bühne gehen könne, so die Europäische Rundfunk Union (EBU). Aber die verschiedenen Einschränkungen in den Niederlanden und Europa hätten zu der Entscheidung geführt, das Live-Event nicht wie geplant stattfinden zu lassen.

13.53 Uhr - Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair bereitet sich darauf vor, ab Mitte kommender Woche einen Großteil der Flüge zu streichen. Dann werde es nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen zwischen Großbritannien und Irland geben, teilte die Airline mit. Betroffene Passagiere werden gebeten, auf eine Mail des Unternehmens zu warten und sich nicht telefonisch zu melden.

13.40 Uhr - Deutschland nimmt vorerst keine Flüchtlinge mehr auf. Wie das Bundesinnenministerium bestätigte, stellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die entsprechenden Programme vorübergehend ein. Faktisch seien die Aufnahmeverfahren aus humanitären Gründen wegen verschiedener Reisebeschränkungen und operativer Einschränkungen auch seitens wichtiger Partner bereits seit vergangenem Freitag zum Erliegen gekommen, sagte ein Ministeriumssprecher.

13.08 Uhr - Laut UNESCO können aufgrund der Corona-Pandemie derzeit etwa die Hälfte der Schüler und Studenten auf der Welt nicht zum Unterricht gehen. Schul- und Uni-Schließungen gibt es demnach in 102 Staaten, dazu kommen lokal begrenzte Schließungen in anderen Ländern. Betroffen seien insgesamt 850 Millionen Schüler und Studenten - von Vorschulen bis hin zu Universitäten.

13.05 Uhr - Auch der Sportwagenhersteller Porsche stoppt die Produktion. Ab Samstag bleiben das Stammwerk Zuffenhausen und der Produktionsstandort Leipzig für zwei Wochen geschlossen, teilte das Unternehmen mit. Neben dem Schutz der Belegschaft ließen auch Engpässe bei globalen Lieferketten eine geordnete Produktion derzeit nicht mehr zu.

13.04 Uhr - Österreichs Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Corona-Krise zu helfen. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, damit solle vor allem verhindert werden, dass es nun zu einer massiven Arbeitslosigkeit komme. Das Paket bestehe aus Krediten, Garantien, Steuerherabsetzungen und Steuerstundungen, so Kurz.

Österreichs Bundeskanzler Kurz © Reuters/G. Hochmuth Österreichs Bundeskanzler Kurz

12.44 Uhr - In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter stark an: Binnen eines Tages wurden mehr als 2500 neue Infektionen registriert. Die Zahl aller Infektionsfälle liegt nun bei mehr als 13.700. An der Lungenkrankheit COVID-19 starben bereits 598 Menschen.

12.29 Uhr - In Belgien ist eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Die Bürger dürfen nur noch für unverzichtbare Aktivitäten wie Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe ihre Häuser verlassen und müssen dabei einen Mindestabstand zueinander halten. Wegen der Vorgaben bildeten sich vor vielen Supermärkten lange Schlangen. Öffentliche Verkehrsmittel verkehren weiterhin. Der Weg zur Arbeit bleibt erlaubt, allerdings nur wenn ein Arbeiten von zu Hause aus nicht möglich ist. Auch sportliche Aktivitäten an der frischen Luft sind weiterhin erlaubt.

12.16 Uhr - Mit einem Nothilfeprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro will Schleswig-Holstein wirtschaftliche Folgen der Coronakrise abfedern. Der Landtag beschloss einstimmig einen Nachtragshaushalt für 2020 mit entsprechenden Kreditermächtigungen. Ministerpräsident Daniel Günther hatte zuvor in einer Regierungserklärung um Verständnis für die notwendigen drastischen Maßnahmen gebeten.

11.57 Uhr - Der Iran meldet den größten Anstieg der Todesfälle durch das Coronavirus innerhalb eines Tages überhaupt. Die Zahl erhöhte sich seit Dienstag um 147 auf 1.135. Mehr als 17.300 Menschen sind laut dem Gesundheitsministerium in Teheran infiziert.

11.39 Uhr - Zum Schutz vor möglicher Ansteckung mit dem Coronavirus in Supermärkten fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Sicherstellung von Mindestabständen zwischen den Kunden. Er verwies auf Dänemark, wo Klebeetiketten auf dem Boden dabei helfen sollen, dass Kunden an den Kassen ausreichend Abstand zueinander halten. Eine derartige Lösung sei wichtig, sagte Söder bei einem Besuch eines REWE-Logistikzentrums in Eitting bei München.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Gespräch mit dem REWE-Logistikleiter für die Region Süd, Gustav König © picture-alliance/dpa/P. Kneffel Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Gespräch mit dem REWE-Logistikleiter für die Region Süd, Gustav König

11.17 Uhr - Gut ein Drittel aller deutschen Hersteller von Medizinprodukten haben einer Umfrage zufolge Probleme, den Bedarf von medizinischer Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln für die eigenen Produktionsstätten sicherzustellen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen haben zudem Probleme mit ihren Zulieferbetrieben, wie eine Blitzumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie ergab.

10.45 Uhr - Russland schließt seine Schulen. Die Schüler werden vom kommenden Montag an drei Wochen lang in die verlängerten Frühlingsferien geschickt, erklärte Bildungsminister Sergej Krawzow. Sie könnten das Lernen durch einen kostenlosen Zugang zu Lernmaterialien im Internet zuhause fortsetzen. In Russland gehen mehr als 16 Millionen Kinder und Jugendliche zur Schule. Bislang sind dort nach offiziellen Angaben mehr als 110 Corona-Fälle registriert.

10.30 Uhr -Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich am Mittwochabend mit einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Er betonte, es gehe nicht um die Verkündung neuer Maßnahmen, sondern um einen Aufruf zur Beteiligung an den bestehenden Schutzmaßnahmen.

10.08 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer schnellen Ausweitung der Epidemie. "Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie. Wir sind am Anfang einer Epidemie, die noch viele Wochen und Monate unterwegs sein wird", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Mit Stand Mitternacht verzeichnet das Institut 8198 Infizierte in Deutschland, über 1000 mehr als zuvor gemeldet. Die Zahl der Toten sei bei zwölf geblieben. Angesicht der stark wachsenden Zahl von Infektionsfällen appellierte Wieler, die Hygiene- und andere Behörden-Vorgaben strikt einzuhalten. Wenn es nicht gelinge, die Infektionsfälle zu reduzieren, könne es in zwei oder drei Monaten bis zu zehn Millionen Infizierte in Deutschland geben, sagte er.

Das Foto vom Mai 2019 zeigt die BMW-i8-Produktion in Leipzig. Auch hier ist nun für vier Wochen Schluss. © picture-alliance/dpa/J. Woitas Das Foto vom Mai 2019 zeigt die BMW-i8-Produktion in Leipzig. Auch hier ist nun für vier Wochen Schluss.

10.02 Uhr - BMW stoppt wegen wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München: "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant."

9.52 Uhr - Die deutsche Botschaft in Myanmar hat Touristen geraten, wegen der Coronaviruskrise das südostasiatische Land möglichst zu verlassen. Touristen sollten prüfen, ob sie ihren Urlaub abbrechen und möglichst frühzeitig zurückfliegen können, teilte die Botschaft bei Facebook mit. "Im Falle eines Ausbruchs der Pandemie ist damit zu rechnen, dass das myanmarische Gesundheitssystem nicht in der Lage sein wird, die medizinische Versorgung in ausreichendem Maße sicherzustellen." Zudem bestehe die Gefahr, dass die internationalen Flugverbindungen weiter ausgedünnt würden und möglicherweise ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Rückreise mehr möglich sein werde. In Myanmar (früher Birma), das rund 53 Millionen Einwohner hat, gibt es noch keinen bestätigten Coronavirus-Fall.

9.38 Uhr -In den USA sind nun in allen 50 Bundesstaaten Menschen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert. Als letzter Staat meldete West Virginia im Osten der Vereinigten Staaten, dass erstmals ein Patient positiv auf das Virus getestet worden sei. Die Gesamtzahl der in den USA gemeldeten Infektionsfälle mit dem Coronavirus lag nach Angaben der Johns Hopkins Universität zuletzt bei rund 6500. Die Zahl der Todesfälle infolge der Krankheit Covid-19 überstieg dort erstmals die Hundertermarke.

9.27 Uhr -Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch in München mit.

Polizisten im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens © picture-alliance/dpa/A. Arnold Polizisten im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens

9.26 Uhr - Vom weitgehenden Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger sind am Frankfurter Flughafen mehr als 100 Flüge betroffen. Nun müsse geprüft werden, welche Passagiere einreisen dürften und welche nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Bis zum Morgen wurden gut 5000 Menschen kontrolliert. Nicht-EU-Bürger werden demnach zurückgewiesen und die Airlines aufgefordert, diese wieder nach Hause zu fliegen. Am größten deutschen Airport war bereits am Dienstagabend ein Flug aus der Türkei betroffen.

9.06 Uhr - Wegen der Coronavirus-Pandemie ist im US-Bundesstaat Texas eine für diesen Mittwoch angesetzte Hinrichtung verschoben worden. Die Hinrichtung des 44-jährigen Mannes per Giftspritze sei zunächst für 60 Tage ausgesetzt, teilte das zuständige Gericht unter Verweis auf "die aktuelle Gesundheitskrise und die großen Ressourcen, die für eine Hinrichtung benötigt werden" mit. Wie bei jeder Hinrichtung in den USA wären auch bei dieser viele Menschen anwesend gewesen, darunter Gefängniswärter, Anwälte, Zeugen, die Familie des Verurteilten sowie die der Opfer.

8.50 Uhr - Kolumbien hat den Notstanderklärt. Präsident Iván Duque ordnete an, dass Bürger über 70 Jahre zu Hause bleiben müssen. Aus dem Haus dürften sie nur, um einkaufen, in die Apotheke oder zum Arzt zu gehen. Die Anweisung gilt bis zum 31. Mai. Zuvor hatte das südamerikanische Land im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 bereits seine Grenzen gesperrt und Schulen geschlossen. In Kolumbien gibt es bislang 65 Coronavirus-Infektionen, Todesfälle wurden nicht gemeldet.

8.46 Uhr -In Israel ist die Zahl der Corona-Fälle binnen 24 Stunden um 40 Prozent gestiegen. Es gebe jetzt 427 Infizierte, teilt das Gesundheitsministerium mit. Fünf seien in einem kritischen Stadium.

8.37 Uhr - Das Coronavirus ist einer Studie zufolge auch noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar. Auf Kupfer seien lebensfähige Viren bei Tests bis zu vier Stunden, auf Pappe bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage nachweisbar gewesen, teilten Forscher unter anderem von der Universität Princeton und der University of California in Los Angeles mit. Allerdings habe sich die sogenannte Infektionsdosis auf allen Oberflächen über diese Zeiträume deutlich reduziert. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung verweist auf diese Untersuchung. Es gebe bislang jedoch keine Fälle, bei denen sich Menschen nachweislich durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen angesteckt hätten.

8.14 Uhr - In einem Altenheim in Madrid sind nach einem Bericht der Tageszeitung "El País" 19 Bewohner an den Folgen des Coronavirus gestorben. Der Angehörige einer älteren Frau ergänzte, dass in dem Seniorenheim Monte Hermoso 70 der insgesamt 130 Bewohner infiziert seien.

8.03 Uhr - Papst Franziskus hat zum Gebet für die Opfer des Coronavirus aufgerufen. "Ganz besonders möchte ich, dass wir für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen beten, die in diesen Tagen gestorben sind. Sie haben ihr Leben gegeben im Dienst an den Kranken", sagte das Kirchenoberhaupt in seiner Frühmesse im Vatikan.

7.31 Uhr - Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat vor überzogenen Hoffnungen auf die rasche Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus gewarnt. Überall arbeiteten Forscher mit Hochdruck daran, aber die Entwicklung brauche ihre Zeit, sagte Karliczek der "Passauer Neuen Presse". Der Miteigentümer des Pharmaunternehmens CureVac, der Investor Dietmar Hopp, sagte der "Bild"-Zeitung, bei einem positiven Verlauf der Impfstoff-Entwicklung könne das Unternehmen "ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen". Im Herbst sei CureVac dann in der Lage, den Impfstoff zu liefern, so Hopp.

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac - derzeit ein Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus © Getty Images/M. Hangst Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac - derzeit ein Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus

7.15 Uhr - China hat lediglich eine neue Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Den zweiten Tag in Folge habe es damit nur jeweils eine neue Übertragung in der Stadt Wuhan gegeben, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Hinzu kämen zwölf neue Fälle, in denen das Coronavirus aus dem Ausland in die Volksrepublik eingeschleppt worden sei. Damit stieg die Zahl der eingeschleppten Infektionen auf 155.

7.11 Uhr - Aufgrund des für fast die gesamte Europäische Union geltenden Einreiseverbots für Nicht-EU-Bürger können diese auch nicht mehr am Frankfurter Flughafen einreisen. Laut Bundespolizei sind die Airlines, die die Passagiere transportieren, dazu verpflichtet, diese wieder zurückzubringen. Ausnahmen gibt es laut Bundesinnenministerium für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat. Wer einen dringenden Einreisegrund hat - beispielsweise eine Beerdigung oder einen Gerichtstermin - muss dafür die entsprechenden Nachweise mitführen.

6.39. Uhr - Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat angeregt, gewöhnliche Kliniken übergangsweise zu Spezialkrankenhäusern für Corona-Patienten zu machen. Man könne "überlegen, vorübergehend einzelne Kliniken der Grund- und Regelversorgung ausschließlich zur Versorgung von Corona-Erkrankten umzuorganisieren", sagte Reinhardt dem "Tagesspiegel".

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, schlägt die Schaffung von Corona-Spezialkliniken vor © picture-alliance/dpa/G. Fischer Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, schlägt die Schaffung von Corona-Spezialkliniken vor

6.28 Uhr - Australiens Regierung hat seinen Bürgern bis auf Weiteres jegliche Reisen ins Ausland untersagt. "Es ist das erste Mal, dass dies in der Geschichte Australiens geschieht", sagte Premierminister Scott Morrison in der Hauptstadt Canberra. Das Verbot gelte für unbestimmte Zeit. Das größte Risiko gehe von Australiern aus, die sich im Ausland mit Sars-CoV-2 infiziert hätten und nun aus Übersee ins Land zurückkehrten, so Morrison weiter. Nach neuesten Zahlen gibt es in Australien bislang 533 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, sechs Menschen starben.

6.17 Uhr - Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich im Kampf gegen das Coronavirus gegen Ausgehverbote ausgesprochen. "Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt", sagte Montgomery der "Rheinischen Post". Man könne doch nicht Schulen und Kindertagesstätten bis Jahresende geschlossen halten. So lange werde es mindestens dauern, bis man über einen Impfstoff verfügt. Kritisch äußerte sich Montgomery auch zu den von der Bundesregierung angeordneten Grenzschließungen: "Ich glaube nicht, dass die Grenzschließungen das Virus aufhalten können. Das ist politischer Aktionismus."

6.12 Uhr - Die Airbus-Produktion in den deutschen Werken bleibt weitgehend aufrecht erhalten, und die Werkstore stehen Leiharbeitern, Kunden und Partnern weiter offen. Doch auch die deutschen Airbus-Standorte würden in dieser Woche an neue und veränderte Arbeitsabläufe im Kampf gegen das Coronavirus angepasst, sagte ein Airbus-Sprecher in Hamburg. Airbus hatte am Dienstag die Produktion in den Werken in Frankreich und Spanien für vier Tage heruntergefahren.

6.00 Uhr - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass das Coronavirus auch von der Politik unterschätzt worden ist. "Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt", sagte sie in der Sendung "Bild live". Aber inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde.

sti/as/AR/rb (afp, ap, dpa, rtr, epd, kna)

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