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Das sind die möglichen Nachfolger für Premierministerin Liz Truss

WELT-Logo WELT 20.10.2022
„44 Tage lang hat es gedauert“, sagt Korrespondent Arndt Striegler zum Rücktritt der britischen Premierministerin Liz Truss. Im WELT-Interview erklärt er, wer ihre Nachfolge antreten könnte und betont: „Niemand will so richtig die Regierungsverantwortung übernehmen.“ Quelle: WELT © WELT „44 Tage lang hat es gedauert“, sagt Korrespondent Arndt Striegler zum Rücktritt der britischen Premierministerin Liz Truss. Im WELT-Interview erklärt er, wer ihre Nachfolge antreten könnte und betont: „Niemand will so richtig die Regierungsverantwortung übernehmen.“ Quelle: WELT

Nach nur gut sechs Wochen im Amt ist die britische Premierministerin Liz Truss zurückgetreten. Bis Ende nächster Woche wollen die konservativen Tories einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin auserkoren haben bis zum 31. Oktober soll er oder sie im Amt sein. Die aussichtsreichsten Kandidaten sind alles alte Bekannte.

Rishi Sunak

Quelle: REUTERS © REUTERS Quelle: REUTERS

Bei der Mitgliederbefragung im Sommer zur Nachfolge des damals zurückgetretenen Premierministers Boris Johnson war der ehemalige Finanzminister Sunak gegen Truss deutlich unterlegen. Allerdings hatte er vor den Steuerplänen, die erst die Wirtschaft und dann Truss ins Schleudern brachten, wiederholt gewarnt. Mit dem Wissen, dass er recht hatte, dürfte Sunak gestärkt in eine neue Bewerbung um das Amt des Parteichefs und damit auch Premierministers gehen.

Allerdings tragen ihm einige Mitglieder seine Rolle bei der Kabinetts-Revolte nach, die zum Sturz von Truss‘ Vorgänger Johnson geführt hatte. Zudem schadeten Fragen zu seinem beträchtlichen Privatvermögen und Steuertricks seiner Familie dem Ruf des ersten hinduistischen Finanzministers Großbritanniens.

Boris Johnson

Quelle: dpa/Stefan Rousseau © dpa/Stefan Rousseau Quelle: dpa/Stefan Rousseau

Auch der erst im September abgetretene Premier könnte wieder im Rennen sein: Laut Berichten der „Times“ und des „Telegraph“ bereite sich Boris Johnson auf eine Kandidatur vor. Er glaube, eine Kandidatur sei im „nationalen Interesse“, hieß es in der „Times“.

Und Johnson kann sich nach wie vor auf gute Umfragewerte verlassen. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov unter Mitgliedern der Tory-Partei liegt Johnson ganz vorne in der Gunst der Konservativen:

Jeremy Hunt

Quelle: AP/Victoria Jones © AP/Victoria Jones Quelle: AP/Victoria Jones

Finanzminister Hunt, der die Unterstützung des zentristischen Flügels der Partei genießt, könnte sich als kompetenter Einheitskandidat erweisen. Nach seinem Auftritt am Montag, bei dem der frühere Geschäftsmann das Steuerpaket von Truss fast vollständig gekippt hatte, wurde er von einigen schon als „De-facto“-Premier bezeichnet.

Der 55-jährige frühere Außen- und Gesundheitsminister war nicht nur in diesem Jahr, sondern auch schon 2019 im Rennen um den Parteivorsitz unterlegen. Hunt, der fließend Japanisch spricht, gilt als besonders belastbar, jedoch wenig charismatisch.

Penny Mordaunt

Quelle: REUTERS © REUTERS Quelle: REUTERS

Mordaunt, die am Montag im Auftrag von Truss Fragen der Opposition zu dem Steuer- und Wirtschaftsdebakel beantworten musste, gilt als gute Rednerin. 2019 wurde die Brexit-Befürworterin die erste britische Verteidigungsministerin. Einige sehen in der 49-jährigen Reservistin der Royal Navy eine mögliche Kompromisskandidatin für den Vorsitz der zerstrittenen Tories.

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