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Emmanuel Macron: "Die Zukunft des Libanon steht auf dem Spiel"

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 09.08.2020 Milena Hassenkamp

Nach der katastrophalen Explosion in Beirut hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron internationale Partner zu massiver Nothilfe für den Libanon aufgefordert. Finanzielle Zusagen dürften dabei nur der Anfang sein.

© Thibault Camus/ AP

Zum Auftakt einer Geberkonferenz für den Libanon hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rasche Hilfen für das Land angemahnt. "Wir müssen schnell und effizient handeln, damit diese Hilfe direkt dort ankommt, wo sie benötigt wird", sagte Macron in der Eröffnungsrede zu einer Videokonferenz, die er gemeinsam mit den Vereinten Nationen ausrichtet. "Die Zukunft des Libanon steht auf dem Spiel."

Man müsse eine internationale Antwort unter Koordination der Vereinten Nationen finden und dem libanesischen Volk zu Seite stehen. Finanzielle Zusagen dürften nur der Anfang sein.

Durch eine schwere Explosion am Hafen von Libanons Hauptstadt Beirut waren am Dienstag nach jüngsten Zahlen 158 Menschen getötet und mehr als 6000 verletzt worden. Viele Libanesen machen Regierung und Behörden für das Unglück verantwortlich und haben dies in teilweise gewaltsamen Protesten zum Ausdruck gebracht, die sie heute fortsetzen wollen. Der Libanon steckt in seiner bislang größten Wirtschaftskrise. Die Situation im Land hat sich durch die Coronakrise und die Explosion weiter zugespitzt.

"Mehrere Schulen wurden zerstört"

Nötig sind nach den Worten von Macron medizinische Hilfe, Nahrungsmittel und der rasche Wiederaufbau von Schulen oder Krankenhäusern. "Mehrere Schulen wurden zerstört", sagte Macron einer Aufzeichnung des Nachrichtensenders BFMTV zufolge.

Nach Angaben des Élyséepalasts nahmen Vertreter von mindestens 36 Staaten und Organisationen teil, unter ihnen auch US-Präsident Donald Trump. Macron begrüßte Trump in der Schalte persönlich. Deutschland wurde durch Außenminister Heiko Maas (SPD) vertreten. Maas hat bereits weitere zehn Millionen Euro Soforthilfe Deutschlands für den Libanon angekündigt.

Die EU kündigte zudem an, über ihren Gemeinschaftshaushalt zusätzliche 30 Millionen Euro für Nothilfen bereitzustellen. Das Geld ergänzt den Betrag von 33 Millionen Euro, der bereits direkt nach der Katastrophe zugesagt worden war.

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