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Erdogan greift zu einer neuen perfiden Strategie, um seinen ärgsten Rivalen zu schwächen

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 07.06.2019 Business Insider Deutschland
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Wie gewinnt man eine Wahl, die man bereits verloren hat? Im Fall von Recep Tayyip Erdogan: Indem man mit schmutzigen Tricks gegen seine Rivalen vorgeht.

Nachdem seine AKP am 31. März bei den Regionalwahlen in Istanbul unterlag, weigerte sich Erdogan, die Wahlniederlage in der Hochburg seiner Macht anzuerkennen. Stattdessen erzwang er Neuwahlen: Am 23. Juli stimmen die Bürger Istanbuls erneut ab; der Wahlkampf ist in der heißen Phase. 

Um zu gewinnen, greift Erdogan nun auf eine Verleumdungsstrategie gegen seinen größten Rivalen, den CHP-Politiker Ekrem Imamoglu, zurück. 

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Erdogan macht seinen Gegner in Istanbul zum Griechen 

Zu Beginn des Monats, am 566. Jahrestag der Eroberung Istanbuls durch Sultan Mehmed II., rief Erdogan seinen Anhängern auf einer Wahlkampfveranstaltung zu: „Das hier ist Istanbul, nicht Konstantinopel. Doch es gibt solche, die wollen, dass es das ist — sie müssen gestoppt werden.“ 

Ein nebulöser Vorwurf; Erdogan nannte keine Namen. Dennoch ist klar, wen er meint: Oppositionsführer Imamoglu. Dieser stammt aus Trabzon, einer türkischen Stadt am Schwarzen Meer, aus der vor 100 Jahren viele Griechen vertrieben wurden. Vor wenigen Jahren hat Imamoglu Vertreter dieser Vertriebenen in Griechenland besucht, er postete ein Video davon auf Facebook. 

Erdogan schürt bewusst die Ängste seiner Anhänger

Erdogans Attacke zielt auf diese Verbindung ab. Zwischen der Türkei und Griechenland gibt es noch heute große Spannungen, nicht zuletzt wegen des Streits um den Besitz von Inseln im Mittelmeer. Die Griechen nennen Istanbul noch heute Konstantinopel. Erdogan macht seinen Anhängern Angst: Wenn mein Gegner gewinnt, wird aus eurem Istanbul wieder Konstantinopel, lautet seine Botschaft. Absurd an dieser Taktik: Imamoglu hat eine solche Umbenennung nie gefordert. 

jg

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