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Forscher entdecken versunkenen Kontinent unter Europa

WELT-Logo WELT 26.09.2019
Das Bild der Universität Utrecht zeigt, wie es vor 140 Millionen Jahren ausgesehen hat Quelle: Utrecht University © Utrecht University Das Bild der Universität Utrecht zeigt, wie es vor 140 Millionen Jahren ausgesehen hat Quelle: Utrecht University

Geologen aus 30 verschiedenen Ländern haben haben zehn Jahre lang alle Bergkette von Spanien bis zum Iran untersucht. Es ist das erste Mal, dass eine der komplexesten Regionen der Erde in dem Ausmaß rekonstruiert wurde.

Die Forscher nutzten dafür eine spezielle Plattentektonik-Software, um die Erde Schicht für Schicht untersuchen zu können. Dabei entdeckten sie ein Stück Kontinentalkruste. Das teilte die Universität Utrecht mit, die die Untersuchung auch koordinierte.

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Der neue Kontinent heißt „Greater Adria“ und trennte sich vor mehr als 200 Millionen Jahren von Nordafrika. „Greater Adria“ sei etwa so groß wie Grönland gewesen. Jedoch verschwand der Kontinent vor 140 Millionen Jahren schon wieder und wurde unter Süd-Europa begraben. Dabei wurden vom Kontinent Steine abgetragen, die wir bis heute als Gebirgszüge sehen: in den Alpen, im Apennin oder auf dem Balkan.

Urlaub auf dem verlorenen Kontinent

„Ohne es zu merken, verbringen jedes Jahr eine große Anzahl von Touristen ihren Urlaub auf dem verlorenen Kontinent“, scherzt Douwe van Hinsbergen, Professor für Globale Tektonik und Paläogeographie.

„Der einzig verbleibende Teil dieses Kontinents ist ein Streifen, der von Turin über die Adria bis zum Absatz des Stiefels in Italien führt.“ Daher auch der Name: „Greater Adria“. Zu sehen ist von der Entdeckung sonst kaum noch etwas, da der Großteil im Wasser liegt.

Blick auf den Apennin - ein rund 1500 Kilometer langer Gebirgszug in Italien Quelle: pa/Udo Bernhart © pa/Udo Bernhart Blick auf den Apennin - ein rund 1500 Kilometer langer Gebirgszug in Italien Quelle: pa/Udo Bernhart

Die Plattentektonik, die die Bildung der Kontinente und Ozeane erklärt, ist in Europa vergleichsweise komplex. „Es ist einfach ein geologisches Durcheinander“, erklärt van Hinsbergen.

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