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Greta Thunberg will „Fridays for Future“ als Marke schützen lassen

WELT-Logo WELT 29.01.2020
Die 17-jährige Thunberg will sich Markenrechte sichern Quelle: AP/Markus Schreiber © AP/Markus Schreiber Die 17-jährige Thunberg will sich Markenrechte sichern Quelle: AP/Markus Schreiber

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg versucht den Namen der Klimabewegung „Fridays for Future“ als Marke schützen zu lassen. Das ergaben Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“. Im Dezember ist demnach ein entsprechender Antrag beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum eingegangen. 

Antragsteller sei eine Stiftung, die bisher nicht bekannt ist: „Stiftelsen The Greta Thunberg and Beata Ernman Foundation“ mit Sitz in Stockholm. Auf Anfrage erklärte ein Sprecher Thunbergs gegenüber der Zeitung, die Stiftung sei von Greta Thunberg und ihrer Familie gegründet worden. „Das Ziel der Stiftung ist die Förderung ökologischer, klimatischer und sozialer Nachhaltigkeit, sowie psychischer Gesundheit.“ Die Stiftung sei ein wichtiges Mittel, um transparent Geld zu spenden.

Neben der Stiftung versucht auch eine Unterstützerin Thunbergs namens Janine O'Keeffe, sich das Markenrecht für bestimmte Produkte unter dem Namen „Fridays for Future“ zu sichern. In ihrem Antrag wird der Markenschutz für Rucksäcke, Mützen und zahlreiche weitere Produkte beansprucht. „Es gibt keine Absicht, daraus Geld zu machen“, sagte O’Keeffe der „Zeit“. Der Name „Fridays for Future“ solle damit vielmehr vor Missbrauch geschützt werden.

Millionen Menschen gehen für „Fridays for Future“ auf die Straße

Greta Thunberg kennt heute jeder. Millionen Menschen halten sie für einen Weltstar, andere finden sie und ihre Forderungen völlig daneben. Thunberg polarisiert. Die junge Schwedin traf alle - Barack Obama, Angela Merkel, den Papst, Leonardo DiCaprio, Arnold Schwarzenegger - aber nicht US-Präsident Donald Trump, der sich mehrfach skeptisch geäußert hat, ob es den Klimawandel überhaupt gibt und falls ja, ob er vom Menschen verursacht ist.

Als sie im Dezember während der Klimakonferenz in Madrid demonstrierte, mussten Sicherheitsleute sie von Schaulustigen abschirmen, so riesig ist der Rummel geworden.

Die ersten größeren freitäglichen Klimaproteste in Deutschland hatten sich nach Thunbergs Vorbild im Dezember 2018 formiert. Ein Jahr später sind sie aus vielen Städten des Landes kaum noch wegzudenken. Erst waren es einige Hundert, dann Tausende Demonstranten, die für das Klima auf die Straße gegangen sind. Am 20. September waren es sogar 1,4 Millionen. 

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