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Hongkong: Wasserwerfer trifft versehentlich Moschee

In Hongkong ist es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Trotz eines durch die Regierung verhängten Vermummungsverbotes sowie eines eingeschränkten U-Bahn-Verkehrs gingen erneut Zehntausende Menschen auf die Straße. Die Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone entluden sich in teils gewaltsamen Ausschreitungen. Radikale Aktvisten blockierten Straßen, warfen Brandsätze und verwüsteten Geschäfte und Eingänge von U-Bahn-Stationen. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern gegen die teils jungen Randalierer vor. Die Polizei setzte auch Wasserwerfer mit einer Flüssigkeit ein, die bei Hautkontakt Schmerzen verursachen soll. Dabei wurde auch der Eingangsbereich einer Moschee im Süden der Halbinsel Kowloon getroffen. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam besuchte die Gemeinde, um sich dafür zu entschuldigen. Berichte über Verletzte liegen nicht vor. Seit mehr als vier Monaten demonstrieren die Menschen in Hongkong. Sie fordern den Rücktritt von Lam, eine Untersuchung der Polizeigewalt und freie Wahlen. Der erneut große Protest zeigt, dass mit einem baldigen Ende der Demonstrationen in der chinesischen Sonderverwaltungszone nicht zu rechnen ist. Vandalismus und Zusammenstöße zwischen Polizisten und Demonstranten sind vor allem an Wochenenden zur Normalität geworden. Erneut waren viele Demonstranten mit US-Flaggen zu sehen. Die Annahme eines Gesetzentwurfs im US-Abgeordnetenhaus zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong hatte vergangene Woche schwere Spannungen zwischen China und den USA ausgelöst. Der Entwurf schreibt wirtschaftliche Sanktionen vor, wenn die Autonomie Hongkongs untergraben wird. Er sieht ferner Strafmaßnahmen gegen Politiker vor, die Freiheitsrechte von Hongkongern verletzt haben.
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