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„Immer noch herabgewürdigt“: Steinmeier kritisiert Diskriminierung von Homosexuellen

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 30.10.2020 ksta
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier © picture alliance/dpa Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die noch immer bestehende Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland kritisiert. Zugleich würdigte er am Freitag in Berlin den Kampf des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) für den Abbau dieser Benachteiligungen.

„Ihr Verband hat viel dazu beigetragen, dass unsere Gesellschaft bunter und toleranter geworden ist“, sagte Steinmeier bei einem Empfang von LSVD-Vertretern im Schloss Bellevue. „Die Mitglieder und Unterstützer des LSVD gehören oft zu den ersten in Deutschland, die ihre Stimme gegen Diskriminierung und Verfolgung erheben – ob hierzulande, bei unseren Nachbarn oder auf anderen Kontinenten.“

Kampf gegen die Ungerechtigkeit

Der Verband war vor 30 Jahren gegründet worden. „Nach wie vor müssen viele Schwule, Lesben, bi-, trans- und intersexuelle Menschen in unserem Land Nachteile erleiden, werden ihre Menschenrechte verletzt – im Alltagsleben, am Arbeitsplatz, durch nicht gerechtfertigte medizinische Behandlungen“, sagte Steinmeier. „An vielen Orten weltweit, auch in Europa, werden anders liebende Menschen immer noch verfolgt und herabgewürdigt.“ Autoritäres Denken, Populismus und Fundamentalismus schürten ihnen gegenüber neuen Hass und neue Gewalt.

Der Lesben- und Schwulenverband kämpfe weiter gegen die noch immer bestehenden Ungerechtigkeiten, sagte der Bundespräsident. „Von der Abschaffung des Strafrechtsparagrafen 175 über die Ehe für alle bis zur Reform des Transsexuellenrechts und der Debatte um die explizite Erweiterung unseres verfassungsrechtlichen Diskriminierungsverbots um das Merkmal der sexuellen Identität – der LSVD war und ist immer an vorderster Front dabei.“ (dpa) 

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