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Irans Präsident kommt wegen fehlendem Kopftuch nicht zu CNN-Interview

RP ONLINE-Logo RP ONLINE vor 4 Tagen RP ONLINE

New York. Während im Iran derzeit zahlreiche Menschen nach dem Tod einer 22-Jährigen demonstrieren, hat der Präsident des Landes ein seit Wochen geplantes Interview mit der CNN-Journalistin Christiane Amanpour platzen lassen.

Diese Kombination von Bildern zeigt den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und Christiane Amanpour. © FREDERICK M. BROWN Diese Kombination von Bildern zeigt den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und Christiane Amanpour.

Irans Präsident Ebrahim Raisi ist bei seinem Besuch in New York nicht zu einem Interview gegangen, weil eine CNN-Journalistin kein Kopftuch tragen wollte. „Nach wochenlanger Planung und acht Stunden Aufbau von Übersetzungsgeräten, Licht und Kameras waren wir bereit. Aber keine Spur von Präsident Raisi“, schrieb die Journalistin Christiane Amanpour am Donnerstag auf Twitter.

„40 Minuten nach dem geplanten Beginn des Gesprächs kam ein Berater zu mir. Der Präsident, sagte er, schlug vor, dass ich ein Kopftuch trage“, schrieb Amanpour weiter. „Ich habe höflich abgelehnt. Wir sind in New York, wo es keine Gesetze oder Traditionen in Bezug auf Kopftücher gibt. Ich wies darauf hin, dass kein früherer iranischer Präsident dies verlangt hat, wenn ich ihn außerhalb des Irans interviewt habe.“

Präsident Raisi ist erstmals seit Beginn seiner Amtszeit in die USA gereist. Dort sprach er am Mittwoch vor der UN-Vollversammlung.

Im Iran gehen derzeit zahlreiche Menschen nach dem Tod der 22 Jahre alten Iranerin Mahsa Amini auf die Straße. Sie wurde vor gut einer Woche von der Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die strenge islamische Kleiderordnung festgenommen. Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah, ist unklar. Jedenfalls fiel sie ins Koma und starb am Freitag in einem Krankenhaus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe zurück.

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