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»Islamischer Staat«: Terrormiliz bestätigt Tod ihres Anführers und ernennt neuen

DER SPIEGEL 30.11.2022 Alexander Sarovic

Der sogenannte »Islamische Staat« hat den Tod seines früheren Anführers verkündet – und einen Nachfolger ernannt: Abu al-Hussein al-Husseini al-Kurashi soll künftig an der Spitze der Terrormiliz stehen.

© AFP

Der Anführer der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS), Abu al-Hassan al-Haschemi al-Kurashi, wurde getötet. Das teilte ein Sprecher der Gruppe per Audiobotschaft im Messengerdienst Telegram mit. Die Gruppe habe Abu al-Husein al-Huseini al-Kurashi als Nachfolger ausgewählt, fügte er hinzu.

Der Tod des IS-Chefs ist ein weiterer Schlag gegen die Dschihadisten. So war Maher al-Agal, der frühere Chef der Terrorgruppe in Syrien, im Sommer bei einem US-Drohnenangriff getötet worden. Er war laut Pentagon zum Zeitpunkt des Angriffs auf einem Motorrad in der Nähe von Dschindires unterwegs gewesen.

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Die Dschihadisten hatten jahrelang große Teile im Irak und in Syrien dominiert. Mittlerweile ist die Terrormiliz auf dem Rückzug, Hunderte Kämpfer sollen jedoch noch aktiv sein.

Im Juni war der US-geführten Koalition die Festnahme eines hochrangigen IS-Anführers in Syrien gelungen. Bei einer Operation im Norden des Landes hatte das Bündnis den früheren Gouverneur von Rakka, Hani Ahmed al-Kurdi, festgenommen. Die Stadt im Norden Syriens galt einst als inoffizielle Hauptstadt des vom IS kontrollierten Gebiets.

Im Oktober 2019 war bei einem Einsatz von US-Spezialkräften in Syrien IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi ums Leben gekommen. Laut US-Angaben zündete er eine Sprengstoffweste, um einer Festnahme zu entgehen. Sein Nachfolger Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi starb im vergangenen Februar ebenfalls bei einem US-Einsatz im Norden Syriens. US-Angaben zufolge sprengte er sich und seine Familie in die Luft.

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