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Keine Lösung für Idlib

dw.com-Logo dw.com 17.09.2019 dw.com

Ohne greifbare Ergebnisse endete ein Gipfeltreffen der wichtigsten ausländischen Akteure im Syrien-Krieg. Die Türkei, Russland und der Iran haben keinen Plan, der eine neue Flüchtlingskrise in Idlib verhindern könnte.

Provided by Deutsche Welle © picture-alliance/AP/P. Golovkin Provided by Deutsche Welle

Man sei besorgt über die zunehmende Verschlechterung der humanitären Lage in der letzten Rebellenhochburg Syriens, erklärten die Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (Türkei, Bildmitte), Wladimir Putin (Russland, rechts) und Hassan Rohani (Iran) nach einem Gipfeltreffen in Ankara. Es sollten "konkrete Maßnahmen" ergriffen werden, um die Situation in Idlib zu beruhigen. Doch wirklich konkret wurden die drei Staatschefs nicht.

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Während Russland und der Iran auf der Seite des syrischen Machthabers Baschar al-Assad stehen, möchte die Türkei ihn eigentlich entmachten - und unterstützt in dem Bürgerkriegsland verschiedene Rebellengruppen. Da Assads Position zunehmend gefestigt scheint, liegt Erdogans Augenmerk aber inzwischen vor allem darauf, neue Flüchtlingsströme ins eigene Land zu verhindern. Der türkische Präsident warb erneut für die Einrichtung einer Sicherheitszone im Norden Syriens, in der Flüchtlinge angesiedelt werden könnten.

"Schlimme Entwicklung"

Zuletzt hatte das syrische Militär mit Unterstützung Russlands und des Iran seine Angriffe auf Idlib intensiviert. Putin bekräftigte die Bereitschaft seines Landes, die syrische Armee im Kampf gegen "Terroristen" zu unterstützen, auch wenn eine Lösung des Konflikts nur auf politischem Weg erreicht werden könne.

Zerstörtes Krankenhaus in der Provinz Idlib © Getty Images/AFP/O. Haj Kadour Zerstörtes Krankenhaus in der Provinz Idlib

Bei Gefechten in der Region Idlib waren in den vergangenen Monaten Hunderte Zivilisten getötet worden, mehr als eine halbe Million Menschen wurden nach Angaben der Vereinten Nationen vertrieben. Hilfsorganisationen bezeichnen die Situation vor Ort als dramatisch.

Geht die Offensive in Idlib weiter, dürften zahlreiche Menschen versuchen, in die Türkei zu kommen - und von dort weiter in die Europäische Union. "So eine schlimme Entwicklung wird sich nicht nur auf unser Land, sondern auch auf ganz Europa auswirken", betonte Erdogan.

wa/haz (dpa, rtr, afp)

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