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Mehrere SPD-Politiker plädieren für Kühnert an der Spitze der Partei

WELT-Logo WELT 09.06.2019
Zuletzt umstritten, nun erhält er Rückenwind aus den eigenen Reihen – Kevin Kühnert wird von einigen SPD-Politikern für die Kandidatur um den Parteivorsitz favorisiert. Doch wie steht es um die anderen Parteimitglieder? Quelle: WELT/ Sebastian Struwe © WELT/ Sebastian Struwe Zuletzt umstritten, nun erhält er Rückenwind aus den eigenen Reihen – Kevin Kühnert wird von einigen SPD-Politikern für die Kandidatur um den Parteivorsitz favorisiert. Doch wie steht es um die anderen Parteimitglieder? Quelle: WELT/ Sebastian Struwe

Wer soll die angeschlagenen Sozialdemokraten wieder auf die Erfolgsspur bringen? Mehrere SPD-Politiker, auch die Nahles-Herausforderin Simone Lange, sprechen sich nun für Juso-Chef Kevin Kühnert aus. Das dürfte für Diskussionen sorgen.

Mehrere Amtsträger der SPD sprechen sich dafür aus, dass Juso-Chef Kevin Kühnert, 29, Vorsitzender der Partei werden oder zumindest mehr Verantwortung übernehmen soll. „Ich würde mich sehr freuen, wenn Kevin Kühnert kandidiert“, sagt die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange dem „Spiegel“.

Lange war selbst im vergangenen Jahr bei der Wahl zum Parteivorsitz gegen Andrea Nahles angetreten und war ihr ­unterlegen. Nahles hatte Anfang der Woche ihre Ämter als Partei- und Fraktionsvorsitzende niedergelegt und angekündigt, auch ihr Bundestagsmandant zurückzugeben. Bis zum nächsten Parteitag wird die SPD von einer Interims-Troika geführt.

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Auch die kürzlich gewählte SPD-Vorsitzende in Schleswig-Holstein, Serpil Midyatli, plädiert dafür, Kühnert mehr Verantwortung zu übertragen. „Ein frischer, junger Kopf würde uns ­guttun“, sagt Midyatli. „Ich bin mir sicher, dass Kevin im nächsten Parteivorstand eine ­herausragende Rolle übernehmen wird.“

Sympathien äußert auch Veith Lemmen, Vize­vorsitzender des SPD-Landesverbands Nordrhein-Westfalen. „Kevin hat Fähigkeiten und Ansichten, welche die Bundespartei braucht, er wird ganz vorne mitmischen.“

Erst Forderung nach Parteiausschluss, dann Partei-Chef?

Andere SPD-Mitglieder sehen eine mögliche Kandidatur des Juso-Chefs skeptisch. Horst Arnold, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bayerischen Landtag, hält Kühnert „für einen begabten jungen Mann“, wie er dem Magazin sagt. „Aber einige Themensetzungen waren nicht sehr zielführend.“ Kühnert hatte in einem Interview mit der „Zeit“ unter ­anderem angeregt, große Unternehmen wie BMW zu kollektivieren. Das hatte zu viel Widerspruch geführt, auch aus Reihen der SPD. Andrea Nahles hatte die Sozialismus-Thesen von Kühnert als „falsch“ zurückgewiesen, andere gar seinen Partei-Ausschluss gefordert.

„Ein frischer, junger Kopf würde uns guttun“, sagt SPD-Politikerin Serpil Midyatli. © dpa/Christoph Soeder „Ein frischer, junger Kopf würde uns guttun“, sagt SPD-Politikerin Serpil Midyatli.

In der Sendung „Maybrit Illner“ hatte die ehemalige Piraten-Politikerin und Bloggerin Katharina Nocun am Donnerstagabend gesagt, auch sie könnte sich Kühnert gut als Anführer der Mutterpartei vorstellen. „Ich persönlich fände einen Kevin Kühnert an der Spitze klasse, und ich glaube, viele junge Menschen finden das auch gut“, so Nocun.

Die bisherigen Vizevorsitzenden Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel führen nach dem Rücktritt der Partei- und Fraktionschefin Nahles als Trio kommissarisch die SPD. Sie sollen reguläre Vorstandswahlen vorbereiten – und versicherten bei einer Pressekonferenz mehrfach und ungefragt, sie stünden für den regulären Parteivorsitz nicht zur Verfügung.

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