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"Nichts Gutes wünschen" – FDP-Politiker schockt mit Schwesig-Kommentar

Brigitte-Logo Brigitte 13.09.2019
© Getty Images/TOBIAS SCHWARZ

Dieser Kommentar lässt tief blicken: Ein FDP-Politiker hat öffentlich geäußert, dass er sich "tatsächlich schwer" tue, der an Krebs erkrankten SPD-Kollegin Manuela Schwesig Gutes zu wünschen – ein unfassbarer Affront.

Für ihre Entscheidung, ihre Brustkrebs-Erkrankung öffentlich zu machen und offensiv mit dem Thema umzugehen, hat Manuela Schwesig viel Zustimmung bekommen. Über Parteiengrenzen hinweg würdigten Politiker Schwesigs mutigen Schritt und wünschten ihr schnelle und vollständige Genesung. Doch ein Politiker  war da anderer Meinung – und schockiert mit einem Kommentar weit unter der Gürtellinie.

Auf Twitter schrieb der FDP-Mann Johannes Hohenthaner als Antwort an Schwesigs Dank für Genesungswünsche: "...bei all' dem, was sie gegen Männer und den arbeitenden und Steuern zahlenden Teil der Gesellschaft in den letzten Jahren los gelassen hat fällt es mir tatsächlich schwer, ihr Gutes zu wünschen."

Keine Genesungswünsche, weil man politisch unterschiedlicher Meinung ist? Kein Wunder, dass Hohenthaner für seinen Tweet sofort harsche Kritik erntet. SPD-Genosse Florian Post twittert ein Foto der Äußerung, schreibt dazu: "So was Niederträchtiges! Da fehlen einem die Worte!"

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Und auch Hohenthaners eigene Partei, die FDP, geht auf Distanz. Der bayerische Landeschef Daniel Föst nennt den Spruch eine "unglaubliche Entgleisung" und entschuldigt sich im Namen der Partei, Bundes-Chef Christian Lindner retweetet die Entschuldigung später.

Johannes Hohenthanner selber hat mittlerweile offenbar zumindest ein bisschen was gemerkt: Sein Twitter-Profil ist inzwischen offline. Eine persönliche Entschuldigung bei Manuela Schwesig hat er allerdings noch nicht ausgesprochen.

Manuela Schwesig hatte Anfang der Woche öffentlich gemacht, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist und war vom Amt der kommissarischen SPD-Vorsitzenden zurückgetreten. Ihre Ämter als Ministerpräsidentin und SPD-Landes-Vorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern möchte sie weiterhin ausüben.

Wir wünschen Manuela Schwesig in dieser schweren Phase weiterhin von Herzen viel Kraft und Energie im Kampf gegen die tückische Krankheit!

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