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Corona-Ticker: Regierung plant Milliardenhilfen

dw.com-Logo dw.com 13.03.2020 dw.com

In Deutschland soll Firmen mit Milliarden unter die Arme gegriffen werden. Die Zahl der Infektionen ist gegenüber dem Vortrag um zehn Prozent gestiegen. Lesen Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus.

Provided by Deutsche Welle © picture-allliance/dpa/W. Kumm Provided by Deutsche Welle

Alle Zeiten in MEZ

11.53 Uhr - Auch in Kroatien werden Schulen und Universitäten für zwei Wochen geschlossen. Ab Montag soll der Unterrichtsstoff online oder über Sonderkanäle des Fernsehens vermittelt werden, kündigt Ministerpräsident Andrej Plenkovic an.

11.14 Uhr - Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (Artikelbild) planen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur milliardenschwere Liquiditätshilfen für Firmen. Damit sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Außerdem soll es Stundungen von Steuern geben. Altmaier schließt auch die vorübergehende Beteiligung des Staates an strategisch wichtigen Unternehmen nicht aus. Ein Konzept wollen Altmaier und Scholz am Mittag bei einer Pressekonferenz vorlegen.

11.08 Uhr - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) teilt mit, dass der Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt wird. Betroffen ist unter anderem das Champions-League-Rückspiel des FC Bayern gegen Chelsea.

11.00 Uhr - Bulgarien ruft wegen der Coronavirus-Epidemie den Notstand aus. Diese Maßnahme gelte bis zum 13. April, beschließt das Parlament einstimmig. Nun können Reiseverbote und Schulschließungen angeordnet werden. Die Polizei darf zudem eingreifen, wenn Quarantänevorschriften nicht beachtet werden.

10.57 Uhr - Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte Italien zufolge so schnell wie möglich am Kapitalmarkt aktiv werden und sicherstellen, dass die Länder der Euro-Zone nicht zu unterschiedliche Refinanzierungskosten haben. Alessio Mattia Villarosa aus dem Wirtschaftsministerium in Rom fordert einen "radikalen Kurswechsel". Am Donnerstag hat die EZB zwar ein größeres Hilfspaket in Form von zusätzlichen Anleihekäufen und günstigen Langfristkrediten für die Banken beschlossen. Ihren Einlagenzins tastete sie aber nicht an.

10.50 Uhr - Banken und Sparkassen schließen aus Vorsichtsgründen einen Teil ihrer Filialen. Im Saarland kündigt die Sparkasse Saarbrücken an, 25 ihrer insgesamt 55 Filialen dichtzumachen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Die Commerzbank schließt vier Filialen wegen ihrer Nähe zum Elsass, das zum Risikogebiet im benachbarten Frankreich zählt. Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker seien weiterhin zugänglich, erklären beide Geldhäuser.

10.34 Uhr - Der Bundestag hat im Eiltempo grünes Licht für die Erleichterung von Kurzarbeit gegeben, um damit die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus abzufedern. Das Parlament verabschiedete fraktionsübergreifend und einstimmig in einem Durchgang ein Gesetz, mit dem die Bundesregierung ermächtigt wird, per Verordnung den Zugang zur Kurzarbeit zu erleichtern und die Kosten für Unternehmen zu senken. Die Verordnung mit den konkreten Regeln soll von der Bundesregierung bereits am kommenden Mittwoch oder in der Woche darauf beschlossen werden.

10.25 Uhr - Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) schlägt vor, den Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga ab Dienstag bis zum 2. April auszusetzen. Eine Entscheidung darüber soll bei der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung getroffen werden. Der Spieltag an diesem Wochenende soll aber, wenn möglich, weiter ohne Zuschauer in den Stadien stattfinden.

10.12 Uhr - Das Robert-Koch-Institut appelliert an alle Menschen in Deutschland, ihre sozialen Kontakte wegen der Coronavirus-Epidemie einzuschränken. "Jeder von uns möge einfach nachdenken, was er noch zwingend tun muss", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Aktuell gebe es 2369 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Dies sei ein starker Anstieg um etwa zehn Prozent gegenüber dem Vortag, so Wieler. Die meisten Fälle verzeichne Nordrhein-Westfalen mit 688 Infektionen.

09:50 Uhr - Niedersachsen schließt als nächstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Sie bleiben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Montag an dicht. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung beginnen dann am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien.

09.44 Uhr - Armeniens Regierung ordnet die sofortige Schließung aller Bildungseinrichtungen bis zum 23. März an. Bislang sind sechs Corona-Fälle in dem Land bestätigt.

09.41 Uhr - Tschechien weist alle Rückkehrer aus sogenannten Hochrisikostaaten an, sich selbst in Quarantäne zu begeben. Insgesamt 15 Länder fallen unter die Regelung, darunter die Nachbarn Deutschland und Österreich, aber auch die USA und Japan. Bislang galt die Auflage nur für Italien.

09.34 Uhr - Der Mount Everest wird wegen des Coronavirus geschlossen. Die Erteilung von Aufstiegsgenehmigungen sei bis auf Weiteres ausgesetzt, zudem würden bei der Einreise keine Touristenvisa mehr erteilt, so Nepals Tourismusminister Yogesh Bhattarai. Je nachdem, wie sich das "globale Szenario" entwickele, könne die Entscheidung in den kommenden Wochen noch revidiert werden. Der Ausfall der Bergsteigersaison am Mount Everest würde einen schweren finanziellen Einschnitt für Nepal bedeuten. Auch China hat seine Zugänge zum höchsten Berg der Erde bereits geschlossen.

09.15 Uhr - Nach dem zweitschwärzesten Börsentag in seiner Geschichte am Donnerstag startet der Dax zum Wochenschluss fester in den Handel. Der deutsche Leitindex notierte in den ersten Handelsminuten 3,7 Prozent höher bei 9490 Punkten. "Die Frage ist nur, wie lange die Ruhe anhält", sagte Christian Henke, Marktexperte beim Brokerhaus IG Markets.

09.13 Uhr - Auch Berlin will von nächster Woche an stufenweise Schulen und Kitas schließen. Der öffentliche Nahverkehr soll auf ein Mindestmaß reduziert werden, berichtet der Sender n-tv unter Berufung auf den Regierenden Bürgermeister Michael Müller.

09.10 Uhr - Bayern schließt als zweites Bundesland ab Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen. Diese Regelung gelte bis zum Ende der Osterferien am 19. April, teilt Ministerpräsident Markus Söder mit. Dann werde man eine Bestandsaufnahme machen. Söder kündigt außerdem an, Besuche in Alten- und Pflegeheimen weitgehend zu untersagen. Die bayerische Kommunalwahl am Sonntag soll aber stattfinden.

Geschlossene Kita in Frankreich - so sieht es bald auch vielerorts in Deutschland aus © picture-alliance/MAXPPP/V. Meyer Geschlossene Kita in Frankreich - so sieht es bald auch vielerorts in Deutschland aus

08.41 Uhr - Kenia meldet den ersten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Der Patient sei vor wenigen Tagen über London von einer Reise in die USA wiedergekommen, so Gesundheitsminister Mutahi Kagwe.

08.40 Uhr - Auch Luxemburg macht wegen der Coronavirus-Pandemie für zwei Wochen seine Schulen dicht. Vom 16. März bis zum 29. März wird es Regierungsangaben zufolge in Klassenräumen keinen Unterricht geben, Kindertagesstätten und andere Betreuungseinrichtungen sollen ebenfalls schließen. Die Regierung des Großherzogtums verbietet auch Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern in Räumen und mit mehr als 500 Teilnehmern unter freiem Himmel. Grundsätzlich untersagt seien zudem Besuche in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern. Wenn möglich, solle von zu Hause gearbeitet werden.

08.15 Uhr - Estland ruft angesichts der Ausbreitung des Coronavirus den Ausnahmezustand aus. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt. An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes sollen Gesundheitskontrollen eingeführt werden.

08.03 Uhr - Australiens Innenminister Peter Dutton ist nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. Er sei positiv getestet worden und befinde sich im Krankenhaus, fühle sich aber gut, teilt er mit.

07.09 Uhr - In der Türkei gibt es einen zweiten Corona-Fall. Dabei handele es sich um eine Person aus dem Umfeld des ersten Patienten, bei dem das Virus am Mittwoch festgestellt worden sei, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter mit.

06.56 Uhr - Prominente Coronafälle im englischen Fußball: Teammanager Mikel Arteta vom Premier-League-Klub FC Arsenal und auch Nationalspieler Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea sind positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden. Das geben die beiden Londoner Klubs bekannt. Bei Arsenal werde nun der gesamte Trainerstab und der Profikader in Quarantäne gebracht. Das gleiche gelte beim Stadtrivalen Chelsea. Teile der Trainingszentren werden vorübergehend geschlossen und sollen desinfiziert werden.

Arsenal-Trainer Mikel Arteta © AFP/G. Kirk Arsenal-Trainer Mikel Arteta

06.25 Uhr - Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen bekannt gegeben. Sie sollen ab der kommenden Woche bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben, wie die Staatskanzlei im Namen von Ministerpräsident Tobias Hans mitteilt. Eine Notversorgung der Betreuung für Familien werde sichergestellt. Die Maßnahme sei notwendig wegen der besonderen Situation im benachbarten französischen Grand-Est. Die Region an der deutschen Grenze ist vom Robert Koch-Institut zum Corona-Risikogebiet erklärt worden.

06.15 Uhr - In Indien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient gestorben. Dabei handele es sich um einen 76-jährigen Mann mit den Vorerkrankungen Bluthochdruck und Asthma, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilt. Bevor er vergangene Woche zu husten begann und sich Fieber entwickelte, habe er den gesamten Februar in Saudi-Arabien verbracht. In Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern gibt es inzwischen 73 bestätigte Covid-19-Fälle. Wegen der Corona-Pandemie hat das Land diese Woche alle Touristenvisa mit wenigen Ausnahmen für einen Monat für ungültig erklärt. Wer sich bereits im Land befindet, darf jedoch bleiben.

05.59 Uhr - Indonesien untersagt den Export von Atemmasken. Es handle sich um eine vorübergehende Maßnahme, um die nationale Versorgung zu gewährleisten, teilt Handelsminister Agus Suparmanto mit.

Passagiere am Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta © Reuters/W. Kurniawan Passagiere am Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta

05.40 Uhr - Australien ruft seine Bürger auf, keine Gruppen mit über 500 Menschen zu bilden. Kommende Woche werde eine entsprechende Kampagne gestartet, kündigt Ministerpräsident Scott Morrison an. Auch der für Sonntag geplante Saisonstart der Formel 1 in Melbourne ist wegen eines Coronafalls im Fahrerlager abgesagt. In Australien wurden bislang 156 Ansteckungen registriert, drei Menschen sind an der Infektion gestorben.

05.15 Uhr - Singapur erlässt ein Einreiseverbot für Passagiere, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Deutschland, Italien, Spanien oder Frankreich aufgehalten haben. Das Gesundheitsministerium ruft zudem dazu auf, auf alle nicht notwendigen Reisen in diese Länder zu verzichten. Außerdem wird der Hafen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen.

04.55 Uhr - Die Gewerkschaft Verdi hat Konsum-Schecks für die Bürger zur Abfederung einer möglichen Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie gefordert. Sobald die Ausbreitung zurückgeht, sollte allen Bürgern damit die Möglichkeit gegeben werden, durch Konsum die Konjunktur anzukurbeln, sagte Verdi-Chef Frank Werneke der Deutschen Presse-Agentur. Werneke verwies auf Hongkong, wo es 1500 Dollar für jeden Einwohner gebe. "Wir müssen viel Geld in die Hand nehmen, sonst droht der konjunkturelle Absturz." An diesem Freitag berät die Bundesregierung mit Wirtschaft und Gewerkschaften die Lage.

03.10 Uhr - Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau kündigt an, sich als Vorsichtsmaßnahme für 14 Tage in Quarantäne zu begeben. Seine Frau habe sich mit dem Coronavirus angesteckt, ihr gehe es aber gut, wie sein Büro mitteilt. Die First Lady war den Angaben zufolge mit "leichten grippe-ähnlichen Symptomen" von einer Vortragsreise aus London zurückgekehrt. Der Premierminister sei "bei guter Gesundheit" und zeige keine Symptome.

02.26 Uhr - Nach den USA schottet sich auch Lateinamerika wegen des Coronavirus zunehmend ab. Die Staaten Argentinien, Bolivien, Paraguay, Peru und Venezuela kündigen vorübergehende Verbote von Flügen aus Europa an. In Argentinien sagt Staatschef Alberto Fernández, Flüge aus Europa sowie USA, Südkorea, Japan, China und Iran würden für 30 Tage gestoppt. Passagiere, die in den vergangenen zwei Wochen aus Risikogebieten nach Argentinien eingereist seien, müssten für 14 Tage in Quarantäne. In Lateinamerika gibt es inzwischen mehr als 250 bestätigte Corona-Ansteckungsfälle. Mindestens drei Menschen starben bislang an dem Erreger.

00.40 Uhr - Das Gesundheitsministerium in Ghana meldet die ersten zwei Infektionen mit dem Coronavirus. Fast zeitgleich bestätigt die Regierung in Gabun den ersten Corona-Fall.

12.03.2020

23.01 Uhr - Im Kampf gegen das Coronavirus ordnet die belgische Regierung die vorübergehende Schließung von Schulen, Restaurants sowie Clubs an. Nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sollen geöffnet bleiben, wie die Regierung mitteilt. Einige andere Läden müssten am Wochenende schließen. Die Maßnahmen sollen ab Mitternacht zunächst bis zum 3. April greifen. Der öffentliche Verkehr solle weiter in Betrieb bleiben.

Leere Regale in einem Supermarkt in der belgischen Stadt Antwerpen © AFP/Belga/D. Waem Leere Regale in einem Supermarkt in der belgischen Stadt Antwerpen

22.50 Uhr - Die Regierung Portugals schließt landesweit alle Schulen ab Montag, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 9. April, teilt Ministerpräsident Antonio Costa im TV mit.

21.50 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus auf, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Das sagt sie nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin. Auch "alle nicht notwendigen" Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden, so Merkel. Die vorübergehende Schließung von Kitas und Schulen sei ebenfalls eine Option, etwa durch das Vorziehen der Osterferien. Entschieden werden soll das in den Ländern selbst.

ie/mak (rtr,dpa, ap, afp, SID)

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