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UN-Flüchtlingsstatistik: Mehr als 70,8 Mio Menschen auf der Flucht

Das UN-Flüchtlingshilfwerk hat die Flüchtlingsstatistik für 2018 vorgelegt. Die Zahlen sind alarmierend. Insgesamt waren im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt, Konflikten und Verfolgung, die meisten von ihnen aus Syrien (6,7 Millionen), gefolgt von Afghanistan (2,7 Millionen) und dem Südsudan (2,3 Millionen). Damit erreicht Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit einen neuen Höchststand, sie hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Mindestens ebenso alarmierend ist die Tatsache, dass es sich bei der Hälfte der Geflohenen um Kinder handelt. Von ihnen reisten mehr als einhundert elftausend Kinder ohne die Begleitung Erwachsener. Filippo Grande, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen erklärte: "Unser jährlicher Bericht zeigt, dass wir leider immer noch nicht auf dem richtigen Weg sind." Die größte Bürde tragen die Nachbarländer von Konfliktregionen wie Kolumbien, Peru, Ecuador oder Bangladesch. Doch gerade bei Venezuela sind die Zahlen trügerisch - denn Venezolaner brauchen für viele Nachbarländer kein Visum, noch müssen sie Asylanträge stellen. Sollte der Exodus aus Venezuela anhalten, könnten zwischen 2015 bis zum Jahresende fast 5 Millionen Menschen geflohen sein. Damit werden die Venezolaner zur zweitgrößten Gruppe von Flüchtlingen, gleich nach den Syrern.
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