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„White Power“ – Trump teilt rassistisches Video und löscht es später

WELT-Logo WELT 29.06.2020
Donald Trump kommt nach einer Golfpartie wieder am Weißen Haus an. Bei Twitter sorgte der US-Präsident mit einem rassistischen Video für Aufregung Quelle: AFP/NICHOLAS KAMM © AFP/NICHOLAS KAMM Donald Trump kommt nach einer Golfpartie wieder am Weißen Haus an. Bei Twitter sorgte der US-Präsident mit einem rassistischen Video für Aufregung Quelle: AFP/NICHOLAS KAMM

US-Präsident Donald Trump hat über Twitter ein Video geteilt, in dem einer seiner Anhänger einen Slogan weißer Rassisten gebraucht. Die am Sonntag von Trump gepostete Aufnahme zeigte einen seiner Unterstützer in Florida, der bei einem Aufeinandertreffen mit Gegnern des Präsidenten immer wieder „White Power“ (zu deutsch: „Weiße Macht“) ruft und dabei die Faust in die Luft streckt. Nach heftiger Kritik in den sozialen Netzwerken löschte Trump seinen Tweet wieder.

Über drei Stunden war das Video auf Trumps Twitter-Konto zu sehen, versehen mit dem Kommentar des Präsidenten: „Danke an die Superbewohner der 'Villages'“. Die „Villages“ sind eine Gemeinde im Norden Floridas für über 55-Jährige, in der rund 115.000 Menschen leben. 

Auch das Weiße Haus äußerte sich angesichts der Kritik über das Video: „Präsident Trump ist ein großer Fan der 'Villages'“, sagte Sprecher Judd Deere. Trump habe die Botschaft in dem Video nicht gehört. „Was er sah, war der unglaubliche Enthusiasmus seiner Anhänger“, sagte Deere weiter. Der Slogan „White Power“ wird in der Neonazi-Szene benutzt.

Trumps ehemaliger Sicherheitsberater John Bolton kommentierte gegenüber CNN Trump schenke vielen Dingen keine Aufmerksamkeit. "Die Auswirkungen aller Informationen, die er erhält, nicht zu berücksichtigen, ist typisch für Trump".  Tim Scott, schwarzer Senator der Republikaner, nannte den Vorfall „schrecklich“ und forderte Trump auf, das Video zu löschen.

Trump wird immer wieder vorgeworfen, Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in den USA zu schüren. Auch während der landesweiten Massenproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai heizte der Präsident die Unruhen weiter an.

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