Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Kosovo: Ministerpräsident Haradinaj tritt zurück

Kosovos Ministerpräsident Ramush Haradinaj tritt von seinem Amt zurück. Das gab er während einer Regierungssitzung der Presse bekannt. Haradinaj muss sich als Verdächtiger vor dem internationalen Sondergericht in Den Haag verantworten - das wolle er als "Bürger und nicht als Regierungschef tun", so Haradinaj. Vorwurf: Kriegsverbrechen im Kosovo-Krieg Ihm werden Kriegsverbrechen angelastet, die 1999 im Krieg mit dem Nachbarn Serbien an der serbischen Bevölkerung verübt wurden. Zu dieser Zeit war Haradinaj Kommandeur der Kosovo-Befreiungsarmee UCK. Sie kämpfte damals für einen unabhängigen Kosovo. Seit September 2017 hat Haradinaj sein Amt als Ministerpräsident ausgeübt. Spannungen zwischen Kosovo und Serbien Der Kosovo hatte sich 2008 formell für unabhängig von Serbien erklärt. Serbien betrachtet den Kosovo als eine seiner Provinzen. 114 der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen erkennen die Republik Kosovo als unabhängig an. Immer wieder gibt es Streit zwischen Serbien und Kosovo. Zuletzt hatte die Entscheidung des Kosovo, eine eigene Armee zu schaffen für Spannungen gesorgt. Kosovos Pläne sehen vor, die sogenannten Kosovo-Sicherheitskräfte (KSF) innerhalb von zehn Jahren zu einer 5000 Personen umfassenden Truppe mit leichter Bewaffnung auszubauen. Das internationale Sondergericht in Den Haag gibt es seit 2017. Sein Anliegen: mutmaßliche Verbrechen der Befreiungsarmee UCK im bewaffneten Konflikt mit Serbien zwischen 1998 und 2000 aufzuklären.

Top Videos

image beaconimage beaconimage beacon