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Schengen-Raum bald mit Kroatien

Sechseinhalb Jahre nach seinem EU-Beitritt kann Kroatien auch Mitglied des Reisepass-freien Schengen-Raums werden. Die EU-Kommission gab dazu nun grünes Licht. Schengen bringe Freiheiten und Privilegien, aber auch Verantwortungen, sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos. Ein neues Mitglied aufzunehmen sei keine leichte Entscheidung. Vier Jahre lang war Kroatien von der Kommission geprüft worden, ob das Land die nötigen Voraussetzungen erfülle. Teilnehmerländer müssen etwa in der Lage sein, die EU-Außengrenzen wirksam zu schützen. Ein sensibles Thema seit der Flüchtlingskrise 2015. Der Schengen-Beitritt Kroatiens - und der von Bulgarien und Rumänien in der Zukunft - sei angesichts der Migrationsherausforderungen umso notwendiger, so Avramopoulos. Doch das Thema spaltet Parlamentarier. Für Kroatien sei es Befriedigung, aber auch Verpflichtung, seine Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen, meinte der kroatische Abgeordnete Tonino Picula. Tanja Fajon aus dem Nachbarland Slowenien äußerte sich dagegen enttäuscht. Es sei eine politische Entscheidung und zu bedauern, dass dieses Thema nicht mit der neuen Kommission diskutiert werden könne. Die Realität vor Ort sei, dass Schengen nicht wirklich funktioniere. Das letzte Wort haben nun die Staates- und Regierungschefs.
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