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Islamisten-Demo in Berlin : Kehle durchgeschnitten in Nizza – „Allahu akbar“-Rufe in Neukölln

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 29.10.2020 Alexander Fröhlich

Auf dem Hermannplatz fand ein kurzfristig angemeldeter Protest gegen die angeblich islamfeindliche Politik Frankreichs statt

Die Demonstration fand auf dem Hermannplatz in Neukölln statt. © Foto: Christophe Gateau/dpa Die Demonstration fand auf dem Hermannplatz in Neukölln statt.

Im französischen Nizza hat ein islamistischer Attentäter auf mehrere mehrere Menschen eingestochen und einer Frau die Kehle durchgeschnitten – und in Berlin-Neukölln demonstrierten am Donnerstagabend Muslime gegen angeblich islamfeindliche Politik. Die Berliner Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft.

Laut Polizei haben rund 150 Menschen, vorwiegend Männer, an der Demonstration auf dem Hermannplatz in Neukölln teilgenommen.

Die Kundgebung stehe im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und der Türkei, hieß es. Ermittler haben nach Tagesspiegel-Informationen unter den Teilnehmern Mitglieder der Islamisten-Szene ausgemacht.

Am Dienstag hatte das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ eine frivole Karikatur des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan veröffentlicht.


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Die Demonstration in Neukölln richtete sich gegen die angeblich islamfeindliche Politik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die Karikatur.

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Teilnehmer der Demonstration riefen laut „Allahu akbar“ und hielten Schilder mit Bezug auf den islamischen Propheten Mohammed hoch. Die Versammlung sei friedlich verlaufen, hieß es. Aber zugleich auch: Die Polizei beobachte die aufgeheizte Stimmung sehr genau.

Es könnte Nachahmertaten geben

Sicherheitskreise warnen vor Nachahmertaten auch in Deutschland. Der Anschlag in Nizza war der zweite binnen zwei Wochen in Frankreich, nachdem ein tschetschenische Islamist in einem Pariser Vorort den Lehrer Samuel Paty geköpft hatte. Motiv für die Tat: Der Lehrer hatte im Unterricht Mohammed-Karikaturen besprochen.

Auch der Verband der Geschichtslehrer hatte jüngst davor gewarnt, dass aus vermeintlicher Rücksicht auf das religiöse Empfinden in bestimmten Berliner Bezirken Themen von Lehrern nicht mehr angesprochen werden.

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