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Unfassbare Szenen: Sklavenmarkt am Mittelmeer – Männer werden für 400 Dollar verkauft

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 17.11.2017 berliner-kurier
CNN_Doku_Libyen © CNN CNN_Doku_Libyen

Es sind Bilder, die kaum zu ertragen sind. Und die vor allem in Amerika, dem Land, das mit dem Erbe der Sklaverei bis heute kämpft, für einen Aufschrei sorgen: CNN filmte heimlich eine „Auktion“ in Libyen, auf der afrikanische Flüchtlinge wie Vieh verkauft werden – für bis zu 400 Dollar.

Im Clip zu sehen sind zwei junge Männer, die als „große starke Jungs für die Landwirtschaft“ angepriesen werden. Einer der beiden ist offensichtlich Nigerianer. Undercover filmt das CNN-Team, wie ein Dutzend Männer innerhalb von sechs oder sieben Minuten unter den Hammer kommen.

Monatliche Auktionen in Libyen

Laut CNN werden solche Auktionen ein bis zweimal im Monat durchgeführt, selbst unweit der Hauptstadt Tripolis. Die Reporter interviewen auch den 21-jährigen Nigerianer Victory, der mehrfach verkauft wurde und nur freikam, weil seine Mutter in der Familie und Nachbardörfern Geld sammelte, um ihn freizukaufen. Umgerechnet 2350 Euro.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, hatte erst jüngst die Libyen-Politik der EU als „unmenschlich“ bezeichnet. Hintergrund: Mit Hilfe Libyens gelang es der EU, die sogenannte Mittelmeerroute, über die Hunderttausende Flüchtlinge Europa erreichten, abzuriegeln. Schon mehrfach war berichtet worden, dass die Flüchtlinge, zumeist Afrikaner, in Libyen schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Trotz der Kritik hält die EU an ihrer Kooperation mit den libyschen Küstenschutzkräften fest.

(ckr)

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