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Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus

WELT-Logo WELT 05.03.2020 Birgit Herden
In den Laboren geht es derzeit Schlag auf Schlag. Ein Schnelltest nach dem anderen. Wer hat das Coronavirus, wer ist positiv, wer negativ, wie groß ist die Gefahr für die deutsche Bevölkerung? Auf diese Symptome sollten Sie jetzt achten. Quelle: WELT / Nadine Mierdorf © WELT / Nadine Mierdorf In den Laboren geht es derzeit Schlag auf Schlag. Ein Schnelltest nach dem anderen. Wer hat das Coronavirus, wer ist positiv, wer negativ, wie groß ist die Gefahr für die deutsche Bevölkerung? Auf diese Symptome sollten Sie jetzt achten. Quelle: WELT / Nadine Mierdorf

Viele Menschen in Deutschland haben derzeit Angst vor dem unbekannten Erreger aus Asien. Hier sind die wichtigsten Fakten und Informationen aus bisherigen WELT-Recherchen. Über die aktuelle Entwicklung werden Sie außerdem in unserem Live-Ticker informiert.

Wieso ist es wichtig, sich jetzt über Corona zu informieren?

In Deutschland gibt es derzeit (Stand 4.3.) in 15 von 16 Bundesländern Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus. „Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland“, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn mit. „Die Infektionsketten sind teilweise – und das ist die neue Qualität – nicht nachzuvollziehen.“

Wie schütze ich mich vor dem Coronavirus? © Getty Images Wie schütze ich mich vor dem Coronavirus?

Ein Gespräch mit Jens Spahn zum Ernst der Lage finden Sie hier.

Covid-19 verbreitet sich in Deutschland, täglich steigen die Fallzahlen. Was das bedeutet, haben Birgit Herden, Wiebke Hollersen und Jennifer Wilton recherchiert.

Eine Übersicht aller bisher registrierten Fälle sortiert nach Bundesländern finden Sie hier.

Was muss ich zu Hause haben? Unsere Wirtschaftsredaktion hat alle Informationen über Checklisten und Notfallstrategien im Falle einer Pandemie zusammengestellt.

Wie schlimm es für Deutschland wird, hat der Seuchenexperte Alexander Kekulé unserer Kollegin Elke Bodderas erzählt.

Verfügen Europa und Deutschland über Pandemiepläne?

Auch die europäischen Politiker beraten derzeit über einen Plan für die kommenden Wochen. Ziel ist unter anderem, Panik in Europa zu vermeiden, aber auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Die EU-Kommission hat angekündigt, 232 Millionen Euro im Kampf gegen das Coronavirus zur Verfügung zu stellen. Es ist ratsam, sich jetzt schon darüber zu informieren, wie man sich vor einer Ansteckung schützen könnte.

Deutschland verfügt laut Gesundheitsminister Spahn über einen nationalen Pandemieplan, sollte sich die Lage stark verschlechtern. Zudem hat Spahn die Bundesländer gebeten, ihre jeweiligen Landes-Pandemiepläne zu aktualisieren. Es wird momentan über Krisenpläne für Krankenhäuser und das öffentliche Leben nachgedacht. In den Pandemieplänen seien auch Vorgaben enthalten, wie die Bevölkerung und wie Ärzte und Pfleger zu informieren seien.

Was eine Pandemie für die deutsche Bevölkerung bedeuten könnte, lesen Sie hier.

Wie weit die Bundesrepublik gehen darf, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, lesen Sie hier.

Wie viele Menschen sind bislang weltweit infiziert, gestorben – oder wieder genesen?

Derzeit sind mehr als 93.00 Menschen weltweit mit der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert – mindestens. Rund 80.000 davon in China. Über 3100 Menschen sind bisher weltweit gestorben, davon allein über 2600 in China. Rund 50.700 Patienten haben sich aber auch wieder erholt.

Die aktuellen Zahlen und eine Übersicht über alle Länder finden Sie auf dieser Website der Johns-Hopkins Universität.

Die aktuellen Zahlen für Deutschland nach Bundesländern hat das Robert Koch-Institut hier aufgelistet.

Wie tödlich ist das Virus?

Die tatsächliche Todesrate von Covid-19 lässt sich bisher noch schwer abschätzen. Sie könnte aber etwas höher oder sogar deutlich höher sein als die einer normalen Grippewelle, die bei unter 0,1 Prozent liegt. Im Moment sind dazu noch viele Fragen offen. In der besonders betroffenen Region Hubei in China liegt sie nach derzeitigen Erkenntnissen bei rund zwei Prozent. Das heißt: Zwei von hundert Infizierten sind dort gestorben.

Wieso wir Menschen dazu neigen, Gefahren falsch einzuschätzen, hat unser Kollege Norbert Lossau hier aufgeschrieben.

Was sind die Symptome der Erkrankung?

Anzeichen einer Infektion mit der Lungenkrankheit sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) Beschwerden wie Husten und Schnupfen, Halskratzen und Fieber, manchmal auch Durchfall. Viele Menschen haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik. Es ist für Laien kaum möglich, die durch den Virus ausgelöste Krankheit Covid-19 von der regulären Grippe oder einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Typisch scheint zu sein, dass der Schnupfen weniger stark ausgeprägt ist und sich bald Husten oder auch Fieber einstellt. Chinesische Forscher haben mehr als 70.000 Krankheitsfälle ausgewertet, ihren Angaben zufolge erkrankten 80 Prozent der Infizierten nur leicht. Etwa jeder fünfte wurde ernsthaft krank. Etwa fünf von hundert Infizierten wurden schwer krank. Die Inkubationszeit – der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen – beträgt nach derzeitigem Stand meist zwei bis 14 Tage.

Eine Apothekerin hat unser Kollegin Claudia Ehrenstein erzählt, mit welchen Symptomen und Sorgen die Menschen derzeit zu ihr kommen.

Wie wird die neue Lungenkrankheit übertragen?

Vor allem per Tröpfcheninfektion. Das Virus vermehrt sich schon im Rachen und nicht erst in der Lunge, wie zunächst angenommen worden war. Forscher haben auch bei Menschen, die sich gerade erst angesteckt hatten und sich noch gar nicht richtig krank fühlten, schon viele Viren im Rachenraum nachgewiesen.

Aus dem Rachen können die Viren sehr schnell, schneller als aus der Lunge, wieder aus dem Körper gelangen: beim Husten, Niesen oder Nase-schnäuzen. Dabei kann es auch auf Oberflächen gelangen, man kann sich möglicherweise auch anstecken, wenn man es dort mit den Händen aufnimmt und sich dann ins Gesicht fasst, also per Schmierinfektion.

Grundsätzlich sind drei Übertragungswege möglich: zum einen als direkte Ansteckung durch feine Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen und für einige Sekunden in der Luft schweben; dann durch das Berühren von Oberflächen, auf denen diese Tröpfchen gelandet sind. Denkbar ist aber auch eine Übertragung durch die Luft. Sie kommt zustande, wenn aus feinsten Tröpfchen die Flüssigkeit verdunstet und gelartige Partikel entstehen.

Neben Salzen und Proteinen können sie auch Viren enthalten und über Stunden in der Luft schweben. Einen solchen Übertragungsweg kennt man zum Beispiel von Masern und einigen Schnupfenviren. Manche Fachleute haben den Verdacht geäußert, dass auch das neue Coronavirus durch die Luft übertragen werden könnte, genaueres weiß man aber dazu nicht.

Welche Hygiene-Regeln Sie einhalten sollten, erfahren Sie in diesem Video.

Welche Bevölkerungsgruppe ist am stärksten gefährdet?

Jeder Mensch kann sich mit Sars-CoV-2 anstecken, aber die Krankheit Covid-19 bricht nicht bei jedem in gleicher Schwere aus. Wer ein geschwächtes Immunsystem oder Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes hat, ist aber anfälliger für eine Infektionen. Für die meisten Infizierten fühlt es sich wie eine Erkältung an.

Nach aktuellem Stand übertragen Kinder das Virus zwar, sind bisher aber kaum betroffen. Warum, weiß man noch nicht. Besonders ältere Menschen und Männer sind unter den bisherigen Patienten.

Was sind die Unterschiede zu einer Grippe oder Erkältung?

Covid-19 scheint deutlich ansteckender als Grippe zu sein, und im Unterschied zur Grippe trifft ein neuartiger Krankheitserreger auf eine „immunologisch naive“ Bevölkerung – unser Immunsystem hat keine Vorerfahrungen mit diesem Virus. Im Gegensatz zur Grippe gibt es keine Impfung, und man weiß noch wenig über eine wirksame Behandlung. Auch ist noch nicht klar, bei welchen Patienten der Verlauf voraussichtlich schwer sein wird. Hinzu kommt die wahrscheinlich weitaus höhere Sterberate. Die Covid-19-Epidemie könnte sich daher als gefährlicher erweisen als eine normale Grippesaison.

Bislang ist aber die Gefahr, sich in Deutschland mit Grippe- und Erkältungsviren anzustecken, ungleich höher als eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Besondere Verhaltensregeln gelten daher im Moment nur bei Menschen, die Kontakt zu einer Person hatten, die mit dem Virus infiziert ist, die in einem Gebiet unterwegs waren, indem Fälle von Covid-19 aufgetreten sind. Die Unterschiede zwischen einer Corona-Infektion und Grippe erfahren Sie in diesem Video.

Hilft eine Grippeschutzimpfung gegen Corona?

Gegen das neue Coronavirus hilft eine Grippeimpfung nicht. Laut dem Vorsitzenden des Apothekervereins in Nordrhein-Westfalen, Thomas Preis, könnte eine Grippeschutzimpfung im Falle einer starken Belastung für den Organismus aber helfen. Kommen im schlimmsten Fall eine Grippe und eine Coronaviruserkrankung zusammenkämen, sei eine vorherige Impfung sinnvoll, vor allem bei besonders gefährdeten Menschen wie älteren Mitbürgern oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Eine generelle Empfehlung zur Influenzaimpfung von der Ständigen Impfkommision des Robert Koch-Institus gibt es derzeit aber nicht.

Für wen eine Grippeschutzimpfung sinnvoll ist, hat unsere Kollegen Claudia Liebram hier aufgeschrieben.

Wann gibt es einen Impfstoff?

Derzeit arbeiten viele Wissenschaftler und Firmen an einem Impfstoff gegen das Sars-CoV-2-Virus. Er wird jedoch nach Ansicht von Experten erst in etwa einem Jahr verfügbar sein. Ärzte können derzeit nur die Symptome der Erkrankten lindern. Darüber hinaus versuchen sie, die Virenlast im Körper mit antiviralen Mitteln wie Tamiflu und Kaletra zu senken. Tamiflu ist ein Virostatikum gegen Influenza-Viren, Kaletra wird bei HIV-Positiven eingesetzt.

In China versuchen Behörden und Wissenschaftler einen unkonventionellen Ansatz: Sie sammeln Blutplasma von Geheilten. Es enthält Antikörper gegen das Virus. Damit werden derzeit versuchsweise Sars-CoV-2-Infizierte behandelt.

Wann mit einem Impfstoff zu rechnen ist, hat unser Kollege Jens Lubbadeh hier aufgeschrieben.

Muss ich mir einen Mundschutz zulegen?

Ein Mundschutz kann sinnvoll sein, wann man selbst infiziert ist, um andere zu schützen. Er wird auch empfohlen für Menschen, die infizierte Patienten versorgen. Dass er aber gesunde Menschen als allgemeine Vorsichtsmaßnahme schützt, dafür gibt es keinen sicheren Beleg. Einfache Mund-Nasen-Masken aus Papier oder Zellulose halten Viren nicht zuverlässig ab und können ein Gefühl von falscher Sicherheit erzeugen. Sie müssten zudem sorgfältig gehandhabt und nach Gebrauch sofort entsorgt werden. Auch spezielle FFP-Masken (“Filtering face Piece“) bieten nur für ein paar Stunden Schutz.

Wichtiger, als Masken zu tragen, ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen samt Desinfizieren. Die Nachfrage nach Atemschutzmaßnahmen ist derzeit enorm und die Vorräte werden knapp. Dass die Masken knapp werden, liegt auch daran, dass die Produktion stockt – eine Nebenwirkung des Coronavirus.

Ob Sie Pakete aus China annehmen sollten, erfahren Sie hier.

Welche hygienischen Maßnahmen schützen vor dem Coronavirus?

Beim Husten und Niesen sollte man Abstand halten und sich von anderen Menschen wegdrehen. Wer niest oder hustet, sollte in die Armbeuge oder in ein Taschentuch schnäuzen und niesen. Taschentücher sollten sofort entsorgt werden. Seine Hände sollte man regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen. Händedesinfektionsmittel bekommen Sie in der Drogerie, Apotheke oder im gut sortierten Supermarkt. In der Apotheke bekommt man die Mittel, die auch im Gesundheitswesen verwendet werden, in der Drogerie gibt es teilweise auch weniger wirksame Händedesinfektionsmittel. Es ist wichtig, dass auf dem Etikett der Begriff „begrenzt viruzid“ steht. Nur dann wirkt das Mittel gegen behüllte Viren wie Sars-CoV-2 , der gegenüber bestimmten Alkoholen empfindlich ist.

Mehr Informationen zu hygienischen Vorsichtsmaßnahmen finden Sie in unserem Interview mit einem Experten.

Wie verhalte ich mich, wenn ich glaube, infiziert zu sein?

In dem Fall sollten Sie Ihre Mitmenschen schützen, sowohl Ihr soziales Umfeld als auch fremde Mitmenschen. Melden Sie sich auf der Arbeit krank und ziehen Sie sich möglichst zurück – wie Sie es auch sonst bei einer Erkältung oder Grippe tun sollten. Wer Kontakt zu Infizierten hatte, sollte sich unabhängig vom Auftreten von Symptomen beim Gesundheitsamt melden. Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie hier. Das gilt auch, wenn Sie sich derzeit in einem anderen Land auf Reisen befinden und nach Deutschland zurückkehren möchten. Außerdem können Sie Ihren Hausarzt kontaktieren.

Wichtiger Hinweis: Bevor Sie die Praxis aufsuchen, aber unbedingt vorher anrufen und niemals auf eigene Faust oder im Taxi oder Bus anreisen. So halten Sie die Gefahr gering, andere Menschen im Wartezimmer oder auf der Straße anzustecken.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einem Infizierten hatte?

Wer einen begründeten Verdacht hat, mit Sars-CoV-2 infiziert zu sein, sollte unnötige Kontakte meiden und zu Hause bleiben – wie auch bei der Grippe. Wichtig außerdem, und zwar für alle: gute Handhygiene, also regelmäßiges Waschen mit Seife, ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand von kranken Menschen sowie richtiges Husten und Niesen – in die Armbeuge also.

Kann man noch verreisen?

Die deutsche Reisebranche stellt sich angesichts des Coronavirus auf ein schwieriges Jahr ein. Reisebeschränkungen sind laut dem Bundesgesundheitsministerium zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verhältnismäßig. Laut Innenminister Horst Seehofer nähmen die Behörden jedoch verstärkt das Geschehen bei der Einreise nach Deutschland in den Blick: Wer etwa mit dem Bus oder dem Zug nach Deutschland käme, sollte besondere „Aussteigerkarten“ ausfüllen müssen.

Neben China und Südkorea ist vor allem Italien derzeit betroffen und hat Krisenregionen abgeriegelt. Bundesgesundheitsminister Spahn kündigte eine gezielte Informationskampagne für Rückreisende aus Norditalien an. In Frankreich gibt es 18, aus der Schweiz wurden vier neue Fälle gemeldet. In Singapur wurden spezielle Maßnahmen ergriffen. Auch die USA haben ihre Einreisebestimmungen für Reisende aus Krisengebieten verschärft. Auch Irans Tourismusbranche, wo knapp einen Monat vor dem persischen Neujahrsfest „Norus“ eigentlich die Hauptreisezeit herrscht, leidet derzeit.  Die Antarktis gilt bisher als einziger Kontinent, auf dem das Virus noch nicht angekommen ist.

Welche Rechte Verbraucher bei bereits gebuchten Reisen jetzt haben, hat unser Kollege Daniel Zwick hier aufgeschrieben.

Was bedeutet das Coronavirus für mein Geld und die Wirtschaft?

Um die Ausbreitung weiter einzudämmen, wollen Chinas Banken alte Geldscheine definfizieren. Je nach der Schwere des Ausbruchs in der jeweiligen Provinz sollen die Scheine für sieben bis 14 Tage in Quarantäne kommen und erst danach wieder zurück in den Umlauf gebracht werden. Für Deutschland sind solche Maßnahmen noch nicht geplant. Aus hygienischer Sicht ist es sinnvoll, per Girocard zu zahlen oder die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens (Mobile-Payment) zu nutzen.

China ist Deutschlands wichtigster Bekleidungslieferant. Welche Folgen die Corona-Krise demnächst auf Lieferketten haben wird, erfahren Sie hier. Wie deutsche Firmen wie Aldi, Rewe, Siemens, Deutsche Bank auf Corona reagieren, hat unsere Kollegin Caroline Turzer recherchiert.

Wie Sie Ihre Ersparnisse schützen, erfahren Sie hier.

Unsere Kollegen Daniel Eckert und Holger Zschäpitz informieren Sie über Pandemie-Anleihen, wichtige Aktienkäufe oder ob Sie um Ihre Ersparnisse fürchten müssen (Video).

Wieso die größten Verlierer der Coronakrise Asien und Deutschland sind, erfahren Sie hier.

Was für ein Virus ist Sars-CoV-2?

Der Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 ist genetisch sehr eng mit dem Sars-Erreger Sars-CoV verwandt, daher hat er auch den sehr ähnlichen Fachnamen erhalten. Er zählt zu den Coronaviren, die wegen der zackenartigen Strukturen auf ihrer Oberfläche so heißen. Sieben Vertreter dieser Gruppe verursachen beim Menschen Atemwegserkrankungen, etwa auch Schnupfen oder Husten. Sars-CoV-2 eingeschlossen ist von dreien bekannt, dass sie mitunter schwere Symptome auslösen.

Beim ebenfalls aus China stammenden Sars-Virus (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) wurden 2002/2003 rund 8000 Fälle bekannt, etwa 800 Menschen starben. 2012 tauchte in Vorderasien das Mers-Virus (Middle East Respiratory Syndrome) auf. Es ist weniger ansteckend, aber aggressiver: Von rund 2500 Infizierten bis November 2019 starben knapp 860 – etwa jeder Dritte.

Woher kommt Sars-CoV-2 eigentlich?

Das Virus stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Virus ab, dass früher Fledermäuse befallen hat. Womöglich ist es aber nicht direkt auf den Menschen übergesprungen, sondern hatte einen Zwischenwirt, eventuell Schuppentiere.

Wo gibt es aktuelle Infos?

Das Robert-Koch-Institut, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) haben entsprechende Web-Seiten eingerichtet.

Hinweis: Der Artikel wird laufend aktualisiert.

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