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Die Nasa hat ein gigantisches Loch auf der Sonne entdeckt, das Partikel Richtung Erde schießt

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 20.07.2018 Business Insider Deutschland

a close up of a star in space: Koronales Loch auf der Sonne © NASA/GSFC/Solar Dynamics Observatory Koronales Loch auf der Sonne

Was ist mit unserer Sonne los?

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat Ende 2017 ein gigantisches Loch auf dem Stern entdeckt. Es befindet sich in der oberen Atmosphäre und schießt einen Strahl aus Partikeln in Richtung Erde. Das ist aus wissenschaftlicher Sicht ziemlich aufregend, gleichzeitig aber auch enorm angsteinflößend.

Das Loch wurde Anfang November von Nasas Solar Dynamics Observatory (SDO) ausgekundschaftet. Auf den Bildern ist es als große, schwarze Fläche zu erkennen, die sich auch nach unten hin ausbreitet.

Auch wenn es beängstigend aussieht, sind Löcher wie dieses nicht wirklich selten. Sie werden koronale Löcher genannt, die — obwohl sie so dunkel sind — keine schwarzen Löcher im eigentlichen Sinne sind. Vielmehr markieren sie Stellen mit niedriger Dichte im Magnetfeld des Himmelskörpers, durch die Winde mit Hochgeschwindigkeit ins All entweichen.

Sonnenwinde erzeugen Polarlichter

Die Beschaffenheit der Magnetfeldlinien der Sonne können immer wieder heftige Ereignisse wie Sonnenflecken und Sonneneruptionen auslösen. Ein koronales Loch sieht deshalb so dunkel aus, weil die Fläche deutlich kühler und weniger dicht ist als die restliche Sonne. So erscheint es auf der extrem ultravioletten Aufnahme des SDO weniger hell.

„Diese offene Magnetfeldlinien-Struktur sorgt dafür, dass Sonnenwinde leichter ins All gelangen können, was zu Strömen von sehr schnellen Winden führt“, schreibt das Space Weather Prediction Center.

Das entdeckte Loch wird mit einigen kräftigen Polarlichtern in Verbindung gebracht, die Anfang des Monats sogar im Süden der USA gesichtet wurden. Kommen elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes in die Nähe der Erde, werden sie zum Teil von dem Magnetfeld der Erde eingefangen und zu den Polen abgelenkt. Sie stoßen mit Luftteilchen zusammen und ionisieren diese. Vor allem in den oberen Schichten der Erdatmosphäre, in einer Höhe von 70 bis 400 Kilometern, prallen sie auf die Atome und Moleküle der Lufthülle. Die getroffenen Teilchen werden zum Leuchten angeregt, wodurch der Himmel in den verschiedensten Farben zu glühen scheint.

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Koronale Löcher können verheerende Auswirkungen auf die Erde haben

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Häufigkeit von Sonnenflecken und Sonnenwinden in nächster Zeit abnehmen wird. Koronale Löcher jedoch könnten überhand nehmen. „In Zeiten geringer Sonnenaktivität bedecken koronale Löcher die Nord- und Südhälfte der Sonne“, schreibt die Enzyklopädie für Astronomie und Astrophysik

„Einer der Gründe, warum es so wichtig ist, koronale Löcher genauer zu untersuchen, ist, dass sie höchstwahrscheinlich zu der enormen Beschleunigung von Sonnenwinden beitragen“, so die Enzyklopädie.

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Neben den Polarlichtern haben sie allerdings auch einen negativen Effekt: Die ankommende Sonnenenergie kann mit Satelliten interferieren und zu Fehlfunktionen führen. In unserer digitalen Welt kann das verheerend sein. 

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