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Diese Helfer machen den Alltag in der Küche wirklich leichter

WELT-Logo WELT 26.04.2020 Katharina James
Quelle: Getty Images/Westend61 © Getty Images/Westend61 Quelle: Getty Images/Westend61

Jetzt, wo notgedrungen fast alle Menschen den Großteil ihrer Zeit zu Hause verbringen müssten, würden bestimmt endlich mal alle die Gadgets und Werkzeuge benutzt werden, die sich in den deutschen Küchen so angesammelt haben, mutmaßte ein Kollege zu Beginn der freiwilligen Isolation.

Wie fast alle Menschen, die gern und viel Zeit in der Küche verbringen, besitze ich von solchen Produkten definitiv mehr, als ich gern zugeben würde. Doch selbst nach sechs Wochen daheim, an denen alle Mahlzeiten aus der heimischen Küche kamen, habe ich einige davon nicht einmal herausgeholt. Nagut - bei der Crème-Brulée-Fackel hatte ich das auch nicht erwartet. Andere dagegen sind so oft im Einsatz, dass es sich kaum noch lohnt, sie wieder wegzuräumen.

Richtig scharfe Messer

Ein gutes Messer braucht es natürlich immer in der Küche, aber besonders jetzt fällt mir bei jeder Ladung Zwiebeln, die ich würfele, jeder Snackpaprika und jedem Bund Petersilie auf, welchen Unterschied es doch macht, ob man mit einer scharfen Klinge arbeitet, deren Griff gut in der Hand liegt, oder mit einem stumpfen Messer herumsäbelt. Jetzt ist also der perfekte Moment, um die eigene Messer-Kollektion zu starten. Gute Messer sind teuer, eine erfreuliche Ausnahme ist die Marke Kiwi* aus Thailand – wer sich preislich noch nicht an Klingen aus Solingen* heranwagt, ist damit für den Anfang ganz gut bedient.

Gusseiserne Töpfe

Er kann braten, kochen, schmoren, dämpfen, Brot backen: Gemeint ist nicht der Thermomix, sondern ein Schmortopf. Ein schwerer gusseiserner Topf ist eine Investition, die sich aber bei häufigem Einsatz lohnt. Ich besitze drei verschiedene Formate, täglich (manchmal mehrmals) benutzen wir aber nur den runden mit 3,8 l Fassungsvermögen*. Ich lasse ihn nach dem Abwasch inzwischen einfach auf dem Herd stehen, wo er mein Auge erfreut und auf seinen nächsten Einsatz wartet. Sollte ich mir jemals noch einen kaufen, würde ich mir den etwas flacheren runden Bräter mit 28 cm Durchmesser* zulegen – er wäre ideal für Hühnchen und Aufläufe.

Mandoline

Ich habe scharfe Messer, eine Küchenmaschine mit Raspelaufsatz besitze ich auch. Doch wenn ich – zwischen Telefonkonferenz, Spülmaschine ausräumen und „Post für den kleinen Tiger“ vorlesen – einen schnellen Salat aus Weißkohl, Karotten oder Sellerie raspeln will, greife ich dafür zu einer kleinen Plastikmandoline*, die ich eigentlich längst schon aussortieren wollte. Die ist nämlich nicht nur schön leise, sodass weder Erwachsene beim Telefonieren gestört werden, noch Kinder beim Hörspiel hören. Ich spare mir auch das Aufbauen, Abbauen, Reinigen und anschließende Verstauen meiner coolen „raspelt-knetet-entsaftet-fleischwolft“-Küchenmaschine, die ich für die Lösung so vieler Probleme gehalten hatte. Die Mandoline lasse ich übrigens nach dem Abwaschen einfach stehen, um zu einem anderen Zeitpunkt noch ein paar rote Zwiebeln für mein Glas mit süßsauer eingelegtem Gemüse zu hobeln oder einen Apfel für ein Bircher Müsli zu raspeln.

Schnellkochtopf oder Multikocher

Ich besitze einen Instant Pot*, eine Art elektrischen Schnellkochtopf mit Zusatzfunktionen, der jetzt mehr im Einsatz ist denn je: Während ich auf dem Herd Fleisch anbrate, kocht darin Reis, zwischendurch setze ich ein Pfund getrocknete Bohnen oder Kichererbsen auf, die ganz ohne vorheriges Einweichen innerhalb von 30 Minuten perfekt gegart sind und dann portionsweise weiterverarbeitet werden können. Das kann ein Schnellkochtopf für den Herd* auch. Meine elektrische, programmierbare Version kann auch wachsweiche Eier - wir kochen gleich sechs auf einmal, essen jeder eines zum Frühstück und marinieren den Rest mit Mirin und Sojasoße, um sie dann an einem der Folgetage als Einlage in einer selbst gekochten Ramen-Suppe zu genießen. Einmal in der Woche fermentiere ich dann auch noch Joghurt über Nacht. Der Nachteil des Instant Pot: Er ist echt nicht schön. Wer in der Küche keinen Platz hat, an dem er ihn verstecken kann, muss sich angewöhnen, an ihm vorbei zu schauen.

Kaffee, ganz altmodisch

Unter „normalen“ Umständen trinke ich meinen ersten Kaffee des Tages im Büro – dort haben wir einen leistungsstarken Kaffeevollautomaten mit Mahlwerk. Zu Hause habe ich jetzt meine italienische Herdkanne wiederentdeckt und mir eine Mühle für die frisch gemahlene Bohnen dazu gegönnt.

Vakuumiergerät

Wer gelegentlich etwas sous vide gart, hat sowieso eins. Aber das Vakuumiergerät lohnt sich für noch viel banalere Dinge als bei Niedrigtemperatur gegartes Fleisch oder Fisch: Es dient auch als Folienschweißgerät, mit dem Sie jegliche Plastikverpackungen nach dem Öffnen wieder versiegeln könne, so dass der Inhalt länger frisch bleibt und sich nicht versehentlich auf das Regalfach ergießt. Als besonders praktisch erweist sich das, wenn Sie häufig größere Beutel mit Tiefkühlbeeren oder -gemüse einkaufen: Nach dem Entnehmen der jeweils gebrauchten Menge können Sie den Beutel entsprechend verkleinern und wieder zu schweißen, so sparen Sie Platz.

Luftdicht schließende Glasdosen

Seit wir viel mehr zu Hause essen und kochen, fallen natürlich viel mehr Reste an. In Behältern aus hitzebeständigem Glas* mit luftdicht schließendem Deckel bleiben sie lange. frisch, wir haben im Blick, was alles da ist, und können das Essen ohne Umfüllen in der Mikrowelle oder im Ofen wieder aufwärmen. Wir benutzen die Dosen auch zum Einfrieren, zur Aufbewahrung von Käse oder rohem Fleisch, und für vorbereitete, aber noch nicht zubereitete Mahlzeiten.

Kleine Helfer, großer Effekt

Wenn Sie noch keine gute Küchenschere* besitzen, sollten Sie sich eine gönnen. Sie können damit nicht nur Packungen öffnen, Backpapier oder Folien in Form bringen, sondern auch kleinere Schneidearbeiten verrichten – zum Beispiel Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln in feine Röllchen schnippeln oder Dosentomaten noch in der Dose grob zerkleinern.

Mit einem Edding-Filzstift* und einer Rolle Kreppband* in Griffnähe tun Sie sich einen Gefallen für Beschriftungen aller Art – zum Beispiel, um beim Einfrieren von Speisen zu notieren, was sich in dem Behälter befindet und wann Sie ihn ins Gefrierfach gestellt haben. Oder, wenn Sie Lebensmittel aus Plastiktüten oder Kartons Luftdichte Vorratsdosen oder Gläser umfüllen. Wer Wert auf eine besonders hübsche Vorratskammer legt, kann auch in eine kleine Beschriftungsmaschine* investieren.

Eine Teigkarte* (auch: Bäckerspachtel) ist nicht nur hilfreich, wenn es darum geht, Brot- oder Hefeteig aus einer Schüssel zu lösen oder zu portionieren. Sie eignet. Sich auch ganz wunderbar dafür, Geschnittenes aufzunehmen, zum Beispiel, wenn sie Fleisch für ein Geschnetzeltes in die Pfanne legen wollen oder eine größere Menge gehackter Kräuter vom Schneidebrett in die Salatschüssel bugsieren müssen.

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