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Evolutionsbiologe warnt: Die Menschheit wird in 100 Jahren ausgestorben sein

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 04.12.2018 Jessica Dawid


Menschenmenge © Provided by Business Insider Inc Menschenmenge

Dodos, Mammuts, Dinosaurier, tasmanische Beutelwölfe — die Liste ausgestorbener Tierarten ließe sich nahezu endlos weiterführen.

Vermutlich 99,9 Prozent der Tierarten, die jemals auf der Erde zu finden waren, sind nun ausgestorben. Schon bald wird die Liste möglicherweise aber um eine weitere Spezies ergänzt: den Menschen — und das bereits in 100 Jahren.

Schuld daran soll weder ein Vulkanausbruch noch ein Meteorit sein — sondern der Mensch selbst. So schreibt zumindest Frank Fenner, Wissenschaftler an der Australian National University in einem im Wissenschaftsjournal „Phys Org“ veröffentlichten Bericht.

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Innerhalb der nächsten Jahrzehnte sollen sich laut Fenner einige dramatische Veränderungen auf der Erde abspielen, die kaum aufzuhalten sein werden. Schuld daran soll unter anderem die stetig wachsende Kluft zwischen Arm und Reich sein, wie die britische Wochenzeitung „The Economist“ berichtet. In den USA beträgt die Anzahl der als arm geltenden erwachsenen Menschen bereits 15 Prozent — in Entwicklungsländern ist diese Anzahl weitaus größer, so das Wirtschaftsmagazin Forbes. Zahlreiche Menschen haben weder das Geld noch die Möglichkeiten, sich und ihre Familien zu ernähren. Die Zahl der Hungertoten ist jetzt schon auf einem dramatischen Niveau, wird in der Zukunft jedoch weiter steigen — und das, obwohl gleichzeitig viel zu viele Lebensmittel weggeschmissen werden und die Anzahl der an Fettleibigen stetig steigt. Doch beides schließt sich leider nicht gegenseitig aus.

Klimawandel sorgt für dramatische Veränderungen 

Nicht nur Hunger und durch Übergewicht verursachte Krankheiten führen zu zahlreichen Todesfällen — auch der Klimawandel leistet seinen Beitrag. Durch steigende Temperaturen und immer weniger Niederschlag trocknen Flüsse und Seen zunehmend aus, wie erst in diesem Sommer am Rhein ersichtlich wurde. Immer mehr Menschen werden an Küstenorte ziehen, die schon bald an einer Überbevölkerung leiden werden.

Immer wiederkehrende Dürreperioden führen dazu, dass Ernteerträge stetig geringer ausfallen werden und damit allgemein weniger Lebensmittel zur Verfügung stehen, als benötigt werden. Zudem könnte Wasser schon bald auch in Industrieländern zu einem Luxusgut werden. Doch nicht nur Menschen werden unter den zunehmenden Temperaturen und dem immer weniger werdenden Niederschlag leiden. Wie „The Guardian“ berichtet, werden bereits im Jahr 2050 zehn Prozent aller jetzigen Tier- und Pflanzenarten ausgestorben sein — darunter auch Elefanten und Nashörner.

Überfischung wird weitreichende Folgen haben

Wie Frank Fenner schreibt, ist das aber noch nicht alles. Wie er vermutet, wird die Menschheit in etwa 100 Jahren ausgestorben sein. Abholzung und eine voranschreitende Infrastruktur rauben Tieren und Pflanzen immer mehr Lebensraum — was in immer weniger Nahrung für den Menschen resultiert. „Lebensmittelknappheit wird der Grund für viele Kriege in der Zukunft sein“, so Fenner. Unter anderem sei die Überfischung dafür verantwortlich — ein Problem, das innerhalb der nächsten Jahre nicht besser werden wird, wie der „Telegraph“ schreibt.  Bereits im Jahr 2050, so wird vermutet, wird es keine kommerzielle Fischerei mehr geben. Allerdings sind drei Milliarden Menschen auf Fisch als Nahrung angewiesen.

Ob und wann sich diese Vorhersage bewahrheiten wird, ist unklar. Klar ist jedoch, dass es dringend an der Zeit ist, etwas zu ändern. Auch wenn es nicht für jedes Problem eine optimale Lösung gibt, kann jeder zumindest einen Teil dazu beitragen. Dazu zählt beispielsweise das Vermeiden von Plastik, der Verzicht auf Fleisch und Fisch oder der bewusste Umgang mit Konsumgütern.

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