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Forscher finden unter dem verletzlichsten Gletscher der Antarktis eine tickende Zeitbombe

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 08.07.2018 feedback@businessinsider.com (Business Insider Deutschland)


a large body of water: Gletscher © Provided by Business Insider Inc Gletscher

Der Pine-Island-Gletscher in der Antarktis ist bekannt als der am schnellsten schmelzende Gletscher auf dem Kontinent. Ein Viertel des Eises, das die Antarktis in den vergangenen Jahrzehnten verloren hat, soll allein von Pine-Island kommen.

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Ein internationales Forscherteam kam nun zu dem Ergebnis, dass nicht nur die Erderwärmung den Gletscher zum Schmelzen bringen könnte, sondern auch eine vulkanische Quelle für Hitze, die unter dem Eis liegt.

Die Studie, die kürzlich im Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht wurde, legt nahe, dass unter dem westantarktischen Eisschild ein großes vulkanisches Riftsystem mit magmatischen Aktivitäten liegt.

Vulkanische Aktivität in der Westantarktis

Die Forscher suchten ursprünglich nicht nach vulkanischer Hitze, als ihnen eine Konzentration des Gases Helium-3 im Wasser um den Gletscher herum auffiel. Sie analysierten das Gas genauer und fanden ein Heliumisotop, das speziell mit einer vulkansicher Wärmequelle in Verbindung steht.

„Man kann in der Antarktis nicht nach gewöhnlichen vulkanischen Aktivitäten suchen wie Hitze und Rauch, weil das Rift unter Kilometern von Eis begraben liegt“, sagt Bryce Loos von der University of Rhode Island, der an der Studie beteiligt war, in einer Presseaussendung.

Hauptursache für Eisschmelze in der Antarktis trotzdem Klimwandel

Für alle Klimawandel-Skeptiker haben die Forscher eine wichtige Botschaft: Der Vulkan unter dem Gletscher ist trotzdem nicht die Hauptursache für das Schmelzen — sondern die Erderwärmung.

„Der Klimawandel bringt den größten Anteil des Gletschers zum Schmelzen. Diese neu entdeckte Wärmequelle hat einen Effekt, den wir erst noch bestimmen müssen, weil wir nicht wissen, wie die Wärme sich im Eisschild verteilt“, so Rhode.

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Doch Forscher sind sich darin einig, dass diese vulkanische Aktivität bei Berechnungen zur Eisschmelze miteinbezogen werden muss. So könnte es sein, dass die magmatische Aktivität unter dem Eis zunimmt, wenn der Druck des Eises von oben nachlässt. Das könnte den Gletscher noch schneller zum Schmelzen bringen.

Forscher gehen davon aus, dass der globale Meeresspiegel um 50 Zentimeter steigen wird, wenn der Pine-Island-Gletscher vollkommen geschmolzen ist. Die Forscher arbeiten daran, potenzielle Effekte durch die Magma besser abschätzen zu können.

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