Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Nüchternes Spec-Monster: Toshiba Portege X30-E-11U im Test

Dr. Windows-LogoDr. Windows 28.06.2018 Martin Geuß
© Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows)

Viele Hersteller versuchen, der PC-Krise zu entkommen, indem sie ihre Notebooks als Lifestyle-Geräte zu etablieren versuchen. Toshiba dagegen bleibt „sachlich“ und macht es sich weiterhin in seiner Business-Nische bequem, damit fahren sie offenbar ganz gut. Die Geräte kommen daher in der Öffentlichkeit oft zu kurz – zu Unrecht, wie ich beim Test des Portege X30-E-11U festgestellt habe, denn es handelt sich hierbei um ein kleines „Monster“, eine hochwertige portable Workstation mit reichlich Power.

Das verraten schon die technischen Daten:

  • Intel Core i7-8550U 8. Gen
  • 32 GB RAM
  • Intel HD Grafik 620
  • Mattes 13,3 Zoll Touch-Display mit 1.920 x 1.080 Pixel
  • 1 TB PCIe-SSD von Samsung
  • harman/kardon Sound
  • microSD
  • LTE-Modem mit SIM Slot
  • Schnittstellen: 2 x USB-C mit Thunderbolt, Full Size HDMI, Audio Jack, 1 x USB 3.0 Type A
  • Kensington Lock

Toshiba Portege X30 E 11 U © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Toshiba Portege X30 E 11 U

Wie bitte, ein „Monster“ mit IntelHD-Grafik und „nur“ FullHD? Der Einwand ist selbstverständlich berechtigt, genau hier greift aber die bereits erwähnte Sachlichkeit. Es geht nicht um die Frage, was auf dem Datenblatt gut aussieht, sondern darum, was man wirklich braucht. Natürlich ist das Toshiba Portege X30-E-11U weder für Gamer noch für Video-Produzenten eine Option, aber an die soll es ja auch nicht verkauft werden.

FullHD ist für ein Arbeitsgerät mit 13,3 Zoll völlig ausreichend, dafür kommt man in den seltenen Genuss eines matten Touch-Displays, das man auch in hellen Umgebungen noch verwenden kann, ohne sich selbst ins Gesicht schauen zu müssen. Ein weiterer Vorteil der Auflösungs-Sparsamkeit: Die zehn Stunden Laufzeit, die Toshiba angibt, werden auch tatsächlich erreicht.

Sprechen wir über das Design: Das Gehäuse des Portege X30-E-11U besteht aus Magnesium. Dadurch kann das Gewicht niedrig gehalten werden, gerade mal 1,05 Kg bringt das Gerät auf die Waage. Gefühlt ist es noch weniger, das mag aber auch daran liegen, dass ich parallel dazu die 15-Zoll-Variante des Surface Book mit mir herumtrage.

Der Verzicht auf Sexappeal bedeutet, nicht, dass das Gerät nicht gut aussieht, lediglich die dicken Ränder um das Display (siehe oben) wirken nicht mehr zeitgemäß.

Toshiba Portege X30 E 11 U © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Toshiba Portege X30 E 11 U Toshiba Portege X30 E 11 U © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Toshiba Portege X30 E 11 U

Auf der Unterseite finden wir den ultimativen Schönheits-Killer: Schrauben! Genau das qualifiziert das Portege X30-E-11U aber für den Einsatz in Unternehmen: Defekte Komponenten lassen sich austauschen, zur Not auch in Eigenregie. Bei den formschönen Geräten, die in einen Eimer Klebstoff getaucht werden, damit alles an seinem Platz bleibt, geht das eben nicht (das will ich jetzt nicht mal unbedingt als Kritik verstanden wissen – man weiß ja in der Regel beim Kauf, worauf man sich einlässt).

Toshiba Portege X30 E 11 U © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Toshiba Portege X30 E 11 U

An der Performance gibt es erwartungsgemäß nichts auszusetzen. Der Intel Core i7 hat jede Menge Power, 32 GB RAM sind mehr als reichlich, und die PCIe-SSD von Samsung bringt es sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen auf 1,3 GB/Sekunden, das ist ebenfalls sehr ordentlich.

Besonderes Augenmerk liegt bei mir immer auf der Tastatur, damit steht und fällt bei mir das Gesamturteil. Auf dem Keyboard des Portege X30-E-11U schreibt es sich nach entsprechender Eingewöhnung, die ich immer benötige, erfreulich gut. Der Tastenhub ist ausreichend und der Druckpunkt ist sehr gut. Eine Tastenbeleuchtung ist vorhanden, sie lässt sich in drei verschiedenen Helligkeits-Stufen regeln. Der Trackpoint in der Mitte mag für Fans dieser Ausstattung ein Highlight sein, mich persönlich stört er. Aber das ist nun mal Geschmackssache.

Toshiba Portege X30 E 11 U © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Toshiba Portege X30 E 11 U

Das Touchpad fühlt sich prima an und arbeitet auch sehr präzise. Dass sich die „Maustasten“ oberhalb des Touchpads befinden, fand ich zunächst äußerst gewöhnungsbedürftig und dann sogar praktisch. Auch das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Man kann natürlich auch direkt auf dem Touchpad „klicken“.

Toshiba Portege X30 E 11 U © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Toshiba Portege X30 E 11 U

Schwächen müssen leider auch erwähnt werden: Es gibt kein Windows Hello, das finde ich für ein Gerät in der Preisklasse um 2.000 Euro inzwischen beinahe unverzeihlich. Wenigstens einen Fingerprint-Reader hätte man verbauen können. Unter Last kann der Lüfter außerdem sehr laut und die Unterseite recht warm werden, was auf Reisen z.B. im Zug oder Flugzeug, wenn man das Notebook auf dem Schoß hat, äußerst unangenehm ist. Der harman/kardon Sound wird seinem Namen leider auch nicht gerecht – er ist durchschnittlich, aber keinesfalls herausragend.

Wie für alle Notebooks gilt auch für das Portege X30-E-11U die Toshiba Reliability Garantie: Kommt es in den ersten 12 Monaten zu einem Ausfall, holt Toshiba das Gerät ab, repariert es – und erstattet den Kaufpreis. Da hofft man ja beinahe schon auf einen Defekt.

Positiv erwähnen kann man zum Abschluss noch den integrierten SIM-Slot, mit dem man auch unterwegs jederzeit online ist – ein entsprechend gutes Netz vorausgesetzt. Dank „Sleep&Charge“ kann man über den integrierten USB-Port sein Smartphone auch laden, wenn das Portege ausgeschaltet ist.

Zusammenfassend liefert Toshiba mit dem Portege X30-E-11U genau das, was man von Toshiba auch erwartet: Keine „Mätzchen“, sondern solide Business-Leistung, die dafür aber ohne Kompromisse. Das geringe Gewicht macht das Gerät zu einem idealen Reisebegleiter – so lange man keine rechenintensiven Tätigkeiten bei direktem Körperkontakt ausführen muss, daran sollte wirklich gearbeitet werden.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Dr. Windows

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon