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Cologne Pride: Hunderttausende Besucher beim CSD – so lief die Mega-Party in Köln

EXPRESS-Logo EXPRESS 08.07.2018 Adnan Akyüz
Einer der vielen Hingucker bei der Parade waren die vielen Drag Queens, wie diese als Freiheits-Statue. © Thomas Banneyer Einer der vielen Hingucker bei der Parade waren die vielen Drag Queens, wie diese als Freiheits-Statue.

Die Regenbogen-Flaggen an der Deutzer Brücke waren gehisst, 131 Fahrzeuge und 168 Fußgruppen standen parat: Rekord! Und um 12.10 Uhr hieß es „Happy Pride“ – oder wie der Kölsche sagt  – „d’r Zoch kütt!“  Die Parade zum Christopher Street Day 2018 zog sich wie eine einzige große Party durch die Kölner Innenstadt.

Hunderttausende hatten sich am Zugweg aufgestellt – ein Meer aus Regenbogen-Fähnchen, kunterbunt verkleideten Menschen und jeder Menge lauter Musik. Hits wie „Respect“ von Aretha Franklin oder „I want Your Sex“ von George Michael dröhnten aus unzähligen Lautsprechern.

Bei bestem Parade-Wetter feierten alle friedlich und fröhlich die grenzenlose Freiheit in Köln und setzten gleichzeitig ein Zeichen für Akzeptanz und Toleranz.

20180708max-csd63 © Grönert 20180708max-csd63

Nicht ganz Deutschland ist wie Köln

Mit dem  diesjährigen Motto „Coming out in Deinem style“  gab es  eine politische Botschaft beim Cologne Pride, die im Party-Trubel keineswegs unterging.

Bei der Eröffnung erklärte Jens Pielhau vom Veranstalter „Kölner Lesben- und Schwulentag“ das Motto: „Es soll gerade junge Menschen ansprechen und ihnen Mut machen, sich zu outen. Unter Jugendlichen  ist die Selbstmordrate deutlich höher als bei älteren.“ Man dürfe nicht vergessen: Nicht ganz Deutschland sei so wie Köln.

Netflix-Stars fuhren bei der Parade mit

Neben dem großen Spaß wurden auch Infoblätter zu Themen wie  Aufklärung, zum Umgang mit HIV und jede Menge Kondome verteilt.  Auch die Stars der Netflix-Serie „Orange is the new Black“, Natasha Lyonne, Jackie Cruz und Danielle Brooks, fuhren bei der Parade mit.

20180708_tb_CSD_Parade_21 © Thomas Banneyer 20180708_tb_CSD_Parade_21

Auf den internationalen Besuch beim CSD freute sich auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker (61, parteilos): „Großartig, dass so viele zur Parade gekommen sind. Es ist ja auch eine Demonstration für das freiheitliche Leben – nicht nur in Köln, sondern überall.“

Warum das Bewusstsein für Vielfalt weiter gestärkt werden muss, erklärte der Kölner Grünen-Politiker Volker Beck (57) so: „Auch, wenn die Mainstream-Gesellschaft sehr offen ist, gibt es am Rande noch Homofeindlichkeit. Deswegen ist es wichtig, auf die Straße zu gehen. Wir haben so viel erreicht – das müssen wir verteidigen.“

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(exfo)

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