Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Corona in Köln: Stadt bereitet sich auf Kita-Betrieb vor – Hallenbäder dürfen öffnen

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger vor 40 Min. ksta
Die Corona-Pandemie beeinflusst noch immer das öffentliche Leben in Köln. © Carsten Rust Die Corona-Pandemie beeinflusst noch immer das öffentliche Leben in Köln.

Das Coronavirus greift in Köln weiter um sich. Die Entwicklungen aus der Stadt in unserem Newsblog.

  • Donnerstag, 28. Mai

Kölner Hallenbäder öffnen wieder 

15.26 Uhr: Nach den Freibädern in Köln dürfen nun auch die Hallenbäder wieder öffnen. Ab dem 2. Juni öffnen Stadionbad, Lentpark sowie die Kombibäder in Höhenberg, Ossendorf, Zollstock und Zündorf. Die Schwimmbecken und Sprungtürme sind geöffnet, Kletterwände, Rutschen und Planschbecken dürfen nicht benutzt werden. Der Verkauf von E-Tickets für das lange Wochenende ist gestartet. Sie gelten nun für die Freibäder und Hallenbäder gleichermaßen. 

Veedelskarte soll Bürgern besseren Überblick geben

15.01 Uhr: Unter dem Slogan „Solidarität im Veedel“ hat der Köln leben und gestalten e.V. gemeinsam mit Veedelsretter, Zaadstra Design und Das Gute Ruft eine Veedelskarte entwickelt. Mit ihr sollen die bestehenden Kampagnen auf einer Plattform gebündelt werden. Bürger können auf der Karte ihre Lieblingsorte im Veedel anklicken und sehen, wie sie diese unterstützen können. Mehr Informationen finden Sie hier.

Kölner Studenten schreiben Prüfung in der Kölner Messe

​13.49 Uhr: Ab dem 02.06. müssen Studenten der Kölner Uni Präsenzprüfungen in der Kölner Messe schreiben. So soll gewährleistet werden, dass die Schutz-und Hygienevorkehrungen sowie Abstandsregeln in der Corona-Krise eingehalten werden können.  Rund 500 Studenten können zeitgleich eine Prüfung ablegen. Es werden Prüfungen nachgeholt, die aufgrund der Corona-Pandemie Ende des Wintersemesters 2019/20 nicht stattfinden konnten, sowie Prüfungen abgelegt, die regulär als Mid-Term-Prüfungen des Sommersemesters 2020 vorgesehen sind. Insgesamt werden 36 Prüfungen in der Messe mit rund 6.000 Prüflingen geschrieben.

  • Mittwoch, 27. Mai

Stadt Köln bereitet sich auf Kita-Öffnungen vor

17.45 Uhr: Die Stadt Köln bereitet sich derzeit darauf vor, 44.000 Kinder unter sechs Jahren ab dem 8. Juni wieder im eingeschränkten Regelbetrieb betreuen zu können. Die Kitas und die Tagespflegestellen klären die Personalsituation und den Bedarf der Familien. Die Kinder werden zehn Stunden weniger als bislang vereinbart betreut – Abweichungen nach unten oder nach oben sollen im Einzelfall aber möglich sein. Die Verwaltung wird dem Stadtrat vorschlagen, die Elternbeiträge für die Monate Juni und Juli zu halbieren.

„Die Öffnung der Kölner Kitas zu einem eingeschränkten Regelbetrieb bedeutet eine große Herausforderung für alle Beteiligten – besonders für die Beschäftigten in den Einrichtungen und der Kindertagespflege, aber auch für die Eltern“, sagt Schuldezernent Robert Voigtsberger. Er warb dafür, dass die Stadt und die Eltern beide verständnisvoll mit der Situation umgehen sollten.

Die Stadt stellt den rund 4500 städtischen Kita-Beschäftigten von den Mitarbeitern der Oper genähte Mund-Nase-Bedeckungen sowie Gesichts-Visiere zur Verfügung. Sämtliche Eingangsbereiche der Kitas werden mit Desinfektionsmittel ausgestattet, die Reinigungspläne angepasst. Das pädagogische Fachpersonal kann sich vorab auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

55 Personen in Köln aktuell am Coronavirus erkrankt

16 Uhr: Seit Dienstagnachmittag sind in Köln mehr Personen als geheilt aus der Quarantäne entlassen worden, als dass sich Personen neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Zahl der aktuell Erkrankten ist um zwölf Personen von 72 auf 55 gesunken. Die Zahl der offiziell gemeldeten Corona-Fälle ist hingegen um fünf Fälle von 2460 auf 2465 gestiegen – davon gelten bereits 2311 Personen als gesund.

15 mit dem Virus infizierte Personen befinden sich derzeit in einem Kölner Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 12 davon auf der Intensivstation. Allerdings beinhalten die Zahlen auch Patienten aus dem Um- und Ausland.

Dem Gesundheitsamt wurden seit Dienstag keine weiteren Todesfälle gemeldet. Bislang sind 99 Kölnerinnen und Kölner, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben. 

Gourmet-Festival „Fine Food Days Cologne“ verschoben

15.25 Uhr: Nach der erfolgreichen Premiere der „Fine Food Days Cologne“ im vergangen Jahr war eigentlich für den August und September mit den besten Köchen der Stadt eine erneute Auflage des Gourmet-Festivals geplant. Doch wegen der Corona-Pandemie hatte sich das Organisationsteam um das von den Köchen gewählte Vorstandstrio Michael Stern (Geschäftsführer des Köln Sky), Sternekoch Maximilian Lorenz und Dominic Kuck, (Marketing-Chef im Hyatt-Hotel) schon für eine Verschiebung ins nächste Jahr entschieden.

Die zweite Auflage der „Fine Food Days“ soll nun von neun auf 15 Tage ausgeweitet werden und vom 10. bis 25. April 2021 stattfinden – mit vielfältigen kulinarischen Erlebnissen und Exkursionen von Gala-Dinners und Lunch-Events bis zu Sommelier-Treffen und einer Dinner-Show mit Live-Musik. Start ist mit einer spektakulären Küchenparty am 10. April im Köln Sky im LVR-Turm, bei der Sterne- und Spitzenköche an unterschiedlichen Stationen ihr Können zeigen. Hierfür sind noch Eintrittskarten für 149 Euro zu haben. Wer bei der großen Abschluss-Gala mit der Preisverleihung dabeisein will, muss 198 Euro bezahlen.

FFDC mit Dom I Foto Jennifer Braun © Jennifer Braun FFDC mit Dom I Foto Jennifer Braun

„Unsere Vereinsmitglieder haben schon wieder viele fantastische Ideen. Es geht um tolle Menschen, um verrückte Orte und vor allem um geniales Essen“, sagte Stern, der zudem die Beteiligung weiterer Partner ankündigte. „Unser toller Kreis wird ein wenig größer.“ Neu dabei sind beispielsweise Thomas Gilles und sein Team vom Restaurant Le Gourmet im Clostermannshof vor den Toren Kölns in Niederkassel.

Zwei der für den Spätsommer vorgesehenen Veranstaltungen sollen dennoch stattfinden. So das „Sommelier Privée“ am 30. August mit Sebastian Bordthäuser sowie der „Meeres-Rausch“ über den Dächern der Stadt am 1. September. Alle anderen Termine sollen im kommenden April nachgeholt werden. Daher bleiben bereits gekaufte Karten auch weiter gültig.

www.finefooddays.cologne

Maske vom Bananensprayer für 99 Euro

14.40 Uhr: In Zeiten, in denen allerlei mehr oder wenig talentierte Leute – vom Festkomitee bis zu Bundesligavereinen wie dem 1. FC Köln Schutzmasken entwerfen, nähen und verkaufen, mischen auch einige Modedesigner oder auch Künstler mit. So hat der seit 1986 als „Bananensprayer“ bekannte Thomas Baumgärtel nun eine gängige Mund-Nasen-Schutzmaske mit seinem typischen Schablonengraffitio versehen.

banane © Thomas Baumgärtel banane

Diese „Bananenmaske“ – signiert, nummeriert und auf 90 Exemplare limitiert – ist wohl eher als Sammlerstück, denn als Gebrauchsgegenstand gedacht. Im Internet erhältlich kostet die Maske 99 Euro. Zehn Prozent des Erlöses gehen an die Coronahilfe der Aktion Lichtblicke von Radio Köln.

  • Dienstag, 26. Mai

Ein weiterer Todesfall – 72 Personen in Köln erkrankt

15.55 Uhr: In Köln ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Dabei handele es sich um einen 75 Jahre alten Mann mit Vorerkrankungen. Bislang sind damit insgesamt 99 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

Offiziell sind aktuell 72 Kölnerinnen und Kölner am Virus erkrankt. Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Dienstag den insgesamt 2460. Corona-Fall in Köln – das sind 14 Fälle mehr als vergangenen Freitag, 22. Mai. Als geheilt gelten derzeit 1189 Personen. Sie alle wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen.

16 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne auf der Intensivstation. Wobei zu diesen Patienten auch Personen aus dem Um- und Ausland gezählt werden.

Lanxess-Arena verkauft Getränkevorräte

14.30 Uhr: Rund 40.000 Liter Kölsch und Pils hat die Lanxess-Arena auf Vorrat gelagert. Und davon hat seit der Live-Show von Mario Barth am 8. März niemand mehr getrunken. Wegen der Corona-Krise ruht seitdem der Betrieb in der Halle – und ein Ende der Schließung ist gegenwärtig nicht absehbar. Doch weil die Gastronomie-Lager in Deutz noch immer reichlich mit Getränken und Lebensmitteln gefüllt sind, droht nun das Verfallsdatum.

Der Vernichtung wollen Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher und sein Team mit dem Projekt „Drive In Arena“ zuvorkommen. Sie veranstalten am kommenden Samstag, 30. Mai, zwischen 12 Uhr und 16 Uhr einen großen Ausverkauf, bei dem jeder Interessent – egal ob Gewerbetreibender, Kleingastronom oder Privatmann – mitmachen darf. Zu kaufen gibt es so ziemlich alles von 50-Liter-Bierfässern der Marken Sion und Gilden Kölsch sowie Radeberger Pils, die ab 60 Euro abgegeben werden, über Flaschenbier (Kiste ab 6,50 Euro) bis hin zu alkoholfreien Softdrinks wie Cola und Limonade, Wasser und Säfte (ab 4 Euro, alles zuzüglich Pfand).

Der Verkauf wird in Form eines „Drive-In“-Systems durchgeführt und ist somit nur mit dem Auto möglich. Die Zufahrt erfolgt über die Gummersbacher Straße und den dortigen Eingang zum Tor 4. Der Weg ist entsprechend ausgeschildert. Während des gesamten Ausverkaufs-Prozesses gelten die allseits bekannten Hygiene-Vorschriften und Abstandsregelungen. 

  • Montag, 25. Mai

Kölner Schüler bekommen Visiere zum Schutz vor Corona

17.34 Uhr: Zum Schutz vor dem Coronavirus bekommen von dieser Woche an alle 140.000 Kölner Schüler Visiere aus Kunststoff. Ein Kölner Hersteller spende den Schulen die Schutzschilde, gab die Stadt bekannt. Sie sollen in den nächsten Wochen an die Schulen geliefert werden. Bereits in der vergangenen Woche seien sie an einer Grundschule und einer weiterführenden Schule getestet worden, sagte eine Stadtsprecherin.

5FA17200CA0EB364 © dpa 5FA17200CA0EB364

Die durchsichtigen Visiere dienen allerdings nur als eine Ergänzung zu den Mund-Nase-Masken und sollen in den Schulen getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.

Erhöhte Nachfrage bei Kölner Tafel – Erfolgreiche Spendenaktion

16.30 Uhr: Die Kölner Tafel rechnet infolge der Corona-Krise mit einer stark steigenden Nachfrage an ihren Lebensmittelausgabestellen. „Schon jetzt melden unsere Mitarbeiter einen erhöhten Bedarf“, sagt die Kölner Vereinsvorsitzende Karin Fürhaupter. Um die Not von Menschen, die in Not geraten sind, zu lindern, haben der Rewe-Konzern und der Internetdienst Geschenkgutscheine.io vor einigen Wochen gemeinsam mit der Kölner Tafel eine Hilfsaktion initiiert: Sie rufen zu Spenden auf, die in Form von Lebensmittelgutscheinen an die Bedürftigen weitergegeben werden. Um das Projekt weiter zu verstärken, hat die Rewe-Gruppe am Montag 10.000 Euro gespendet und an einen Scheck an die Tafel überreicht.

„Die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Menschen war in den vergangenen Wochen überwältigend“, sagt Fürhaupter. Viele Engagierte hätten sich für Fahrdienste und Lebensmittelausgabe gemeldet, um die Ehrenamtler zu ersetzen, die zur Risikogruppe für das Coronavirus zählen.Der 1. FC Köln hatte zahlreiche Angestellte abgestellt, die aktuell nicht arbeiten, und über seine Stiftung 100.000 Euro gespendet.

In Köln bietet die Tafel 36 Ausgabestellen für Lebensmittel an, die zur Zeit fast alle nach draußen verlegt worden sind, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Zudem beliefert der Verein 110 soziale Einrichtungen, die sich um bedürftige Menschen kümmern, darunter Kinder- und Jugendeinrichtungen in sozialen Brennpunkten, Notschlafstellen und Mutter-Kind-Wohnheime. 

  • Sonntag 24. Mai

Kölner Grüne kritisieren Sperrungen von Plätzen

16.08 Uhr: Die Kölner Grünen kritisieren die Sperrung des Brüsseler Platzes und des Rheinboulevards. Sie halte die Maßnahme für „zu unspezifisch, zu lang und insgesamt nicht für zielführend“, sagte Brigitta von Bülow, Fraktionschefin der Grünen im Stadtrat, am Samstag. Die pauschalen Sperrungen würden die Gefahr bergen, dass Menschen sich an anderen Plätzen der Stadt treffen würden. 

20200522-RAK-partybruesselerplatz-003 © Peter Rakoczy 20200522-RAK-partybruesselerplatz-003

Die Stadtverwaltung hatte am Freitag entschieden, die beiden populären Treffpunkte bis zum 5. Juni abends und nachts und an Wochenenden zu sperren. Der Rheinboulevard darf schon ab 15 Uhr nicht mehr betreten werden. Der Grund für die Maßnahmen: Vor allem an Christi Himmelfahrt hatten sich an beiden Stellen so viele Menschen versammelt, dass die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden konnten. Am Donnerstagabend musste der Brüsseler Platz geräumt werden.

Polizei verhindert Corona-Party am Kreuz Köln-West

12 Uhr: Am späten Samstagabend hat die Kölner Polizei in Köln-Marsdorf eine illegale Party verhindert. In einem Waldstück in der Nähe des Autobahnkreuzes Köln-West fanden die Beamten ein Zelt mit einer professionell eingerichteten Musikanlage. Ein Mischpult, mehrere Kabel und einen Stromgenerator wurden sichergestellt.

Gegen 23.30 Uhr meldeten Zeugen knapp 100 Menschen in der Nähe der KVB-Haltestelle „Haus Vorst“, die auf dem Weg zu der „Corona-Party“ an einem Feldweg am Autobahnkreuz waren.

Gegen mehrere Personengruppen wurden im Bereich eines Parkhauses und des Baumarkt-Parkplatzes Platzverweise ausgesprochen. Von einigen Uneinsichtigen nahmen die Beamten die Personalien auf und leiteten Verfahren gegen sie ein. Gegen den Veranstalter (23) wurde ebenfalls ein Verfahren eingeleitet. 

  • Samstag, 23. Mai

Eindrücke von den Demonstrationen in Köln

Nach mehreren friedlichen Demonstrationen in Köln und Leverkusen äußert sich Polizeipräsident Uwe Jacob zufrieden mit dem Nachmittag: "Die Menschen haben von ihrem Grundrecht Gebrauch gemacht und ihre Meinung kundgetan. Das sind Bilder gelebter Demokratie."

Auf der Deutzer Werft waren Polizisten zweimal kurz gefordert. Während der Versammlung fertigten Bereitschaftspolizisten eine Strafanzeige gegen einen Vermummten. Ordner hatten ihn zuvor bereits aufgefordert, seine Kapuze und die Sonnenbrille abzusetzen. Beamte der Bereitschaftspolizei stellten wenig später auch die Personalien eines Mannes fest, der mit seinem Sohn Aufmerksamkeit erregt hatte. Der 14-Jährige hatte auf der Deutzer Werft eine Gasmaske - sein Vater (43) ein Sträflingskostüm getragen. Der Vater hatte zudem ein Schild mit der Aufschrift "Maske macht frei" in der Hand. Der Staatsschutz ist eingeschaltet.

20200523-UWE-CoranaDemoDeutz-006 © Uwe Weiser 20200523-UWE-CoranaDemoDeutz-006

Wie angekündigt, gingen die Versammlungsteilnehmer nach Abschluss der Kundgebung auf die Deutzer Brücke und bildeten eine Menschenkette. Polizisten nahmen Kontakt mit dem Versammlungsleiter auf, als erkennbar wurde, dass der Abstand von 1,5 Metern zwischen den Menschen nicht wie vorgeschrieben eingehalten wurde.

Die weiteren Versammlungen am Samstagvormittag in Leverkusen sowie in der Kölner Innenstadt verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Während des Aufzugs in Leverkusen fertigten die Einsatzkräfte zwei Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Vermummungsgebot.

Bis auf kleinere Tumulte und einzelne Störer, blickt die Polizei auf einen friedlichen Nachmittag im ganzen Stadtgebiet zurück.

20200523-UWE-SeebrueckeDemoDom-007

20200523-UWE-SeebrueckeDemoDom-007
© Uwe Weiser

Demonstrationen in Köln: Rund 300 Teilnehmer an Deutzer Werft zusammengekommen

Die drei Corona-Demonstrationen in der Kölner Innenstadt sind bisher weitgehend friedlich verlaufen. Zu einer Mini-Kundgebung am Dom kamen am Mittag etwa zehn Menschen zusammen. Seit dem Nachmittag läuft eine Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen an der Deutzer Werft. Angemeldet waren 500 Teilnehmer, gekommen ist etwa die Hälfte. Zu einem kurzzeitigen Tumult kam es, als etwa ein Dutzend dunkel gekleidete Gegendemonstranten von Süden her schnellen Schrittes auf die Versammlung zuliefen. Diese wurden von der Polizei aufgehalten.

IMG_20200523_150926 © Holecek IMG_20200523_150926

Ein ebenfalls dunkel gekleideter Mann, der sich vermummte wurde kurze Zeit später zur Identitätsfeststellung zu einem Polizeiwagen geführt. Seit dem Nachmittag läuft ebenfalls eine Demo am Roncalliplatz. Veranstalter ist die Gruppe "Seebrücke Köln", die sich für eine Auflösung aller Flüchtlingslager ausspricht. Die Polizei ist mit Großaufgeboten an den Versammlungsorten und überwacht die Einhaltung der Corona-Regeln.

Zur Demonstration am Roncalliplatz kamen etwa - wie angekündigt - 200 Menschen, fast alle mit Mundschutz. Auch hier ist die Stimmung friedlich.

Demonstranten mobilisieren in Netzwerken – Polizei: Lage bislang ruhig

10.53 Uhr: Diverse Demonstrationen in Köln und Leverkusen beschäftigen am Samstag die Kölner Polizei. „In sozialen Netzwerken wird viel für die Veranstaltungen geworben und mobilisiert“, sagt ein Kölner Polizeisprecher am Samstagvormittag. Bislang seien aber noch keine Vorfälle, bei der die Polizei hätte eingreifen müssen, vorgefallen. Die größte Demonstration startet um 15 Uhr an der Deutzer Werft, 500 Teilnehmer werden erwartet.

  • Freitag, 22. Mai

Polizei Köln bereitet sich auf weitere Corona-Demos vor

17.22 Uhr: Am Samstag ist die Polizei Köln erneut bei mehreren Demonstrationen im Einsatz. Die größte mit ungefähr 500 erwarteten Teilnehmern startet um 15 Uhr auf der Deutzer Werft und richtet sich gegen freiheitseinschränkende Maßnahmen in Zeiten der Corona-Bekämpfung.

Bis zu 200 Menschen werden zur Versammlung mit dem Motto „Evakuiert alle Lager! Leave no one behind!“ von 16 bis 19 Uhr auf dem Roncalliplatz erwartet. Etwa zwölf Teilnehmer demonstrieren laut Polizei ab 13 Uhr auf der Domplatte, das Thema: „Freude, Friede, Hoffnung, Liebe“. Die „Seebrücke Köln“ ruft zudem zu einem „europaweiten Aktionstag“ auf. Auch am Sonntag wollen 300 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen protestieren, Start ist um 14.30 Uhr auf dem Heumarkt.

Polizeipräsident Uwe Jacob fordert alle Demonstranten auf, die Corona-Schutzvorschriften einzuhalten. Ein Verstoß gegen die Auflage, mindestens 1,5 Meter Abstand untereinander zu halten, führe zwar nicht zur sofortigen Auflösung einer Versammlung, als „allerletzter Schritt“ komme diese aber infrage – etwa wenn der Versammlungsleiter seinen Pflichten nicht nachkomme oder Zuwiderhandlungen akzeptiere. Einschreiten, so Jacob, werde die Polizei in jedem Fall auch gegen all jene, die Versammlungen massiv störten oder zu verhindern versuchten. 

Diese Maßnahmen wurden in Kölner Schulen ergriffen

16.50 Uhr: Die Stadt Köln hat am Freitag mitgeteilt, welche Maßnahmen in den Schulen ergriffen wurden. So hat die Verwaltung etwa dafür gesorgt, 280 Schüler in Bussen und Taxen zu befördern, seit die Grund- und Förderschulen ab dem 7. Mai für die Viertklässler teilweise wieder geöffnet wurden. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Ratsfraktion hervor. Die Busse werden weit unter ihrer Kapazität belegt, so dass Abstände eingehalten werden können. Die Kinder müssen außerdem während der Fahrt einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Die Verwaltung hat den Schulen über die Bürgerämter außerdem insgesamt 3650 Liter Handdesinfektionsmittel in 7300 Flaschen mit einem Inhalt von jeweils 0,5 Liter zur Verfügung gestellt. Für die Grund- und Förderschulen wurden Desinfektionsständer beschafft, die eine automatische Dosierung ermöglichen. Weitere 1500 Desinfektionsständer sind bestellt und sollen nach und nach an alle Schulen verteilt werden. Den Schulhausmeistern hat die Stadt zudem Flächendesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Die von der Verwaltung beauftragten Reinigungsunternehmen reinigen täglich die Tischoberflächen, Stühle, Türdrücker und Handläufe.

Die Verwaltung prüft derzeit, ob und in welchem Rahmen eine Unterstützung von Catering-Unternehmen möglich ist, die Schulmensen beliefern. Die Existenz vieler dieser Firmen sei aufgrund der vollständigen Einnahmeverluste seit dem 16. März gefährdet. Das sei trotz der Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen von Land und Bund der Fall, so die Stadt.

Weiterhin 105 Personen in Köln am Coronavirus erkrankt

16.34 Uhr: In Köln sind laut Stadt aktuell 105 Personen am Coronavirus erkrankt. Diese Zahl ist seit Mittwoch trotz sechs Neuinfektionen unverändert geblieben, da genauso viele Personen zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen wurden. 2446 Corona-Fälle hat die Stadt bisher offiziell bestätigt, davon gelten 2243 Personen als geheilt.

17 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 16 davon auf der Intensivstation. Wobei zu diesen Patienten auch Personen aus dem Um- und Ausland gezählt werden.

Seit Dienstag wurde dem Gesundheitsamt keine weitere Person, die positiv auf Covid-19 getestet wurde und in diesem Zusammenhang gestorben ist, gemeldet. Somit gab es in Köln bislang 98 Todesfälle.

Corona-Lage in Köln entspannt sich deutlich

15.38 Uhr: Stadtdirektor Stephan Keller – Leiter des städtischen Krisenstab – hat am Freitag im Hauptausschuss des Stadtrats die aktuelle Lage in Bezug auf die Corona-Pandemie als „deutlich entspannt“ bezeichnet. Derzeit gebe es in Köln 5,16 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen. Lockerungen müssten in Köln erst dann zurückgenommen werden, wenn auf 100.000 Einwohner bezogen die zehnfache Menge erreicht wäre.

Auch in den Seniorenheimen hat sich die Situation laut Keller weiter entspannt. Dort gebe es nur noch 25 Infizierte – 13 davon seien Mitarbeiter und zwölf Bewohner.

Zugänge zum Brüsseler Platz und Rheinboulevard werden begrenzt

14.45 Uhr: Die Stadt Köln will ab Samstag den Zugang zum Brüsseler Platz und zum Rheinboulevard begrenzen. Der Platz wird wochentags von 18 Uhr bis 1 Uhr und am Wochenende sowie feiertags von 15 Uhr bis 1 Uhr gesperrt. Der Aufenthalt auf dem Rheinboulevard ist die gesamte Woche über von 15 Uhr bis 6 Uhr verboten. Die Regelung gilt vorerst bis zum 5. Juni.

Die Verwaltung reagiert damit auf größere Menschenansammlungen am Donnerstag, die dort bei sommerlichen Temperaturen den Vatertag feierten. Laut Stadtdirektor Stephan Keller versammelten sich an Christi Himmelfahrt am Brüsseler Platz 400 Personen, die nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände zueinander einhielten. Die Polizei musste den Platz daraufhin räumen. „Wir haben dort erhebliche Probleme“, sagte Keller. Der Brüsseler Platz musste am Donnerstag zum dritten Mal geräumt werden – zuvor war das bereits am 8. und 9. Mai der Fall.

Während die Stadt am Rheinboulevard – der ebenfalls überlaufen war – Bußgelder verteilte, verzichteten die Mitarbeiter des Ordnungsamts am Brüsseler Platz darauf. „Die Stimmung war dort so, dass eine Räumung das schnellere Mittel war, um die Gruppe aufzulösen“, sagte Keller. Hätte die Stadt Bußgelder erhoben, wäre es aufgrund der Menge an Menschen und der daraus resultierenden Diskussionen nicht möglich gewesen, das Einhalten der Abstandsregeln schnell wieder sicherzustellen, so der Stadtdirektor. Weitere Informationen lesen Sie hier.

  • Mittwoch, 20. Mai

105 Personen in Köln an Coronavirus erkrankt

16.15 Uhr: Auf dem Kölner Stadtgebiet sind aktuell 105 Personen am Coronavirus erkrankt. Ein Sprecher der Stadt meldete am Mittwoch den offiziell 2440. Fall – das sind lediglich drei mehr als am Vortag. 2237 Personen gelten bereits als geheilt und wurden zwischenzeitlich aus der aus der Quarantäne entlassen.

19 mit dem Virus infizierte Personen befinden sich derzeit in einem Kölner Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 16 davon auf der Intensivstation. Allerdings beinhalten die Zahlen auch Patienten aus dem Um- und Ausland. 

Dem Gesundheitsamt wurden seit Dienstag keine weiteren Todesfälle gemeldet. Bislang sind 98 Kölnerinnen und Kölner, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

Premiere als Live-Stream beim Sommerblut-Festival

14.25 Uhr: Ein nackter Junge gräbt sich aus dunkler Erde heraus, Leute feiern ausgelassen Party, im Dominoeffekt fallen Holzklötze um, eine Frau singt ein Volkslied, aus dem Off kommen Zitate aus Tagebüchern – viel Raum für Assoziationen lässt der poetische Kurzfilm „future.x – society lab“, der an diesem Freitag im Rahmen des Sommerblut-Festivals als Live-Stream Premiere hat.

Ursprünglich war die Produktion als Bühnenstück geplant, doch wegen der Corona-Krise musste die „KimchiBrot Connection“, die sich dem körperbetonten „Physical Theatre“ verschrieben hat und das Projekt künstlerisch leitet, umdisponieren. 14 Darsteller, manche im Rollstuhl, zwischen 15 und 72 Jahre alt, wurden gecastet. Der Altersunterschied ist von Bedeutung, geht es in dem Stück doch darum, wie künftig das Zusammenleben aussehen soll. „Die Umstände haben uns in die Hände gespielt“, sagt Marlies T. zur Dringlichkeit der Frage in einer Zeit, in der mehr denn je auf dem Spiel steht. Die 69-jährige Tanzpädagogin ist eine der Mitwirkenden. Ihren richtigen Namen will sie nicht veröffentlicht sehen, damit nicht jeder erfährt, dass sie während der Produktion an Covid-19 erkrankte.

Sommerblut © future.x – society lab Sommerblut

Die Darsteller recherchierten zum Thema Generationengerechtigkeit; Ausgangspunkt war ein Thesenpapier mit zehn Forderungen an die Politik. Sie reichen vom Klimawandel über Armut, Ausbeutung von Ressourcen und Migration bis zum Frieden. Dann kam die Kontaktsperre. Via Skype und Zoom präsentierte Proben der Mitwirkenden bildeten das Rohmaterial für das gemeinsame Drehbuch.

Marlies T. hatte es noch geschafft, einen Vortrag auf Video beizusteuern, danach stieg sie, positiv auf Corona getestet, erst einmal aus. „Ich wurde immer dünner, und mir ging es schlecht.“ Das Corona-Virus hatte sich auf ein anderes Virus, mit dem sie bereits infiziert war, aufgesetzt. Nach der Quarantäne fühlte sie sich zwar noch schwach, aber stark genug, an einer Aufzeichnung teilzunehmen; unter strengen Auflagen wurde in der Wachsfabrik gedreht. Marlies T. verkörpert eine Frau, die wiederholt mir formelhaften Worten die schlechten Zustände schönredet, bevor sie mit einem Kraftausdruck das Gegenteil hinausflucht.

Da es beim Physical Theatre auf die körperliche Präsenz ankommt, die sich dem Zuschauer am besten vermittelt, wenn er sie in einem Raum mit den Darstellern erlebt, bedauert Marlies T. ein wenig, dass das Format des Films gewählt werden musste. Der ist allerdings hervorragend geschnitten; viele Aufnahmen rücken die Körper und Gesichter nahe an den Betrachter heran.

Live-Stream „Future x. – society lab“, Freitag, 22. Mai sowie am 23. und 24. Mai, jeweils um 20 Uhr.

Erster Corona-Fall in Kölner JVA

11.30 Uhr: In der Kölner JVA ist der erste Corona-Fall bekannt geworden. Es soll sich um einen Gefangenen handeln, der am Montag in Untersuchungshaft gekommen ist. Der Mann steht nun für 14 Tage in einem speziellen Hafthaus unter Quarantäne. Vorsorglich sollen angeblich auch zwei Bedienstete des Gefängnisses, die mit dem Inhaftierten Kontakt hatten, in häusliche Quarantäne geschickt worden sein. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

  • Dienstag, 19. Mai

Köln hält an Karneval 2020/2021 fest

17.19 Uhr: Köln will trotz der Corona-Epidemie 2021 Karneval feiern. Eine Komplettabsage sei „keine Option“, erklärte das Festkomitee Kölner Karneval am Dienstag nach einer Treffen von rund 100 Präsidentinnen und Präsidenten. Klar sei, dass es 2021 ein Dreigestirn, ein Kinderdreigestirn, eine Proklamation und auch einen Umzug geben werde. Kölns oberster Karnevalist, Christoph Kuckelkorn, erklärte, das Fest sei in der Stadt ein „starkes verbindendes Element“. „Diese soziale Kraft brauchen wir gerade schweren Zeiten wie jetzt.“

Zugleich ist die Planung sehr kompliziert, weil unklar ist, welche Einschränkungen gelten werden. Das Festkomitee bereitet daher nach eigenen Angaben zwei möglich Varianten vor – eine für den besten, einen für den schlechtesten Corona-Fall. Es sei Kreativität gefragt. Kuckelkorn nannte etwa eine Proklamation des Dreigestirns „im kleinen Rahmen“ mit Livestream-Übertragung.

Stadt Köln meldet weiteren Todesfall

16.30 Uhr: In Köln ist eine weitere Person in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Laut Stadt handele es sich dabei um einen 75 Jahre alten Mann mit Vorerkrankungen. Somit sind bislang 98 Personen in Köln, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

Aktuell sind 109 Kölnerinnen und Köln am Virus erkrankt. Die Zahl der offiziell bestätigten Corona-Fälle in der Stadt ist seit vergangenem Sonntag, 17. Mai, um zehn auf 2437 gestiegen. 26 Infizierte befinden sich derzeit in einem Kölner Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 16 davon auf der Intensivstation – wobei einige der Patienten aus dem Um- und Ausland kommen.

2230 Kölner Bürgerinnen und Bürger gelten schon wieder als geheilt, sie wurden aus der Quarantäne entlassen.

  • Montag, 18. Mai

KVB reinigt Bahnen und Busse öfter

17.45 Uhr: Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben aufgrund der Corona-Krise die Reinigung ihrer Busse und Bahnen intensiviert. Mitarbeiter einer Reinigungsfirma sind ab sofort tagsüber auf viel befahrenen Abschnitten aller Stadtbahn-Linien sowie auf stark frequentierten Buslinien unterwegs. Sie säubern Halteschlaufen, Haltestangen, Haltegriffe, Armlehnen und Fahrkartenautomaten mit desinfizierenden Einmaltüchern, so dass kein Desinfektionsmittel versprüht werden muss.

Auf diese Weise soll die Ansteckungsgefahr für die Fahrgäste weiter verringert werden und das Fahren mit Bus und Bahn möglichst ohne gesundheitliche Risiken möglich sein. Grundsätzlich werden zusätzlich jede Nacht in der Zeit von 21 Uhr bis 5.30 Uhr auf allen Betriebshöfen sowie in den Abstellanlagen die Fahrzeuge desinfiziert.

Die KVB weist ausdrücklich auf die Maskentragepflicht in allen Fahrzeugen sowie an den Haltestellen hin. Das Unternehmen appelliert zudem an die Fahrgäste, wenn möglich auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten mit Bus und Bahn zu fahren, alle Türen zum Ein- und Ausstieg zu nutzen (bei den Bussen bleibt die vordere Tür weiterhin geschlossen), auf ausreichenden Abstand zu aus- oder einsteigenden Fahrgästen zu achten, sich nicht von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen, die bekannten Hygieneempfehlungen zu beachten, Bus und Bahn ohne Fahrrad und E-Scooter. zu nutzen, um Platz für andere Fahrgäste zu schaffen sowie auf das KVB-Rad umzusteigen.

Weitere Großdemonstration mit 1000 Teilnehmern in Köln

12.55 Uhr: Für den kommenden Samstag ist eine weitere Corona-Demonstration vor dem Kölner Dom angemeldet. Am Sonntagmittag sei eine entsprechende Anmeldung einer Privatperson eingegangen, die eine Versammlung in Form einer Menschenkette mit 1000 Teilnehmern auf dem Roncalliplatz organisieren will, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Die Veranstaltung stehe unter dem Motto „Köln für Freiheit und Gerechtigkeit – Grundrechte schützen“. Das Ersuchen werde nun durch die Polizei geprüft, über eine Genehmigung werde nach Gesprächen mit dem Versammlungsleiter im Laufe der Woche entschieden.

Seit vergangener Woche gibt es keine Teilnehmerbegrenzung mehr für Demonstrationen. Entscheidend für eine Genehmigung ist nur, ob Abstandsregeln eingehalten werden können. Dafür ist das Verhältnis von Platzgröße und Teilnehmerzahl ausschlaggebend. Am vergangenen Samstag kamen zwischen 1000 und 1500 Demonstranten zu einer Kundgebung auf dem Roncalliplatz – angemeldet hatte der Veranstalter Köln gegen Rechts 200 Teilnehmer. 

Hotels öffnen nach dem Lockdown in Köln wieder

11 Uhr: In den Kölner Hotels sind die Reservierungsnachfragen von Touristen nach der erneuten Öffnung nach dem Shutdown noch unterschiedlich. Nicht alle Hotels öffnen heute wieder. „Für uns macht die Aufnahme des Betriebs ab Montag noch nicht viel Sinn, unsere Mitarbeiter sind weiterhin in Kurzarbeit“, sagte die „Casa Colonia“-Hotelinhaberin Judith Thies dem „Express“. „Ich erwarte nicht, dass jetzt sofort ein riesiger Ansturm von Touristen kommt.“ Im Maritim ist für den heutigen Start alles hergerichtet: „Wir sind sehr gut vorbereitet“, so Sprecherin Harriet Eversmeyer.

  • Sonntag, 17. Mai

Kein weiterer Todesfall in Köln

17.15 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Kölner steigt weiter leicht. Die Stadt zählte am Sonntag, um 15.30 Uhr, den insgesamt 2427. bestätigten Coronavirus-Fall seit Beginn der Pandemie. 2192 Menschen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Die Zahl der an Corona verstorbenen Menschen beträgt weiterhin 97 Menschen, damit gibt es keinen weiteren Toten zu vermelden.

Führungen im Freien wieder erlaubt

16.15 Uhr: Nach einer rechtlichen Prüfung hat die Stadt Köln wieder Führungen mit angemeldeten Gästen erlaubt. „Stadtführungen sind als kulturelle Veranstaltungen zulässig“, schreibt die Stadt mit Hinweis auf die Corona-Schutzverordnung. „Dazu zählen auch Führungen durch die Stadtnatur oder musikalische Stadtführungen.“ Auch geführte Wanderungen sind wieder gestattet. Sie gelten als „erlaubte sportliche Betätigung“.

Nicht unter diese Regelungen fallen Junggesellenabschiede, so die Stadt. Wer Führungen anbietet, braucht keine spezielle Genehmigung. Er ist selbst für die Hygiene, die Registrierung der Teilnehmerdaten und die Einhaltung der Abstandsregeln verantwortlich. 

Kölns Stadtführer hatten in der vergangenen Woche dagegen protestiert, trotz der Lockerungen der Corona-Maßnahmen nicht arbeiten zu dürfen. Unklar war, ob die Führungen zum Bereich Tourismus gehören, der immer noch von starken Einschränkungen betroffen ist, oder ob sie als kleine Versammlung beziehungsweise  als kleinere kulturelle Veranstaltung bezeichnet werden können, die seit dem 11. Mai wieder erlaubt sind.

Die rechtliche Klarstellung durch die Stadt wertet Ilona Priebe vom Anbieter „Regio Colonia“ als „ersten Erfolg“ der Proteste. Die Kulturmanagerin hatte am vergangenen Montag mit anderen Gästeführern auf dem Alter Markt demonstriert. Weitere Forderungen sind eine Senkung der Mehrwertsteuer  und Hilfen für „existenziell betroffene Gästeführer“.

Einige Veranstalter wie Regio Colonia, AE-Events oder die Wildkräuterei Köln haben bereits ihren Neustart verkündet, andere wie Köln-Tourismus, Stattreisen oder Inside-Cologne bereiten ihn vor. Alle leiden darunter, dass zahlreiche Kunden bis zum Sommer Buchungen storniert haben.

  • Samstag, 16. Mai

108 Personen aktuell an Corona erkrankt

Die Zahl der durch Labortests nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist nach Angaben der Stadtverwaltung von Freitag auf Samstag (15 Uhr) um drei Fälle auf insgesamt 2417 gestiegen. In den 24 Stunden zuvor waren im Stadtgebiet sieben neue Infektionen bekannt geworden. Die Zahl der Menschen, die das Virus in sich trugen und gestorben sind, gab die Verwaltung unverändert mit 97 an. Aktuell seien 108 Kölnerinnen und Kölner erkrankt. Die Verwaltung bittet darum, den direkten Kontakt zu älteren beziehungsweise immungeschwächten Personen weiterhin zu unterlassen.

Corona-Demo am Dom größer als gedacht

Die Corona-Demonstration vor dem Kölner Dom am Samstagnachmittag ist deutlich größer ausgefallen als erwartet. Ein Vielfaches der angemeldeten 200 Teilnehmer versammelte sich auf dem Roncalliplatz, in der Spitze geschätzt 1000 bis 1500 Demonstranten. Die Stimmung während der Kundgebung war immer wieder aufgeheizt, weil sich mehrere Gruppen mit entgegengesetzten Zielen auf dem Platz versammelten. Angemeldet war eine Kundgebung der Gruppe Köln gegen Rechts, daneben kamen aber auch Hunderte, die sich gegen die Corona-Politik der Regierung und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens richteten. Immer wieder kam es zunächst zu lautstarken, verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen.

Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und zog vereinzelt Teilnehmer aus der Menge. Kurzzeitig schien die Lage gegen 16.30 Uhr zu eskalieren, als eine junge Frau die Demo mit ihrem Smartphone filmte. Videoaufnahmen zeigen, wie die Youtuberin dabei von anderen Teilnehmern der Demonstration angegangen wird. Als es zu einem Handgemenge kommt, soll sie einer Teilnehmerin widerum Schläge mit dem Stativ angedroht haben. Der genaue Sachverhalt wird noch geprüft. Die Polizei nahm die 26-Jährige begleitet von einem Handgemenge fest und fertigte anschließend eine Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstands gegen die Polizeivollzugsbeamten. Die Polizei konnte am Abend keine Informationen geben, ob die junge Frau die Demonstration beruflich gefilmt hatte. Sie wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen. Mehrmals rief die Polizei per Lautsprecherdurchsage auch auf, Hygieneabstände einzuhalten. Am späten Nachmittag löste sich die Demo auf.

Corona-Demo am Dom © Martina Goyert Corona-Demo am Dom

Für den frühen Abend war auf Facebook noch zu einem „Spaziergang“ aufgerufen worden, auf dem gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert werden sollte. Um diese unangemeldete Kundgebung im Kern aufzulösen, sprachen Polizisten in der Innenstadt Kleingruppen an und erteilte Platzverweise. Eine angekündigte, deutlich kleinere, linksgerichtete Demo auf dem Heumarkt lief ohne Zwischenfälle ab. Eine angekündigte Demo mit 1000 Teilnehmern auf der Deutzer Werft war am Freitag überraschend abgesagt worden.

Am vergangenen Samstag war es auf einer unangemeldeten Corona-Demo gekommen. Abstände wurden kaum eingehalten, Passanten und Polizisten gefährdet. Polizeipräsident Uwe Jacob verstärkte daraufhin die Polizeipräsenz bei ähnlichen Kundgebungen und kündigte ein entschlossenes Eingreifen an.

Hinweis der Redaktion: Zunächst hieß es in diesem Text nur, die Frau soll einer Teilnehmerin Schläge mit dem Stativ angedroht haben. Videoaufnahmen der Szene, die die Frau auf ihrem Youtube-Kanal gestreamt hat, zeigen, dass der Situation Aggression durch andere Demo-Teilnehmer vorausging. Wir haben den Text entsprechend ergänzt.

  • Freitag, 15. Mai

Kölner Polizei warnt vor Hackern in Videoschalten

17.15 Uhr: Kriminelle Hacker nutzen die während der Corona-Krise beliebt gewordenen Videokonferenzen aus, um vertrauliche Firmengeheimnisse auszuspionieren. So könnten zum Beispiel Geschäftsstrategien oder Zahlungswege ausgespäht werden, warnte die Polizei Köln am Freitag. Auch in private Videogespräche könnten Hacker eintauchen, um Nutzer anschließend mit Tonaufnahmen oder Bildern zu erpressen. „Bisher sind aber nur vereinzelt Anzeigen reingekommen“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Nutzer sollten genau darauf achten, wer an der Videoschalte teilnimmt. Mit einem Passwort oder einem Signalton beim Eintritt oder beim Verlassen der Konferenz lasse sich das Risiko bereits mildern. Es sei auch sinnvoll abzuwägen, welche Themen über die Konferenz-Leitung besprochen werden und welche besser nicht. Die Polizei nennt das Phänomen „Zoom-Bombing“ nach dem viel genutzten Video-Konferenz-Programm „Zoom“.

124 Personen in Köln aktuell am Coronavirus erkrankt

16.50 Uhr: Offiziell sind in Köln aktuell 124 Menschen am Coronavirus erkrankt. Insgesamt gibt es laut Stadt 2414 bestätigte Infektionen – das sind sieben mehr als noch am Vortag. 2193 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden und gelten damit als geheilt.

34 der aktuell infizierten Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 17 auf der Intensivstation. Wobei die Zahlen dieser Patienten auch die Erkrankten aus dem Um- und Ausland beinhalten.

Dem Kölner Gesundheitsamt sind keine weiteren verstorbenen Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gemeldet worden. Bislang sind damit 97 Kölner Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Veranstalter demonstrieren auf dem Roncalliplatz

16.30 Uhr: Unter dem Motto „Veranstaltungen sind möglich!“ hat die Initiative Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes auf dem Roncalliplatz mit 50 Teilnehmern demonstriert. Vor dem Dom wurde eine Veranstaltung mit einem Hygienekonzept simuliert. Dies sollte zeigen, dass Veranstaltungen auch in der Corona-Krise sicher durchgeführt werden können. „Mit diesem Feldversuch wollen wir ein Signal setzen, dass Kunst und Kultur bald wieder möglich sein kann“, sagte Mitveranstalter Dirk Nossbach. Dazu bedürfe es aber der Unterstützung von Stadt und Politik, die Prüfkriterien für Veranstaltungen festlegen sollen. Als Gäste sprachen Bastian Campmann (Kasalla), Bezirksbürgermeister Andreas Hupke und Stefan Löcher (Lanxess-Arena).

20200515-MBA-demoroncalliplatz-012 © Michael Bause 20200515-MBA-demoroncalliplatz-012

Stadt Köln beschließt Rettungsschirm für Lit.Cologne

12.50 Uhr: Die Stadt Köln unterstützt das Literaturfestival Lit.Cologne, das Corona-bedingt abgesagt wurde, mit einem Rettungsschirm in Höhe von 500.000 Euro. Das sagte ein Sprecher am Freitag. Mehr dazu können Sie hier lesen.

Kölner Großdemo für Samstag unerwartet abgesagt

12.24 Uhr: Die Großdemo gegen die Corona-Maßnahmen mit erwarteten 1000 Teilnehmern auf der Deutzer Werft am Samstag findet nicht statt. Der Organisator habe seine Anmeldung am Freitagvormittag ohne Angabe von Gründen zurückgezogen, teilte ein Polizeisprecher mit. In der Vorwoche waren die Teilnehmer einer ähnlichen Demonstration ohne Mundschutz und Mindestabstände unangemeldet durch die Stadt gezogen, einige husteten Passanten an und forderten sie auf, ohne Masken einkaufen zu gehen. Trotz der Absage stellt sich die Polizei nach den Erfahrungen von voriger Woche auf „möglicherweise erneut unangemeldete Aktionen“ ein und wird mit Hundertschaften in der Innenstadt präsent sein.

Die Kundgebung des linksgerichteten Bündnisses „Köln gegen Rechts“ soll am Samstag wie geplant mit bis zu 200 Teilnehmern zwischen 14.30 und 17.30 Uhr auf dem Roncalliplatz stattfinden. Das Motto: „Für Grundrechte und gegen rechte Verschwörungstheorien“. Eine weitere Kundgebung mit Corona-Bezug ist von 14 bis 16 Uhr auf dem Heumarkt angemeldet, erwartet werden 50 Teilnehmer.

In den Vorbereitungsgesprächen mit den Organisatoren forderte die Polizei ein Pandemie-Sicherheitskonzept ein, das den Infektionsschutz gewährleisten soll. „Wir müssen den Spagat zwischen der Versammlungsfreiheit auf der einen und dem Recht auf Leben und Gesundheit auf der anderen Seite hinbekommen“, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob. So müssen zum Beispiel alle Teilnehmer untereinander 1,5 Meter Abstand halten.

Auch Stadtdirektor Stephan Keller forderte alle Versammlungsteilnehmer auf, sich ihre gesellschaftliche Verantwortung bewusst zu machen. Er äußerte sich „entsetzt“ darüber, dass Gegner der Corona-Maßnahmen Menschen anhusteten. Jacob kündigte an, seine Beamten würden „konsequent einschreiten“, sollten sich solche Szenen wiederholen.

Alteingesessener Kölner Club schließt

10.30 Uhr: Seit 1974 ist der Kölner Club Roxy auf der Aachener Straße ansässig. Nun macht der Laden coronabedingt dicht. Der Betreiber wolle nicht mehr am Mietvertrag festhalten, begründet er seine Entscheidung auf Facebook. Mehr dazu können Sie hier lesen.

  • Donnerstag, 14. Mai

Demos für Samstag angekündigt

​19.00 Uhr: Gegen die Corona-Einschränkungen wird auch an diesem Wochenende in Köln demonstriert. Zunächst hat die Initiative „Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs“ zu einer Kundgebung am Freitag, 9 Uhr, auf dem Roncalliplatz aufgerufen. Dabei wollen die Organisatoren zeigen, wie eine Veranstaltung unter den behördlichen Anordnungen wie der Abstandsregel zu realisieren ist. Die Kundgebung wird vom Management der Lanxess-Arena unterstützt.

Für den Samstag haben bisher drei Organisatoren um Erlaubnis für eine Versammlung gebeten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Eine Demo gegen die Corona-Maßnahmen will 1000 Teilnehmer vor dem Dom versammeln. 200 Teilnehmer haben die Organisatoren einer Demo „für Grundrechte und gegen rechte Verschwörungstheorien“ angegeben. Die Versammlung „Gemeinsam gegen die Corona- und Wirtschaftskrise“ geht von etwa 50 Teilnehmern aus. Ob die Demos stattfinden können, steht noch nicht fest, da die Genehmigungen der Polizei ausstehen.

Polizeipräsident Uwe Jacob kündigte nach einer unangemeldeten Demo am vergangenen Samstag konsequentes Durchgreifen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln an. „Wir werden Recht durchsetzen“, sagte Jacob mit Blick auf die Demo vor dem Dom, wo Abstände oftmals nicht eingehalten und Polizisten Passanten gefährdet wurden.

119 Personen in Köln aktuell mit Corona infiziert

16.40 Uhr: Offiziell sind in Köln aktuell 119 Menschen am Coronavirus erkrankt. Insgesamt haben sich laut der Stadt 2407 Menschen mit dem Virus infiziert, das sind vier mehr als am Vortag. 46 Personen werden im Krankenhaus in stationärer Quarantäne behandelt, 20 von ihnen auf der Intensivstation.

2191 Kölner könnten bisher aus der Quarantäne entlassen werden. Gestern lag diese Zahl deutlich höher bei 2255. Laut der Stadt Köln sei das auf das Berechnungsverfahren des Gesundheitsamtes zurückzuführen. Das sei präzisiert und umgestellt worden. So sollen Statistiken bereinigt und Datenüberschneidungen vermieden werden.

Für Irritationen hatte die am Mittwoch veröffentlichte Statistik gesorgt, nachdem aktuell 51 Kölner erkrankt sind und davon 50 im Krankenhaus behandelt werden – dies erweckte den Eindruck, dass nur ein einziger Kölner mit bestätigter Infektion zu Hause in Quarantäne sei. Eine Sprecherin der Stadt weist darauf hin, dass unter den Krankenhauspatienten auch Kranke aus dem Um- und Ausland sind. Eine Unterscheidung von Nicht-Kölner und Kölnern sei ein zu großer Aufwand.

Tourismus in Köln bricht ein

​16.29 Uhr: 1,25 Milliarden Euro sind dem Touristikbereich in Köln durch den Shutdown in den vergangenen Wochen verloren gegangen, schätzt Kölntourismus-Geschäftsführer Jürgen Amann. Eine vollständige Erholung werde wohl zwei Jahre dauern.

Doch es gebe auch Grund für Optimismus. „Aktuell haben wir schon wieder erste Besucher und Tagestouristen in Köln, und mit noch mehr Lockerungen werden auch Gäste aus der Region hinzukommen.“ Stadtführungen soll es ab dem 30. Mai wieder geben.

City-Triathlon in Köln fällt wegen Pandemie aus

​15.15 Uhr: Der für den 6. September geplante Köln-City-Triathlon wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. „Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Wir hatten uns für unsere Premiere als Triathlon-Organisator viel vorgenommen und hätten gerne bewiesen, dass wir auch einen Triathlon mit Herzblut organisieren können“, sagt Markus Frisch, Geschäftsführer der Köln-Marathon-Veranstaltungs- und Werbe GmbH.

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass Großveranstaltungen auch nach dem 31. August möglicherweise untersagt werden könnten. 

Klimastraßenfest findet in diesem Sommer nicht statt

12.22 Uhr: Auf der Neusser Straße wird es in diesem Jahr kein Klimastraßenfest geben. Das bestätigte der Bürgerverein „Für Nippes“, der das Sommerfest organisiert. Schuld ist die Corona-Pandemie. Es sei zu unsicher, ob im Sommer schon wieder Großveranstaltungen in bisher gewohnter Art stattfinden könnten. Festhalten will der Verein um seinen Vorsitzenden Najib Ramz jedoch am Nikolausmarkt auf dem Schillplatz Anfang Dezember, den der Verein seit 2003 ausrichtet, sowie an der Veedels-Putzaktion „Nippes macht sauber“, die im Herbst 2019 im Nippeser Teil des Inneren Grüngürtels Premiere feierte. 

Evangelische Gottesdienste finden wieder statt

11.43 Uhr: Am Sonntag, 17. Mai, finden im Stadtbezirk Chorweiler wieder evangelische Gottesdienste statt, erstmals seit Beginn der Corona-Krise. Das teilt die Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden mit. Pflicht ist das Tragen eines Mundschutzes sowie Händedesinfektion, es gilt das Abstandsgebot, auf Gemeinde- und Chorgesang wird verzichtet. Der Gottesdienst in der Andreaskirche in Merkenich, Hauptstraße 195, beginnt um 9.30 Uhr, die Leitung hat Pfarrer Wilfried Seeger. Er predigt um 11 Uhr auch in der Stadtkirche Chorweiler am Pariser Platz. Pfarrer Volker Hofmann-Hanke lädt in die Worringer Friedenskirche ein, Hackenbroicher Straße 59-61, Beginn 10.30 Uhr.

Jeweils 80 Menschen sind zugelassen. Die Gemeinde bittet darum, möglichst nicht auf die letzte Minute zu erscheinen, damit Gedränge vermieden wird. Der Einlass wird einige Zeit dauern: Am Eingang stehen Presbyter und notieren die Namen und Kontaktdaten der Besucher. So ist gewährleistet, dass im Ernstfall Ansteckungswege nachverfolgt werden können. (kaw) 

  • Mittwoch, 13. Mai

Fronleichnamsprozession am Kölner Dom fällt aus

17.49 Uhr: Die Fronleichnamsprozession am Kölner Dom fällt in diesem Jahr aus. Wie das Erzbistum am Mittwoch mitteilte, findet zwar der Freiluftgottesdienst auf dem Roncalliplatz am 11. Juni statt, die normalerweise anschließende Prozession durch die Innenstadt muss aber entfallen, weil dabei die Corona-bedingten Schutzmaßnahmen nicht eingehalten werden können.

Weiterhin teilte das Erzbistum mit, dass Taufen, Trauungen und Firmungen grundsätzlich wieder stattfinden können. Sie müssen aber gemäß den Ordnungs-, Hygiene- und Abstandsregeln erfolgen. „Um etwa bei einer Taufe jede Gefährdung auszuschließen, vollzieht der Taufspender alle Riten unter Beachtung der Desinfektions- und Abstandsregeln und gegebenenfalls mit Mundschutz, der auch für Eltern, Paten und Angehörige erforderlich ist“, so die aktuelle Vorgabe des Erzbistums. Gleiches gelte auch für kirchliche Trauungen, die unter denselben Bedingungen wie öffentliche Gottesdienste möglich sind.

Die ausgefallenen Erstkommunionsfeiern werden von den Gemeinden neu terminiert. Die Erstkommunion der Schülerinnen und Schüler der Domsingschule im Kölner Dom, die eigentlich am kommenden Sonntag hätte stattfinden sollen, ist etwa auf den 12./13. September verschoben. Die Firmungen, die in den Seelsorgebereichen geplant waren, werden voraussichtlich in einer gemeinsamen Feier im Dom nach Christi Himmelfahrt gespendet.

Kölner Seilbahn startet am Freitag ihre Saison

17.30 Uhr: Die Seilbahn startet am Freitag, 15. Mai, in die neue Saison. Fahrgäste können dann wieder täglich von 10 bis 17.45 Uhr in den Seilbahn-Stationen „Zoo“ und „Rheinpark“ in die Gondeln einsteigen – unter Einhaltung besonderer Regeln.

  • Es dürfen jeweils nur zwei Personen eine Gondel nutzen. Kinder unter 12 Jahren müssen von einer erwachsenden Person begleitet werden
  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden
  • Die Seilbahn-Stationen dürfen nur mit Mund-Nase-Schutz betreten werden
  • Die Gesichtsbedeckung muss auch während der Fahrt getragen werden
  • Die Fahrgäste werden gebeten, nach Fahrtende die jeweilige Seilbahnstation zügig zu verlassen und ggf. draußen auf andere Personen zu warten

Weitere Corona-Demonstrationen in Kölner Innenstadt

17.10 Uhr: Am kommenden Samstag wird es weitere Corona-bezogene Demonstrationen in der Kölner Innenstadt geben. Mehrere Versammlungen seien angemeldet worden, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Zu genauen Zeiten, Orten und erwarteten Größenordnungen werde zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Am vergangenen Samstag hatte es in der Innenstadt einen unangemeldeten Protestzug gegen die Corona-Regeln gegeben, an dem sich nach Behördenangaben bis zu 500 teils polizeibekannte Menschen beteiligten. Hygieneabstände seien nicht eingehalten, Einsatzkräfte und Passanten zum Teil mutwillig gefährdet worden. Polizeipräsident Uwe Jacob kündigte daraufhin ein entschlosseneres Vorgehen bei ähnlichen Kundgebungen an, sollten die Abstandsregeln erneut missachtet werden.

„Wir werden uns denen entgegenstellen“, sagte Jacob. Ähnlich äußerte sich auch OB Henriette Reker. Am Montagabend verliefen drei kleinere, angekündigte Corona-Demos in der Innenstadt friedlich. Seit knapp einer Woche sind Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung der Corona-Regeln wieder erlaubt

Erste Sporthallen in Köln öffnen

16.25 Uhr: Die Landesregierung in NRW hat die Möglichkeiten zum stufenweisen Wiedereinstieg in den Sportbetrieb erweitert, damit bekommt auch die Stadt Köln neue Möglichkeiten.

Die Sporthallen, die unmittelbar vom Sportamt verwaltet werden, sollen ab sofort unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienevorgaben wieder für den kontaktfreien Vereins- und Breitensport zur Verfügung stehen. Das umfasst laut Stadt die Sporthallen in den Abelbauten am RheinEnergie-Stadion, die Sporthallen Südstadion in Köln-Zollstock, am Erdweg in Köln-Worringen sowie in Bocklemünd. Auch die eigenen Trainingshallen der Vereine und Sportanbieter können öffnen.

Einschränkungen gibt weiterhin für die Schulsporthallen. Viele Schulen können ihre Klassenräume aufgrund des Mindestabstandsgebots nicht vollumfänglich nutzen und weichen für Unterrichtsstunden oder auch Prüfungen auf ihre Turnhallen aus. Deshalb können noch nicht alle Hallen für den Vereinssport freigegeben werden.

Zahl der Erkrankten in Köln auf 51 gesunken

16.15 Uhr: Offiziell sind in Köln aktuell 51 Menschen am Coronavirus erkrankt. Insgesamt gibt es laut Stadt 2403 bestätigte Infektionen, am Dienstag waren es mit 2.394 Infizierten neun weniger.

Wie am Vortag befinden sich 50 infizierte Personen im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 22 auf der Intensivstation. 2.255 Kölnerinnen und Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, 18 mehr als am Dienstag..

Dem Kölner Gesundheitsamt sind keine weiteren verstorbenen Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gemeldet worden. Bislang sind damit 97 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

  • Dienstag, 12. Mai

Weitere Zehn Personen dürfen an Trauungen teilnehmen

17.50 Uhr: Die Stadt Köln lockert die Corona-Regeln für Hochzeiten im Historischen Rathaus. Ab sofort sind bei Trauungen neben dem Standesbeamten, dem Brautpaar und dem Fotografen weitere zehn Personen zugelassen. Es gelten die üblichen Abstandsregeln.

Das Brautpaar kann die Mund-Nasen-Bedeckung während der Zeremonie abnehmen. Gäste mit Symptomen, die auf eine Infektion mit Covid-19 hinweisen, werden dringend aufgefordert, der Trauung fernzubleiben.

Zahl der Erkrankten in Köln weiter gesunken

17 Uhr: Offiziell sind in Köln aktuell 59 Personen am Coronavirus erkrankt. Das sind 29 weniger als noch am Vortag. Die Zahl der bestätigten Fälle ist hingegen von 2389 auf 2394 gestiegen. 50 der derzeit Infizierten befinden sich im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 22 auf der Intensivstation. 2238 Kölnerinnen und Kölner gelten hingegen als geheilt und wurden bereits wieder aus der Quarantäne entlassen.

Weitere Todesfälle gab es nicht. Bislang sind in Köln damit 97 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

Recover-App hilft Gastronomen beim Gäste-„Check-in“

14.49 Uhr: Seit dem 11. Mai 2020 sind Gastronomen und Kulturveranstalter verpflichtet, zwecks möglicher Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt die Namen und Telefonnummern aller Gäste zu erheben. Recover ist eine mobile Web App, die ein „Check-in am Tisch“ über das Scannen von QR-Codes mittels Smartphone-Kameras ermöglicht. Verschlüsselte Kontaktdaten der Gäste werden so an einen zentralen Server übermittelt, die nur dann entschlüsselt und weitergereicht werden können, wenn das Gesundheitsamt diese auch anfragt.

In Kooperation mit der Klubkomm, dem Verband Kölner Clubs und Veranstalter, und der IG Kölner Gastronomie entwickelte die Kölner Digitalagentur Railslove die mobile App, die ab sofort genutzt werden kann. Die Nutzung kostet 15 Euro zzgl. USt. pro Monat, für Mitglieder von Klubkomm und IG Kölner Gastronomie ist die Nutzung bis zum Ende des Jahres kostenfrei.

www.recoverapp.de

Ersatztermin für Kölner Lichter nicht möglich

14.25 Uhr: Die Veranstalter haben die Kölner Lichter 2020 nun endgültig abgesagt. Das sei „nach gewissenhafter Prüfung“ und „schweren Herzens“ entschieden worden, so ein Sprecher. Ein Ersatztermin im Herbst sei aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Alle bereits verkauften Tickets sollen zurückerstattet werden. „Wir werden noch lange Zeit warten müssen, bis wir verlässliche Aussagen dazu erhalten, ob im nächsten Sommer Großveranstaltungen stattfinden dürfen, daher haben wir uns gegen das Ausstellen von Gutscheinen entschieden“, so der Sprecher. Auch der Vorverkauf für 2021 werde daher noch nicht starten.

  • Montag, 11. Mai

Demo und Gegendemo weitgehend friedlich

20.26 Uhr: Die Corona-Demonstrationen am Montagabend sind friedlich und weitgehend unter Einhaltung der Abstandsregeln abgehalten worden. Zunächst kam etwa ein halbes Dutzend Menschen zu einer rechten Kundgebung am Dom zusammen, anschließend versammelten sich knapp 100 Teilnehmer auf dem Heumarkt zu einer linken Kundgebung.

200511_uw_Menschenkette_002 © Uwe Weiser 200511_uw_Menschenkette_002

Am Abend bildete sich noch eine Menschenkette mit etwa 50 Teilnehmern vor dem Musical Dome am Rheinufer. Zwei Demos richteten sich gege ndie geltenden Corona-Einschränkungen. Die Demo am Heumarkt, zu der „Köln gegen rechts“ aufgerufen hatte, richtete sich vorrangig gegen rechte Verschwörungsideologien. Die Polizei war mit einer Hundertschaft vor Ort. Polizeipräsident Uwe Jacob hatte angekündigt, dass die Beamten bei Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung eingreifen werden.

Kölntourist-Schiffe wieder unterwegs

17.48 Uhr: „Nach zwei Monaten voll Hoffen und Bangen kehrt wieder ein Stück Normalität in das Leben der Stadt Köln zurück“, freut sich Angelika Schmitz, Geschäftsführerin der Kölntourist- Personenschiffahrt. Seit Montag sind die Ausflugsschiffe der Weißen Flotte wieder für Panoramafahrten auf dem Rhein unterwegs.

Auch an Bord gelten wegen der Corona-Krise besondere Vorschriften: So müssen alle Gäste beim Ticketkauf ihren Namen und ihre Telefonnummer hinterlassen, um im Fall der Fälle Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Es gilt zur Sicherheit aller während der Wartezeit an den Anlegern und beim Aufenthalt an Bord die übliche Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen. An Bord müssen zudem alle Gäste einen Mund-Nase-Schutz tragen, außer am eigenen Sitzplatz. Damit es zu keinem Gedränge kommt, wird außerdem generell nur jeder zweite Tisch belegt.

Erneute Demos gegen Corona-Einschränkungen in Köln

17 Uhr: Gegen die Corona-Einschränkungen wird es auch am Montag mehrere Demonstrationen in Köln geben. Drei Corona-bezogene Kundgebungen mit bis zu 100 Teilnehmern seien angemeldet, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob am Montagnachmittag. Um 17 werde es eine Demo am Dom geben, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sei. Zeitgleich sei eine linksgerichtete Gegendemo auf dem Heumarkt geplant.

Für 19 Uhr ist eine Menschenkette in Deutz angemeldet. Anders als am Samstag, als sich bei einer Corona-Demo bis zu 500 Menschen unangemeldet am Dom versammelten, werde die Polizei bei Missachtung der Sicherheitsabstände einschreiten, kündigte Jacob an: „Wir werden dagegenhalten“. Die Polizei sei mit einer Einsatzhundertschaft vor Ort.

Keine neuen Fälle von Infizierten in Köln

16.45 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist gleich geblieben. Wie am Vortag meldete die Stadt 2389 Fälle. Gleich geblieben ist mit 55 auch die Zahl der Patienten, die sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne befinden. 31 davon sind nach wie vor auf der Intensivstation. 2204 (Vortag: 2182) Kölnerinnen und Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Aktuell sind somit 88 Personen am Coronavirus erkrankt. 

Weitere Todesfälle gab es ebenfalls nicht. Bislang sind damit 97 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

In der vergangenen Woche hat das Ordnungsamt der Stadt 506 Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung eingeleitet (Vorwoche: 350), darunter waren 390 Verstöße gegen das Kontaktverbot.

Kölner Dom wieder für Touristen offen – unter Auflagen

14.10 Uhr: Der Kölner Dom ist nach achtwöchiger Unterbrechung jetzt wieder für Touristen zugänglich – allerdings unter Auflagen. Nachdem in der Corona-Krise bereits seit dem Monatsbeginn wieder Gottesdienste möglich seien, solle der Dom nun schrittweise wieder mehr Menschen in einer verantworteten Weise zugänglich gemacht werden, sagte ein Dom-Sprecher am Montag in Köln. „Der Dom soll allen offenstehen.“

Zu den Auflagen gehört, dass sich maximal 200 Besucher gleichzeitig im Dom aufhalten dürfen. Für Besucher gilt die Mundschutzpflicht. Sie dürfen in dem Gotteshaus nur eine bestimmte Route durchlaufen. Führungen und die Besteigung des Südturms seien derzeit noch nicht möglich, sagte der Sprecher. Wegen Bauarbeiten sei außerdem der Chorumgang um den Dreikönigsschrein geschlossen.

Seit dem 15. März war der Kölner Dom wegen der Corona-Pandemie nur für das stille Gebet geöffnet. Normalerweise besuchen den Dom nach Angaben des Domkapitels im Schnitt 16.000 bis 20.000 Menschen täglich. Er ist eines der meistbesuchten Gotteshäuser in Deutschland.

Keine Corona-Fälle in Maternus-Seniorencentrum mehr

13.40 Uhr: Das Maternus-Seniorencentrum in Köln-Rodenkirchen meldet, dass es dort keine Bewohner und Mitarbeiter mehr mit einer Covid-19-Infektion gebe. Demnach sind 24 Bewohner mit Corona-Infektion aus der Einrichtung gestorben – 21 aus dem Seniorenheim und drei aus dem betreuten Wohnen. 37 Bewohner haben die Infektion überlebt. Auch 16 Mitarbeiter seien nach Infektion wieder genesen.

Die Betreiber bedanken sich bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei den Angehörigen und bei Bezirksbürgermeister Mike Homann. Das Seniorencentrum war eines der ersten Kölner Heime, in dem das Virus ausgebrochen war. Keine andere Einrichtung in Köln war bislang schlimmer betroffen.

Konzert von „Weltstars auf dem Roncalliplatz“ finden nicht statt

13.20 Uhr: Vergangenes Jahr wurde am Kölner Dom noch die Premiere von „Weltstars auf dem Rocalliplatz“ mit Auftritten von Joan Baez, Van Morrison, Patti Smith und Paolo Conte  gefeiert. In diesem Sommer sollte es weitergehen. Doch aufgrund der aktuellen Corona-Krise und des damit verbundenen Verbots von Großveranstaltungen bis zum 31. August, können die „Weltstars auf dem Roncalliplatz“-Konzerte nicht wie geplant stattfinden.

Der Auftritt von Roxy-Music-Gründer Bryan Ferry, der ursprünglich im Juli sein sollte, wird auf 2021 verschoben – der genau Termin soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. Der Abend mit John Cale & Band am 29. Juli wird hingegen komplett abgesagt. Karten können dort, wo sie gekauft wurden, zurückgegeben werden.

  • Sonntag, 10. Mai

OB Reker zeigt sich empört

16.35 Uhr: Zu der unangemeldeten Demonstration, Samstag, 9. Mai 2020, in der Kölner Innenstadt, nimmt Oberbürgermeisterin Henriette Reker wie folgt Stellung:

„Die unangemeldete Demonstration von mehreren hundert Personen in der Kölner Innenstadt entsprach weder den notwendigen Verhaltensregeln zum Infektionsschutz noch der in einer solchen Zeit besonders notwendigen Vernunft. Ich bin empört und auch besorgt: Dieses mutwillige und  gefährdende Verhalten war ein Angriff auf alle Kölnerinnen und Kölner, den wir nicht noch einmal hinnehmen werden.“

110 Covid-19-Erkrankte in Köln – Drei weitere Tote

16.20 Uhr: Auf dem Gebiet der Stadt Köln gibt es den insgesamt 2389 (Vortag: 2386) bestätigten Corona-Virus-Fall. 55 (Vortag: 58) Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 31 (Vortag: 33) auf der Intensivstation. 2182 (Vortag: 2164) Kölnerinnen und Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Seit gestern Nachmittag sind dem Gesundheitsamt drei weitere verstorbene Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, gemeldet worden. Es handelt sich dabei um einen gestern in einem Krankenhaus verstorbenen 81-jähriger Kölner, der an einem fortgeschrittenen M. Parkinson und Demenz litt. Heute ist eine 82 jährige Kölnerin auf der Intensivstation eines Kölner Krankenhauses mit multiplen Vorerkrankungen verstorben. Das Gesundheitsamt erhielt zudem Meldung vom Tod eines 68-jährigen Kölners, der bereits am 2. Mai 2020 auf der Intensivstation eines Kölner Krankenhauses ohne bekannte Vorerkrankungen verstarb. Bislang sind damit 97 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben. Aktuell sind 110 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt.

Für alle Kölnerinnen und Kölner gilt weiterhin: Zu anderen Menschen mindestens 1,5 Meter Abstand halten – im Freien und in geschlossenen Räumen, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wann immer dieser Abstand nicht verlässlich gewährleistet werden kann, physische Kontakte auf das Notwendigste reduzieren und die bekannten Hygieneregeln befolgen, ist der beste Schutz vor einer Infizierung mit dem Corona-Virus.

  • Samstag, 9. Mai

Hunderte Kölner bei unangemeldeter Demo gegen Schutzmaßnahmen

21.20 Uhr: In Köln haben am Samstag Hunderte Menschen unangemeldet gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Den Mindestabstand hielten viele der Demonstranten nach Auskunft der Polizei nicht ein, auch seien viele von ihnen ohne Mundschutz auf der Straße gewesen. Die Kundgebung startete gegen 17.15 Uhr an der Schildergasse und verlief von dort aus durch die Kölner Innenstadt bis zum Roncalliplatz am Dom.

„Ein Großteil der Demonstranten hat Unbeteiligte mehrfach dazu aufgefordert, den Mundschutz abzunehmen und ohne Maske die Geschäfte zu betreten. Es ist mir unbegreiflich, wie man so etwas in diesen Zeiten fordern kann“, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob am Abend. „Offenbar haben diese Menschen immer noch nicht verstanden, dass es hier nicht nur um ihre Gesundheit, sondern auch um das Leben anderer Menschen geht.“

Die Polizei nahm im Verlaufe der Kundgebung die Personalien der mutmaßlichen Leiterin auf. Gegen sie und weitere Personen wurden Ermittlungen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung, gegen das Versammlungsgesetz und das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Auch Kinder waren unter den Teilnehmern. „Ich kann nachvollziehen, dass die momentane Ausnahmesituation für alle Kölnerinnen und Kölner nicht leicht zu bewältigen ist. Aber gezielt seine Gesundheit, die seiner Kinder und die Gesundheit unbeteiligter Menschen zu gefährden, macht es nicht besser. Wer die neuesten Lockerungen so unvernünftig aufs Spiel setzt, begünstigt einen erneuten und rasanten Anstieg der Infektionsfälle“, stellte Uwe Jacob klar.

Gegen 19 Uhr löste sich die Versammlung auf der Domplatte auf.

Neun Neuinfizierte in Köln

16.46 Uhr: In Köln haben sich von Freitag auf Samstag neun weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Stadt stieg die Zahl der bestätigten Fälle damit auf insgesamt 2386. Davon sind derzeit noch 128 Personen erkrankt. Die Zahl der Todesopfer, die sich nachweislich mit dem Virus infiziert hatten, bleibt bei 94. 58 Infizierte werden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt, davon 33 auf der Intensivstation.

  • Freitag, 8. Mai

Versammlungen von 100 Teilnehmern in Köln ab sofort wieder möglich

19.25 Uhr: Ab sofort sind auf dem Stadtgebiet wieder Versammlungen mit bis zu 100 Personen erlaubt. Stadt und Polizei einigten sich im Zuge der Lockerungen der Corona-Einschränkungen darauf, die zulässige Teilnehmerzahl deutlich zu erhöhen. Die seit 22. April gültige Obergrenze von 20 Teilnehmern gelte schon ab diesem Wochenende nicht mehr, teilte ein Polizeisprecher mit.

Auch müssen die Veranstaltungsanmelder nicht mehr wie bisher eine Liste mit den Kontaktdaten von allen Teilnehmern mehr für zwei Monate bereithalten. Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von 3,5 Metern wird auf anderthalb Meter verringert.

Mit der Begrenzung auf 100 Teilnehmer seien etwa 70 Prozent der 900 angemeldeten Versammlungen aus dem Jahr 2019 durchzuführen, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob. „Die Bürgerinnen und Bürger haben sich überwiegend sehr verantwortungsvoll an die Vorgaben der Coronaschutzverordnung gehalten. Das hat die Lockerung der Kontaktbeschränkungen und damit auch größere Versammlungen unter freiem Himmel erst wieder möglich gemacht. Das freut mich persönlich sehr, da die Inanspruchnahme der Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit eng miteinander verknüpft und für unsere Demokratie sowie unser Zusammenleben sehr wichtig sind“, so Jacob weiter.

Zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus bleibt das Verbot von Demonstrationszügen gültig. Jede Versammlung muss als Standkundgebung ohne Zelte abgehalten werden. Flyer dürfen nicht verteilt werden, sondern dürfen nur zum Mitnehmen ausgelegt werden. Die Dauer wird auf zwei Stunden begrenzt, maximal dürfen zehn Versammlungen auf dem Stadtgebiet gleichzeitig abgehalten werden. 

Zahl der aktuell Erkrankten in Köln steigt wieder

18.05 Uhr: Nachdem die Zahl der offiziell am Coronavirus erkrankten Personen in Köln in den vergangenen Tagen rückläufig war, ist sie nun erstmal wieder leicht von 109 auf 121 gestiegen. Die Stadt meldete am Freitag den insgesamt 2377. Fall – das sind elf mehr als am Vortag. 

58 der Infizierten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 34 davon auf der Intensivstation. 2162 Personen gelten hingegen als geheilt und wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen. 94 Kölner, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, sind bislang gestorben. 

„Köln hat das Virus derzeit im Griff. Wir tragen nun alle miteinander die Verantwortung, dass das so bleibt“, so Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Noch sei nichts wie vorher. Und Stadtdirektor Stefan keller betonte: „Es bleibt abzuwarten, wie sich die weiteren Lockerungen der Beschränkungen auf das Infektionsgeschehen auswirken. Wir sind bereit, sofort gegenzusteuern, wenn das notwendig werden sollte.“

Kölner Bands geben Benefizkonzert

Benefiz Kölsch-Rock für den Corona-Nothilfefonds: Die Aktion „Wir gegen Rassismus“ und Caritas international veranstalten am Freitag, 15. Mai, ab 20 Uhr ein virtuelles Event unter dem Titel „European Solidarity Challenge“. Mit dabei sind Kasalla, Cat Ballou, Miljö und Björn Heuser sowie der „Voice of Germany“-Gewinner Samuel Rösch. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, wird an der Orgel performen. Insgesamt haben mehr als 30 Künstler zugesagt. 

Die Zuschauer können auf der Homepage ab sofort spenden und die Gesamtsumme auf dem Spendenbarometer live verfolgen. Das Geld geht an den Corona-Nothilfefonds von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbands. Die Spenden sollen etwa Geflüchteten in Camps auf der griechischen Insel Lesbos, im Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch oder den Ärmsten in Burundi und anderen afrikanischen Ländern zugute kommen.

caritas-international.de/livekonzert

Schokoladenmuseum wieder geöffnet

17.00 Uhr: Seit vergangenen Dienstag hat das Schokoladenmuseum im Rheinauhafen wieder seine Tore geöffnet – eingeschränkt durch die behördlichen Sicherheits- und Hygieneauflagen, nach denen auch andere Museen ihren Betrieb umstellen müssen. „An einem normalen Mai-Wochentag hätten wir 1500 Besucher gehabt“, sagt Geschäftsführerin Annette Imhoff, an den ersten Tagen seit der Wiedereröffnung seien es etwa 30 gewesen.

080520schoko003 © stefan worring 080520schoko003

Die Erklärung ist einfach: „45 Prozent unserer Besucher kommen aus dem Ausland, nur 25 aus der Region.“ Touristen seien eben derzeit nicht unterwegs, bemerkt sie mit einem Blick aus dem Fenster auf den Rhein, wo normalerweise die Kreuzfahrtschiffe in großer Zahl liegen. Dennoch ist sie glücklich, dass die Ausstellungsräume wieder mit Leben gefüllt werden.

080520schoko001 © stefan worring 080520schoko001

Noch seien die Menschen zurückhaltend, aber man würde alles tun, um den Gästen eine gute Zeit zu bieten. Statt der Schokolade am Brunnen gibt es aus Hygiene-Gründen jetzt eine Tafel am Eingang, und der Weg durch die Ausstellung würde wie eine Einbahnstraße angelegt. Dafür wurde der Eingang an die Seite verlegt, ins Foyer und den Shop kommt der Besucher dann zum Finale. Die anschauliche Live-Produktion von Täfelchen läuft weiter, die interaktiven Bildschirme werden ständig gereinigt. Und ab kommenden Dienstag darf auch das Restaurant wieder Schokokuchen, Crepes, Waffeln und Schokofondues anbieten – drinnen wie draußen. 

Kita-Angebot in Köln soll erweitert werden

14.26 Uhr: Stadtdirektor Stephan Keller geht davon aus, dass Ende Mai wieder jedes zweite Kindergartenkind in einer Kita betreut werden kann. Derzeit seien lediglich elf Prozent der in Köln zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze belegt, sagte der Chef des städtischen Krisenstabs am Freitag vor Journalisten. Es handele sich um die Kinder von Eltern, die in einem zur Bewältigung der Corona-Krise wichtigen Beruf tätig sind. Am kommenden Montag werde das Betreuungsangebot landesweit erweitert.

Dann dürften alle Kinder kommen, die vor der Einschulung stehen und aus finanziell bedürftigen Familien stammen oder einen besonderen Integrationsbedarf haben. Das erhöhe die Auslastung auf gut 20 Prozent. Vom 28. Mai an würde die Kitas generell für alle Mädchen und Jungen geöffnet, die nach den Sommerferien in die Schule gehen werden. „Die nächste Stufe“ der Rückkehr in den Kita-Alltag sei für den 11. Juni geplant, sagte Keller. Einzelheiten nannte er nicht. Die Stadtverwaltung arbeite an einem Konzept, dass je nach Bedarf eine Kita-Betreuung auch während der Sommerferien ermöglichen soll.

KVB fährt ab Montag wieder nachts

14.05 Uhr: Die Bahnen und Busse der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) fahren ab Montag wieder vollständig nach regulärem Fahrplan – davon betroffen sind vor allem die Nachtfahrten am Wochenende. Das habe das Unternehmen in Abstimmung mit dem Kölner Krisenstab beschlossen. „Nachdem die NRW-Landesregierung weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen beschlossen hat, stellen wir uns mit unserem Angebot auf die zu erwartende höhere Nachfrage ein“, so KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks.

Die KVB gehe davon aus, dass sich trotz des erweiterten Angebots der empfohlene Mindestabstand in den Fahrzeugen nicht immer einhalten lasse. Daher sei es für Fahrgäste wichtig, die Pflicht des Tragens eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Bussen und Bahnen sowie an den Haltestellen zu beachten. Ein Verstoß solle gemeinsam mit dem Ordnungsamt geahndet werden.

Zudem appelliert das Unternehmen: 

  • wenn möglich auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten mit Bus und Bahn zu fahren,
  • alle Türen zum Ein- und Ausstieg zu nutzen (bei den Bussen bleibt die vordere Tür weiterhin geschlossen),
  • auf ausreichenden Abstand zu aus- oder einsteigenden Fahrgästen zu achten,
  • sich nicht von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen,
  • die bekannten Hygieneempfehlungen zu beachten,
  • Bus und Bahn ohne Fahrrad, E-Scooter etc. zu nutzen, um Platz für andere Fahrgäste zu schaffen,
  • auch mal aufs KVB-Rad umzusteigen.
  • Donnerstag, 7. Mai

Stadt Köln bestätigt weiteren Todesfall

16.30 Uhr: In Köln ist eine weitere Person an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Dem Gesundheitsamt wurde am Mittwochnachmittag ein weiterer Todesfall gemeldet, bestätigte die Stadt Köln am Donnerstag. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 81-Jährigen, der mehrfach vorerkrankt war. Bislang sind damit 94 Bürger, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

In Köln sind derzeit offiziell noch 109 Personen mit dem Coronavirus infiziert – somit hat sich die Zahl der Infizierten seit dem Vortag nicht verändert. Die Zahl der insgesamt gemeldeten Corona-Fälle ist um 14 gestiegen – von 2352 auf 2366.

62 der aktuell Infizierten finden sich im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 37 davon auf der Intensivstation. Insgesamt wurden 2163 Kölner bereits aus der Quarantäne entlassen, das sind 13 mehr als am Vortag.

Sportmuseum in Köln öffnet wieder

15.14 Uhr: Nach der Corona-bedingten Zwangspause öffnet nun auch das Deutsche Sport & Olympia Museum wieder seine Türen – allerdings vorerst nur am Wochenende. Ab diesem Samstag ist ein Besuch des Museums im Rheinauhafen samstags und sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr möglich. Die Öffnung erfolge schrittweise und unter Einhaltung der Hygienevorschriften, heißt es in einer Mitteilung.

So können die Aktiv-Stationen wie etwa der Boxring, das Windkanal-Fahrrad oder die Sportplätze auf dem Dach womöglich erst genutzt werden, wenn auch Schulklassen wieder Zutritt haben. Die Besucherzahl werde sich momentan noch an der Quadratmeterzahl der Ausstellungsfläche ausrichten. Ein Mund- und Nasenschutz könne gegen einen geringen Betrag an der Museumskasse erworben werden.

Vergabe der Kitaplätze in Köln wieder aufgenommen

13.30 Uhr: Die Stadt Köln hat wegen der Corona-Krise zeitweise die Verfahren zur Vergabe von Plätze in Kindertagesstätten eingestellt. Dies hat bei den betroffenen Eltern, die nach einem Betreuungsplatz für ihr Kind ab diesen Sommer suchen, für Unverständnis und Besorgnis gesorgt.

Noch Anfang der Woche sollen Eltern mit vagen Aussagen vertröstet worden sein. Man wisse ja nicht, wann die Kinder wieder in den Kindergarten gehen könnten, deshalb würden die Plätze „bis auf weiteres“ nicht vergeben, so der Bericht einer Betroffenen über ein Telefonat mit dem zuständigen Amt der Verwaltung.

Auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ teilt die Stadt mit, dass das Vergabeverfahren in dieser Woche wieder aufgenommen wurde. Zurzeit würden die freien Plätze in den Kitas abgefragt. Ab nächster Woche würden dann auch wieder Plätze vergeben. Nach einer Platzzuweisung sollten sich die Eltern telefonisch für die Vertragsunterzeichnung mit der jeweiligen Kita-Leitung abstimmen, damit die gebotenen Gesundheitsschutzvorkehrungen eingehalten werden können. Bei der Vergabe der Plätze bei Tagesmüttern und –vätern laufe das Verfahren ähnlich. 

Stadt Köln will Gastronomen entlasten

13 Uhr: Die Stadt Köln hat am Donnerstag beschlossen, keine Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie in der Hauptsaison von März bis zum 31. Oktober 2020 zu erheben. Bereits gezahlte Sondernutzungs- und Verwaltungsgebühren würden den Betreiberinnen und Betreibern anteilig rückerstattet, heißt es.

Stadtdirektor Dr. Stephan Keller: „Neben der vom Bund bereits beschlossenen temporären Mehrwertsteuer-Senkung für die Gastronomie hat die Verwaltung der Stadt Köln nun eine wirksame Maßnahme veranlasst, die Kölns Wirtinnen und Wirte sofort spürbar entlastet. Damit entfallen finanzielle Belastungen und den Gastronominnen und Gastronomen wird geholfen, die Betriebskosten zu senken.“

Auch Nutzungsentgelte und Bearbeitungsgebühren aus der Vermietung stadteigener Flächen werden für den Zeitraum von März bis Oktober 2020 nicht erhoben. Auch in diesem Fall werden bereits getätigte Zahlungen erstattet. Betroffene Wirtinnen und Wirte müssen keinen Antrag an die Abteilung Gewerbeangelegenheiten im Ordnungsamt der Stadt Köln stellen.

Krokodil pendelt wieder von Ufer zu Ufer

11 Uhr: Das „Krokodil“ schippert wieder über den Rhein und bringt Fußgänger und Radfahrer von der Weißer Anlegestelle am Leinpfad ans Zündorfer Ufer und zurück. Wegen Corona ruhte der Betrieb vorübergehend. Kapitän und Fährinhaber Heiko Dietrich hat einige Anpassungen auf der Fähre vorgenommen. Und der Fahrplan wurde vorübergehend geändert und eingeschränkt.

Das Krokodil verkehrt fürs erste von Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen von 11 bis 19 Uhr. Es können jeweils nur zwölf Personen transportiert werden, damit der Abstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Mund- und Nasenschutz ist Pflicht.

Der Stillstand zum Saisonstart März und über Ostern traf den Fährmann und seine Angestellten hart. Die Preise sind jedoch geblieben. Fußgänger zahlen für die Tagesrückfahrkarte drei Euro und Radfahrer 3,50 Euro. Kinder unter vier Jahren sind frei. 

  • Mittwoch, 6. Mai

Kardinal Woelki für behutsamen Neustart bei Gottesdiensten

18.05 Uhr: Für einen behutsames Vorgehen bei der Wiederaufnahme von öffentlichen Gottesdienstfeiern spricht sich der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki aus. Natürlich hoffe auch er auf eine Rückkehr zur gewohnten Praxis, sagte Woelki am Mittwoch in der Podcast-Reihe „Himmelklar – Fürchtet euch nicht!“. „Ich fürchte allerdings, dass das noch einige Zeit dauern wird.“ Mit Blick auf den Kampf gegen Corona versicherte der Kardinal, aus dem Erzbistum Köln werde es keine „Schnellschüsse“ geben.

Seine Eindrücke aus der ersten öffentlichen Messfeier im Kölner Dom nach siebenwöchiger Corona-Pause am vergangenen Sonntag schilderte Woelki als zwiespältig. Ihm sei es schwer gefallen, eine Beziehung zu den Teilnehmern herzustellen, die in großem Abstand zueinander in der Kathedrale verteilt saßen. „Dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass wir eben nicht singen durften.“ Das wiederum zeige, welche Rolle die Musik in der Feier eines Gottesdienstes spiele.

Eltern-Demo in Köln geplant

16.48 Uhr: Am Muttertag ab 14 Uhr haben Eltern in Köln, Bonn und Düsseldorf angekündigt, für eine schrittweise Öffnung von Kitas und Schulen für alle und mehr Unterstützung für Familien zu demonstrieren. Die Demonstrationen finden zeitgleich auf dem Chlodwigplatz in Köln, dem Rathausplatz in Bonn und der Landtagswiese in Düsseldorf statt.

Die Eltern fordern einen Kita- und Schulbetrieb im täglichen Wechsel mit festen Kleingruppen, eine reduzierte Arbeitszeit für beide Elternteile und flächendeckende digitale Lösungen. „Wir brauchen kreative Lösungen, um für alle eine gute Rückkehr in die Kita und die Schule zu garantieren“, sagt Maaike Tiedge, Organisatorin der Demo in Köln.

Zahl der Infizierten in Köln sinkt weiter

16.45 Uhr: In Köln sind derzeit offiziell noch 109 Personen mit dem Coronavirus infiziert – das sind fünf weniger als noch am Vortag. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Zahl der insgesamt gemeldeten Corona-Fälle steigt hingegen um 14 – von 2338 auf 2352 Fälle. Davon gelten 2150 Personen bereits wieder als geheilt.

62 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 37 davon auf der Intensivstation. Einen weiteren Todesfall habe es laut Stadt nicht gegeben. Somit sind bislang insgesamt 93 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

Kommunalwahl in Köln soll stattfinden

13.40 Uhr: Die Kölner Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Kommunalwahl am 13. September stattfindet. Das sagte Kämmerin Dörte Diemert, die auch zur Wahlleiterin berufen wurden. In der Vergangenheit wurden Stimmen laut, dass die Wahl wegen der Corona-Pandemie womöglich verschoben werden könne.

Zur Kommunalwahl sind rund 825.000 Kölner wahlberechtigt. Sie stimmen über den Oberbürgermeister oder die Oberbürgermeisterin, den Stadtrat und die neun Bezirksvertretungen ab.

  • Dienstag, 5. Mai

Demo gegen Sammelunterbringung von Geflüchteten

18.25 Uhr: Gegen die Sammelunterbringung von Geflüchteten gibt es seit dem frühen Dienstagabend eine angemeldete Demonstration in Ehrenfeld. Nach Auskunft von Ordnungsamt und Polizei demonstrierten die Teilnehmer bislang ohne Zwischenfälle an der Herkulesstraße.

20200505max-kund04 © Max Grönert 20200505max-kund04

Nach Polizeiangaben sind etwa 80 Teilnehmer vor Ort, angemeldet waren 20, die unter Einhaltung der Corona-Schutzabstände und unter der Aufsicht von Polizei und Ordnungsamt demonstrieren durften.

20200505max-kund01 © Grönert 20200505max-kund01

Die Gruppe „Recht auf Asyl“ fordert mit der Kundgebung wegen der Corona-Krise eine dezentrale Unterbringung aller Geflüchteten aus den Sammelunterkünften. Vor knapp einer Woche war ein Bewohner aus der Unterkunft in der Herkulesstraße positiv auf Covid-19 getestet worden. Daraufhin sollten allen anderen 290 Bewohnern Abstriche genommen werden. Flüchtlingsorganisationen fordern seit Wochen eine Unterbringung etwa in leerstehenden Hotels oder Pensionen, weil dort die Ansteckungsgefahr deutlich geringer sei als in den engen Sammelunterkünften.

Zahl der Infizierten geht zurück – ein weiterer Todesfall

17.02 Uhr: Die Zahl der aktuell am Coronavirus erkrankten Personen in Köln ist weiter gesunken. Waren es am Montag noch 130, sind es am Dienstag nur noch 114 Erkrankte. Das teilte die Stadt in einer offiziellen Meldung mit. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle sei hingegen um acht gestiegen – von 2330 auf 2338. Dabei gelten 2131 Personen (Vortag: 2108) bereits als geheilt, sie wurden wieder aus der Quarantäne entlassen.

78 der Infizierten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 46 davon auf der Intensivstation.

Zudem meldet die Stadt einen weiteres Todesfall. Dabei handelt es sich um einen 82 Jahre alten Mann, der mehrfach vorerkrankt gewesen seien soll. Bislang sind in Köln 93 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

Kölner Spiel- und Bolzplätze werden wieder geöffnet

16.45 Uhr: Am kommenden Donnerstag, 7. Mai, werden die 710 Spiel- und Bolzplätze in Köln definitiv wieder öffnen. Das hat die Stadtverwaltung bestätigt. Die NRW-Landesregierung hatte den Termin am 7. Mai als möglichen Tag der Wiedereröffnung genannt, jedoch bislang unter einem gewissen Vorbehalt. Nun gibt Köln für seine Spielareale grünes Licht. Die Plätze würden „den Familien als Möglichkeit angeboten, den Bewegungsradius zu erweitern – auf eigene Verantwortung“, sagt die Stadt. Was es bei der Nutzung der Spielplätze für Eltern und Kinder zu beachten gibt, darüber informieren am Mittwoch Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Schul- und Jugenddezernent Robert Voigtsberger.

Die meisten Kölner Museen sind wieder geöffnet

11.30 Uhr: Nach rund sieben Wochen öffnen heute die meisten städtischen Museen sowie das Schokoladenmuseum wieder für Besucher. Allerdings gelten genaue Hygienevorschriften, etwa eine Schutzmaskenpflicht während des gesamten Besuchs. Außerdem werden die Besucherzahlen streng reglementiert. Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach freut sich über die Öffnung: „In diesen schwierigen Zeiten kommt der Kultur eine wichtige Rolle zu.“

Nicht geöffnet ist etwa das Rautenstrauch-Joest-Museum in der Kölner Innenstadt, da sich in den Räumlichkeiten eines der drei Infektionsschutzzentren befindet.

www.museen.koeln

  • Montag, 4. Mai

Kölner Seniorenvertretung will Besuchszonen in Pflegeheimen

18.25 Uhr: Die Seniorenvertretung der Innenstadt schlägt vor, Besuchszonen in Alten- und Pflegeheimen einzurichten. In diesen Bereichen könnten die Bewohner der Einrichtungen Besucher empfangen, ohne ihnen körperlich zu nahe zu kommen und sich schlimmstenfalls mit dem Coronavirus zu infizieren. Durch einen transparenten Schutz könne man sich sehen und miteinander sprechen.

Alle Heime in der Innenstadt verfügten über entsprechend große Eingangs- oder Besucherbereiche, in denen man mit begrenztem Aufwand solche Besucherzonen einrichten könnte. „Sie ersetzen zwar nicht den körperlichen Kontakt“, sagt Seniorenvertreter Karl-Heinz Pasch, „sind jedoch ein Schritt hin zu einer Normalisierung auch für die Heimbewohner.“

Die Seniorenvertretung greife einen Vorschlag auf, den Christiane Woopen (Uni Köln und Mitglied des Deutschen Ethikrats) in den vergangenen Tagen gemacht hatte. „Das Problem der Vereinsamung älterer Menschen ist nicht von der Hand zu weisen“, sagte Pasch weiter. „Wenn hier nicht bald praktikable Lösungen gefunden werden, entstehen gewaltige soziale Kosten.“ Videokonferenzen und Telefonate könnten nicht den persönlichen Kontakt ersetzen.

Bußgeld bei Verstoß gegen Mundschutz-Pflicht

17.45 Uhr: Das Kölner Ordnungsamt hat in der vergangenen Woche – vom 27. April bis zum 3. Mai – aufgrund von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung 350 Verfahren eingeleitet (Vorwoche 528 Verstöße). Darunter waren 244 Verstöße gegen das Kontaktverbot sowie 33 Verstöße gegen Abstands- und Hygieneregeln im Einzelhandel.

Wer in Geschäften, auf Wochenmärkten und bei der Fahrt mit Bus und Bahn ohne die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs ist, muss ab sofort mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro rechnen. Das Ordnungsamt ahndet Verstöße. Die Stadt bittet die Bürger zudem, auch bei Behördengängen Mund und Nase zu bedecken.  

Tierhäuser und Aquarium des Zoos bleiben geschlossen

17.30 Uhr: Wenn der Zoo am Dienstag wieder öffnet, sind nur die Außenbereiche zugänglich. Alle Tierhäuser und das Aquarium bleiben weiterhin geschlossen. Zudem finden keine öffentlichen Fütterungen, Gruppenführungen, Kindergeburtstage und andere Veranstaltungen statt. Als Grund nannte der Zoo die aktuellen Corona-Sicherheitsbestimmungen. Der Spielplatz öffnet nach Angaben des Tierparks am kommenden Donnerstag.

Der Zoo lässt maximal 3300 Menschen gleichzeitig auf das Gelände. Zutritt gibt es nur mit einer gültigen Eintrittskarte und einem zusätzlichen, kostenlosen „Reservierungsticket“, das über die Homepage des Zoos erhältlich ist. Das gilt auch für Jahreskarteninhaber. So will der Zoo die Besucherströme besser steuern. Der Zugang ist ausschließlich über den Haupteingang möglich.

130 Kölner aktuell an Coronavirus erkrankt

16.50 Uhr: In Köln gibt es derzeit offiziell 130 Personen, die am Coronavirus erkrankt sind. Die Stadt bestätigte am Montag den 2330. Fall – das sind fünf Fälle mehr als am Vortag. 2108 Kölner (Vortag: 2098) wurden bereits als geheilt wieder aus der Quarantäne entlassen.

68 der aktuell Infizierten befinden sich im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 51 davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle bleibt weiterhin konstant. Bislang sind 92 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Stadt Köln bereitet sich auf Öffnung der Spielplätze vor

16.30 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Köln wird sich bei seiner nächsten Zusammenkunft am Dienstagmittag unter anderem mit der Öffnung der Spielplätze beschäftigen. Die Landesregierung hatte vorige Woche angekündigt, die von vielen Kindern und Eltern herbeigesehnte Nutzung der Plätze ab kommendem Donnerstag wieder zu erlauben. Die Stadtverwaltung hat indes nach Worten einer Sprecherin bislang noch keine definitive Zusage aus Düsseldorf, dass die rund 700 Kölner Spielplätze wieder öffnen dürfen und zu welchen Bedingungen das erfolgen soll.

Es sei zum Beispiel kaum möglich, an jedes Klettergerüst und jede Rutsche einen städtischen Bediensteten zu stellen, der die Einhaltung der Abstandsregeln überwache, hieß es. Trotz der noch unklaren Lage habe die Stadt dennoch begonnen, sich auf eine mögliche Öffnung am Donnerstag vorzubereiten.

Kölner Ultras unterstützen Hilfsangebot der Kirche

14 Uhr: Bei der Essensausgabe für Obdachlose am Kölner Priesterseminar wird die Kirche ab sofort von Kölner Ultras unterstützt. Mitglieder der Gruppierungen „Wilde Horde“ und „Coloniacs“, die sonst den 1. FC Köln unterstützen, haben sich bereiterklärt, bei der Aktion mitzumachen.

Erzbischhof Rainer Maria Woelki bedankte sich via Facebook für die Hilfsbereitschaft der Fans: „Wir teilen nicht nur die Liebe zum FC, sondern auch zu denen, die von der Gesellschaft abgehängt werden“, schrieb der 63-Jährige in einem Beitrag.

St. Elisabeth-Krankenhaus zum normalen OP-Betrieb zurückkehrt

12.10 Uhr: Das St. Elisabeth-Krankenhaus ist wieder zum normalen OP-Betrieb zurückkehrt. Auch in allen ambulanten, stationären und diagnostischen Bereichen werden die Patienten wieder wie gewohnt versorgt.

In den vergangenen Wochen wurden nur dringliche, aus gesundheitlichen Gründen nicht verschiebbare Operationen und Behandlungen durchgeführt, um möglichst viele Covid-19-Patienten aufnehmen und behandeln zu können. Die Intensivbetten wurden in dieser Zeit nahezu verdoppelt. Nun sind diese Extraarbeiten abgeschlossen. „Sollte eine weitere Infektionswelle kommen, ist das Haus auch dafür gut vorbereitet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses.

Damit die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter trotz des Virus gewährleistet ist und eine Ausbreitung minimiert wird, bittet das Krankenhaus alle Patienten, einen eigenen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen und zu tragen. Zusätzlich werden alle stationären Patienten auf das Coronavirus getestet. Besuche von Angehörigen sind weiterhin nicht möglich. Nur in Ausnahmefällen, die mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden müssen, sind Besuche erlaubt. Werdende Mütter dürfen bei der Geburt von einer Person, die symptomfrei ist, begleitet werden.

  • Sonntag, 3. Mai

Zoo und Museen öffnen wieder

Am kommenden Dienstag öffnet der Kölner Zoo nach einer langen Pause erstmals wieder für Besucher. Auch die städtischen Museen können wieder besucht werden. Hier lesen Sie alles zu den Wiedereröffnungen.

Noch 135 Erkrankte in Köln – 2.325 bestätigte Fälle

15.30 Uhr: Auf dem Gebiet der Stadt Köln gibt es am Sonntag, 3. Mai, insgesamt 2.325 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das sind zwei mehr als am Vortag. Das gab die Stadt Köln bekannt. Derzeit befinden sich 67 Personen im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, gestern waren es noch 76. 49 von diesen Patienten befinden sich auf der Intensivstation.

Aktuell sind noch 135 Kölner an dem Coronavirus erkrankt. Seit gestern wurde kein weiterer Todesfall gemeldet, damit sind bislang 92 Menschen in Köln gestorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Erster Gottesdienst im Kölner Dom

10.40 Uhr: Im Kölner Dom hat am Sonntag der erste öffentliche Gottesdienst seit dem 14. März stattgefunden. In den vergangenen Wochen habe man sich mit der Übertragung von Gottesdiensten im Internet beholfen, sagte Kardinal Rainer Maria Woelki zur Begrüßung. „Viele haben einfach als Corona-Engel gearbeitet und alte und gefährdete Menschen im Blick gehabt.“ Es sei schön, jetzt auch wieder gemeinsam die heilige Messe feiern zu können.

Es galten zahlreiche Schutzbestimmungen gegen eine Verbreitung des Coronavirus. Zugelassen waren lediglich 122 Teilnehmer, die im Abstand von zwei Metern in den Kirchenbänken saßen. Aufgeklebte Punkte auf dem Boden wiesen den Gläubigen den Weg durch die Kathedrale. Auf gemeinsamen Gesang wurde verzichtet.

  • Samstag, 2. Mai

Infiziertenzahl steigt nur noch leicht – Zwei weitere Todesfälle

16.40 Uhr: Zwei weitere Kölner sind in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die beiden am Coronavirus infizierten Patienten starben am 1. Mai, teilte die Stadt am Samstag mit. Beide hatten Vorerkrankungen: Ein 71-Jähriger starb auf der Intensivstation eines Kölner Krankenhauses. Er hatte unter Bluthochdruck gelitten. Auch eine 54-Jährige, die eine Schilddrüsenüberfunktion und eine Vorerkrankung des Gefäßsystems hatte, starb auf einer Kölner Intensivstation. Damit sind bislang 92 Kölner gestorben, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren.

Aktuell sind noch 138 Kölner mit dem Coronavirus erkrankt. 76 (Vortag: 71) befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 49 (Vortag: 45) auf der Intensivstation.

Die Stadt meldete am Samstag den insgesamt 2322 bestätigten Corona-Fall – das sind fünf mehr als am Vortag. 2092 davon gelten als genesen.

  • Freitag, 1. Mai

Stadt Köln bestätigt 23 neue Corona-Fälle

17.45 Uhr: Offiziell sind aktuell 143 Kölner am Coronavirus erkrankt. Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Freitag den insgesamt 2317. Corona-Fall in Köln – das sind 23 Fälle mehr als am Vortag. Als geheilt gelten derzeit 2084 Personen. Sie alle wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen.

71 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 45 davon auf der Intensivstation. 

Seit Donnerstagnachmittag hat es keine weiteren Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gegeben. Bislang sind 90 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, in Köln gestorben.

Uni-Stiftung unterstützt Kölner Studenten

16.02 Uhr: Die Universitätsstiftung hat die finanziellen Hilfen für Studenten in der Corona-Krise verdoppelt. Nachdem bereits 200.000 Euro an 250 Studenten der Uni ausgezahlt wurden, werden nun erneut 200.000 Euro ausgezahlt. Zudem hat das Netzwerk Köln-Alumni 29.000 Euro an Spenden gesammelt. Insgesamt kann die Hochschule nun 536 Studenten finanziell unterstützen. Mehr als 900 Studenten hatten einen Antrag auf die Überbrückungshilfe eingereicht.

„Wir freuen uns, dass wir durch gemeinsame Anstrengungen jetzt mehr als doppelt so viele Anträge berücksichtigen können“, sagte Uni-Rektor Axel Freimuth. „Unser Ziel ist es aber, möglichst alle der eingegangenen Anträge auf Überbrückungshilfe bedienen zu können.“ Weitere Spenden seien daher erwünscht. Das Studierendenwerk informierte, dass die Einrichtung ebenfalls einen Notfallfonds über 100.000 Euro für Studenten eingerichtet habe. Hintergrund ist, dass viele Studenten durch die Pandemie ihren Nebenjob verloren haben.

Das Spendenkonto der Uni lautet: Stiftung Studium und Lehre, Sparkasse KölnBonn, IBAN: DE21 3705 0198 1902 2366 76, BIC: COLSDE33XXX, Verwendungszweck: Überbrückungshilfe  

Führerscheinprüfungen ab Montag wieder möglich

15.20 Uhr: Nach der wochenlangen Coronapause werden ab Montag wieder Führerscheinprüfungen in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Das gab der TÜV Rheinland am Freitag bekannt. So können die Prüfungen zunächst nur in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Mönchengladbach, Neuss und Wuppertal abgelegt werden, ab dem 11. Mai auch in weiteren Städten im südlichen Teil des Bundeslandes.

Um den Sicherheitsabstand einzuhalten, werden bei der theoretischen Prüfung weniger Teilnehmer zugelassen als bisher. Dennoch gilt bei der theoretischen und der praktischen Prüfung eine Maskenpflicht, heißt es weiter.

Erster Corona-Fall in Kölner Flüchtlingsunterkunft

12.20 Uhr: Laut Aussage von Stadtsprecher Alexander Vogel ist ein Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Herkulesstraße positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun sollen auch alle anderen der 290 Bewohner noch heute getestet werden.

  • Donnerstag, 30. April

17 Kundgebungen in Köln am 1. Mai

18.30 Uhr: Am 1. Mai werden auf Kölner Stadtgebiet 17 Kundgebungen stattfinden. Im Vorfeld seien insgesamt 25 Kundgebung angemeldet worden, davon seien acht abgelehnt, von den Veranstaltern zurückgezogen, zu spät beantragt oder verschoben worden. Wo genau die Kundgebungen stattfinden, dazu gab es am Donnerstag zunächst keine Angaben.

Versammlungen unterliegen strengen Auflagen

17.45 Uhr: Die Polizei hatte jedoch am Mittwoch die Orte Domplatte, Roncalliplatz, Deutzer Werft, Heumarkt, Kapellenstraße, Weyertal, Kerpener Straße, Hans-Böckler-Platz, Gudrunstraße, Kalk Post und Ottoplatz genannt.

Zu den Anmeldern teilte die Stadt auf Anfrage mit, sie kämen „aus dem klassischen Bereich derer, die auch in den vergangenen Jahren Kundgebungen zum 1. Mai angemeldet haben (Gewerkschaften, Politik), aber auch von bestimmten Berufsgruppen“. Die Kundgebungen unterliegen strengen Auflagen wegen der Corona-Pandemie. Es dürfen maximal 20 Personen teilnehmen, die den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten müssen.

Sollten Teilnehmer gegen die Bestimmungen verstoßen, werde die Polizei die betreffende Kundgebung sofort auflösen, sagte ein Sprecher der Stadt Köln.

Gottesdienste im Kölner Dom zeitnah wieder möglich

17.24 Uhr: Ab dem 4. Mai werden im Kölner Dom wieder Gottesdienste gefeiert.  Dies war aufgrund der Corona-Pandemie seit dem 15. März nicht mehr möglich. Im Dom werden ab zu folgenden Zeiten Gottesdienste gefeiert:

  • Werktags: 6.30 Uhr, 8 Uhr, 10 Uhr, 18.30 Uhr (erst ab dem 11.5 öffentlich besuchbar)
  • Sonntags: 7 Uhr, 8.30 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr

Wer ab dem 10. Mai an den Sonntagsgottesdiensten oder an den Gottesdiensten werktags um 18.30 Uhr teilnehmen möchte, kann sich ab Mittwoch, dem 6. Mai kostenlose Zugangskarten sichern. Sie sind nicht übertragbar. 

Die Morgengottesdienste werktags im Kölner Dom können ab dem 4. Mai wieder ohne Voranmeldung besucht werden. Auch hier gilt allerdings die maximale Besucherzahl von 122 Personen, nach der wir den Einlass unterbrechen müssen. Die Daten aller Besucher werden erfasst, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. 

Stadt Köln bestätigt weiteren Todesfall

16.16 Uhr: In Köln ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Das teilte die Stadt am Donnerstagnachmittag mit. Dabei handelt es sich um eine 94-jährige Frau mit mehreren Vorerkrankungen. Somit sind in Köln bislang 90 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben.

Zudem gibt es in der Stadt offiziell 17 weitere Corona-Fälle. Die Zahl ist seit Mittwoch von 2277 auf 2294 gestiegen. 72 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 50 auf der Intensivstation. 2.093 Kölner wurden bereits aus der Quarantäne entlassen. 111 Personen sind laut Stadt aktuell erkrankt.

Uniklinik ruft Kölner auf, sich auf Corona testen zu lassen

15.50 Uhr: Die Uniklinik ruft die Kölner dazu auf, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Dr. Clara Lehmann, Leiterin des Infektionsschutzzentrums an der Uniklinik, appelliert an die Bevölkerung: „Viele denken wegen der niedrigen Infektionszahlen, dass wir über den Berg sind. Aber das sind wir nicht.“ Die Lage am Infektionsschutzzentrum hat sich grundlegend geändert – im Gegensatz zu noch vor wenigen Wochen sind jede Menge Kapazitäten frei. Dennoch müsse man sich auf Wartezeiten bis zu zwei Stunden einstellen, da eine Terminplanung online aktuell nicht möglich sei. Hier lesen Sie mehr

KVB öffnet nach und nach wieder die Kunden-Center

13.37 Uhr: Die KVB wird ihre Kunden-Center in Köln in den kommenden Wochen nach und nach wieder öffnen. Die Einrichtung am Wiener Platz soll als erste ab dem 4. Mai wieder geöffnet werden. Die anderen vier Einrichtungen am Chlodwigplatz, in Ehrenfeld, am Neumarkt und im Westforum sollen im Wochenrhythmus folgen. Die Kunden-Center waren seit dem 17. März geschlossen. 

Das Kunden-Center am Wiener Platz ist montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. 

Viele Versammlungen für 1.Mai in Köln angemeldet

12.12 Uhr: Der Kölner Polizei lagen am vergangenen Mittwoch 20 Versammlungsanmeldungen vor, bei denen nun die Ausnahmegenehmigungen der Stadt geprüft wird. Außerdem werden aktuell Kooperationsgespräche mit dem jeweiligen Anmelder der Versammlung geführt.

Die bisher angemeldeten Versammlungen sollen an folgenden Orten in der Stadt stattfinden: Domplatte, Roncalliplatz, Deutzer Werft, Heumarkt, Kapellenstraße, Weyertal, Kerpener Straße, Hans-Böckler-Platz, Gudrunstraße, Kalk Post, Ottoplatz sowie auf dem Berliner Platz in Leverkusen.

Nach den ersten Lockerungen der Corona-Schutz-Verordnung seit dem 20. April 2020, hat die Polizei Köln bereits 16 Versammlungsanmeldungen mit Ausnahmegenehmigungen der Stadt Köln bestätigt und die Durchführung geschützt.

Kölner Forscher haben womöglich Mittel gegen Corona entwickelt

10.30 Uhr: Gibt es Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus? Professor Dr. Gerd Fätkenheuer, Infektiologe an der Uniklinik Köln, sagt: „Es spricht im Moment vieles sehr stark dafür, dass wir tatsächlich ein Mittel haben werden, das wirksam gegen das Virus ist“. Lesen Sie hier mehr zu dem Wirkstoff Remdesivir.

  • Mittwoch, 29. April

Hilfe aus Notfallfonds für Kölner Studenten

18.45 Uhr: Drei Viertel aller Kölner Studenten finanzieren sich unter anderem mit Hilfe eines Nebenjobs. In der Corona-Pandemie müssen aber viele von ihnen auf Job und Einkünfte verzichten. Schnelle Hilfe tut Not. Daher hat das Kölner Studierendenwerk einen Notfallfonds aufgelegt, der mit 100.000 Euro ausgestattet ist, teilte der Leiter des Werks, Jörg Schmitz, am Mittwoch mit. In Notlagen könne eine Einmalzahlung in Höhe von 800 Euro gewährt werden.

Mitarbeiterin Filiz Akcay berichtete, dass täglich verzweifelte Studenten anriefen, die entweder keinen Job mehr hätten oder deren Eltern sich in finanziellen Schwierigkeiten befänden und daher die studierenden Kindern nicht unterstützen könnten. Besonders internationale Hochschüler seien betroffen. Diese haben ohnehin keinen Anspruch auf Bafög.

Die Nachfrage nach Bafög sei ausgesprochen hoch, sagte Santino Calanni, stellvertretender Leiter der Studienfinanzierung des Studierendenwerks. „Die Studenten rennen uns die Bude ein.“ Calanni macht darauf aufmerksam, dass auch Studenten, die bislang kein Bafög erhielten, nun Chancen hätten, wenn sie oder ihre Eltern plötzlich weniger verdienten. Und wer keinerlei Ansprüche auf Bafög habe, könne ein zinsfreies Darlehen des Studierendenwerks (Daka) erhalten.

Vertreter der Studierenden fordern seit Wochen einen Notfallfonds, der ähnlich wie der für Solo-Selbstständige wirken soll. Derzeit scheinen sich Bund und Länder aber nur auf Kredite für Studenten zu verständigen. Jörg Schmitz kritisierte: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden, wie wir von Bund und Land unterstützt werden.“

www.kstw.de/corona

Kunstaktion für Kölner Stammkneipen

17.10 Uhr: Kunstvolle Fotos gegen die Krise: Um den existenzgefährdeten Gastronomen zu helfen, startet die Kölner Kunst-Plattform „Blacklemon Club“ gemeinsam mit Fotografen ein Benefiz-Projekt. Sie erstellen Fotos von ihrem Lieblingscafé oder ihrer Stammkneipe in einer limitierten Serie. Diese Bilder kann man dann ab Samstag online (www.blacklemon.club) in zwei verschiedenen Größen (30x20 und 60x40 cm) eine Woche lang erwerben. Der Verkaufspreis liegt zwischen 25 und 50 Euro. 

Gruenfeld©benhammer © Ben Hammer Gruenfeld©benhammer

Während 50 Prozent aller Einnahmen gleichmäßig auf die Lokale verteilt werden, sollen die restlichen 50 Prozent je nach Verkaufszahlen direkt an die einzelnen Lokale gehen. „Weder die Fotografen noch wir werden daran verdienen. Wir beide sind in Köln ansässig und große Fans der Kölner Cafe-, Bar- und Clubszene, die gerade mit am meisten leidet“, sagt Rafael Hautumm, Mitgründer der Online-Galerie. Die teilnehmenden Fotografen und Lokale: Ben Hammer (Grünfeld), Lena Heckl (Kaffeesaurus), Moritz Schinn (Rosebud) und Lukas Piel (Joode Lade).

Realschülerin positiv getestet – mögliche Ausdehnung der Tests

16.33 Uhr: Aktuell ist eine Schülerin einer zehnten Klasse der Henry-Ford-Realschule in Köln-Chorweiler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie besuchte am vergangenen Donnerstag die Schule. In dem Unterrichtsraum befanden sich zehn Schüler und drei Lehrer. Die Schülerin erkrankte am Sonntag und wurde am gleichen Tag getestet. Da durch die Ermittlungen nicht sicher nachvollziehbar war, mit welchen Personen im Klassenraum sie direkten Kontakt hatte, wurde für alle eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet. Weitere Kontakte zu anderen Schülerinnen und Schülern oder Lehrern hat es nach aktuellem Ermittlungsstand nicht gegeben.

Unterdessen hat die Berufsfeuerwehr dem städtischen Krisenstab erste Überlegungen zu einer Ausdehnung der Tests auf weitere Berufsgruppen und Einsatzfelder vorgestellt, auch in Richtung Schulen. Dazu werden aktuell weitere Gespräche geführt.

Stadt Köln bestätigt zwei weitere Todesopfer

16.25 Uhr: In Köln sind zwei weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Dabei handle es sich um eine 56 Jahre alte Frau mit mehreren Vorerkrankungen und einen 73 Jahre alten Mann. Zu Letzteren sind keine weiteren Informationen bekannt. Somit sind in Köln bislang 89 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben.

Zudem gibt es in der Stadt offiziell zehn weitere Corona-Fälle. Die Zahl ist seit Dienstag von 2267 auf 2277 gestiegen. Mehr als 2000 Kölner gelten bereits wieder als geheilt und wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen. 158 Personen sind laut Stadt aktuell erkrankt.

82 der Infizierten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 53 davon auf der Intensivstation.

Zahl der Todesfälle in Maternus Seniorencentrum gestiegen

15.50 Uhr: Im Maternus Seniorencentrum in Rodenkirchen sind inzwischen 23 Menschen mit Covid-19-Infektion gestorben. Das erfuhren „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „WDR“ aus verschiedenen Quellen im direkten Umfeld des Heims. Das Alten- und Pflegeheim im Zentrum von Rodenkirchen, in dem Menschen aus dem Pflegebereich und dem Betreuten Wohnen in einem Haus untergebracht sind, war eines der ersten in Köln, in denen das Coronavirus ausbrach. Noch nachdem der erste Fall aufgetreten war, soll es in der Einrichtung dem Vernehmen nach einen großen Mangel an Masken gegeben haben. Bezirksbürgermeister Mike Homann hatte zwischenzeitlich über private Kontakte Masken für die Einrichtung organisiert.

Am 16. April hatte der Betreiber des Heims, die Cura GmbH aus Berlin, mitgeteilt, die Lage habe sich „stabilisiert“, man werde daher keine Zahlen zu Verstorbenen und Infizierten mehr veröffentlichen, sondern diese lediglich der Stadt Köln mitteilen. Zuvor hatte der Betreiber täglich aktuelle Zahlen veröffentlicht. Bis zur Einstellung der Kommunikation Mitte April waren 16 Bewohner mit einer Coronainfektion in dem Heim verstorben, mehr als 40 waren infiziert.

Am Mittwoch sagte eine Sprecherin von Cura dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Die Mitarbeiter freuen sich, dass in der Einrichtung inzwischen wieder Normalität herrscht.“ Die Lage habe sich „normalisiert“, da es „keine weiteren Infizierten“ gebe und „inzwischen weitere Bewohner genesen“ seien. Das Personal müsse sich auf seine tägliche Arbeit konzentrieren. Anfragen für Interviews mit dem Einrichtungsleiter werden seit Wochen abgelehnt. „Wir werden nach der Corona-Krise eine Pressemitteilung dazu veröffentlichen“, sagte die Sprecherin. Die Stadt verweist auf den Datenschutz und teilt mit, keine Zahlen zu einzelnen Heimen bekannt zu geben. 

Klassik für die Kölner Uniklinik in der Corona-Krise

15 Uhr: Die Botschaft: Anerkennung und Optimismus spenden. Das Medium: Klassische Musik. Ein Quartett des Hornisten-Ensembles des Kölner Gürzenich-Orchesters hat am Mittwochnachmittag an drei Standorten auf dem Gelände der Uniklinik Köln Kurzkonzerte für Mitarbeiter und Patienten dargeboten. Vor dem Infektionsschutzzentrum sowie vor der Orthopädie, zunächst aber im Lichthof der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Kerpener Straße spielten die vier Musiker Jörn Köster, Johannes Schuster, Markus Wittgens und Egon Hellrung mehrere Stücke. Darunter die Variation eines luxemburgischen Volksliedes, einen Auszug der Oper „Der Freischütz“ sowie das Weihelied aus Mozarts „Die Zauberflöte“ – sie hallten die Fassade des hohen Klinikgebäudes empor und verleiteten zahlreiche der etwa 90 Mitarbeiter und ebenso vielen Patienten des Hauses dazu, die Zimmerfenster zu öffnen. 

29042020_AR_Guerzenich_01_FOS1-2neu © Alexander Roll 29042020_AR_Guerzenich_01_FOS1-2neu

„Musik ist soziale Nähe“, begründet der künstlerische Programmplaner Patrick Hahn die künstlerische Initiative. „Es ist allen Mitgliedern des Orchesters ein Bedürfnis, ihre Musik gerade in diesen entbehrungsreichen Zeiten in die Stadt hinaus zu tragen.“ Auch die Orchester-Ensembles leiden derzeit unter den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, wie Musiker Köster erläutert. „Gemeinsame Proben sind derzeit nicht möglich. Mit Auftritten wie hier oder in Senioren- und Pflegeheimen versuchen wir so gut es geht, unter möglichen Umständen den Menschen unsere Musik zu präsentieren“, so der Hornist. 

Am Donnerstag plant darum etwa ein Streicherquartett des Orchesters drei weitere Kurskonzerte an weiteren Stationen auf dem Kölner Klinik-Campus. Professor Peter Mallmann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums, bedankte sich im Namen der Belegschaft sowie der Patientinnen bei den Musikern des Gürzenich-Orchesters: „Es ist ein wunderbares Zeichen, dass Sie mit Ihrer Kunst zu uns kommen“, sagte er. „Wir hoffen sehr, dass es nicht mehr all zu lang dauert, bis wir dafür auch wieder zu Ihnen kommen können.“

  • Dienstag, 28. April

Demo für dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen

17.45 Uhr: In einer angemeldeten Mini-Kundgebung haben 15 Teilnehmerinnen für die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Köln demonstriert. „Wir fordern die Landesregierung auf, die Menschen adäquat unterzubringen“, sagte eine Demonstrationsteilnehmerin. Das könne in Hotels oder Herbergen sein.

28042020_AgisraDemo_03 © Martina Goyert 28042020_AgisraDemo_03

Die Flüchtlingsfamilien seien in den Aufnahmeeinrichtungen „auf engstem Raum zusammengepfercht.“ Die Maßnahmen, die für alle zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus gelten, seien dort nicht einzuhalten. Unterstützt wurde die Kundgebung am Bayenthaler Rheinufer von der Frauenorganisation Agisra. Polizei und Ordnungsamt kontrollierten, dass die Teilnehmerinnen Hygieneabstände einhielten.

Stadt Köln berät über Öffnung von Spielplätzen

17 Uhr: Eine mögliche Öffnung der Spielplätze wird am morgigen Mittwoch Thema im Krisenstab der Stadt sein. Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte sich gegenüber dieser Zeitung für eine Wiedereröffnung der Spielplätze ausgesprochen. Voraussetzung sei jedoch eine „verantwortliche Aufsicht“.

Diese Aufgabe könnten zum Beispiel Verwaltungsmitarbeiter aus Bereichen übernehmen, in denen vorübergehend weniger Arbeit anfällt. Auch Ehrenamtliche sind laut Stamp denkbar. Man berate darüber gerade mit Vertretern der Kinder- und Jugendarbeit sowie den einzelnen Kommunen.

Ob eine Öffnung der Spielplätze auch für Köln in Frage kommt, konnte das Presseamt nicht beantworten. Vom Familienminister liege jenseits des Interviews mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ noch keine offizielle Stellungnahme vor, so ein Sprecher. Man wolle über eine mögliche Wiedereröffnung der Spielplätze aber morgen im Krisenstab der Stadt beraten.

Die Landesregierung hatte am 17. März neben anderen Einschränkungen beschlossen, dass Spiel- und Bolzplätze nicht mehr genutzt werden dürfen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte noch kurz zuvor gesagt, das könne man Kindern zum Beispiel in kleinen Mietwohnungen nicht antun.

Joachim Stamp betonte jetzt gegenüber dem WDR, die Situation von Familien mit Kindern sei bislang in der Debatte „zu kurz gekommen“. 

Stadt Köln meldet zwei weitere Todesopfer

16.15 Uhr: Die Stadt hat aktuell (Stand Dienstag, 15.30 Uhr) den 2267. bestätigten Corona-Fall gemeldet, das sind acht mehr als am Vortag. Zwei weitere mit dem Coronavirus infizierte Patienten sind verstorben: ein 83-Jähriger und eine 88-Jährige mit diversen Vorerkrankungen. Bislang sind damit 87 Kölner, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

1989 (Vortag 1981) Patienten konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Aktuell sind damit noch 191 Kölner am Coronavirus erkrankt. 82 davon (Vortag 99) befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 53 (Vortag 62) auf der Intensivstation. Dabei handelt es sich um die Menschen, die schwerere Krankheitsverläufe erleiden und oft mehrere Wochen in der Klinik behandelt werden müssen.

Summerjam wird 2021 nachgeholt – mit denselben Künstlern

16 Uhr: Aufgrund der Entscheidung, dass Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie bis Ende August verboten sind, haben die Veranstalter das Reggae-Festival Summerjam im Sommer abgesagt. Doch nun steht der neue Termin für kommendes Jahr fest: Vom 2.-4. Juli 2021, wird das 35. Summerjam-Festival am Fühlinger See nachgeholt. Und das Line-up der Bands dürfte so aussehen, wie es für dieses Jahr geplant war: mit Sean Paul, Shaggy, Gentleman, Trettmann, Patrice, Milky Chance und vielen anderen. Alle Künstler bis auf einen haben bereits zugesagt.

Ticketinhaber für dieses Jahr werden persönlich benachrichtigt, wie es weitergeht. Für diejenigen, die noch kein Ticket haben und im kommenden Jahr dabei sein möchten, startet der offizielle Vorverkauf ab Mittwoch, 29. April.

OB Reker wendet sich an Hendrik Wüst

12.05 Uhr: In einem Brief an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bittet die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Rekerdarum, die Möglichkeit zu schaffen, die Radwegbenutzungspflicht in der Stadt aufheben zu können.

Ziel einer solchen Maßnahme sei es, die Verkehrsverhältnisse auf den Radwegen in Zeiten der Corona-Krise entzerren zu können. „Um auf allen Fahrbahnen, die dann von Radfahrenden mitgenutzt werden können, sichere Verkehrsverhältnisse zu schaffen, müsste ebenfalls temporär die Höchstgeschwindigkeit innerhalb der geschlossenen Ortschaft grundsätzlich und ohne Anpassung der Beschilderung auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden“, schreibt die Oberbürgermeisterin dem Verkehrsminister.

Seit Beginn der Corona-Krise ist der Autoverkehr in Köln laut Stadt um 50 Prozent zurückgegangen, der Radverkehr hat um fünf Prozent zugenommen. „Wir müssen mehr für die Sicherheit der zu Fuß Gehenden und Radfahrenden tun“, sagt Reker. 

  • Montag, 27. April

Nachholtermin für Kasalla-Konzert im Stadion gefunden

18.12 Uhr: Für das Konzert der Kölner Band Kasalla, das am 13. Juni um Rhein-Energie-Stadion stattfinden sollte, ist ein Nachholtermin gefunden worden. Die Musiker werden ihren zehnten Bandgeburtstag am 2. Juli 2021 feiern – ebenfalls im Rhein-Energie-Stadion. „Wir sind alle so erleichtert, dass unser Traum lebt“, so Kasalla bei Facebook, „wir freuen uns über alle Maßen!“

Der Band sei klar, dass eine Verschiebung auch immer Fragen mit sich bringt, und bittet um Geduld: „Wir können im Moment noch nicht reagieren und müssen aktuell auf einen Erlass zur offiziellen Regelung warten“. Doch eine wichtige Info gibt es schon jetzt: Alle bereits erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Vermummt mit KVB-Bussen und Bahnen durch Köln

17:50 Uhr: Die Kunden der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) müssen seit Montag in den Bussen und Bahnen eine Maske oder einen einfachen Mund-Nase-Schutz tragen. Alternativ ist es auch zulässig, das Gesicht mit einem Schal oder einem Tuch zu bedecken. Wie schon am vergangenen Donnerstag und Freitag, haben KVB-Mitarbeiter auch am Montag in den Fahrzeugen einfache Mund-Nase-Schutz-Masken und Postkarten mit Verhaltenshinweisen verteilt.

20200427masken_kvb18 © Michael Bause 20200427masken_kvb18

Fahrgäste, die sich nicht an die Tragepflicht halten, werden zunächst lediglich auf diese hingewiesen und nicht aufgefordert, Bus und Bahn zu verlassen. Die KVB will aber notfalls die Polizei und das Ordnungsamt hinzuziehen, falls ein Kunde keine Einsicht zeigen sollte.

Notwendig ist die Tragepflicht für einen Mund-Nase-Schutz vor allem deshalb, weil die Fahrgäste den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Meter zu anderen Menschen aufgrund des beengten Raums in den Bussen und Bahnen nicht einhalten können. Die Fahrgäste sollen aber auch mit Maske nicht einander gegenüberstehen und im Fahrzeug nicht zu nahe beieinander sitzen und stehen.

Die KVB hat den regulären Fahrplan inzwischen bis auf wenige Ausnahmen wieder eingeführt. Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet das Unternehmen allerdings einen Rückgang an Fahrgästen um 75 Prozent, weil viele auf das Auto und das Rad umsteigen. 

Stadt Köln bestätigt ein weiteres Todesopfer

17.02 Uhr: In Köln ist seit Sonntagnachmittag eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Das teilte die Stadt am Montag mit. Dabei handle es sich um eine 54 Jahre alte Frau, die mehrfach chronisch vorerkrankt gewesen sein soll. Bislang sind damit insgesamt 85 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben.

Offiziell sind aktuell 193 Kölner am Virus erkrankt. Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Montag den insgesamt 2259. Corona-Fall in Köln – das sind sechs Fälle mehr als am Vortag. Als geheilt gelten derzeit 1981 Personen. Sie alle wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen.

99 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 62 davon auf der Intensivstation.

Kölner Oper und Schauspiel beenden vorzeitig Spielzeit

13.50 Uhr: Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist die Spielzeit der Kölner Oper sowie des Schauspiel Köln vorläufig beendet worden. Auch das städtische Gürzenich-Orchester wird vor dem Herbst nicht mehr spielen. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur vorläufig beendeten Spielzeit.

Maskenpflicht gilt auch auf den Polizeidienststellen

6 Uhr: Wer auf einer Polizeidienststelle eine Anzeige aufgeben will, muss seit Montag zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus eine Mund-Nasen-Abdeckung tragen. Das gilt auch für Menschen, die zu einer Vernehmung vorgeladen sind, teilte die Polizei mit. Wer selbst keine Schutzmaske dabei hat, wird auf den Wachen damit ausgestattet. Zum Infektionsschutz sind Vernehmungsräume im Präsidium nach höheren Hygienestandards ausgestattet worden. Einfache Besuche oder Beratungen auf den Wachen sind nach wie vor nicht möglich. Atemmasken sind seit Montag auch in Supermärkten, Bussen und Bahnen vorgeschrieben. 

  • Sonntag, 26. April

OB Reker drängt auf Kita-Entscheidung – April-Beiträge werden erstattet

15.55 Uhr: Gute Nachrichten für alle Eltern: Die Kita-Beiträge vom 16. März bis zum 19. April 2020 werden komplett erstattet. Das beschloss der Rat der Stadt Köln. Die Kosten dafür liegen bei ca. 2 Millionen Euro.

Da die Kitas weiterhin, bis auf die Notbetreuung, geschlossen sind, schlägt Oberbürgermeisterin Henriette Reker dem Rat nun per Dringlichkeitsentscheidung vor, auch die Beiträge für den restlichen April zu erstatten.

Oberbürgermeisterin Reker: „Durch die anhaltende Schließung der Kindertagesstätten stehen viele Eltern in Köln vor enormen Herausforderungen und dies nun schon seit vielen Wochen. Da ist es das Mindeste, dass wir ihnen die Beiträge für diese Zeit erstatten. Wir erstatten sie auch bisher den Eltern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen.“

Sollte die Entscheidung angenommen werden, hätte damit die Stadt Köln für die gesamte Laufzeit der bisherigen Schließung die Beiträge sämtlicher Kindereinrichtungen erstattet.

Wann die Kitas wieder öffnen, ist der Stadt Köln bisher nicht bekannt, gleichwohl bereiten das Jugendamt und die freien Träger alles für eine Öffnung vor.

„Zu Recht erwarten viele Eltern eine Information darüber, wann die Kindertagesstätten wieder öffnen. Die Herausforderungen sind groß und besonders Kinder in diesem Alter gehören unter Kinder. Daher sollte eine Öffnung der Kitas bald erfolgen“, so Oberbürgermeisterin Reker.

Keine weiteren Todesfälle in Köln

15.50 Uhr: Am Sonntagnachmittag gab die Stadt Köln bekannt, dass es insgesamt 2.253 Corona-Fälle in Köln gibt. Das sind acht mehr als am Samstag. 99 Patienten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 62 auf der Intensivstation. 1.964 Kölnerinnen und Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Seit Samstagnachmittag sind dem Gesundheitsamt keine weiteren verstorbenen an dem Corona-Virus erkrankten Personen gemeldet worden. Bislang sind damit 84 Kölner Bürgerinnen und Bürger an dem Corona-Virus gestorben. Aktuell sind noch 205 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt.

Menschen fühlen sich kontrolliert

12.49 Uhr: Der befürchtete Ansturm auf die wiedereröffneten Geschäfte in der Kölner Innenstadt blieb am Wochenende aus. Doch in den Einkaufszentren und auf dem Nippeser Marktplatz, wo nach den Lockerungen nicht mehr nur Lebensmittel gekauft werden können, ist es nicht so einfach wie in den innerstädtischen Fußgängerzonen, die Abstandsregeln einzuhalten. (Lesen Sie hier, wie die Kölner auf die neue Einkaufsrealität am Wochenende reagieren.)

  • Samstag, 25. April

Kölner Innenstadt: Massenandrang in den Einkaufsstraßen bleibt aus

Der von Skeptikern erwartete Massenandrang auf die Einkaufsstraßen der Kölner Innenstadt ist ausgeblieben. Am ersten Samstag nach der Lockerung der Regeln für den Einzelhandel waren auf der Schildergasse und der Hohe Straße nur wenige Menschen unterwegs. Vor einzelnen Geschäften bildeten sich kurze Schlangen, weil nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter Ladenfläche ins Geschäft gelassen wurden. Viele Läden waren leer. Sicherheitspersonal vor den Eingängen kontrollierte das Einhalten der Regeln. Nur eine Minderheit der Menschen, die in der Stadt unterwegs waren, trug bereits einen Schutz für Mund und Nase, wie er ab Montag beim Einkaufen vorgeschrieben ist.

Stadt bestätigt 2245 Fälle – zwei weitere Todesfälle

Die Stadt bestätigt am heutigen Samstag insgesamt 2245 Corona-Infektionen. Das sind elf mehr als am Vortag. 1954 Kölnerinnen und Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Seit Freitagnachmittag sind dem Gesundheitsamt zwei weitere verstorbene Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gemeldet worden: ein 79-Jähriger und ein 87-Jähriger, beide mit diversen Vorerkrankungen. Damit sind bislang 85 Personen in Köln, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben. Aktuell sind noch 206 Personen am Coronavirus erkrankt.

  • Freitag, 24. April

Polizeipräsident Jacob: „Einige eskalieren auf dünnem Eis“

Trotz Kontaktverbots hat sich am Donnerstagabend eine Gruppe von etwa 700 Personen am Rheinboulevard versammelt. Die meist jungen Menschen hätten so eng beieinander gesessen, dass ein Mindestabstand von zwei Metern nicht möglich gewesen sei, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Der rechtsrheinische Bereich um die Hohenzollernbrücke sei „voller Menschen“ gewesen, die etwa von 20 Uhr an in der Abendsonne „abhingen“. Ungefähr 60 Polizisten hätten im Rahmen ihrer Corona-Kontrollen die Ansammlung aufgelöst.

Die meisten der 700 Menschen seien davongelaufen. Trotzdem wurden einige Anzeigen angefertigt und Platzverweise ausgesprochen. „Einige eskalieren auf dünnem Eis. Hunderte Menschen, die die weiter geltenden Kontaktbeschränkungen ignorieren, riskieren, dass wir schnell einen Rückschlag erleben“, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob mit Verweis auf die ersten Lockerungen des Corona-Lockdowns. „Wir alle vermissen Familien, Freunde, Partys...Normalität. Deswegen heißt es jetzt umso mehr: Durchhalten!“, so Jacob weiter. Das Risiko für einen Rückschlag und eine wieder steigende Zahl von Infektionen sei noch zu groß für einen „Freifahrtschein“. „Wer sich etwa den Rheinboulevard anschaut, muss leider feststellen, dass es noch immer Menschen gibt, die nicht verstanden haben, dass wir noch nicht über den Berg sind“, sagte Stadtdirektor und Krisenstabschef Stephan Keller.

Am Deutzer Rheinufer haben sich in den vergangenen Wochen immer wieder größere Gruppen von Menschen versammelt, ohne Abstände einzuhalten. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren daher in dem Bereich verstärkt die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung. „Offensichtlich haben einige den Ernst der Lage schon vergessen oder noch nie realisiert. Bei allem Verständnis ist es leider noch nicht so weit, bei wundervollem Wetter die Zeit mit Freunden zu verbringen“, sagte der leitende Polizeidirektor Martin Lotz. Deswegen werde er die Beamten weiterhin in großer Zahl auf den Promenaden und in den Parks einsetzen, um die Einhaltung der Auflagen zu kontrollieren.

Stadt Köln bestätigt sechs weitere Todesfälle

In Köln sind seit Donnerstagnachmittag sechs weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Dabei handle es sich um einen 76-Jährigen, zwei 88-Jährige, einen 92-Jährigen, eine 97-Jährige und eine 94-Jährige, alle mit diversen Vorerkrankungen. Bislang sind damit insgesamt 83 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben.

Aktuell sind noch 229 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt. Die Stadt bestätigte am Freitag den insgesamt 2234. Corona-Fall in Köln – das sind neun Fälle mehr als am Vortag. 1.922 Bürger (Vortag 1885) konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

105 (Vortag 106) der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 69 (Vortag 72) davon auf der Intensivstation.

Maskenpflicht in Kölner Bussen und Bahnen ab Montag

Ab kommenden Montag (27.April) sind Schutzmasken in Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr in NRW Pflicht. Das heißt, dass auch die Fahrgäste in den Bahnen und Bussen der KVB eine Maske oder einen einfachen Mund-Nase-Schutz tragen müssen. Doch was haben Menschen zu befürchten, die trotz Pflicht keine Maske tragen? Laut KVB würden diese zwar vorerst nicht aus den Fahrzeugen verwiesen, man behalte sich aber vor das Hausrecht durchzusetzen – notfalls auch mit Unterstützung von Polizei und Ordnungsamt. 

Die KVB bittet ihre Fahrgäste, zusätzlich zur Maskenpflicht weitere Verhaltensregeln zu befolgen, um sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen:

  • wenn möglich auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten mit Bus und Bahn fahren
  • alle Türen zum Ein- und Ausstieg nutzen (bei den Bussen bleibt die vordere Tür weiterhin geschlossen)
  • auf ausreichenden Abstand zu aus- oder einsteigenden Fahrgästen achten
  • sich nicht von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen
  • Bus und Bahn ohne Fahrrad, E-Scooter etc. nutzen, um Platz für andere Fahrgäste zu schaffen

Protestaktion auf dem Roncalliplatz

Ein trister Anblick: Rund 500 leere, graue Stühle am Fuße des Kölner Doms sollten am Freitagmorgen auf die schwere Krise des Gastgewerbes aufmerksam machen. Hinter der Protestaktion steckt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband NRW (Dehoga).

24042020_AR_Demonstration_IG_Gastro_FOS1-8 © Alexander Roll 24042020_AR_Demonstration_IG_Gastro_FOS1-8

Zwar seien die gerade beschlossenen Zugeständnisse des Bundes, die eine Senkung der Mehrwertsteuer sowie die Aufstockung des Kurzarbeitergelds vorsehen, bereits gut, doch das reiche nicht: „Unsere Kernforderungen bleiben: wir wollen einen konkreten Fahrplan und ein Rettungspaket. Das Gastgewerbe kam in den Überlegungen der letzten Bundes-Pressekonferenz gar nicht vor“, so Christoph Becker, Geschäftsführer von Dehoga Nordrhein. Die Stühle hat kurzerhand die Lanxess-Arena zur Verfügung gestellt. 

„Parents for Future“ dürfen trotz Corona in Köln demonstrieren

Die Klimaschutz-Demo von „Parents for Future“ auf Lastenrädern darf trotz Corona stattfinden. Das hat das Verwaltungsgericht am Freitag entschieden. Die Stadt Köln muss die angemeldete Kundgebung von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr genehmigen.

Die Initiatoren wollen mit 15 Lastenrad-Teams, die jeweils von zwei Personen aus einem Haushalt besetzt sind, getrennt voneinander verschiedene Routen im Stadtgebiet abfahren. Mit Lautsprechern und Megaphonen demonstrieren sie für Klimaschutz und bessere Klimapolitik. Die Stadt hatte die Erteilung einer Genehmigung unter Hinweis auf infektionsschutzrechtliche Bedenken abgelehnt.

Kölner Kulturverwaltung erweitert Notfallfonds für freie Kulturbetriebe

Der Notfallfond, den die Stadt Köln „zur Struktursicherung von freien Kulturinstitutionen bei Corona-bedingten Krisensituationen“ aufgesetzt hat, wird erweitert. Das städtische Soforthilfeprogramm wendet sich demnach an geförderte sowie nunmehr auch an bisher nicht geförderte freie Kulturbetriebe und Kulturvereine, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Schieflage und in Finanzierungsengpässe geraten. In den Fonds fließen bisher städtische Mittel in Höhe von drei Millionen Euro.

IG Kölner Gastro nimmt doch nicht an Protestaktion teil

Die Interessengemeinschaft Kölner Gastro hatte am Freitag angekündigt sich an einer Aktion des Leaders Club Germany beteiligen zu wollen und mit leeren Stühlen auf dem Roncalliplatz auf die Notsituation ihrer Branche in der Corona-Krise aufmerksam zu machen. Am Donnerstag hat die IG die Aktion nun nach eigenen Angaben an den Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA übergeben. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung, den Mehrwertsteuersatz für Speisen in Gaststätten und Restaurants von 19 Prozent auf 7 Prozent zu senken.

„Wir sind mit den Beschlüssen der Koalition überrascht worden und finden es ist ist das falsche Signal, einen Tag später mit angepassten Forderungen trotzdem zu demonstrieren. Zunächst einmal sind Kernforderungen umgesetzt worden, wenn auch nicht ganz zu Ende gedacht“, so der Vorstand der IG Kölner Gastro. „Dafür sind wir erst einmal dankbar und werden sehr genau die kommenden Schritte beobachten. Vor allem für Kneipen und Bars, die nicht von der veränderten Mehrwertsteuer profitieren, muss es auch zügig andere Lösungen geben. Wir wünschen aber allen anderen und vor allem der DEHOGA viel Erfolg.“

  • Donnerstag, 23. April

Stadt Köln bestätigt fünf weitere Todesopfer

In Köln sind seit Mittwochnachmittag fünf weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Dabei handle es sich um eine 96-Jährige, einen 91-Jährigen und einen 71-Jährigen, die alle drei an diversen Vorerkrankungen gelitten haben sollen. Zudem gehören eine 94-Jährige und ein 76-Jähriger zu den Opfern. Ob die beiden ebenfalls Vorerkrankungen hatten, sei bisher noch nicht bekannt. Bislang sind damit insgesamt 77 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben.

Offiziell sind aktuell 263 Kölner am Virus erkrankt. Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Donnerstag den insgesamt 2225. Corona-Fall in Köln – das sind 18 Fälle mehr als am Vortag. Als geheilt gelten derzeit 1885 Personen. Sie alle wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen.

106 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 72 davon auf der Intensivstation.

Carsharing-Unternehmen bittet Kunden um Hilfe

Autos, die nur herumstehen, kosten Geld. Im April sind beim Carsharing-Unternehmen Cambio aufgrund der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie die Buchungen der Leihfahrzeuge und damit die Umsätze um bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Ein Kredit der Bundesregierung hilft, um die laufenden Kosten für Stellplätze und Büromieten sowie Gehälter abzudecken. Das Geld reicht jedoch nicht, um „uns durch die Krise zu manövrieren“, sagt Pressesprecherin Tanya Bullmann. Daher bittet Cambio seine Kunden um finanzielle Unterstützung.

Wer helfen möchte, kann zum Beispiel ein „Soli-Auto“ mieten. Das Fantasie-Fahrzeug kann im imaginären Stadtteil Solidarität gebucht werden. Die erfunde Station befindet sich in der Solidaritätsstraße 1 in der Nähe des Doms – unerreichbar mitten auf dem Rhein. Alternativ lässt sich eine Patenschaft in Höhe von 30 Euro pro Monat für eine tatsächlich existierende Station übernehmen. Cambio hat in Köln 116 Stationen mit etwa 600 Fahrzeugen im Angebot. Darauf können derzeit annähernd 27.000 Kunden zugreifen. 

Notbetreuung in Kölner Kitas soll erweitert werden

Die Notbetreuung in Kölner Kindertagesstätten soll ab sofort um weitere Berufsgruppen erweitert werden. Das liege unter anderem an der Öffnung für den Einzelhandel, da der Bedarf der Eltern, die dadurch wieder arbeiten gehen, steige, teilte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag mit. 

„Wir rechnen mit einem moderaten Anstieg der Betreuungsquote von etwa vier auf rund sechs Prozent der im Regelbetrieb zur Verfügung stehenden Plätze in den Einrichtungen“, so Jugenddezernent Robert Voigtsberger. Dies sei mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Personal gut machbar.

In den 226 städtischen Kitas werden üblicherweise 17.000 Kinder betreut. Aktuell nehmen Eltern von 683 Kindern die Notbetreuung in den derzeit 165 geöffneten Kitas in Anspruch.

Kölner Standesämter und Kundenzentren öffnen wieder

Die Stadt Köln öffnet ab Montag, 27. April, wieder ihre neun Kundenzentren für Besucher. Für persönliche Anliegen sei allerdings bis auf weiteres eine vorherige Terminvereinbarung notwendig, so ein Sprecher. So sollen die Wartezeiten reduziert und die Dauer des Aufenthalts verkürzt werden, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren.

Termine können online auf der Internetseite der Stadt oder telefonisch unter der 0221 221-0 vereinbart werden.

Auch das Kölner Standesamt wird wieder geöffnet, wobei hier ebenfalls vorab ein Termin unter der Telefonnummer 0221 221-28135 gemacht werden muss. Ausgenommen von dieser Regelung sind Boten der Geburtskliniken (Beurkundung von Neugeborenen) und Bestattungsunternehmen (Beurkundung von Sterbefällen).

Trautermine und Termine für die Anmeldung der Eheschließung können ab sofort wieder online reserviert werden.

Agisra kritisiert Zustand von Flüchtlingsheim in Corona-Krise

In einem offenen Brief an die NRW-Minister Karl-Josef Laumann und Joachim Stamp hat der Verein Agisra die Zustände in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Bayenthal kritisiert. Die etwa 800 Menschen lebten in „unerträglicher Nähe“ zueinander und würden durch das Coronavirus besonders gefährdet. Die Geflüchteten seien in Zimmer mit einer Größe von zwölf bis 14 Quadratmetern untergebracht. Alleinstehende müsste sich einen Raum mit weiteren Personen teilen.

Frauen würden aus Angst, sich mit dem Virus anzustecken, nicht mehr die Mensa aufsuchen, sondern sich von ihren geringen Taschengeld selbst Essen kaufen.

Es fehle außerdem an der nötigen Versorgung für Neugeborene, selbst die Zubereitung von Warmwasser sei untersagt. Zehn Familien – also 40 bis 50 Personen – müssten sich vier Toiletten und vier Duschen teilen. „Die sanitären Anlagen sind unzumutbare Infektionsorte“, heißt es im Schreiben.

Sie würden zwar täglich oberflächlich gereinigt, nicht aber die Flächen und Griffe desinfiziert. Masken stünden nur für das Personal zur Verfügung, nicht aber für die Bewohnern. Die Spielangebote für Kinder seien zudem eingestellt worden.

Galopp will Rennbetrieb am 4. Mai wieder starten

Der deutsche Galopprennsport plant mit der Wiederaufnahme des Rennbetriebs für den 4. Mai. Zuvor geplante Renntage können wegen der bis zum 3. Mai angeordneten Kontaktsperren nicht durchgeführt werden. „Wir sind mit den Landesregierungen und Kommunen in intensiven Gesprächen und gehen davon aus, dass es an diesem 4. Mai mit einem Renntag in Dortmund losgehen kann“, sagte Verbandspräsident Michael Vesper am Donnerstag: „Das Programm soll dann gleich an den Tagen danach in Hannover, Mannheim und Köln fortgesetzt werden. Bei Renntagen ohne Publikum ist es ja egal, wann sie stattfinden.“

Das Konzept sieht vor, dass sich nur bis zu 130 Personen in entsprechenden Sicherheitsabständen auf der Bahn aufhalten können. Der Verband hat zunächst einen Terminplan bis Mitte Juni erstellt, „wie es danach weitergeht, soll in den nächsten Tagen festgelegt werden“, sagte Vesper.

Es geht dann vor allem um mögliche Termine für große Rennen wie das für den ersten Juli-Sonntag geplante Deutsche Derby in Hamburg-Horn. Ob dieses ohne Zuschauer als „Geisterrennen“ durchgeführt oder möglicherweise in den September verschoben wird, soll spätestens in der kommenden Woche entschieden werden. Den letzten Renntag vor der Corona-Krise in Deutschland hatte es am 8. März in Dortmund gegeben. 

Kölner Gastronomen planen Protestaktion auf dem Roncalliplatz

Mit leeren Stühlen auf dem Roncalliplatz wollen Kölner Gastronomen am Freitag auf die Notsituation ihrer Branche in der Corona-Krise aufmerksam machen. Die Interessengemeinschaft IG Kölner Gastro beteiligt sich an der bundesweiten Aktion, zu der der Leaders Club Germany aufgerufen hat. Michael Kuriat, Präsident des Clubs erklärt zum Hintergrund der Aktion: „Wir suchen Gastronomen, die in ihrer Stadt die Organisation übernehmen, um gemeinsam ein starkes Zeichen zur Rettung unserer Branche und unserer Betriebe setzen. Denn bei den jüngsten Verhandlungen zur Lockerung der Einschränkungen hat die Gastronomie überhaupt keine Rolle gespielt. Wir werden schlichtweg im Dunkeln stehen gelassen und steuern geradewegs in eine unglaubliche Katastrophe.“

Die IG Kölner Gastro fordert einen klaren Fahrplan für die Wiedereröffnung der Kölner Betriebe, Einführung von sieben Prozent Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe, Aufstockung von Zuschüssen für alle Unternehmensgrößen (bemessen an Steuererklärungen) sowie Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent und Einführung des Kurzarbeitergeldes auch für Auszubildende.

Die Stühle sollen von 11 bis 13 Uhr auf dem Roncalliplatz stehen – und zwar alleine. Deswegen bittet die IG auf Facebook darum, nicht vorbeizukommen. Es gehe ihnen darum, dass die Stühle leer blieben, heißt es.

  • Mittwoch, 22. April

Demonstrationen mit bis zu 20 Personen wieder erlaubt

Trotz des Kontaktverbots dürfen Versammlungen – wie etwa Demonstrationen – mit bis zu 20 Personen wieder stattfinden. Darauf haben sich die Stadt Köln und die Kölner Polizei am Mittwoch geeinigt. Allerdings müssen bestimmte Auflagen beachtet werden.

Nur Standkundgebungen sind erlaubt, keine Aufzüge. Der Versammlungsleiter ist dazu verpflichtet, eine Teilnehmerliste zu erstellen und diese zwei Monate aufzuheben. So kann das Gesundheitsamt im Falle einer Infektion auf die Liste zugreifen.

Zudem müssen die Abstände zwischen den Teilnehmern und den Passanten mindestens 3,50 Meter betragen. Das Verteilen von Flyern und Informationsmaterial ist verboten.

Wertstoff-Center der AWB bleiben vorerst geöffnet

Nach dem Kunden-Ansturm am Dienstag auf die Wertstoff-Center der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) verzeichnete das Unternehmen am Mittwoch annähernd normalen Betrieb. „Es gab zwar früh morgens etwa 1,5 Stunden Wartezeit, danach war es aber ganz wie an einem herkömmlichen Werktag“, sagte AWB-Sprecherin Cordula Beckmann. Die Center bleiben deshalb vorerst geöffnet.

Am Dienstag hatten extrem viele Kunden die Center in Ossendorf und Gremberghoven angefahren, um Sperrmüll und anderen Unrat zu entsorgen. Daraufhin hatten die AWB erwogen, die beiden Einrichtungen zu schließen, weil die Mitarbeiter dem Andrang kaum Herr wurden. „Wir werden die Situation in den kommenden Tagen beobachten und flexibel entscheiden. Wir hoffen, dass beide Wertstoff-Center geöffnet bleiben können“, sagte Beckmann.

Zurzeit haben die AWB einige Vorgaben erlassen, um den Publikumsverkehr an den Wertstoff-Centern besser zu beherrschen und Abstandsregelungen wegen der Corona-Pandemie einzuhalten. Zurzeit dürfen an geraden Kalendertagen nur Fahrer mit Autos kommen, deren Kennzeichen auf einer geraden Ziffer endet. An ungerade Tagen sind jene mit ungeraden Kennzeichenziffern an der Reihe. In den Fahrzeugen dürfen maximal zwei Personen sitzen.

Auch in Köln gilt ab Montag Maskenpflicht

Nach dem Entschluss der Landesregierung am Mittwoch, gilt auch in Köln ab Montag, 27. April, die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie im Supermarkt. „Ich finde es gut, dass das Land nun eine einheitliche Regelung trifft. Je mehr Menschen eine solche Maske tragen, desto besser. Insellösungen einzelner Städte hätten wenig Sinn ergeben. Dennoch gilt auch weiterhin: Abstand halten“, so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung diene im Wesentlichen dazu, die Ausbreitung von Sprechtröpfchen in die Umgebung des Trägers zu verhindern. Sie diene nicht dem eigenen Schutz.

Stadt Köln bestätigt zwei weitere Todesfälle

In Köln hat es zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Laut Stadt handle es sich dabei um zwei Männer im Alter von 81 und 77 Jahren. Beide sollen an Vorerkrankungen gelitten haben. Bislang sind damit 72 Personen, die positiv auf das Virus getestet worden sind, in Köln gestorben.

In der Stadt haben sich mittlerweile offiziell mehr als 2200 Personen infiziert. Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle noch einmal um 23 gestiegen. Aktuell sind derzeit 304 Kölner am Virus erkrankt. 1831 Personen gelten bereits als geheilt und wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.

113 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 71 davon auf der Intensivstation.

Kostenloses Essen für Kinder auch in Corona-Zeiten

Kinder, die im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets kostenlose Mittagessen in Schule, Kita oder Tagespflege erhalten, sollen dies auch in der Corona-Krise bekommen können. Dies geht aus einem Schreiben des Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter anderem auf eine Anfrage des SPD-Fraktionschefs Rolf Mützenich hervor. Darin heißt es, trotz der Schließung der Einrichtungen „sehen die Planungen vor, die Mahlzeit zu den bedürftigen Kindern nach Hause zu bringen“.

Dies sei „eine Anerkennung und Wertschätzung für Familien mit geringem Einkommen“, sagte Jörg Detjen, Fraktionschef der Linken im Rat. Die Stadt begrüßt das Schreiben. Die Anbieter seien am Mittwoch von der Stadt informiert worden und prüften nun, wie sie Angebote in den Stadtteilen umsetzen können. 2019 nutzten in Köln 26.000 Kinder und Jugendliche das kostenlose Mittagessen im Wert von 12,8 Millionen Euro.

  • Dienstag, 21. April

AWB-Wertstoffcenter müssen möglicherweise wieder schließen

Die Wertstoffcenter der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) müssen möglicherweise wieder schließen. Zwei Tage, nachdem die Zentren in Ossendorf und Gremberghoven wieder geöffnet worden waren, zeichne sich ein „massiver Ansturm“ auf die Einrichtungen ab, so die AWB. Die Wartezeiten betrügen derzeit mehr als 1,5 Stunden, der Rückstau an beiden Geländen sei groß. Wenn sich der Andrang nicht deutlich verringere, drohe eine erneute Schließung eines oder beider Wertstoffcenter. Zu der Maßnahmen könnten die AWB gezwungen sein, damit der Straßenverkehr in den umliegenden Gebieten aufrechterhalten werden könne.

Stadt Köln bestätigt vier weitere Todesfälle

In Köln sind seit Montagnachmittag vier weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Dabei handle es sich um einen 50-Jährigen, einen 89-Jährigen, eine 94-Jährige und eine 98-Jährige. Alle vier sollen an diversen Vorerkrankungen gelitten haben. Bislang sind damit insgesamt 70 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben.

Offiziell sind aktuell 335 Kölner am Virus erkrankt. Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Dienstag den insgesamt 2184. Corona-Fall in Köln – das sind sieben Fälle mehr als am Vortag. Als geheilt gelten derzeit 1779 Personen. Sie alle wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen.

113 der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 66 davon auf der Intensivstation.

CDU fordert Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomie

Die CDU hat den Bund aufgefordert, die Mehrwertsteuer für die Gastronomie von 19 auf sieben Prozent abzusenken. „Kölns Gastro-Szene ist bunt, vielfältig und ein unverzichtbares Stück kölsche Lebensart. Die Branche braucht in diesen schwierigen Zeiten besondere Unterstützung“, sagte CDU-Vorsitzender Bernd Petelkau. Die Branche sei von der Pandemie besonders stark betroffen. „Mit mehr als 3000 Betrieben ist die Szene ein wichtiger Arbeitgeber in unserer Stadt und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, so Petelkau. Eine Absenkung der Mehrwertsteuer wäre eine gezielte und vor allem unbürokratische Entlastung der Gastronomie.

Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterstützt den Vorschlag. „Als Kölnerinnen und Kölner sind unsere Kneipen und Cafés Teil unserer Kultur und unserer urbanen DNA.“ Gastronomen und Hoteliers seien zudem wichtige Arbeitgeber. „Deshalb unterstütze ich die Forderung der Kölner CDU nach einer Absenkung der Mehrwertsteuer.“ Damit könne das Geschäft angekurbelt und das richtige Signal in der Krise gesetzt werden, so Reker weiter. 

Notfallfonds für Kölner Sportvereine eingerichtet

Neben vielen anderen Einrichtungen sind auch die rund 630 Sportvereine in der Stadt von der Corona-Pandemie stark betroffen. Daher hat die Stadt einen Notfallfonds in Höhe von 300.000 Euro eingerichtet, der die finanziellen Folgen für die Klubs abfedern soll. Um die Vereine im Stadtgebiet über den kurzfristig eingerichteten Fond hinaus auch juristisch in dieser Krise zu unterstützen, vermitteln die Stadt und der Stadtsportbund Köln (SSBK) ab sofort eine kostenfreie Rechtsberatung für Vereine.

Zu den juristischen Experten, die die Vereine beraten, gehören Jörg Alvermann (Steuer- und Gemeinnützigkeitsrecht, Köln), Christoph Niering (Insolvenzrecht, Köln), Marc Schneider (Sport- und Vereinsrecht sowie Pferderecht, München), Nicoline Schuleit (Arbeitsrecht, Bielefeld) und Andreas Thiel (Sport- und Vereinsrecht, Köln).

Ab sofort können sich die Klubs über ihre Vorstände und Geschäftsführer mit ihren Fragen per E-Mail an den SSBK wenden. Damit alle Vereine Zugang zu den so gesammelten Informationen erhalten, werden alle Fragen und Antworten auf den Internetseiten von Stadtsportbund und Stadt veröffentlicht.

Möglich sei auch, dass zwischen Vereinen und Juristen eine kostenfreie Telefonkonferenz zu bestimmten Themen organisiert werde. Sollte darüber hinaus Klärungs- und Beratungsbedarf bestehen, können Vereine eine Rechtsanwaltskanzlei ihrer Wahl offiziell beauftragen. Nach Absprache mit dem SSBK könne dies grundsätzlich über den Notfalltopf finanziert werden. Fragen können an den Stadtsportbund per E-Mail an info@stadtsportbund-koeln.de gestellt werden.

Möbelkette Ikea hat Kölner Häuser geöffnet

Nachdem andere Möbelhäuser wie Höffner und Trösser in Köln bereits seit Montag wieder geöffnet sind, zieht nun auch Ikea nach. Die Möbelkette will ab Mittwoch ihre Filialen in Nordrhein-Westfalen öffnen und damit auch ihre Kölner Häuser. Für die Wiedereröffnung habe man ein umfassendes Sicherheits-und Hygienekonzept entwickelt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zwar dürfen in NRW schon seit Montag Einrichtungshäuser mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern öffnen. Allerdings wollte Ikea zuerst Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz treffen. Andere Möbelhäuser in NRW hatten bereits am Montag auf.

Die schwedische Kette betreibt im bevölkerungsreichsten Bundesland elf Filialen. „Um einen Ansturm zu Beginn möglichst zu vermeiden, bitten wir darum, die ersten Tage nach der Öffnung zurückhaltend zu nutzen“, sagte Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland. Kunden sollen demnach möglichst alleine oder mit maximal einer weiteren Person in die Filialen kommen. Zudem empfiehlt Ikea den Kunden das Tragen eines Mundschutzes in den Möbelhäusern.

Zwar ist die Fläche der Möbelhäuser bei Ikea eigenen Angaben zufolge teilweise rund 30 mal so groß wie die 800 Quadratmeter, auf denen die Wiedereröffnung erlaubt wurde. Mit einer Sondererlaubnis für Möbelhäuser und Babyfachmärkte beschreitet NRW jedoch einen eigenen Weg, der deutlich über die Vorgaben des Bundes hinausgeht.

Trotz der zeitweisen Schließung der Filialen belieferte Ikea weiterhin Kunden. So konnten etwa online bestellte Waren vom Parkplatz der Möbelhäuser abgeholt werden.

Verkaufsoffener Sonntag in Köln abgesagt

Anders als Stadtdirektor Stephan Keller noch am Montag mitgeteilt hat, wird der in Köln geplante verkaufsoffene Sonntag, der am 26. April in den Stadtteilen Neustadt/Süd (anlässlich der Südstadt-Safari) und Rodenkirchen (anlässlich der Rodenkirchener Kunstmeile) stattfinden sollte, aufgrund der aktuellen Corona-Krise abgesagt. Das ist das Ergebnis der Gespräche der Stadt mit den Veranstaltern.

Beide Anlässe – also sowohl Südstadt-Safari als auch Kunstmeile – sind aber auf spätere Zeitpunkte im Jahr verschoben, könnten sogar noch komplett ausfallen. Inwiefern die nächsten verkaufsoffenen Sonntage von dieser Entscheidung betroffen sind, steht aktuell noch nicht fest. Bereits im Mai stehen laut Plan die nächsten auf dem Programm. 

Die verkaufsoffenen Sonntage in Köln 2020 (Stand: 21. April):

Innenstadt:

  • 23. August 2020 (NRW-Tag, Kernbereich Innenstadt)
  • 11. Oktober 2020 INTERMOT, Kernbereich Innenstadt)
  • 13. Dezember 2020 (Weihnachtsmarkt, Kernbereich Innenstadt)
  • 2. August 2020 (Familienfest, Deutz)

Lindenthal:

  • 17. Mai 2020 (Frühlingsfest, Lindenthal)
  • 30. August 2020 (Fest Lindenthaler Flair, Lindenthal)
  • 25. Oktober 2020 (Street Gallery, Lindenthal)
  • 6. September 2020 (Carrée-Fest, Sülz/Klettenberg)
  • 8. November 2020 (Martinsmeile, Braunsfeld)

Porz:

  • 3. Mai 2020 (Autofrühling/Food Festival)
  • 11. Oktober 2020 (Musikalischer Herbst)
  • 29. November 2020 (Porzer Automarkt)

Kalk:

  • 28. Juni 2020 (Straßenfest)

Rath/Heumar:

  • 24. Mai 2020 (Traditionelles Musikfest)
  • 27. September 2020 (Herbstfest)

Mülheim:

  • 27. September 2020 (Straßenfest) 

Kölner Doping-Kontrolllabor testet 95 Prozent weniger als üblich

Das Doping-Kontrolllabor in Köln hat seine Arbeit nahezu einstellen müssen. „Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Probenzahl auf ein Minimum zurückgegangen. Derzeit testen wir circa 95 Prozent weniger Dopingkontrollproben als zuvor“, sagte der Leiter des Labors, Mario Thevis, den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“  am Dienstag.

Wegen der weltweiten Corona-Pandemie ist die Entnahme von Dopingproben stark zurückgegangen. Die Sorge der Verantwortlichen ist groß, dass Athletinnen und Athleten die entstandende Systemlücke ausnutzen und mit Blick auf die in das nächste Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio eine Wettbewerbsungleichzeit entstehen könnte. Den Angaben zufolge sind momentan nur 13 von insgesamt 30 akkreditierten Kontrolllaboren der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) voll funktionsfähig.

  • Montag, 20. April

Stadt verlängert Angebot für Obdachlose

Die Stadt errichtet eine mobile Sanitär-Station für obdachlose Menschen auf dem Marktplatz von Mülheim. Ab Mittwoch, 22. April 2020, stehen dort laut einer Mitteilung der Stadt zwei Container mit Duschen und Toiletten zur Verfügung. Sie sind täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz gibt es bereits eine Sanitär-Station dieser Art. Wie lange es das Angebot geben wird, sei noch nicht klar und werden von der weiteren Entwicklung der Corona-Krise abhängen.

Außerdem hat die Stadt Köln die tägliche Ausgabe von Care-Paketen vorerst bis zum 30. April verlängert.  Seit dem 24. März verteilt die Stadt in Kooperation mit dem Unternehmen „In Via“ sowie den Einrichtungen SKM, SkF, OASE und Initiative „Bauen Wohnen Arbeiten“ Care-Pakete an obdachlose Menschen an verschiedenen Standorten in Köln. Inzwischen erreichen täglich knapp 400 Pakete hilfsbedürftige Menschen.

Einrichtungen, die Care-Pakete verteilen:

  • Streetwork Oase/Diakonie Michaelshoven        
  • Sozialdienst katholischer Männer e.V. (SKM), Kontaktstelle Rochus        
  • SKM Kontaktstelle Bahnhof        
  • Kontaktladen/Drogenkonsumraum „vor Ort Kalk“         
  • Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF)         
  • Initiative Bauen Wohnen Arbeiten e.V.        
  • Aufsuchendes Suchtclearing (ASC) des Gesundheitsamtes der Stadt Köln     
  • Vision e.V. in Kalk
  • SKM Köln-Porz 

Größere Trauergemeinde bei Beerdigungen wieder erlaubt

Auf Kölner Friedhöfen sollen wieder größere Trauergemeinden zugelassen werden. Laut der neuen Coronaschutzverordnung seien Erd- und Urnenbestattungen ohne Begrenzung des Teilnehmerkreises möglich, wenn die Vorkehrungen zur Hygiene und zum Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Über eine Öffnung der Trauerhallen werde kurzfristig entschieden, so ein Sprecher der Stadt.

Stadt Köln bestätigt drei weitere Todesopfer

Drei weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen sind in Köln gestorben. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt am Montagnachmittag. Dabei handle es sich um 89-Jährige, eine 79-Jährige und einen 81-Jährigen. Alle drei sollen an diversen Vorerkrankungen gelitten haben. Bislang sind damit 66 Personen aus Köln, die positiv auf das Virus getestet wurden, gestorben.

Außerdem hat die Stadt sechs weitere Corona-Fälle bestätigt. Im Vergleich zu den vergangen Wochen ein äußerst geringer Zuwachs. Offiziell haben sich damit bisher 2177 Personen mit dem Coronavirus infiziert, wobei bereits 1736 Personen zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten. Somit sind aktuell 375 Kölner erkrankt.

Mehr als 680 Verfahren wegen Verstoß gegen Corona-Regeln

In der vergangenen Woche, vom 13. bis 19. April, hat das Kölner Ordnungsamt gegen 684 Personen Verfahren eingeleitet, da diese gegen die Coronaschutzverordnung verstoßen haben. 585 Personen davon haben sich nicht an das Kontaktverbot gehalten. 36 Personen haben hingegen trotz Verbots Spiel- und Bolzplätze betreten. Zudem meldet die Stadt Köln 26 Verstöße gegen das Veranstaltungsverbot.

Justizbetrieb in Köln wird langsam wieder hochgefahren

Die Gerichte im Bezirk des Oberlandesgerichts (OLG) Köln fahren ihren Betrieb langsam wieder hoch. Dies geschehe „mit Augenmaß“, hat das OLG am Montag mitgeteilt. „Der Gesundheitsschutz genießt weiter höchste Priorität.“ In den zurückliegenden Wochen wurden vor allem eilbedürftige Fälle und Aufgaben ohne Publikumsverkehr bearbeitet. Nun werden schrittweise weitere Tätigkeiten wieder aufgenommen. Leitlinie bleibe, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Vermeidung von Ansteckungsgefahren zu befolgen, unterstreicht das OLG. Das bedeutet zum Beispiel, dass in den Verhandlungssälen für ausreichenden Abstand zwischen den Anwesenden gesorgt wird.

Die Sitzungstermine werden entzerrt und die Öffnungszeiten der Gerichte teilweise verlängert; deshalb kann es sein, dass Termine in die Abendstunden oder auf Samstage gelegt werden. Der Publikumsverkehr soll reduziert bleiben. Wenn möglich, sind Anträge weiter schriftlich einzureichen. Für persönliche Vorsprachen etwa in Nachlasssachen oder bei Kirchenaustritten müssen weiterhin Termine vereinbart werden. Zuschauer öffentlicher Verhandlungen dürfen die Gerichtsgebäude wie zuvor uneingeschränkt betreten.

Die Gerichte schließen sich der Empfehlung der Bundesregierung an, in der Öffentlichkeit Atemschutzmasken zu tragen, und bitten, auch bei den Eingangskontrollen die Masken nur auf Aufforderung abzunehmen. Ob es sich empfehle, sie im Gebäude zu tragen, bestimme sich im jeweiligen Einzelfall.

KVB will weitestgehend zum normalen Fahrplan zurückkehren

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) setzen ab Donnerstag wieder mehr Bahnen und Busse ein. Das Unternehmen hatte den Fahrplan aufgrund der Corona-Krise zunächst ausgedünnt und will ab Donnerstag weitestgehend zum normalen Fahrplan zurückkehren. Lediglich in den Abendstunden ab 20.45 Uhr gilt ein 30-Minuten-Takt – der Nachtverkehr entfällt auch weiterhin.

Um die Fahrt mit Bahn und Bus attraktiver zu machen, lässt die KVB die Haltestangen und Halteschlaufen an jeder Endhaltestelle desinfizieren. Nachts werden die Fahrzeuge auf den Betriebshöfen zudem vollständig gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste sind dazu aufgefordert, andere Kunden zuerst aussteigen zu lassen, bevor sie eine Bahn oder einen Bus betreten.

Die KVB rät, einen Mund-Nasen-Schutz anzuziehen und appelliert an die Kunden, sich in den Fahrzeugen zu verteilen und sich nicht gegenüber voneinander hinzustellen oder hinzusetzen. „Einen Abstand von 1,50 Meter einzuhalten, ist in den Bahnen und Bussen nicht möglich“, sagt KVB-Chefin Stefanie Haaks. Umso mehr sei die Eigenverantwortung der Kunden gefragt.

Die KVB hat aufgrund der Corona-Pandemie mit erheblichen Einnahmeverlusten zu kämpfen. Im Durchschnitt waren die Bahnen und Busse lediglich mit 25 Prozent der normalen Anzahl von Fahrgästen besetzt.

  • Sonntag, 19. April

Leere Straßen, relativ leere Parks und zwei Corona-Demonstrationen am Wochenende

Das Wetter war lange nicht so einladend wie an den Wochenenden zuvor. Und so war der Andrang in den Parks und Grünanlagen wie dem Blücherpark deutlich geringer als zuletzt.

19042020_BluecherPark_04 © Martina Goyert 19042020_BluecherPark_04

„Keine besonderen Vorkommnisse“, meldete auch die Stadtverwaltung am Sonntag. Die Einkaufsstraßen wie die Hohe Straße waren sowieso weitgehend leergefegt. Das immerhin könnte sich ja ab Montag wieder ändern.

Am Sonntag registrierte die Polizei mehrere Demonstrationen in der Stadt, die allesamt nicht angemeldet waren. Die Demonstranten forderten vor den Flüchtlingsunterkünften an der Schönhauser Straße und der Herkulesstraße die Schließung der Sammelunterkünfte und die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge zum Schutz vor Corona-Infektionen.

19042020_DemoFluechtlingsheim_06 © Martina Goyert 19042020_DemoFluechtlingsheim_06

Stadt Köln bestätigt neun weitere Corona-Fälle

In Köln sind derzeit offiziell 435 Personen am Coronavirus erkrankt. Das bestätigte die Stadt am Sonntagnachmittag. Insgesamt gibt es mittlerweile 2171 gemeldete Fälle – das sind lediglich neun Fälle mehr als noch am Vortag. 124 der aktuell Infizierten befinden sich in stationärer Quarantäne, 67 davon auf der Intensivstation. 1673 Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden und gelten damit als geheilt. 

Außerdem hat es keine weiteren Todesopfer gegeben. Bislang sind insgesamt 63 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, in Köln gestorben.

  • Samstag, 18. April

Zahl der Neuinfektionen steigt nur leicht an

Die Zahl der Kölner, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist erneut leicht gestiegen. Die Stadt meldete am Samstagnachmittag 2162 Fälle – das sind 19 mehr als am Vortag. 129 davon sind im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 66 auf der Intensivstation.

1655 Patienten wurden wieder aus der Quarantäne entlassen, 63 mit dem Coronavirus infizierte Kölner sind seit Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sind noch 444 Kölner an dem Virus erkrankt. Seit Freitagnachmittag wurde dem Gesundheitsamt kein weiterer Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet.

  • Freitag, 17. April

CSD findet an neuem Termin statt in Köln

Der Kölner Christopher Street Day (CSD) findet in diesem Jahr vom 9. bis zum 11. Oktober statt. Das hat der Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentags am Freitag mitgeteilt. Weitere Informationen finden Sie im nachfolgenden Artikel.

Stadt Köln bestätigt drei weitere Todesfälle

In Köln sind drei weitere Personen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dabei handle es sich um drei Männer im Alter von 90, 69 und 64 Jahren. Alle drei sollen an diversen Vorerkrankungen gelitten haben. Bislang hat es damit 63 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben.

In Köln sind derzeit offiziell 432 Personen am Coronavirus erkrankt. Das bestätigte die Stadt am Freitagnachmittag. Insgesamt gibt es mittlerweile 2143 gemeldete Fälle – das sind 24 Fälle mehr als noch am Vortag. 131 der aktuell Infizierten befinden sich in stationärer Quarantäne, 65 davon auf der Intensivstation. 1648 Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden und gelten damit als geheilt. 

Kölner Polizei erhöht Präsenz auf den Rheinpromenaden

Die Polizei Köln wird noch einmal ihre Präsenz auf den Rheinpromenaden in der Innenstadt, den umliegenden Parks und dem Rheinboulevard erhöhen. Zwar würde sich seit Inkrafttreten der Corona-Schutzverordnung ein rückläufiger Trend der Polizeieinsätze im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen abzeichnen. Doch würden die Streifenteams laut Aussage eines Polizeisprechers am Rhein vermehrt auf Gruppen von Jugendlichen und Personen, die das schöne Wetter zum Picknicken nutzen, treffen. „Leider sind unter diesen auch vermehrt uneinsichtige und teilweise aggressive Personen – zumeist junge Männer“, so der Sprecher.

Uni Köln startet Sommersemester rein digital

Die Universität Köln wird am kommenden Montag das Semester eröffnen. Allerdings wird es wegen der Corona-Pandemie vorerst keinen Präsenzbetrieb geben. Daher wird auch die Semestereröffnung ab 10 Uhr digital stattfinden. Die neuen Studierenden werden von der Prorektorin für Lehre und Studium, Beatrix Busse, und dem Asta-Vorsitzenden Eugen Esman willkommen geheißen. Im Rahmen eines Video-Interviews können Studenten Fragen rund um den Semesterstart stellen und sich über die neuen digitalen Angebote der Hochschule informieren lassen. Online können auch ab sofort Fragen gestellt werden.

Eigentlich sollte der Betrieb an der Hochschule schon am 1. April aufgenommen werden, dieser war aber wegen der Virus-Epidemie verschoben worden. Im Sommersemester werden 3500 Studierende an der Hochschule ein Studium beginnen. Insgesamt studieren an der Uni Köln 49.000 Menschen.

Kölner Wertstoff-Center werden wieder geöffnet

Die beiden Kölner Wertstoff-Center in Gremberghoven und Ossendorf sollen ab Montag, 20. April, wieder geöffnet werden. Allerdings unter besonderen Auflagen der Stadt: 

  • An geraden Kalendertagen können ausschließlich Fahrzeuge mit geraden Kfz-Kennzeichen vorfahren, an ungeraden Daten nur Fahrzeuge mit ungeraden Kennzeichen
  • Es dürfen sich maximal zwei Personen in einem Auto befinden
  • Der eingeschränkte Betrieb steht nur für dringend erforderliche, unvermeidliche Entsorgungen zur Verfügung  – auf die Abgabe von Einzelteilen oder Kleingeräten sollte verzichtet werden
  • Die Nutzung der Wertstoff-Center ist Menschen mit Wohnsitz in Köln vorbehalten, daher sollte jeder seinen Personalausweis mitbringen
  • Der Sicherheitsabstand von zwei Metern zu Beschäftigten und anderen Personen muss eingehalten werden
  • Kinder sollen das Fahrzeug nicht verlassen

Kunden werden darum gebeten, die Anweisungen des Personals zu befolgen. Zudem weist ein Sprecher der Stadt darauf hin, dass Fahrzeuge, in denen mehr als zwei Personen sitzen oder deren Kennzeichen nicht zum Datum passen, abgewiesen werden.

Galopprennen sollen am 1. Mai wieder starten

Die Wiederaufnahme der deutschen Galopprennen zunächst ohne Zuschauer soll nach wie vor am 1. Mai stattfinden. Das hat Michael Vesper als Präsident des Dachverbandes Deutscher Galopp am Freitag in einem Pressegespräch bestätigt. „Wir hoffen nach wie vor, mit dem 1. Mai zu beginnen und damit an den ersten vier Tagen im Mai Rennen in Hannover, Mannheim, Köln und Dortmund durchführen zu können“, sagte Vesper.

Die am Mittwoch getroffenen Beschlüsse der Politik hätten keine Anpassung der Planungen, auf welche Art und Weise und mit welchen Schutzmaßnahmen man die Renntage abhalten möchte, notwendig gemacht. „Wir können an den Renntagen alle allgemeinen Regeln, die aufgestellt sind, wie zum Beispiel Social Distancing und Hygienevorschriften, einhalten“, meinte Vesper.

BAP veröffentlichen Musikvideo mit Bildern von Corona-Helfern

Ende März hatte BAP-Sänger Wolfgang Niedecken dazu aufgerufen, ihm Fotos von Helfern in der Corona-Krise zu schicken. Die Bilder wollte er in das Video eines neuen Songs einbauen, den er als Hommage an die „Helden des Alltags“ versteht. Nun ist das Video fertig. „Vielen Dank für all die tollen Fotos Eurer Corona-Helden“, teilte der Kölsch-Rocker am Freitag mit. Es seien so viele gewesen, dass er leider nicht alle habe berücksichtigen können.

Video wiedergeben

Der Song „Huh die Jläser, huh die Tasse“ (Hoch die Gläser, hoch die Tassen) lasse all jene hochleben, „die unsere Gesellschaft zum Teil schlecht bezahlt oder sogar unbezahlt im Ehrenamt zusammenhalten“. Der Song sollte ursprünglich im Herbst auf einem neuen Album erscheinen. Doch dann zog Niedecken die Veröffentlichung vor, weil das Lied durch die Corona-Pandemie eine ungeahnte Aktualität erhalten habe.

Polizei löst unangemeldete Demonstration am Rheinboulevard auf

Wegen der Corona-Schutzbestimmungen hat die Polizei am Donnerstagabend eine nicht angemeldete Demonstration am Rheinboulevard aufgelöst. Zeugenaussagen zufolge sollen sich gegen 17.30 etwa 20, größtenteils vermummte Personen mit Plakaten am Deutzer Rheinufer versammelt haben, teilte die Polizei mit. Die Demonstration war nicht angemeldet, Versammlungen von mehr als zwei Personen sind in Köln wegen des derzeit geltenden Kontaktverbots nicht erlaubt.

Als die Polizei mit einer Hundertschaft vor Ort ankam, rannte ein Großteil der Gruppe in unterschiedliche Richtungen weg. Beamte nahmen die Identitäten von acht Personen auf und fertigten Anzeigen gegen das Versammlungsgesetz und die Corona-Schutzverordnung an.

Offenbar handelte es sich bei den Demo-Teilnehmern um Anhänger des Autonomen Zentrums (AZ) in Köln. Dieses teilte auf seiner Internetseite mit, dass etwa 100 Menschen an der Demonstration teilnahmen, mit der auf die Situation von Obdachlosen und Flüchtlingen in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden sollte. Das AZ betonte, dass die Hygieneregeln und der Sicherheitsabstand eingehalten worden seien.

Erst am Ostersonntag löste die Polizei eine ähnlich gelagerte, nicht angemeldete Demonstration am Aachener Weiher auf. Dort sollen etwa 60 Personen teilgenommen haben. Auch in dem Fall wurden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung angefertigt. Die Polizei prüft einen Zusammenhang zwischen beiden Veranstaltungen.  

  • Donnerstag, 16. April

Kirche will Lockerungen für Gottesdienste in NRW

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki und andere Religionsvertreter haben am Donnerstag mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über eine Lockerung des Gottesdienstverbots gesprochen.

„Dank an unseren MP @ArminLaschet für ein sehr konstruktives und gutes Gespräch und seinen Einsatz für die schnellstmögliche Lockerung des Gottesdienstverbotes“, twitterte Woelki im Anschluss. Abstand, Vorsicht und Hygiene blieben wegen der Corona-Pandemie unverzichtbar. „Aber Religionsausübung ist eines der wichtigsten Grundrechte und gehört so zum Fundament, das unsere Gesellschaft trägt“, mahnte Woelki und forderte: „Deshalb müssen Gottesdienste unter Auflagen zugelassen werden, je früher, desto besser.“ Die Sehnsucht der Menschen nach Seelsorge, Orientierung und Gottesdienst sei gerade jetzt groß. 

Bund und Länder hatten sich bei ihren Beratungen am Mittwoch darauf verständigt, das Verbot gemeinschaftlicher Gottesdienste vorerst noch nicht wieder zu lockern. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hatte das als unverständlich kritisiert.

Gamescom soll erstmals rein digital stattfinden

Das bundesweite Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August hat auch Auswirkungen auf die Gamescom, die vom 25. bis 29. August auf dem Kölner Messegelände stattfinden sollte. Anders als beim Reggae-Festival Summerjam, den Kölner Lichtern und dem CSD, muss die weltweit größte Messe für Videospiele und digitale Unterhaltung nicht komplett abgesagt werden. Das Verbot „ändert nichts daran, dass die Gamescom auf jeden Fall digital stattfinden wird“, heißt es in einem offiziellen Statement der Veranstalter. Neben bereits bekannten Formaten wie „Opening Night Live“ und „gamescom now“ werde derzeit „mit Hochdruck“ an der Einführung zusätzlicher Module gearbeitet.

Erste konkrete Informationen zur digitalen Gamescom sollen Mitte Mai bekanntgegeben werden. Doch schon jetzt versichern die Veranstalter, dass den Besuchern die bereits bezahlten Tickets erstattet werden. Auch die Aussteller sollen ihr Geld zurückbekommen.

Coronavirus in Köln: Beachtung der Inkubationszeit von 14 Tagen nötig

Die Lage in den Kölner Alten- und Pflegeeinrichtungen sei stabil, sagt Stadtdirektor Stephan Keller. Binnen einer Woche seien zu den 234 Infektionen nur sieben hinzugekommen. Dies und die relativ geringe Zahl neuer Infektionen zeigen, dass die Schutzmaßnahmen der Stadt wirkten. Die Kurve werde auf einem hohen Niveau flacher, so Keller. Man müsse aber noch die Inkubationszeit des Virus’ von 14 Tagen berücksichtigen, bevor die Situation klarer beurteilt werden könne, sagte Gerhard A. Wiesmüller, Leiter der Abteilung Infektions- und Umwelthygiene des Gesundheitsamts.

Stadt Köln verzichtet auf Verkauf von Maibäumen

Die Stadtverwaltung wird in diesem Jahr keinen Verkauf von Maibäumen organisieren. „Den Zulieferfirmen wurde bereits abgesagt“, teilte das Presseamt am Donnerstag mit. Die Entscheidung erfolgte im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Um verliebten Kölnern den Konflikt mit dem Strafgesetzbuch und dem Landeswaldgesetz zu ersparen, lässt das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen üblicherweise auf mehreren Parkplätzen zwei Firmen Birken sowie wasserfestes Krepppapier und Herzen aus Holz veräußern.

Neuer Inhalt (1) © picture alliance / Federico Gambarini Neuer Inhalt (1)

Stadtdirektor Stephan Keller kündigte an, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Nacht zum 1. Mai unterwegs sein werden, um Verstöße gegen das Kontaktverbot zu verhindern und gegebenenfalls zu ahnden. Das Umherziehen junger Männer in Gruppen von mehr als zwei Leuten verstößt gegen die Einschränken für den öffentlichen Raum. Generell untersagt ist der Brauch jedoch nicht – sofern der Maibaum auf rechtmäßige Art und Weise besorgt wird. Im Internet sind außerdem eine Reihe von Anbietern zu finden, die auf Bestellung einen Maibaum liefern.

Kölner Abiturienten dürfen bald wieder in die Schule

Die Stadt bereite sich derzeit darauf vor, Schulen in absehbarer Zeit zu öffnen. So sollen ab Montag Lehrer den Unterricht vorbereiten, ab kommenden Donnerstag können Abiturienten und Schüler der zehnten Klassen freiwillig am Unterricht teilnehmen, sagte Keller. Es sei ihnen aber freigestellt, sich auch zu Hause auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Ab dem 4. Mai gelte die Schulpflicht auch für Kinder der vierten Klassen.

Alle anderen Schüler, aber auch Kindergarten-Kinder müssen erst mal warten. Gewappnet sieht sich die Stadt für eine Ausweitung der Notfallbetreuung: Derzeit würden nur 3,27 Prozent der Kölner Kita-Kinder und 0,05 Prozent der Schüler betreut. Diese kann bislang in Anspruch genommen werden, wenn einer der Elternteile in einem systemrelevanten Beruf arbeit.

Zwei weitere Todesfälle in Köln bestätigt

Der Kölner Stadtdirektor Stephan Keller hat nach der Sitzung des Krisenstabs am Donnerstag bestätigt, dass zwei weitere am Coronavirus infizierte Personen gestorben sind. Dabei handle es sich um eine 62-jährige sowie um eine 92-jährige Frau. Beide sollen an diversen Vorerkrankungen gelitten haben. Somit hat es mittlerweile insgesamt 60 Todesfälle in Köln gegeben.

Zudem haben sich bisher offiziell 2119 Kölner mit dem Virus infiziert. Das sind 24 Fälle mehr als am Vortag. Wobei davon nur 501 Personen aktuell erkrankt sind, da bereits 1618 Kölner zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen wurden. 149 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 70 davon auf der Intensivstation. „Eine Abflachung der Kurve ist erkennbar“, so Keller bei der Pressekonferenz im Historischen Rathaus.

16042020_AR_Corona_PK_Stadt_Koeln_FOS1-1 © Alexander Roll 16042020_AR_Corona_PK_Stadt_Koeln_FOS1-1

Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht von einer „neuen Normalität“ und einem „kleinen Licht am Ende des Tunnels“, da der Weg in eine „echte Normalität“ noch lange dauern würde. „Wir werden über Monate noch nicht die Lebensfreude haben, die wir in Köln kennen und lieben“, so Reker. Denn wenn man zu schnell vom aktuellen Weg abweichen würde, wären die vorherigen Maßnahmen wohl umsonst gewesen. „Wir nehmen die Maßnahmen derzeit alle in Kauf und ich wundere mich manchmal, wie klaglos das hier in Köln abläuft. Das ist toll“, so Reker.

Cologne Pride abgesagt – Online-Version eine Option

„Wir sind sehr traurig, das der Cologne Pride nicht am ersten Juliwochenende stattfinden kann“, sagte am Donnerstag Hugo Winkels, politischer Sprecher des Kölner Lesben- und Schwulentags (Klust), der das zweiwöchige Programm des Christopher Street Day veranstaltet. Höhepunkt ist stets das dreitägige CSD-Straßenfest, an dessen Ende eine Demonstrationsparade durch die Stadt zieht; dafür war der 5. Juli vorgesehen. Der Vorstand des Klust arbeite intensiv daran, eine Alternative zu finden, sagte Winkels. Eine Möglichkeit sei, den Cologne Pride, der in den vergangenen zwei Jahren rund eine Million Besucher angezogen habe, komplett in das nächste Jahr zu verschieben, eine andere, ihn in einer Online-Version zu veranstalten.

_KRA0245 © Arton Krasniqi _KRA0245

Als dritte Variante sei im Spiel, ihn auf einen Ersatztermin in diesem Jahr zu legen. Wann eine Entscheidung falle, sei offen. Am Abend treffe sich der Vorstand zum ersten Mal, um über die Frage zu beraten. „Wir sind uns der Verantwortung für die Gesundheit bewusst“, so Winkels. Zugleich wolle der Klust trotz der Corona-Krise „auf das Problem der Gleichstellung von Homosexuellen hinweisen“. Schon für den 17. Mai, den Internationalen Tag gegen Homophobie, war eine Demonstration vor dem Hauptbahnhof geplant, mit rund 1500 erwarteten Teilnehmern. Laut Winkels wird die Kundgebung nun wahrscheinlich online stattfinden; die Vorbereitungen dafür liefen „auf Hochtouren“. 

Kölner Lichter wegen Corona-Krise abgesagt

Das bekannte Feuerwerksspektakel „Kölner Lichter“ wird wegen der Corona-Krise nicht wie geplant stattfinden können. Da Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt seien, könne auch die Feuerwerksshow „in diesem Zeitraum“ nicht durchgeführt werden, teilten die Veranstalter am Donnerstag auf ihrer Website mit. „Wir vertrauen bei dieser Entscheidung der Einschätzung der Bundesregierung und erkennen deren Notwendigkeit im Sinne unseres höchsten Gutes, unser aller Gesundheit, an!“

Die Feuerwerksspektakel am Rhein hätte eigentlich Mitte Juli die Massen begeistern sollen. In den vergangenen Jahren kamen Hunderttausende Schaulustige. Die Vorbereitungen liefen bereits seit einem Dreivierteljahr. Die Veranstalter erklärten, das man nun mit allen Beteiligten „die verschiedenen Optionen“ bespreche wolle. 

Kölner Reggae-Festival Summerjam abgesagt

Nach dem Entschluss des Bundes, das Großveranstaltungen aufgrund der aktuellen Corona-Krise bis zum 31. August verboten bleiben, müssen auch die Veranstalter des Reggae-Festivals Summerjam, das vom 3. bis 5. Juli am Fühlinger See in Köln stattfinden sollte, Konsequenzen ziehen. „Wir haben lange gewartet und gehofft, dass sich die Situation positiv entwickelt und auch schon eine Verschiebung in den Spätsommer geprüft“, heißt es in einem Statement. Doch durch das Verbot müsse das Festival nun in das nächste Jahr verlegt werden. Einen neuen Termin gibt es bisher nicht. Auch sei nicht geklärt, was mit den bereits gekauften Tickets geschieht. „Bitte gebt uns noch ein paar Tage Zeit, damit wir die nächsten Schritte klären können“, so die Veranstalter. 

  • Mittwoch, 15. April

Stadt Köln bestätigt 28 neue Corona-Fälle

Die Stadt Köln hat den 2095. Corona-Fall bestätigt – das sind 28 Fälle mehr als am Vortag. Somit sind derzeit offiziell 458 Personen in Köln am Coronavirus erkrankt, da bereits 1579 Kölner bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten und als geheilt gelten. 148 der Infizierten befinden sich aktuell in stationärer Quarantäne, davon 71 auf der Intensivstation.

„Seit gestern Nachmittag sind dem Gesundheitsamt keine weiteren verstorbenen Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gemeldet worden“, so ein Sprecher.

100.000 Euro Spenden für Live-Streamings

Die Online-Plattform „dringeblieben.de“, auf der sich seit etwa einem Monat täglich Musiker, DJs, Comedians und Theaterschauspieler in Live-Streamings präsentieren, kann einen beachtlichen Erfolg vermelden: Die Zuschauer haben mit ihren bisherigen Spenden die Marke von 100.000 Euro erreicht. Damit konnten bis zu diesem Zeitpunkt 536 Livestreams unterstützt werden. „Bis auf eine geringfügige Marge komme das Geld komplett den Künstlern zugute“, so eine Mitarbeiterin der Online-Plattform.

Beim Streaming-Dienst „Cologne Culture Club“, der vom Verband Klubkomm ins Leben gerufen wurde, gibt es hingegen einen sogenannten „Solidaritätspakt“: Die Spenden werden demnach gedrittelt. Ein Drittel soll die Produktionskosten des Streams decken und der restlich Teil geht an den auftretenden Künstler, sowie den Veranstalter aus der Clubszene. Hier kamen bisher rund 27.000 Euro an Spenden zusammen.

Die Bandbreite des Dringeblieben-Programms ist groß: Sie reicht von der täglichen Kinderdisco von DJ Cem und Bleibtreuboy („Rhythmusgymnastik“), Jazzkonzerten, Science Slam bis hin zu Kindertheater des Kölner Künstler Theaters.

Weitere Todesopfer in Rodenkirchener Seniorenheim

Die Zahl der Todesopfer im Maternus Seniorencentrum in Rodenkirchen hat sich um zwei auf 18 erhöht. Sechs Bewohner gelten, Stand Mittwochmorgen, als genesen.

  • Dienstag, 14. April

Stadt Köln bestätigt fünf weitere Todesfälle

In Köln sind fünf weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Laut eines Stadtsprechers handle es sich dabei um eine 93-Jährige und eine 87-Jährige sowie um drei Männer im Alter von 75, 74 und 73 Jahren. Alle sollen an diversen Vorerkrankungen gelitten haben. Somit sind in Köln bislang 58 Menschen gestorben, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Zudem hat die Stadt am Dienstag den 2067. Corona-Fall bestätigt – das sind 13 Fälle mehr als am Vortag. Offiziell sind derzeit 495 Personen am Coronavirus erkrankt, 1514 zuvor Erkrankte konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden und gelten als geheilt. 142 der Infizierten befinden sich aktuell in stationärer Quarantäne im Krankenhaus, 74 davon auf der Intensivstation.

Corona-Behandlungszentrum soll noch nicht eröffnet werden

Auf dem Gelände der Kölner Messe sollte ursprünglich eine Behandlungszentrum mit 500 Betten für Corona-Erkrankte entstehen. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ wird die Planung der rund 25 Millionen Euro teuren Einrichtung in Deutz zwar vervollständigt. Die Umsetzung soll jedoch erst dann erfolgen, wenn tatsächlich ein Bedarf erkennbar ist.

Hier erfahren Sie alle Hintergründe: Auf Messegelände – Stadt Köln will vorerst auf Corona-Behandlungszentrum verzichten

Kölner Autohandel will wieder Betrieb aufnehmen

Der stationäre Verkauf von Automobilen an Endkunden soll in Köln nach Ansicht der Kfz-Innung schnellstmöglich wieder erlaubt werden. „Die Mitgliedsbetriebe der Kfz-Innung Köln treffen in ihren Verkaufsräumen alle Vorkehrungen, die den Zutritt für ihre Kunden gesundheitlich verantworten lassen“, sagt Rolf Mauss. Der Kfz-Obermeister begrüße den Vorstoß des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU), der sich für eine baldige Wiedereröffnung von Autohäusern ausgesprochen hatte. Im Autohandel könne man unter Einhaltung der Abstandsregeln Kunden in die Geschäfte lassen, sagt Mauss.

Sollte die Schließung der Verkaufsräume anhalten, seien Konkurse in der Branche eine reale Gefahr: „Es ist existentiell für die Kölner Unternehmen, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten zeitnah wieder hochfahren“, so Mauss. Der Handel sehe sich mit einer kaum tragbaren Menge vorfinanzierter Lagerfahrzeuge konfrontiert, die stationär zurzeit nicht veräußert werden dürfen. Eine schnelle Wiederaufnahme der Geschäfte helfe dabei, Insolvenzen abzuwenden.

Kölner Kardinal will „schon bald“ wieder Gottesdienst feiern

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki geht offenbar davon aus, dass das derzeit geltende strikte Gottesdienstverbot demnächst gelockert wird. „Ich hoffe sehr, dass wir mit Augenmaß und Sorgfalt schon bald wieder Gottesdienste feiern können“, twitterte der Chef des größten deutschen Bistums am Dienstag. „Ich meine kein kopfloses Zurück zur Normalität, sondern Gottesdienste, in denen wir uns genau an die Regeln halten, die wir in den letzten Wochen gelernt haben.“ Um einer Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen, finden die Gottesdienste derzeit vor leeren Bänken statt und werden im Internet übertragen.

Nächster Todesfall im Maternus Seniorencentrum

Das Maternus Seniorencentrum in Köln-Rodenkirchen meldet das nächste Todesopfer mit Covid-19-Infektion. Insgesamt starben in dem Heim 16 Menschen mit einer Corona-Erkrankung. 43 Bewohner sind aktuell noch infiziert, 16 von ihnen werden stationär im Krankenhaus behandelt.

Insgesamt vier Bewohner und fünf Mitarbeiter sind nach einer Corona-Infektion mittlerweile wieder genesen.

  • Montag, 13. April

Stadt Köln informiert über aktuell bestätigte Fälle

In Köln sind der Stadt zufolge mit Stand Montagnachmittag 2.054 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Das sind 27 mehr gegenüber dem Ostersonntag. 141 Patienten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne (Vortag 148), 73 davon auf der Intensivstation (Vortag 71). Die Zahl der Patienten, die wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten, stieg von 1.219 am Sonntag um rund 200 auf insgesamt 1.418. Weiterhin gab die Stadt den Tod von drei Personen bekannt, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Dabei handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 94 und 80 Jahren sowie einen 73-jährigen Mann, alle mit diversen Vorerkrankungen. Die Zahl der Todesopfer steigt damit auf 53. 

In der Mitteilung erinnerte die Stadt Köln erneut an das geltende Kontaktverbot: „Kein physischer Kontakt zu anderen Menschen – ob im freien oder in geschlossenen Räumen – ist der beste Schutz vor einer Infizierung mit dem Corona-Virus und trägt dazu bei, Infektionsketten zu durchbrechen sowie eine Ausbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen.“

Bislang wurden nach Angaben der Stadt wegen Verstößen gegen das Ansammlungs- bzw. Kontaktverbot Verfahren gegen insgesamt 1.902 Personen eingeleitet, darunter 551 in der vergangenen Woche und 340 Verfahren von Karfreitag bis Ostersonntag.   

Köln-Düsseldorfer verschiebt Saisonstart

Anbieter von Ausflugsdampfern auf dem Rhein müssen wegen des Coronavirus ihre Saison später beginnen lassen. Eigentlich sei Ostern seit fast 200 Jahren der Saisonauftakt der „Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt“ (KD). Aktuell bereite man sich jedoch darauf vor, erst am 1. Mai „in irgendeiner Weise“ mit Rund- und Linienfahrten beginnen zu können, sagte eine Sprecherin am Samstag auf Anfrage. Auflagen wie Abstandsregeln könnten auf den Schiffen erfüllt werden.

Auch wenn erste Fahrten im Mai beginnen könnten, werden Events und Partyschiffe wohl noch länger warten müssen. Außerdem würden internationale Gäste fehlen, die auf der Strecke am Mittelrhein rund die Hälfte der Passagiere ausmachten, beklagte das Unternehmen. Auch die „Weisse Flotte“ in Düsseldorf hat ihren Saisonstart zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben, teilte das Unternehmen mit.

  • Sonntag, 12. April

Polizei löst Versammlung am Aachener Weiher auf

16.06 Uhr: Die Kölner Polizei hat am Sonntagnachmittag eine unangemeldete Demonstration am Aachener Weiher aufgelöst. An der Aktion waren nach ersten Erkenntnissen zwischen 60 und 100 Menschen beteiligt, die gegen die vom Land verordneten Regeln zu Eindämmung des Coronavirus protestierten. So stellten sich die Personen etwa gegen das Kontaktverbot, sagte ein Polizeisprecher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Drei weitere Todesfälle in Köln

16 Uhr: Am Sonntag, 15.30 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln insgesamt 2.027 bestätigte Coronavirus-Fälle. 148 Corona-Patienten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 71 auf der Intensivstation. 1.219 Kölnerinnen und Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Seit Samstagnachmittag wurden zudem drei weitere Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 92-Jährige, eine 87-Jährige und einen 40-Jährigen, alle mit diversen chronischen Vorerkrankungen. Bislang sind damit 50 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, gestorben. Aktuell sind noch 758 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt.

  • Samstag, 11. April

Drei weitere Todesfälle in Köln – Mehr als 2000 Infektionen

16.45 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden sind in Köln drei weitere Personen an den Folgen ihrer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Stadt am Samstagnachmittag mit. Demnach handelt es sich dabei um einen 81-Jährigen, eine 88-Jährige und einen 94-Jährigen – alle litten unter diversen Vorerkrankungen.

Insgesamt gibt es in Köln (Stand 16 Uhr) 2016 bestätigte Fälle, 23 mehr als am Vortag. 149 Patienten befinden sich in stationärer Quarantäne im Krankenhaus, davon 78 auf der Intensivstation. 1185 Menschen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

  • Freitag, 10. April

Stadt Köln bestätigt weiteren Todesfall

Eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Person ist in Köln gestorben. Das teilte ein Sprecher der Stadt am Freitagnachmittag mit. Es handle sich dabei um eine 80 Jahre alten Mann, der diverse Vorerkrankungen gehabt haben soll. Somit sind bislang 44 Kölner, die positiv auf das Virus getestet wurden, gestorben.

Offiziell sind derzeit noch 798 Personen in Köln am Coronavirus erkrankt. Die Stadt bestätigte am Freitag den 1993. Fall – das sind 46 Fälle mehr als noch einen Tag zuvor. 1151 Personen konnten zwischenzeitlich bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. 

153 (Vortag 139) der Infizierten werden derzeit in stationärer Quarantäne behandelt, davon befinden sich 74 (Vortag 76) auf der Intensivstation.

Nothilfe-Fonds in Höhe von 700.000 Euro für Kölner Clubs

Die Stadtverwaltung hat einen Nothilfe-Fonds in Höhe von 700.000 Euro für Clubs und Konzertstätten beschlossen. Das Veranstaltungsverbot, das seit drei Wochen und noch mindestens bis zum 19. April gilt, hat Betreiber der freien Musikszene in eine existenzielle Krise gestürzt. Da Clubs und Live-Musikbetriebe mehrheitlich kostendeckend arbeiten und daher auf laufende Einnahmen angewiesen sind, droht dem Großteil nun Zahlungsunfähigkeit und damit die Insolvenz. Der Fonds soll die Liquidität stützen.

„Die Clubkultur in unserer Stadt gehört zu den Faktoren, die das positive Image unserer Stadt national und international prägen, die die besondere Lebensqualität ausmachen und Köln zu einer hochattraktiven Destination werden lassen“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Das Förderprogramm hat die Stadt Köln gemeinsam mit dem Interessenverband Klubkomm entwickelt. Infos zur Antragstellung finden Sie hier: www.koeln.business/coronavirus

Kölner Konzern Lanxess spendet zehn Tonnen Desinfektionsmittel

Der Kölner Spezialchemie-Konzern Lanxess spendet insgesamt zehn Tonnen Desinfektionsmittel an Krankenhäuser, Behörden und öffentliche Einrichtungen in 13 Ländern weltweit. In Deutschland geht die Spende für 100.000 Liter Desinfektionsmittel an die Corona-Stabsstelle des NRW-Gesundheitsministeriums, das das Material weiterverteilt. Das pulverförmige Produkt wird vor Ort in Wasser gelöst und reicht insgesamt für eine Million Liter. Damit lassen sich harte Oberflächen und Geräte, etwa in Krankenhäusern, desinfizieren. „Wir wollen mithelfen, die weltweite Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“, sagt Anno Borkowsky, Vorstandsmitglied bei Lanxess.

  • Donnerstag, 9. April

​Stadt Köln bestätigt fünf weitere Todesopfer

Die Stadt Köln hat am Donnerstagnachmittag bestätigt, dass fünf weitere am Coronavirus infizierte Personen gestorben sind. Dabei handelt es sich um eine 80-Jährige, einen 75-Jährigen, eine 97-Jährige und eine 78-Jährige, alle vorerkrankt, sowie einen 62-Jährigen, zu dessen Gesundheitszustand noch keine Informationen vorliegen.

Bislang sind damit 43 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben. Zudem haben sich 82 weitere Personen in Köln mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle von 1865 (am Mittwoch) auf 1947.

Somit sind offiziell derzeit noch 823 Kölner am Virus erkrankt, da 1081 Patienten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen wurden. 139 Corona-Patienten (Vortag 148) befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 76 (Vortag 68) auf der Intensivstation.

47-jähriger Kölner stirbt an Folgen einer Corona-Infektion

Im Fall des 47 Jahre alten, mit dem Sars-Coronavirus infizierten Mannes, der am Mittwoch tot in seiner Wohnung gefunden worden ist, sind Einzelheiten bekannt geworden. Demnach handelt es sich um einen studierten Mediziner, der aber zuletzt nicht oder nicht mehr als Arzt, sondern in einem anderen Beruf gearbeitet haben soll.

Er soll kurz vor seinem Tod noch über Atemwegsprobleme geklagt haben, aber trotz Drängen von Bekannten nicht zum Arzt gegangen sein. Die Gründe sind unklar. Der Mann soll mehrere Tage tot in der Wohnung gelegen haben.

Dass er mit dem Coronavirus infiziert war, wurde dem Vernehmen nach erst nach seinem Tod in der Rechtsmedizin festgestellt. Vorerkrankungen seien zumindest nicht bekannt gewesen, hieß es auf Nachfrage bei der Stadt.

Drei weitere Todesopfer im Maternus-Seniorencentrum

Im Maternus-Seniorencentrum in Rodenkirchen sind drei weitere Bewohner an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Allein in diesem Heim gibt es damit bisher 15 Todesopfer. 42 Bewohner sind aktuell infiziert, zwölf von ihnen werden im Krankenhaus behandelt. Außerdem gibt es acht weitere Verdachtsfälle im Haus. Die Zahl der genesenen Bewohner ist von zwei auf vier gestiegen. 

Ditib rät Risikogruppen zu Fastenverzicht im Ramadan

Angesichts der Corona-Pandemie rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen am Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke seien ohnehin vom Fasten befreit, sagte Generalsekretär Abdurrahman Atasoy der Deutschen Presse-Agentur. „Dieses Jahr empfehlen wir zusätzlich auch jenen, die sich zwar gesund fühlen, aber als sogenannte Risikogruppe gelten und sich körperlich nicht fit genug empfinden, ebenfalls auf das Fasten zu verzichten.“ Der islamische Fastenmonat beginnt in diesem Jahr am 24. April und endet einen Monat später. 

  • Mittwoch, 8. April

Stadt bestätigt vier weitere Todesfälle

Die Stadt Köln bestätigt, dass vier weitere am Coronavirus infizierte Personen gestorben sind. Dabei handle es sich um eine 80-Jährige und eine 65-Jährige, beide sollen Vorerkrankungengehabt haben, sowie eine 93-Jährige. Auch ein 47 Jahre alter Mann gehört zu den Todesopfern. Dieser war tot in seiner Wohnung aufgefunden und im Nachhinein positiv getestet worden. Er soll unter Atemwegsbeschwerden gelitten haben, hatte aber keinen Arzt aufgesucht. In Köln sind somit aktuell 38 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gestorben.

Zudem haben sich 26 weitere Personen in Köln mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle von 1839 (am Dienstag) auf 1865. Somit sind offiziell derzeit noch 848 Kölner am Virus erkrankt, da 1017 Patienten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen wurden. 148 der Infizierten befinden sich aktuell in stationärer Quarantäne, davon 68 auf der Intensivstation.

Hotelzimmer als Alternative zum Homeoffice

Die von der Corona-Krise hart getroffene Hotelbranche will mit einem neuen Geschäftsmodell zumindest einen Teil ihrer Zimmer vermieten. Betriebe bieten ihre Räume «als Alternative zum Homeoffice» an, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Berlin bestätigte. Auch die Hotelplattform HRS aus Köln ist in dieses Geschäft eingestiegen, wie sie am Montag mitteilte. Und auch das „25 Hours Hotel“ in der Kölner Innenstadt wirbt im Internet mit dieser Option.

Hier lesen Sie mehr: Corona trifft Kölner Hotelkette Dorint – „Wir versuchen, alle Arbeitsplätze zu retten“

Kölner Gesundheitsamt sucht Unterstützung in Corona-Krise

Das Kölner Gesundheitsamt sucht aufgrund der aktuellen Corona-Krise Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen sowie Medizinstudierende ab dem sechsten Semester, die Mitarbeiter bei der Betreuung von Menschen, die unter Quarantäne stehen, weil sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden, und deren Kontaktpersonen – sofern sie einer Risikogruppe angehören oder Symptome zeigen – unterstützen sollen. 

Es können sich auch Ärztinnen und Ärzte melden, die sich bereits im Ruhestand befinden. Bewerbungen nimmt die Stadt Köln per E-Mail an 11-bewerbungen@stadt-koeln.de entgegen. Nähere Informationen sind auf der offiziellen Internetseite der Stadt zu finden.

Taxifahrer sollen in Köln Kurierfahrten auffangen

Der Fahrdienst Free Now gibt Taxifahrern unter anderem in Teilen von Köln die Möglichkeit, den Geschäftsausfall durch die Coronavirus-Krise mit Kurierfahrten aufzufangen. Die neue Lieferservice-Option ist zunächst in Teilen von Köln und München verfügbar, wie das Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und BMW am Mittwoch mitteilte. Weitere Städte in Deutschland sollen in den kommenden Tagen folgen. Pro Fahrt nimmt Free Now (früher MyTaxi) einen Festpreis von 10 Euro. Neben Privatleuten, die Taxifahrer mit Abholungen beauftragen können, ist der Service auch für Lieferangebote zum Beispiel von Restaurants gedacht. Er soll zunächst für einige Wochen eingeführt werden, hieß es.

Appelrath Cüpper muss Insolvenz anmelden

Das Kölner Traditionsunternehmen Appelrath Cüpper muss Insolvenz anmelden. Der Damenmode-Filialist teilte am Dienstag mit, dass es einen „Sanierungsweg durch Eigenverwaltungsverfahren“ einschlägt. Mit einem Sanierungskonzept, das mit der Düsseldorfer Anwaltskanzlei Buchalik Brömmekamp erstellt wird und später in den Insolvenzplan münden soll, soll das Unternehmen die Corona-Krise meistern und sich damit wieder wettbewerbsfähig am Markt aufstellen.

Das Amtsgericht Köln hatte am 7. April einem entsprechenden Antrag des im Jahr 1882 gegründeten Traditionsunternehmens zugestimmt und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. „Nachdem wir mit einem außergewöhnlich guten Januar und Februar ins Jahr 2020 gestartet sind, hat uns die Corona-Pandemie in eine schwere Krise geführt“, sagt Lothar Schäfer, Geschäftsführer bei Appelrath Cüpper. Durch die behördliche Schließung aller 16 Filialen sei der Umsatz nahezu komplett eingebrochen. Zwar war die Situation auch vor Corona nicht einfach. Aufgrund diverser Restrukturierungsmaßnahmen befanden wir uns aber auf einem guten Weg. Leider hat Corona dann schlagartig alles verändert“, so Schäfer.

Die Unternehmensleitung bleibt bei der Insolvenz in der Eigenverwaltung weiterhin im Amt und wird die Sanierung unter Aufsicht des Gerichts und des Sachwalters selbstständig durchführen. Appelrath Cüpper vertreibt als Einzelhändler der Bekleidungsbranche deutschlandweit Bekleidung, Taschen, Accessoires und Schuhe für Damen. Während der Dauer des Verfahrens läuft der Verkauf im Online-Shop unvermindert weiter, die Filialen (z.B. in Köln und Bonn) bleiben aufgrund der Corona-Pandemie jedoch mindestens bis zum 20. April geschlossen.

Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 110 Millionen Euro und beschäftigt insgesamt rund 1000 Mitarbeiter. Diese wurden über die aktuelle Entwicklung informiert. Löhne und Gehälter sind in den ersten drei Monaten des Verfahrens über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit abgesichert.

  • Dienstag, 7. April

Stadt Köln bestätigt weiteren Todesfall

Die Stadt Köln hat am Dienstagnachmittag den 1839. Corona-Fall bestätigt – am Vortag waren es noch 47 Fälle weniger. Somit sind in Köln derzeit offiziell 867 Personen am Coronavirus erkrankt, denn 938 Kölner wurden zwischenzeitlich bereits wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten als geheilt. 145 der Infizierten befinden sich aktuell in stationärer Quarantäne, 71 davon auf der Intensivstation.

Zudem ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Person verstorben. Dabei handle es sich laut Stadt um eine 82 Jahre alte Frau, die an mehreren Grunderkrankungen gelitten habe. Insgesamt sind bisher 34 Kölner, die positiv auf das Virus getestet wurden, gestorben. 

Stadt rechnet mit deutlich weniger Einnahmen wegen Corona-Krise

Die Stadt Köln rechnet mit deutlich weniger Einnahmen wegen der Corona-Krise (lesen Sie hier mehr). Am Dienstagabend hat die Stadt ein erste Einschätzung zu den finanziellen Auswirkungen abgegeben. Mit Blick auf die Haupteinnahmequelle, die Gewerbesteuer, geht die Verwaltung davon aus, dass rund 240 Millionen Euro (etwa 17 Prozent) dem Haushalt fehlen könnten.

Auch bei den übrigen Steuerarten wird mit Mindererträgen gerechnet. Sollten sich die Annahmen des Bundes aus dessen Nachtragshaushalt bestätigen, stünden hier weitere Mindereinnahmen in Höhe von rund 89 Millionen Euro für die Stadt Köln in Rede, heißt es in der Mitteilung.

  • Montag, 6. April

Kölner Parks und Plätze bleiben geöffnet

In Köln sollen weiterhin alle Parks und Plätze für die Naherholung geöffnet bleiben – trotz großer Menschenmengen, die sich dort am Wochenende aufhielten. Derzeit seien keine Platzsperrungen zur Eindämmung des Coronavirus geplant, teilte die Stadtverwaltung dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit. „Am gestrigen Sonntag haben die Kölnerinnen und Kölner bewiesen, dass alle die gemeinsame Verantwortung mittragen und bis auf ganz wenige Fälle die Kontaktsperre einhalten“, sagte OB Henriette Reker: „Ein Dankeschön von mir an alle, die damit dazu beitragen, dass wir schneller aus der Krise kommen. Wenn das so bleibt, müssen wir über Platzsperrungen gar nicht nachdenken.“

Stadtweit war am ersten Wochenende der Osterferien 168 Mal gegen das Ansammlungs- oder Kontaktverbot verstoßen, seit Inkrafttreten der Corona-Schutzmaßnahmen am 23. März insgesamt 709 Mal. Damit hätte sich im Vergleich zur Gesamtbevölkerung nur ein kleiner Bruchteil nicht an die Regeln gehalten, heißt es von der Stadt. Die Verstöße seien „verschwindend gering“, sagte Stadtdirektor und Krisenstabschef Stephan Keller. Weil die Menschen in Köln die Regeln beherzigten, seien Sperrungen von öffentlichen Parks, Grünanlagen oder anderen Bereichen kein Thema.

Am Wochenende war es in den Grünanlagen teils so voll, dass es kaum möglich war, Abstand zu halten. Größtenteils waren die Menschen aber zu zweit oder mit der Familie unterwegs, und hielten sich damit an die Kontaktbeschränkungen. Andere NRW-Städte wie Essen, Münster und Dortmund hatten beliebte Ausflugsziele abgesperrt oder nur beschränkt zugänglich gemacht. Bonns OB Ashok Sridharan appellierte, nicht in die Altstadt zu gehen, um sich die berühmte Kirschblüte anzuschauen. Dort waren Mindestabstände in den vergangenen Tagen oft nicht eingehalten worden.

Stadt Köln meldet zwei weitere Todesfälle

Die Stadt Köln hat den 1792. Corona-Fall bestätigt. Am Vortag waren es noch 1768 bestätigte Fälle. 880 Kölner wurden hingegen zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als geheilt. Somit sind in der Stadt derzeit offiziell 879 Personen am Coronavirus erkrankt. 142 der Infizierten befinden sich aktuell in stationärer Quarantäne, davon 72 auf der Intensivstation. 

Zudem sind seit Sonntagnachmittag zwei weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Dabei handle es sich laut Stadt um eine 88 Jahre alte Frau und einen 89 Jahre alten Mann. Beide sollen an diversen Grunderkrankungen gelitten haben. Bislang sind somit 33 Kölner, die positiv auf das Virus getestet wurden, gestorben.

300.000 Euro als Hilfe für Kölner Sportvereine 

Die Stadt und der Stadtsportbund haben für die 630 Kölner Sportvereine einen Notfallfonds über 300.000 Euro angelegt. Der Vereinssport ist von der Corona-Pandemie stark betroffen, viele Clubs sind schon jetzt in ihrer Existenz bedroht. Der Notfallfonds wird durch Drittmittel und Spenden weiter aufgestockt und vom Stadtsportbund verwaltet. Neben einer zinslosen Stundung von Erbbaurechts- und Mietzinsen für die Sportanlagen werde die Pflege- und Unterhaltungsbeihilfe jetzt frühzeitig und vollständig ausgezahlt, um mehr finanzielle Flexibilität zu schaffen. Peter Pfeifer, Vorsitzender des Stadtsportbundes, sagte: „Dank an alle Sportvereine, die weiterhin für den Kitt in unserer Gesellschaft sorgen.“  

20141203lacrosse-mh0493 © Matthias Heinekamp 20141203lacrosse-mh0493

96 Pflegezimmer entstehen in Michaelshoven  

Um pflege- und unterstützungsbedürftigen Menschen in Corona-Zeiten sichere Angebote außerhalb von Krankenhäusern bieten zu können, wird die Stadt gemeinsam mit Fachleuten Tagespflegeeinrichtungen, die akut nicht gebraucht werden, herrichten und für die Kurzzeitpflege umgestalten.

So wird in der Diakonie Michaelshoven, in der Senioren und Menschen mit Behinderungen betreut werden, das Haus Simeon zu einer stationären Pflegeeinrichtung umgebaut. Insgesamt entstehen dort 96 zusätzliche Einzelzimmer, die ersten 30 schon innerhalb der nächsten drei Wochen.

Ziel ist es, so vielen Menschen wie möglich eine funktionierende Quarantäne in ihrem Lebensraum zu ermöglichen, und damit eine Überweisung in Krankenhäuser so lange wie möglich zu vermeiden.

Zwölftes Todesopfer in Maternus-Seniorencentrum bestätigt

Drei weitere Bewohner des Maternus.Seniorencentrums in Rodenkirchen sind am Wochenende an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Insgesamt gibt es allein in diesem Heim jetzt zwölf Todesopfer. 53 Bewohner sind aktuell infiziert, 13 von ihnen werden stationär im Krankenhaus behandelt. Insgesamt steigt die Zahl der in Kölner Pflegeheimen infolge einer Corona-Infektion gestorbenen Menschen damit auf 21.

Bayer AG spendet Desinfektionsmittel an Stadt Köln

Die Bayer AG mit Sitz in Leverkusen erweitert ihre Produktion und stellt mehrere zehntausend Liter Desinfektionsmittel her. Einen Teil davon spendet das Unternehmen nun im Rahmen der Nachbarschaftshilfe an die Stadt Köln.

Wolfram Sirges, Betriebsleiter Bayer Dormagen, will die Spende am Dienstag an den Kölner Stadtdirektor und Krisenstabschef Stephan Keller und den Kölner Feuerwehrchef Christian Miller übergeben. 

Der Bedarf an Desinfektionsmittel ist in der aktuellen Corona-Krise hoch. Allein die Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und der Rettungsdienst in Köln benötigen jede Woche rund 7500 Liter.

Köln prüft Sperrung beliebter Plätze

Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, prüft die Stadt offenbar, einzelne Plätze in Parkanlagen zu sperren. Bisher sei dies nicht konkret geplant, sagte OB Henriette Reker am Sonntag im Kölner Grüngürtel. Die Stadtspitze wolle aber die Wochenend-Bilanz des Ordnungsamtes abwarten. „Je nach Ergebnis können wir gar nicht anders, als auch darüber nachzudenken“, sagte Reker weiter. Eine weitere Verschärfung der Kontaktregeln, etwa eine komplette Ausgangssperre, sei zurzeit kein Thema.

  • Sonntag, 5. April

Zahlreiche Einweghandschuhe am Rheinufer zurückgelassen

Das ist unverschämt: In Höhe der Alten Liebe bei Rodenkirchen, haben Unbekannte zahlreiche Einweghandschuhe als Müll mitten am Rhinufer entsorgt.

handscuherodenkirchen © Voogt handscuherodenkirchen

Seit Samstag Nachmittag sind vier weitere Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, gestorben. Dabei handelt es sich um eine 89-Jährige, eine 84-Jährige, eine 87-Jährige und einen 91-Jährigen. Alle Personen litten an diversen Grunderkrankungen. Bislang sind damit 31 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, gestorben.

Insgesamt gibt es in der Stadt Köln insgesamt 1.768. (Vortag 1.748) bestätigte Corona-Virusfälle. 140 Corona-Patienten befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 68 (Vortag 57) auf der Intensivstation. Die Zahl der Kölnerinnen und Kölner, die zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen werden konnten, ist mit 730 Personen unverändert. Damit sind heute noch 1.007 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die sich am heutigen Sonntagmittag, 5. April 2020, gemeinsam mit Stadtdirektor Dr. Stephan Keller bei einer Begleitung des Ordnungsdienstes selbst einen Eindruck von der Einhaltung der Kontaktregeln verschafft hat: „Ich kann wirklich gut verstehen, dass man jetzt mit Freunden die Zeit draußen verbringen möchte. Aber ich appelliere an Sie: Halten Sie sich weiterhin an die Regeln der Kontaktsperre. Das Robert-Koch-Institut hat uns ja aktuell einen kleinen Hoffnungsschimmer gegeben, dass die Neuinfektionskurve etwas flacher verläuft. Dies sollte Anreiz und Bestätigung sein für unsere richtiges Verhalten.“

  • Samstag, 4. April

Kölner genießen Frühlingswetter trotz Corona-Krise

Im Grüngürtel haben am Samstagnachmittag viele Kölner trotz der Corona-Krise das Frühlingswetter genossen. Am Aachener Weiher etwa lagen hunderte Menschen auf der Wiese, auf Bänken oder vor dem geschlossenen Biergarten.

aachener2_pix © Alexander Holecek aachener2_pix

Auch der Spielplatz auf der Uniwiese wurde von vielen Erwachsenen trotz Verboten zum Sport genutzt. Die meisten Menschen waren zwar mit der Familie oder zu zweit unterwegs - das ist auch unter den Corona-Schutzmaßnahmen erlaubt.

aachener1_pix © Alexander Holecek aachener1_pix

Viele aber waren auch erkennbar mit Freunden verabredet oder auf gemeinsamer Radtour. Dem Appell von Politikern und Experten, nur absolut notwendige Aktivitäten in der Öffentlichkeit zu unternehmen, kamen viele also nicht nach. Ausreichend Abstand zu halten war unter diesen Bedingungen in einigen Bereichen kaum möglich.

Stadt Köln bestätigt einen weiteren Todesfall und 33 neue Infektionen

Nach Angaben der Stadtverwaltung sind in Köln 1748 durch einen Labortest bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Der Stand bezieht sich auf Samstag, den 4. April, 16 Uhr. Im Vergleich zum Vortag beträgt die Verdopplungszeit der Fallzahlen, die Rückschlüsse auf das Tempo der Ausbreitung ermöglicht, in Köln derzeit zwischen elf und zwölf Tagen. Damit setzt sich die Verlangsamung fort.

131 Corona-Patienten befinden sich derzeit in einem Krankenhaus, davon 57 auf der Intensivstation. Am Vortag waren es 65. „Die Zahlen zu den Patienten, die sich im Krankenhaus und auf der Intensivstation befinden, beinhalten nicht nur Kölner Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Erkrankten aus dem Um- und Ausland“, teilte das Presseamt mit. 730 Kölnerinnen und Kölner seien mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden. Damit seien noch 991 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt.

Seit Freitag ist eine weitere Person gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die 91-jährige Frau litt an mehreren Grunderkrankungen. Insgesamt sind in der Stadt bislang 27 Menschen gestorben, die nachgewiesenermaßen mit dem Virus infiziert waren.

Nach Kenntnis der Kölner Verwaltung planen einige Städte offenbar wegen des schönen Wetters, am Wochenende einige öffentliche Plätze und Parks zu sperren. Köln werde diesem Beispielen nicht folgen, sagte Stadtdirektor Stephan Keller: „Genauso klar ist und bleibt aber, dass die Regeln der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW befolgt werden müssen, vor allem hinsichtlich des Kontaktverbots.“

Lange Schlangen vor Kölner Supermärkten

Schlange stehen in der Frühlingssonne – so erleben viele Menschen den ersten Aprilsamstag in Köln. Vor allem der Einkauf von Lebensmitteln und Drogerieartikeln kann zu einer Geduldsprobe werden. Da sich die meisten Kunden vor den Läden an den gebotenen Abstand von mindestens eineinhalb Metern voneinander halten, erreichen die Reihen durchaus mal eine Länge von 30, 40 Metern. Das Gute: Man gelangt dann letztlich doch schneller in ein Geschäft, als man es beim ersten Anblick der Wartereihe auf dem Bürgersteig gedacht hat.

neusser strasse © adm neusser strasse

In den Läden gilt: Kein Einkauf ohne Einkaufswagen. Das soll dazu beitragen, dass sich die Gänge nicht zu sehr füllen. Der Aldi-Markt auf der Neusser Straße hat an seinen Einkaufswagen die Schlitze für Münzen und Chips abgeklebt, es wird somit kein Pfand verlangt. Viele Supermärkte stellen Mitarbeiter dafür ab, die Griffe der Wagen für jeden Kunden neu mit Desinfektionsmittel zu säubern. Andere verteilen am Eingang Einweghandschuhe.

Ein weiterer Eindruck: Der Anteil der Kölnerinnen und Kölner, die Atemschutzmasken tragen, nimmt von Tag zu Tag zu. Dabei scheinen selbstgeschneiderte Stoffmasken zu einer Art Mode-Accessoire zu werden. Die Teile sind mittlerweile in allen möglichen Mustern zu sehen.

Warnsystem informiert Besucher am Aachener Weiher über Lautsprecher 

Am Aachener Weiher werden seit dem heutigen Samstag Besucher der Parkanlage über ein Warnsystem mit Lautsprecherdurchsagen, Lichtsignalen und Informationen für Smartphones über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie informiert.

Warnsystem © Coptr Warn- und Schutzsysteme GmbH Warnsystem

Das gab der Aufsteller des Warnsystems, das Kölner Unternehmen Coptr, am Samstag bekannt. Mit den bereitgestellten Informationen soll die Bevölkerung zusätzlich und nachdrücklich sensibilisiert werden. Ursprünglich war die Warnanlage vor rund zweieinhalb Jahren aufgestellt worden, um Besucher des Parks über Unwetter zu warnen. Die Umrüstung auf Corona-Warnungen sei in enger Abstimmung mit dem Krisenmanagement der Stadt Köln erfolgt.      

Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht Klinik-Mitarbeitern Dank und Anerkennung aus

Mit einem Brief hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker allen Mitarbeitenden der Kliniken der Stadt ihren Dank und große Anerkennung für ihre Arbeit in der Corona-Krise ausgesprochen. In dem Schreiben, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt, spricht Reker davon, dass die aktuelle Lage die größte Herausforderung für Köln seit dem Zweiten Weltkrieg sei und vielen in diesen Tagen einen besonderen Einsatz abverlange.

Als Oberbürgermeisterin fühle sie sich der Gesundheit der Kölnerinnen und Kölner verpflichtet. Die Stadt werde deshalb weiterhin alles dafür tun, um das Infektionsrisiko in der Stadt zu verringern und Strukturen schaffen, um für jedes Szenario gewappnet zu sein. Reker sei sich sicher, dass Köln bestmöglich vorbereitet ist.

Neben den notwendigen Strukturen komme es aber auch auf die Menschen an, „die mit Können, Herz und Verstand für unsere Stadtgesellschaft eintreten“. Die Einsatzbereitschaft aller Mitarbeitenden der Kliniken der Stadt seien ein Beispiel dafür, wie stark sich Köln in diesen Tagen präsentiere. Reker kündigte zudem an, die Bedürfnisse der Mitarbeitenden der Kliniken der Stadt im Blick behalten zu wollen – unabhängig von der aktuellen Situation: „Köln braucht Sie – jetzt und in Zukunft!“

  • Freitag, 3. April

Stadt Köln bestätigt drei weitere Todesfälle und 49 neue Infektionen

Die Stadt Köln hat am Freitagnachmittag den 1715. Corona-Fall bestätigt – einen Tag zuvor waren es noch 1666, also 49 Fälle weniger. 139 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 65 auf der Intensivstation. 730 Personen wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen, sodass aktuell noch 959 Kölner am Coronavirus erkrankt sind.

Zudem teilte ein Sprecher der Stadt mit, dass drei weitere Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden, gestorben sind – somit gibt es aktuell insgesamt 26 Todesfälle in Köln. Dabei handle es sich um drei Männer im Alter von 74, 85 und 94 Jahren. Alle drei seien Bewohner in Senioreneinrichtungen gewesen und hätten an diversen Grunderkrankungen gelitten. 

c/o pop-Festival in Köln offiziell abgesagt

Das c/o-pop-Festival und die c/o-pop-Convention werden aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Das Festival hätte vom 22. bis 26. April stattfinden sollen. Die Veranstalter versuchen nun, Teile des Programms von Festival und Convention in den Oktober zu verschieben. Allerdings werden die Bezahlshows nicht Teil des Herbstprogramms sein. Die Einzel-, Festival- und Kombitickets werden von Ticketmaster zurückerstattet. Wer seine Ticketkosten nach der Rückerstattung spenden möchte, unterstützt damit die Kölner Clublandschaft, an die das Geld gespendet werden soll.

Radrennen „Rund um Köln“ abgesagt – Zukunft fraglich

Das traditionelle Radrennen „Rund um Köln“ wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Wie die Veranstalter mitteilten, wurde die für den 14. Juni geplante 104. Auflage des Rennens abgesagt. Es wird in diesem Jahr auch keinen Ersatztermin geben. Sogar die Zukunft des gesamten Events ist nun fraglich.

Ob das Rennen 2021 stattfinden kann, sei offen. „Die Chancen steigen, dass es „Rund um Köln“ auch 2021 noch geben wird, wenn jeder im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten seinen Teil dazu beiträgt“, sagte Geschäftsführer Markus Frisch von der „Köln Marathon Veranstaltungs- und Werbe GmbH“, die das Rennen erstmals organisieren sollte: „Das wird hart, aber es ist möglich.“

Kein Aufnahmestopp für Kölner Pflege- und Altenheime

Die Stadt Köln hat am Freitagvormittag mitgeteilt, dass es doch keinen Aufnahmestopp für Pflege- und Seniorenheime geben werde, den Köln als Kommune verhängt. Im Laufe des heutigen Tages werde dazu eine Lösung auf Landesebene erwartet, teilt eine Sprecherin der Stadt mit.

Drei weitere Tote im Maternus-Seniorencentrum

Im Maternus Seniorencentrum in Rodenkirchen sind drei weitere Bewohner an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Betreibergesellschaft Cura am Freitagmorgen mit. Somit ist die Zahl der Todesopfer im Seniorencentrum auf neun gestiegen. Erstmals starb in den vergangenen 24 Stunden auch ein Bewohner des Betreuten Wohnen. Die Zahl der Infizierten stieg zudem auf insgesamt 49, 14 von ihnen werden stationär im Krankenhaus behandelt. 

  • Donnerstag, 2. April

Stadt Köln bestätigt fünf weitere Todesfälle

Die Stadt Köln hat den 1666 Corona-Fall bestätigt – das sind 126 mehr als noch am Mittwoch. Zudem sind fünf weitere mit dem Virus infizierte Personen gestorben – somit gibt es aktuell insgesamt 23 Todesfälle in Köln. 130 Corona-Patienten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 60 Personen auf der Intensivstationen. Mittlerweile konnten 663 Kölner aus der Quarantäne entlassen werden. Am Donnerstag gelten somit 980 Personen als erkrankt.

Bei den fünf Verstorbenen handle es sich laut Stadt um drei Männer im Alter von 78, 83 und 90 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 95 und 100 Jahren. Sie alle seien Bewohner in Seniorenheimen gewesen und sollen unter diversen Grunderkrankungen gelitten haben.

Vier Todesfälle im Seniorenheim Clarenbachstift

Im Seniorenheim Clarenbachstift der Evangelischen Kirche in Braunsfeld sind vier am Coronavirus erkrankte Bewohner gestorben, teilte Leiterin Irina Helmert am Donnerstagvormittag mit. 20 weitere seien infiziert, einer befinde sich im Krankenhaus. Seit der ersten positiven Testung seien die Betreffenden in ihren Zimmern isoliert worden, Zutritt erhalte nur noch das Pflegepersonal. „In den Fluren und Zimmern der positiv getesteten Bewohner haben wir in Absprache mit dem Gesundheitsamt Hygieneschleusen eingerichtet“, berichtete Helmert.

Sechstes Todesopfer in Maternus-Seniorencentrum

Im Maternus-Seniorenzentrum in Köln-Rodenkirchen ist ein sechster Bewohner an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das hat am Mittwoch die Betreibergesellschaft Cura mitgeteilt. 16 Menschen aus dem Haus befinden sich aktuell in stationärer Behandlung, acht Infizierte und neun Verdachtsfälle werden im Heim behandelt.

KD muss Saisonstart wegen Corona-Krise verschieben

Seit fast 200 Jahren heißt es für die weiße Flotte der Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt alljährlich zu Ostern „Leinen los“ in die neue Saison. Doch angesichts der Corona-Krise darf keines der 14, in den Wintermonaten reparierten, verschönerten und herausgeputzten KD-Schiffe ablegen. Der Saisonstart ist zunächst auf den 1. Mai verschoben. „Wir haben unsere Gäste, die bereits Tickets für Fahrten bis dahin erworben hatten, informiert und Umbuchungen oder Erstattungen vorgenommen“, so KD-Geschäftsführer Achim Schloemer.

20200316kdschiffe-mh4099 © Matthias Heinekamp 20200316kdschiffe-mh4099

Man habe „alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen, um diese wirtschaftlich schwierige Phase zu überstehen, auch wenn viele internationale Gäste ausbleiben werden“. Die KD setzt zudem auch auf die Unterstützung der treuen Stammkundschaft. So erhalten alle, die bis Ende April einen drei Jahre gültigen Gutschein (Wert ab 25 Euro) online kaufen, fünf Euro extra hinzu.

  • Mittwoch, 1. April

Köln richtet Behandlungszentrum auf Messe-Gelände ein

Die Stadt Köln bereitet sich auf ein Worst-Case-Szenario vor. Zwar hoffe man weiterhin auf die „Trendwende“ in der Enwicklung der Fallzahlen, wie Stadtdirektor Stephan Keller am Mittwoch betonte. Dennoch wolle man für den Fall gewappnet sein, dass diese nicht eintrete. Zu diesem Zweck sollen die stationären Behandlungskapazitäten mit einer Sondereinrichtung aufgestockt werden.

Aktuell sind in Köln 54 Intensivplätze mit Corona-Patienten belegt. 350 Intensivbetten stehen zur Verfügung – diese könnten, so Keller, kurzfristig verdoppelt werden. Für den Fall, dass die Kliniken trotzdem an ihre Grenzen geraten, hat der Krisenstab die Feuerwehr nun mit den Vorbereitungen eines neuen Behandlungszentrums für Corona-Patienten beauftragt. Für den Fall eines Szenarios mit 700 belegten Intensivbetten werde ein Gebäude auf dem Messe-Gelände für „500 leicht bis mittelschwer Erkrankte, die Sauerstoff, aber keine Atemgeräte benötigen, vorbereitet“.

Stadt Köln bestätigt 18. Todesfall

Die Stadt Köln aktualisiert noch einmal die Zahlen, die Stadtdirektor Stephan Keller bei der Pressekonferenz am Mittwochnachmittag genannt hatte. Somit gibt es aktuell 1540 bestätigte Corona-Fälle in Köln. Nach wie vor wurden bereits 619 Personen zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen, so dass derzeit 903 Kölner am Coronavirus erkrankt sind.

Zudem bestätigt die Stadt einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind bisher 18 Personen verstorben.

Seit Dienstagnachmittag sind vier Personen verstorben. Dabei handelt es sich um eine 82-Jährige, eine 86-Jährige, einen 83-Jährigen und einen 87-Jährigen. Alle Verstorbenen sollen laut Stadt an diversen Grunderkrankungen gelitten haben.

Stadt Köln sucht Pflegekräfte für Alten- und Pflegeheime

Die Stadt Köln sucht Pflegekräfte, die unterstützend in Alten- und Pflegeheimen arbeiten können. Denn die Zahl der Hochbetagten und Pflegebedürftigen, sie sich mit dem Coronavirus infizieren, steigt stetig. Um weniger Menschen den aktuellen Gefahren auszusetzen, werden Erkrankte und Kontaktpersonen seit einigen Wochen durch das Gesundheitsamt in häusliche Quarantäne gestellt – auch Fachkräfte aus Krankenhäusern und Pflegeheimen gehören.

Daher sollen nun examinierte Pflegefachkräfte und entsprechend anerkannte Pflegeassistenten, Heilerziehungspfleger und Pflegehelfer für die Unterstützung in der Pflege sowie Medizinische Fachangestellte und Physiotherapeuten angestellt werden. Das meldete ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Wer jene Voraussetzungen erfülle und Interesse habe zu helfen, könne sich per Mail an pflegepersonal@stadt-koeln.de melden.

Kölner Hotels dürfen wieder öffnen

Die Kölner Hotels, die nach einer Verfügung der Stadt schließen mussten, dürfen wieder öffnen – wenn auch nur für Geschäftsreisende, Politiker, Flugzeugbesatzungen, Journalistencrews und andere. Touristen dürfen weiterhin nicht beherbergt werden – allerdings gibt es die zurzeit auch nicht.

Hintergrund ist zum einen, dass das Land vorgeschrieben hatte, dass Beherbergungsbetriebe für Geschäftsreisende offen gehalten werden müssen. Auch hatte sich die Dorint Gruppe mit Sitz in Köln vor dem Verwaltungsgericht gegen die Regelung der Stadt gewehrt. Nun sind die Häuser am Heumarkt, an der Messe und in Junkersdorf wieder auf, so Eigentümer Dirk Iserlohe.

Neuer Inhalt (4) © Dorint Neuer Inhalt (4)

Die Belegung sei zwar sehr niedrig, da zurzeit auch kaum Geschäftsreisen gemacht werden. Jedoch habe man schon früh passend zur Krise ein Homeoffice-Programm entworfen – Zimmer können nun als Tagesbüro angemietet werden, um dort zu arbeiten, etwa wenn das zu Hause nicht möglich ist. Frühstück und Mittagessen wird vor die Tür gestellt, alle Hygiene-Vorschriften werden beachtet.

Für die meisten Hotels wird die neue Regelung aber wohl kaum ein Anlass sein, wieder zu öffnen, so Jürgen Amann, Chef von Köln Tourismus. „Die Nachfrage ist gar nicht gegeben.“ Kleine Betriebe seien weiterhin auf finanzielle Hilfen angewiesen. Wolf Hönigs, Eigentümer des Hotels Lint in der Altstadt mit 18 Zimmer, sagt: „Für mich rechnet es sich nicht, für eine Handvoll Gäste den ganzen Betrieb wieder anlaufen zu lassen.“ Das Aufkommen von Geschäftsreisen läge ohnehin bei fast null.

Mehr als 1500 bestätigte Corona-Fälle in Köln

Stadtdirektor Stephan Keller bestätigte bei der Pressekonferenz im Historischen Rathaus am Mittwochnachmittag den 1532. Corona-Fall in Köln. Am Dienstag waren es noch 1431 Fälle. 116 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 54 davon auf der Intensivstation. Zwischenzeitlich wurden bereits 619 Personen wieder aus der Quarantäne entlassen. Somit sind aktuell 913 Kölner mit dem Virus infiziert.

Zudem seien drei weitere Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Genauere Angaben zur Identität der Personen machte Keller nicht.

„Die Lage ist und bleibt ernst. Und sie ist angespannt“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Sie wisse, was sie den Kölnern derzeit durch die Einschränkungen im öffentlichen leben abverlange, „aber wird sind auf einem guten Weg und dürfen diesen jetzt nicht verlieren“. Doch sie blicke bedrückt auf die Situation in den Alten- und Pflegeheimen. Stadtdirektor Keller sagte daher, dass es keine weiteren Aufnahmen mehr in den verschiedenen Heimen geben soll, um die dort derzeit lebenden Bewohner vor Neuinfizierungen zu schützen.

Luftwaffe bringt weitere italienische Patienten nach Köln

Die Luftwaffe ist am Mittwoch zu einem weiteren Flug nach Bergamo gestartet, um schwer an Covid-19 erkrankte Italiener zur Behandlung nach Deutschland zu fliegen. Mit dem Flug des Airbus A310 MedEvac sollten sechs Intensiv-Patienten nach Köln gebracht werden, sagte ein Luftwaffen-Sprecher am Mittwoch in Berlin. Sie sollen in zivile Krankenhäuser behandelt werden.

Der Spezial-Airbus ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr und wird eingesetzt, um wegen der dramatischen Notlage in den Krankenhäusern Norditaliens zu helfen. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer erklärte dazu am Mittwoch über Twitter: „ITA braucht weiter unsere Hilfe. Wir stehen fest an der Seite unserer Partner und fliegen für Sie mit unserem A310 MedEvac.“

Rodenkirchener Seniorenheim vollständig unter Quarantäne

Das Maternus-Seniorencentrum in Rodenkirchen, in dem bereits fünf Bewohner im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben sind, steht seit Dienstagabend vollständig unter Quarantäne. Das teilte Bezirksbürgermeister Mike Homann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwoch mit. Grund dafür sei, dass alle 130 Bewohner Erstkontakt mit infizierten Personen gehabt haben sollen.

Stadt Köln kündigt weitere Maßnahmen an

Die Stadt Köln wird sich am Mittwochnachmittag in einer Pressekonferenz des Krisenstabs zur Situation der Alten- und Pflegeheime und speziell der Lage in Rodenkirchen äußern. Gefordert wird von einigen Experten eine Ausgangssperre für Heime, in denen es Covid-19-Infektionen gibt.

Bei der Pressekonferenz im Historischen Rathaus werden Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Stadtdirektor Stephan Keller und Gerhard Wiesmüller, Leiter der Abteilung Infektions- und Umwelthygiene des Gesundheitsamts, über die aktuelle Situation in Köln informieren.

Fünfter Todesfall in Kölner Maternus-Seniorencentrum

Die Situation im Maternus-Seniorencentrum in Rodenkirchen ist außer Kontrolle geraten. Stand Mittwochmorgen, sind fünf Bewohner an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, insgesamt 20 Senioren aus dem Haus werden aktuell im Krankenhaus behandelt – neun von ihnen wurden positiv getestet, bei den anderen besteht der Verdacht auf eine Infektion.

Auch 15 Mitarbeiter des Alten- und Pflegeheims haben sich infiziert, elf befinden sich außerdem in häuslicher Quarantäne. „Die Lage ist sehr ernst“, sagte eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Cura dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das Unternehmen geht davon aus, dass weitere Fälle dazukommen: Die Menschen, die in Appartements im Betreuten Wohnen leben, seien inzwischen alle getestet worden – „Die Zahlen liegen uns erst nach Vorlage der Auswertung vom Gesundheitsamt vor“, so die Sprecherin.

Bislang meldet der Betreiber drei Infizierte im Betreuten Wohnen, von denen zwei im Krankenhaus behandelt werden. Das Seniorencentrum mit stationärer Pflege hat aktuell fünf Todesopfer, zehn Infizierte und 21 Verdachtsfälle zu beklagen. 

  • Dienstag, 31. März

Maternus-Seniorencentrum beklagt vier Todesopfer

20.02 Uhr: Im Maternus-Seniorencentrum im Stadtteil Rodenkirchen sind inzwischen vier Bewohner der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Das sagte eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Cura dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Dienstagabend. „Die Lage ist sehr ernst. Die infizierten Bewohner werden in separaten Einzelzimmern versorgt und betreut. Es wurden entsprechende Schleusen eingerichtet. Die Mitarbeiter sind mit persönlicher Schutzausrüstung einschließlich FFP2-Masken ausgestattet, so dass Ansteckungen auf ein Minimum reduziert werden können,“ teilte die Sprecherin weiter mit.

Mehr als 1400 Corona-Infizierungen in Köln – 14 Todesfälle

Köln hat nun 14 Corona-Tote zu beklagen. Ein 85-Jähriger ist am Montagabend in einem Pflegeheim verstorben. Am Dienstag starb ein 84-Jähriger in einem Krankenhaus, auch eine 99-Jährige starb. Alle hatten diverse Vorerkrankungen.

Aktuell gibt es in Köln nun 1431 bestätigte Coronavirus-Fälle. Tags zuvor waren es 1369. 109 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 47 auf der Intensivstation. 551 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen und gelten als geheilt. Damit sind heute noch 880 Kölner an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt.  

Pflicht für Mundschutz in Köln: Stadt bezieht Stellung

Jena will als erste deutsche Großstadt das Tragen eines Mundschutzes zur Pflicht machen. Nun wird bundesweit darüber diskutiert, ob diese Regelung auch für andere Städte und Regionen infrage kommt. In Köln scheint man diesen Weg nicht gehen zu wollen.

In einem Statement antwortet Stadtdirektor Stephan Keller auf die Frage, ob eine Masken-Pflicht in Köln möglich wäre: „Wenn ich eines in dieser Krise gelernt habe, dann ist es, dass das Infektionsschutzgesetz sehr viel rechtlich möglich macht. Aber wir können den Menschen nicht etwas vorschreiben, was wir ihnen nicht ermöglichen. Es gibt einfach nicht genug Masken. Und den Run auf Masken, den wir dann auslösen würden, können wir nicht verantworten. Es wäre sinnvoll, wenn wir alle Masken tragen würden. Ich rate auch jedem, der eine hat, sie zum Beispiel beim Einkaufen zu tragen.“

Oster-Gottesdienste im Kölner Dom nur per Livestream

Die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen können wegen der Corona-Krise erstmals nicht im Kölner Dom stattfinden. „Grund dafür ist das weiterhin gültige Veranstaltungsverbot der Stadt Köln, das auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften gilt“, so Dompropst Gerd Bachner. Die Gottesdienste finden daher unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, sollen aber auf der Internetseite von domradio.de live übertragen werden.

Köln hat mehr Corona-Infektionen als Heinsberg

In Nordrhein-Westfalen hat Köln nun die meisten nachgewiesenen Corona-Infektionen und überholte somit den stark betroffenen Kreis Heinsberg. In der größten Stadt des Bundeslandes stieg die Zahl der positiv getesteten Menschen am Dienstag (10.00 Uhr) auf 1369. Einen Tag zuvor waren es 1290. Schon am Montag zählte die Millionenstadt mehr Fälle als Heinsberg. Die Zahl der Toten stieg in Köln um 2 auf 11.

  • Montag, 30. März

Stadt bestätigt 50 neue Corona-Fälle in Köln

In Köln gibt es den 1369. bestätigten Corona-Infizierten. Am Sonntag waren es 1319 Fälle. 101 Patienten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 42 auf der Intensivstation. 462 Kölner wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als geheilt. Damit sind aktuell noch 907 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Bislang sind elf Patienten an den Folgen gestorben.

1. FC Köln verteilt 500 Liter Desinfektionsmittel

„In Tagen wie diesen muss man den kölschen Klüngel positiv nutzen“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle, als er am Montag mit Apotheker Thomas Kelz 500 Liter Desinfektionsmittel an Christian Miller, den Chef der Kölner Berufsfeuerwehr überreichte. „Das ist für uns wie flüssiges Gold“, sagte dieser und kündigte an, dass damit nun städtische Wohnheime und Pflegeeinrichtungen beliefert werden sollen. „Da wird es nun am nötigsten gebraucht.“

20200330_ths_feuerwehr_04 © Thilo Schmülgen 20200330_ths_feuerwehr_04

Wehrle freute sich, dass auch in solchen Notsituationen das Netzwerk des 1. FC Köln und seiner Stiftung funktioniert. So hat FC-Fan Udo Schulze aus Leipzig von seinem Arbeitgeber günstig Ethanol organisiert, aus dem Kelz Desinfektionsmittel hergestellt hat. „Meine Apotheke ist in Bocholt, ich wohne in Düsseldorf, aber ich bin in Köln geboren und schon immer FC-Fan.“ Alle Transporte wurden von Vereinsmitgliedern übernommen.

Initiative sammelt hohe Summe für lokale Betriebe

Eine Woche nach dem Start hat das gemeinnützige Portal „Veedelsretter“ rund 85.000 Euro für Unternehmen und Selbstständige in Köln eingesammelt. 15.000 Euro der Gesamtsumme kamen für den Veedelssoli zusammen – eine Unterstützung ohne direkte Gegenleistung.

Die Kölner Digitalagentur „Railslove“ hat die Plattform „Veedelsretter“ aus dem Boden gestampft und bietet dort allen Unternehmen und Selbstständigen – vom kleinen Theater oder Lokal bis zum freien Fotografen – die Möglichkeit, sich kostenfrei zu registrieren und Gutscheine anzubieten.

Mehr als 500 ​Geschäfte, Kultureinrichtungen, Lokale und Kleinstbetriebe aus Köln haben sich mittlerweile auf dem Portal registriert, 2.150 Gutscheine für Läden und Betriebe in der Nachbarschaft wurden bislang gekauft.

  • Sonntag, 29. März

Elf Todesfälle und mehr als 1300 Corona-Fälle in Köln

Die Stadt meldet am Sonntagnachmittag insgesamt 1319 bestätigte Corona-Infektionen. 96 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 40 auf der Intensivstation. 462 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.

Weiterhin vermeldet die Stadt zwei weitere Todesfälle aufgrund des Coronavirus. Ein 85-jähriger Kölner ist am Sonntag in einem Kölner Altenheim verstorben. Er litt an diversen Vorerkrankungen. Eine 83-jährige Person starb am Sonntag in einem Kölner Krankenhaus. Auch diese Person hatte umfangreiche Vorerkrankungen. Damit sind bislang in Köln insgesamt elf Menschen an den Folgen des Corona-Virus gestorben.

  • Samstag, 28. März

1249 bestätigte Fälle in Köln – neun Todesopfer

Im Stadtgebiet Köln haben sich insgesamt 1249 Personen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Stadt Köln meldete am Samstagnachmittag 88 neue Fälle und zwei neue Todesopfer. Die Anzahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen bleibt somit seit Mitte der Woche etwa gleich. Insgesamt wurden mittlerweile 417 Personen aus der Quarantäne entlassen.

Beide am Samstag gemeldeten Todesopfer (83 und 79 Jahre alt) hatten zuvor an Vorerkrankungen gelitten. Insgesamt sind bislang neun Personen in Köln an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Kölner genießen Frühlingswetter allein oder zu zweit

Obwohl schönstes Frühlingswetter am Samstag nach draußen gelockt hat, haben sich laut Polizei die meisten Menschen in Köln an die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise gehalten. Am Rheinufer, in Parks und Grünanlagen seien viele allein oder zu zweit unterwegs gewesen, hieß es. Die Straßen und Plätze in der Innenstadt blieben weitgehend leer.

Neuer Inhalt (4) © Grönert Neuer Inhalt (4)

Die Polizei musste am Vormittag lediglich sechs Gäste einer Hochzeitsgesellschaft bitten, auseinander zu gehen. Den Feiernden seien die wegen der Corona-Pandemie geltenden Verhaltensregeln nicht bewusst gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppe habe sich aber schnell zerstreut und entfernt.

bopp_20_021045 © Eduard Bopp bopp_20_021045 bopp_20_021058 © Eduard Bopp bopp_20_021058

Luftwaffe fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Köln

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Das Flugzeug sollte am späten Mittag zurück in Köln sein. Die Patienten sollten zur Behandlung in zivile Krankenhäuser gebracht werden. Nach dpa-Informationen sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

  • Freitag, 27. März

Regelmäßig meldet das Gesundheitsamt die bestätigten Corona-Fälle und die Anzahl der Genesenen. In den vergangenen Tagen waren es weniger neue Fälle als erwartet. Doch was sagen die Werte über die tatsächliche Ausbreitung der Krankheit? Lesen Sie hier unsere Analyse. 

Siebtes Todesopfer bestätigt

Das Coronavirus hat in Köln zwei weitere Todesopfer gefordert. Am Donnerstagabend starb ein 65-jähriger Kölner, der an diversen Grunderkrankungen litt, in einem Kölner Krankenhaus.  Bei dem weiteren Todesopfer handelt es sich um eine 63-jährige Patientin, die unter einer schweren Grunderkrankung litt, und gestern mit einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Sie ist am heutigen Freitag in der Klinik verstorben. Damit sind bislang insgesamt sieben Personen in Köln an den Folgen des Coronavirus verstorben.

Die Stadt Köln hat die insgesamt 1161. Coronainfektion bestätigt. Aktuell befinden sich 52 dieser Infizierten in stationärer Quarantäne, davon 13 auf der Intensivstation. 417 Personen wurden inzwischen aus der Quarantäne entlassen.

Drei Millionen Euro für freie Kultur 

Auch wenn die Folgen und Schäden der Corona-Pandemie derzeit noch nicht in Gänze absehbar sind, zeichnet sich ab, dass die freie Kulturszene in Köln durch ausgefallene Termine und Einnahmeverluste in erheblichem Maße betroffen ist. Die Stadt hat nun einen Notfallfonds über drei Millionen Euro eingerichtet. Das Soforthilfeprogramm richtet sich an schon bisher von der Stadt geförderte freie Kultur-Betriebe und Kultur-Vereine, die in wirtschaftliche Schieflagen und Liquiditätsengpässe geraten sind. 

Zusätzlich entwickelt die Wirtschaftsförderung auch eine Nothilfe zur Förderung der ebenfalls existentiell betroffenen Clubkultur – hier wird aber noch an einem genauen Programm.

„Kunst und Kultur sind kein Luxus, sondern sie sind die Seele unserer Stadt und Teil der Lebensgrundlage aller Bürgerinnen und Bürger. Die Stadt trifft deshalb im Rahmen ihrer Möglichkeiten Vorsorge, dass die vielfältige freie Kunst- und Kulturszene in Köln auch nach der Corona-Pandemie weiter blüht“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Kölner Polizei zieht Corona-Bilanz

Die Corona-Schutzverordnung hat der Polizei in Köln bislang vergleichsweise wenig Arbeit gemacht. Seit Montag sind unter anderem Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit sowie Grillen oder das Betreten von Spielplätzen untersagt. Die Polizei musste auf ihren Streifenfahrten und nach Hinweisen von Zeugen bislang insgesamt 170-mal einschreiten. „Zumeist reichten aufklärende Gespräche“, berichtete eine Polizeisprecherin. Die Beamten schrieben 23 Anzeigen.

Polizeipräsident Uwe Jacob lobte die Kölner für ihre „tolle Disziplin“. In seltenen Fällen träfe die Polizei auf Gaststätten oder Cafés, die trotz Verbots geöffnet hätten, sagte die Sprecherin. Bislang dreimal wählten Supermarkt-Angestellte den Notruf, weil Kunden wegen des „Pro-Kopf-Limits“, das vielerorts für bestimmte Waren gilt, handgreiflich geworden seien. (tis)

Versorgung von Obdachlosen laut Stadt sichergestellt

Nach Angaben der Stadt Köln ist die Betreuung von Wohnungslosen und Drogensüchtigen während der Corona-Maßnahmen gesichert. Einige Angebote seien derzeit zwar stark eingeschränkt, aber gerade in Krisenzeiten sei es wichtig, für Menschen in Not da zu sein. Streetworker seien weiterhin in der Stadt unterwegs, wie Kölns Sozialdezernent Harald Rau versichert. Einige Hilfsangebote wie die Frauen-Notschlafstelle „comeback“ bleiben weiterhin offen.

IHK Köln verschiebt Prüfungen in den Sommer

Die IHK Köln verschiebt aufgrund der Coronakrise alle schriftlichen Prüfungen in den Sommer. Hiervon betroffen sind die Prüfungen in allen Ausbildungsberufen sowie Fortbildungsprüfungen.

Die IHK Köln plant, die schriftlichen Ausbildungsprüfungen in der Kalenderwoche 25 durchzuführen. Am 16. und 17. Juni 2020 sollen die industriell-technischen, am 18. und 19. die kaufmännischen schriftlichen Abschlussprüfungen stattfinden. Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr für ihre Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, erhalten die Möglichkeit, die Prüfung im Herbst zu absolvieren. Der Prüfungszeitraum der praktischen Prüfungen beginnt wie geplant am 4. Mai.

  • Donnerstag, 26. März

Stadt Köln gibt sieben weitere Corona-Fälle bekannt

Mehr als drei Stunden nach der Pressekonferenz der Stadt im Historischen Rathaus, bestätigt ein Sprecher sieben weitere Corona-Fälle. Aktuell haben sich 1075 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Anzahl der Menschen, die sich in stationärer Quarantäne sowie auf der Intensivstation befinden, würden sich dadurch aber nicht ändern, so der Sprecher.

Stadt Köln bestätigt fünften Todesfall

Die Stadt Köln bestätigt den fünften Todesfall in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. Ein 83 Jahre alter Mann, der mehrere Vorerkrankungen gehabt haben soll, sei am heutigen Donnerstag in einem Krankenhaus gestorben.

Zudem gibt es in Köln aktuell 1068 bestätigte Corona-Infizierungen. 43 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne – 14 liegen auf der Intensivstation, davon acht an Beatmungsplätzen. 284 Personen wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als geheilt. Das teilte Stadtdirektor und Leiter des Krisenstabs Stephan Keller bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus am Donnerstagnachmittag mit. „Die Zahlen liegen in dem von uns prognostizierten Bereich“, sagte er. „Das gibt uns die Sicherheit, dass wir bei den Planungen für die Beatmungsplätze und weitere Kapazitäten auf dem richtigen Weg sind.“

Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker nahm an dieser Veranstaltung teil und betonte, dass die Lage in Köln nach wie vor ernst sei. „Mir ist es wichtig, noch einmal zu betonen, wie lebenswichtig es ist, die neu gelernte Distanz durchzuhalten“, so Reker weiter.

28022020_OB zurueck_14 © Martina Goyert 28022020_OB zurueck_14

Zudem wendete sich die Oberbürgermeisterin an die Personen, die derzeit mit einer existenziellen Herausforderung konfrontiert werden. „Wir werden alles versuchen, dass aus dieser Herausforderung keine Überforderung wird“, so Reker.

Der freien Kulturszene sicherte sie etwa einen Notfallfonds als städtisches Soforthilfeprogramm in Höhe von drei Millionen Euro zu. Dieser richte sich an geförderte freie Kultur-Betriebe und Kultur-Vereine, die durch die Coronakrise in eine existenzbedrohliche, wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten seien. „Kunst und Kultur sind kein Luxus, sondern sie sind die Seele unserer Stadt und Teil der Lebensgrundlage aller Bürgerinnen und Bürger. Die Stadt trifft deshalb im Rahmen ihrer Möglichkeiten Vorsorge, dass die vielfältige freie Kunst- und Kulturszene in Köln auch nach der Corona-Pandemie weiter blüht“, so Reker.

OB Reker zurück im Rathaus – Neue Entscheidungen für Köln

Nach ihrer zweiwöchigen Zeit in häuslicher Quarantäne ist die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker zurück im Rathaus. Sie wird am Nachmittag die Ratssitzung, die wegen der Coronakrise erstmals im Gürzenich stattfinden wird, leiten.

Zudem kündigte ein Sprecher der Stadt an, dass Stadtdirektor Stephan Keller nach der Sitzung des Krisenstabs weitere Entwicklungen und Entscheidungen bei einer Pressekonferenz um 14 Uhr im Historischen Rathaus vorstellen wird.

Busfahrer der KVB sollen besser geschützt werden

Damit der öffentliche Nahverkehr in Köln weiterhin gewährleistet werden kann, nutzen die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) verschiedene Möglichkeiten, um ihre Mitarbeiter vor der Übertragung des Coronavirus zu schützen. 

Nach einer Interimslösung aus Flatterbändern, sollen die Fahrer der KVB-Busse ab dem Wochenende durch eine spezielle Folien, die hinter den Fahrerständen angebracht werden sollen, geschützt werden. Zudem wird die vordere Tür der Busse nicht mehr geöffnet, Fahrgäste müssen im hinteren Bereich einsteigen.

Viele andere Beschäftigte arbeiten im Home Office. Im Fahrzeug- und Infrastrukturbereich arbeiten hingegen nur noch feste Kleingruppen miteinander. 

  • Mittwoch, 25. März

Kölner Oberbürgermeisterin negativ auf Coronavirus getestet

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Da sie Kontakt zu einer mit dem Virus infizierten Person hatte, verbrachte Reker die vergangen 14 Tage in häuslicher Quarantäne. 

„Die Oberbürgermeisterin hat sich heute anlässlich des regulären Endes ihrer häuslichen Quarantäne auf das Corona-Virus testen lassen. Das Ergebnis liegt nun vor und ist negativ“, teilte der Leiter des Presseamtes, Alexander Vogel, am Mittwoch mit. Reker werde ab Donnerstag ihre Geschäfte wieder von ihrem Büro im Rathaus aus führen und auch die Ratssitzung im Gürzenich leiten.

1002 Corona-Fälle in Köln – viertes Todesopfer bestätigt

Die Stadt Köln hat einen vierten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Am Dienstag verstarb eine 89 Jahre alte Frau, die an diversen Vorerkrankungen litt, in einem Kölner Krankenhaus.

Zudem bestätigt ein Stadtsprecher den 1002. Corona-Fall in Köln. 43 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 14 davon auf der Intensivstation. 284 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.

70 Häftlinge werden frühzeitig aus Kölner JVA entlassen

In der JVA Köln-Ossendorf betrifft der Erlass von NRW-Justizminister Peter Biesenbach, Gefangene mit geringer Haftdauer wegen der Coronakrise frühzeitig freizulassen, etwa 70 Häftlinge – darunter hauptsächlich Männer. Drei seien am Mittwoch bereits entlassen worden, sagte Gefängnisleiterin Angela Wotzlaw dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Um eine Zugangs- und Quarantäneabteilung einzurichten und alle Insassen in einer Einzelzelle unterbringen zu können, müssten aber noch ungefähr 100 weitere Häftlinge die JVA verlassen, sagte Wotzlaw. Dazu liefen nun Gespräche mit der Landesregierung. Möglich seien auch Verlegungen in weniger stark beanspruchte Gefängnisse, so Wotzlaw.

Stadtrat tagt wegen Coronakrise erstmals im Gürzenich

Der Stadtrat will an diesem Donnerstag zum ersten Mal in seiner Geschichte im Gürzenich tagen. Dessen Festsaal ist um einiges größer als der Sitzungssaal im Rathaus. Die Politiker können somit mehr Abstand halten, ohnehin will das Gremium in verminderter Zahl zusammenkommen. Die Stadtverwaltung plant, die Sitzung in einem Live Stream zu übertragen. Allerdings müssen noch technische Details geklärt werden. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Vorschlag der Verwaltung, auf Kita-Beiträge und Gebühren für die Offene Ganztagsbetreuung an Schulen für den Zeitraum der Schließung zu verzichten. 

  • Dienstag, 24. März

921. Corona-Fall in Köln – 235 Personen gelten als geheilt

Die Stadt gibt noch einmal aktuelle Zahlen bekannt: Damit gibt es nun 921 bestätigte Corona-Fälle in Köln. 35 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon elf auf der Intensivstation. 235 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als geheilt.

Bis zu 25.000 Euro Strafe für Verstöße

Er sei „eigentlich guten Mutes, dass sich die Kölnerinnen und Kölner an die Regeln halten“, sagte Stadtdirektor Stephan Keller am Dienstag. Der Chef des Krisenstabes stützt seine Zuversicht auf die Beobachtungen und vor allem die Einsatzzahlen des Ordnungsdienstes. Dessen Streifen haben seit dem vorigen Freitag rund 120 Verstöße gegen die im Zusammenhang mit der Coronakrise verhängten Auflagen wahrgenommen. In 17 Fällen hätten seine Kollegen Versammlungen mit mehr als zwei Menschen aufgelöst, in 16 Fällen hätten sie Gastwirte ermahnt, so Keller.

Insgesamt 59 Gewerbetreibende hätten sich nicht an die Einschränkungen gehalten, 22 Mal sei gegen das Aufenthaltsverbot auf Spielplätzen verstoßen worden. Außerdem habe der Ordnungsdienst drei Fälle unerlaubter Prostitution gemeldet. „Das ist für eine Millionenstadt ein moderates Geschehen“, bewertete Keller die Bilanz. Bislang seien noch keine Bußgelder verhängt worden. Einem seit Dienstag geltenden Erlass des Landes zufolge sollen Verstöße mit Strafen zwischen 200 und 25.000 Euro geahndet werden. 

„Task Force“ für Corona-Fälle in Alten- und Pflegeheimen

Köln richtet für Coronavirus-Fälle in Alten- und Pflegeheimen eine „Task Force“ ein. Die Bewohner der Einrichtungen gehörten zu den „vulnerablen Personengruppen“, erklärte Stadtdirektor Stephan Keller am Dienstag. Die müssten besonders umfassend vor dem Virus geschützt werden, weil sie im Fall einer Ansteckung besonders gefährdet seien.

„Wenn es innerhalb einer solchen schutzbedürftigen Gruppe – etwa in einem Heim, einer Pflegeeinrichtung – eine Erkrankung, einen bestätigten Covid-19-Fall gibt, dann werden diese Personen oder diese Einrichtungen von unserer „Task Force“ aufgesucht, beraten und unterstützt“, erklärte Keller. Damit wolle man eine weitere Ausbreitung des Virus verhindert.

Stadt Köln bestätigt 880. Corona-Fall

Stadtdirektor Stephan Keller bestätigte bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus den 880. Corona-Fall in Köln. Das sind 23 Fälle mehr als am Montag. 30 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, zehn davon auf der Intensivstation. 7 Personen befänden sich in einem kritischen Zustand. 95 Personen seien hingegen schon wieder aus der Quarantäne entlassen worden und gelten damit als geheilt.

Neuer Inhalt (2) © Peter Rakoczy Neuer Inhalt (2)

Zudem hat am Dienstag ein drittes Infektionsschutzzentrum eröffnet, in dem sich Menschen auf das Coronavirus testen lassen können. Dieses befindet sich am Rautenstrauch-Joest-Museum, die beiden zuvor eröffneten Zentren befinden sich auf dem Gelände der Uniklinik und am Krankenhaus Holweide. Im neuen Infektionsschutzzentrum sollen jedoch ausschließlich Schlüsselpersonen, die in einer „kritischen Infrastruktur“ arbeiten, getestet werden. 

In einem neuen, von der Feuerwehr betriebenen Logistikzentrum sollen Schutzanzügen und Schutzmasken gelagert werden.

Klosterfrau verschenkt 500.000 Flaschen Desinfektionsmittel

Klosterfrau Melissengeist ist eine Kölner Herzensmarke – und beweist jetzt selber Herz. Weil Handdesinfektionsmittel derzeit Mangelware sind, stellt die Firma die Produktionsanlage, auf der bisher der berühmte Melissengeist hergestellt wird, auf ein hochprozentiges Desinfektionsmittel um.

Zunächst werden 500.000 Flaschen à 0,2 Liter produziert und dem Land NRW geschenkt. Mit Hilfe von Experten sollen die Flaschen dorthin verteilt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden. „Wir wollen damit dem Land helfen, diejenigen zu schützen, die ihre ganze Energie und Arbeitskraft für uns alle einsetzen“, sagte Helmut Fabry, Geschäftsführer der Klosterfrau Healthcare Group. Die Produktion soll Anfang April starten.

Wertstoff-Center in Köln-Gremberghoven geschlossen

Das Wertstoff-Center im Kölner Stadtteil Gremberghoven bleibt bis auf weiteres geschlossen. Das teilte ein Sprecher der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) am Dinestagmittag mit. Grund dafür seien die aktuellen Entwicklungen und das hohe Besucheraufkommen in den vergangenen Tagen. „Der Schutz der Mitarbeiter und der Besucher ist unter den gegebenen Umständen nicht gewährleistet“, so der Sprecher.

Wertstoffhof der AWB in Gremberghoven © Peter Rakoczy Wertstoffhof der AWB in Gremberghoven

Das Wertstoff-Center in Ossendorf bleibe weiterhin geöffnet. Der Betrieb solle jedoch ebenfalls eingeschränkt werden, wenn der Ansturm weiterhin so groß bleibe. Daher appelliert die AWB an die Kölner, ausschließlich zwingend notwendige Anlieferungen vorzunehmen. Dazu gehören etwa Sperrmüll oder Elektro-Altgeräte, die im Zuge eines Umzugs anfallen.

Wertstoff-Center der AWB sind wegen Entrümpelungen überlastet

Weil während der Coronakrise viele Menschen zuhause sind, ihre Wohnungen entrümpeln und im Garten arbeiten, kommen die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln an ihre Kapazitätsgrenzen. Die beiden Wertstoff-Center der AWB erleben einen massiven Ansturm. Es bilden sich lange Schlangen. „Der von der Regierung geforderter Mindestabstand zu anderen Menschen und eine auf wenige Personen beschränkte Zusammenkunft kann hier aktuell nicht gewährleistet werden“ heißt es in einer Mitteilung. Daher werden die Bürger gebeten, „ausschließlich zwingend notwendige Anlieferungen vorzunehmen“, zum Beispiel Sperrmüll oder Elektro-Altgeräte, die im Zuge eines Umzugs anfallen. Wenn sich der Andrang nicht deutlich verringere, sei eine kurzfristige Schließung der beiden Wertstoff-Center in Ossendorf und Gremberghoven nicht zu verhindern.

Die Abholung von Sperrmüll und Elektro-Altgeräten ist im Augenblick nicht von der Einschränkung betroffen.

  • Montag, 23. März

857. Corona-Fall bestätigt – Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen

In Köln gibt es aktuell 857 Corona-Fälle. Das bestätigte die Stadt am Montagnachmittag. Somit wurden seit Sonntag 40 weitere Personen positiv auf das Virus getestet. 30 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, wobei sich drei davon aufgrund anderer Ursachen im Krankenhaus aufhalten. Zehn müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Zudem wurden 91 Personen zwischenzeitlich schon wieder als geheilt aus der Quarantäne entlassen.

In Köln gilt ab sofort ein Besuchsverbot in allen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen wie zum Beispiel Behinderten- und Seniorenheimen. In den meisten Senioreneinrichtungen war bisher noch der Besuch von einer Person für eine Stunde am Tag möglich. Nun dürfen Angehörige nur noch Sterbende besuchen, um sie in den letzten Stunden zu begleiten. Dieser Schritt sei zum Schutz der Bewohner nötig, so die Stadt.

Die Menschen in den Pflegeeinrichtungen gehörten zu den besonders gefährdeten Personen und erlebten bei Infektionen einen besonders schweren Krankheitsverlauf, wie sich vor allem in Italien gezeigt habe. Die erste Kölner Corona-Tote am Dienstag vergangener Woche war eine vorerkrankte 85-jährige Frau, die aus dem Altenheim ins Krankenhaus eingeliefert worden war und dort an den Folgen einer Lungenentzündung starb.   

Cyber-Kriminelle nutzen Coronakrise für Betrug im Internet

Immer mehr Kölner erhalten in der Coronakrise gefälschte E-Mails, die angeblich von WHO, Banken oder Sparkassen stammen. „Vorsicht – die kriminellen Absender nutzen einzig die allgemeine Angst und Verunsicherung aus, um Daten ihrer Opfer abzugreifen“, so ein Sprecher der Polizei Köln. „Löschen Sie solche E-Mails und öffnen Sie keine Anhänge.“

Die WHO hat auf ihrer Internetseite eine allgemeine Warnung vor Cyber-Kriminellen veröffentlicht, die sich als Mitarbeiter der WHO ausgeben. Daraus geht hervor, dass die Organisation niemals E-Mail-Anhänge verschicken würde, um die der Empfänger vorher nicht ausdrücklich gebeten habe.

Auch E-Mails von Banken sind Teil des versuchten Betrugs. Kunden werden dabei über die Schließung ihrer Bankfiliale hingewiesen und gleichzeitig gebeten, ihre Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer auf einer verlinkten Internetseite einzugeben.

Zudem werden laut Polizei Köln in weiteren Mails Atemschutzmasken und andere Artikel angeboten, um „persönliche Daten abzugreifen oder potenzielle Kunden in Fake-Shops zu lotsen“. Bezahlt werden müsse dabei im Voraus. Die Ware komme allerdings nie an.

Kölner Gericht erklärt Spielhallen-Schließung für rechtmäßig

Das Verwaltungsgericht Köln hat die Schließung von Spielhallen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie für rechtmäßig erklärt. Die Juristen hatten darüber entscheiden müssen, weil sich mehrere Betreiber gegen die angeordnete Zwangspause in mehreren Gemeinden im Raum Köln gewehrt hatten. Nach Angaben des Gerichts argumentierten sie unter anderem, Spielhallen seien nicht mit Restaurants vergleichbar. Zwischen den Spielgeräten gebe es einen Mindestabstand und auch einen Sichtschutz – dieser sei auch ein Schutz vor Tröpfcheninfektionen. Zudem werde regelmäßig desinfiziert.

Diesen Argumenten folgte das Gericht aber nicht. Spielhallen seien mit anderen Einrichtungen vergleichbar, in denen sich Menschen begegnen und die „aus wohlerwogenen Gründen“ geschlossen worden seien – etwa Theater, Kinos, Bibliotheken oder Museen. Zudem sei sozialer Kontakt auch bei Spielhallen ein „wesentlicher Bestandteil“, erklärte das Gericht am Montag. Zum Beispiel bei gemeinsam verfolgten Spielen.

Gegen den Beschluss können die Beteiligten nach Angaben des Gerichts Beschwerde einlegen. Dann müsste das Oberverwaltungsgericht Münster entscheiden.

Bläck-Fööss-Urgestein Erry Stoklosa singt in Köln am Fenster

Erry Stoklosa, Gründungsmitglied der Kölner Kult-Band Bläck Fööss, unterhält in Zeiten des Coronavirus seine Nachbarschaft mit kölschem Liedgut. Aufnahmen davon sind auf seiner Facebook-Seite zu sehen.

Mit einer kleinen Mikrofonanlage und am offenen Fenster stehend singt Stoklosa den Klassiker „En unserem Veedel“ (auf hochdeutsch: „In unserem Viertel“), bei dem jedem Kölner in der Regel warm ums Herz wird. Das Lied beschwört den Zusammenhalt in der Nachbarschaft, auch in schwierigen Zeiten. „Bleibt gesund!“, ruft Stoklosa am Ende. Der Musiker wolle das nun erstmal jeden Abend so machen, erklärte das Management der Bläck Fööss. Das Ganze finde bei ihm zu Hause im Stadtteil Westhoven statt.

Hier lesen Sie mehr: 50 Jahre Bläck Fööss – Feierstunde im Kölner Dom wird verschoben

Sparkasse Köln-Bonn schließt zahlreiche Filialen

Neben der Volksbank Köln-Bonn schließt auch die Sparkasse Köln-Bonn zahlreiche Filialen für den Kundenverkehr. „Auch bei uns kommen immer weniger Kundinnen und Kunden persönlich in unsere Filialen. Zudem können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Schließung von Schulen, Kitas etc. nur eingeschränkt zur Arbeit kommen", heißt es bei der Sparkasse Köln-Bonn. Daher bleiben folgende Filialen vorerst geschlossen: Bilderstöckchen, Braunsfeld, Brück, Buchforst, Dom, Dünnwald, Eil, Ensen-Westhoven, Gartenstadt-Nord, Junkersdorf, Kaiser-Wilhelm-Ring, Mauenheim, Ostheim, Poll, Severin, Subbelrather Straße, Sülz, Worringen, Weidenpesch, Zündorf.

Die Sparda-Bank hat ihre Zweigstellen Köln-City, Porz und Rath-Heumar ebenfalls bis auf weiteres geschlossen.

Volksbank Köln-Bonn schließt alle Filialen für Kundenverkehr

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind alle Filialen der Volksbank Köln-Bonn seit Montag für den Kundenverkehr geschlossen. Die Regelung gelte bis auf weiteres, teilte das Geldinstitut mit.

„Wir werden alles unternehmen, um unseren Kunden, insbesondere auch der älteren Generation, in der aktuellen Lage zur Seite zu stehen“, sagte Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender der Bank. Die Mitarbeiter der Bank seien in den Filialen anwesend und weiterhin telefonisch, per Mail oder per Whatsapp erreichbar. Nach vorheriger telefonischer Abstimmung sei in Ausnahmefällen auch ein persönliches Gespräch in der Bank möglich.

Die Geldautomaten und Kontoauszugsdrucks seien weiterhin betriebsbereit, Schließfachanlagen nach telefonischer Terminvereinbarung zugänglich.

  • Sonntag, 22. März

Dritter Todesfall in Köln bestätigt

Wie die Stadt mitteilt, ist am Sonntag ein 90-jähriger Mann mit Grunderkrankungen am Coronavirus verstorben. Damit sind in der Stadt Köln drei Personen an dem Coronavirus gestorben.

Insgesamt gibt es nun 817 bestätigte Coronafälle in Köln. 24 der Infizierten befinden sich in stationärer Quarantäne, während bereits 34 Patienten wieder aus der Quarantäne entlassen wurden.

  • Samstag, 21. März

Stadt Köln bestätigt 773. Corona-Fall

Die Stadt Köln hat am Samstag den 773. Corona-Fall bestätigt. 18 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon acht auf der Intensivstation. Drei weitere Infizierte konnten wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

Die Kontrollen des Ordnungsamtes vom gestrigen Freitag verliefen weitgehend ruhig und ohne große Auffälligkeiten, gibt die Stadt zudem bekannt. Es seien deutlich weniger Menschen auf den Straßen und Plätzen anzutreffen gewesen. Die getroffenen Maßnahmen der Stadt scheinen diesbezüglich zu wirken. 

Oberbürgermeisterin Reker erfreut über die leere Stadt

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich in einem Facebook-Post erfreut gezeigt, über die Bilder der menschenleeren Stadt. Reker, die selbst in Quarantäne ist, weil sie Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte, schrieb auf Facebook:  „Ich danke allen, die Vernunft und Einsicht zeigen, die sich selbst zurücknehmen, um andere zu schützen.“

Die Oberbürgermeisterin mahnte die Kölner aber, in ihrer Solidarität und ihrer Disziplin nicht nachzulassen: „Jetzt kommt es ganz entscheidend darauf an, dass wir nicht nachlassen.“ Reker kündigte an, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes patrouillieren und Gruppen von mehr als zwei Menschen abgesehen von Familien ansprechen und nach Hause schicken würden. Auch noch schärfere Maßnahmen seien nicht ausgeschlossen.

  • Freitag. 20. März

Stadt meldet weiteren Todesfall in Köln

In Köln hat es einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Das vermeldete die Stadt am Freitagabend. Laut eines Sprechers sei die 49 Jahre alte Frau, die am Down-Syndrom und weiteren Grunderkrankungen litt, an Herzversagen gestorben. Ihr Zustand sei nach ihrem positiven Testergebnis zunächst stabil gewesen. Von Freitagmorgen bis -abend habe sich dieser aber überraschend massiv verschlechtert, sodass der Notarzt gerufen werden musste. Dieser konnte der Frau nicht mehr helfen.

Mit den Angehörigen der Verstorbenen, die in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung lebte, sei bereits vor längerer Zeit vereinbart worden, dass auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichtet werden sollte. So verstarb die 49-Jährige in ihrer Einrichtung. Diese war seit dem Bekanntwerden eines ersten, anderen positiven Befunds auf Covid-19 mit allen Bewohnern vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. 

„Wir weisen nochmals daraufhin dass chronisch Kranke und ältere Menschen besonders zu schützen sind“, so der Sprecher.

Stadt Köln bestätigt 679. Corona-Fall

Die Stadt Köln hat Freitagnachmittag den 679. Corona-Fall bestätigt. Das sind 93 mehr als noch am Donnerstag und 556 als noch vergangene Woche Freitag. Elf der aktuell Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, sieben davon auf der Intensivstation. Elf Personen wurden zwischenzeitlich bereits als geheilt wieder aus der Quarantäne entlassen.

Neben dem Verbot öffentlicher Treffen von Gruppen mit mehr als zwei Personen, sind ab sofort auch sämtliche Besuche in allen städtischen Unterkünften für Geflüchtete untersagt. Dies diene dazu, auch diesen Personenkreis bestmöglich zu schützen und die sozialen Kontakte auf das absolut Notwendigste zu reduzieren, so ein Sprecher der Stadt. Das Verbot gelte sowohl für Freunde und Bekannte, als auch für alle Ehrenamtlichen.

Zudem appelliert das Gesundheitsamt weiterhin an alle Personen, die aus einem Gebiet mit erhöhtem Corona-Risiko zurück nach Köln kommen, sich unbedingt für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Zu diesen Gebieten gehören:

  • Italien
  • Iran
  • die Provinz Hubei in China
  • die Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea
  • die Region Grand Est in Frankreich
  • Tirol
  • Madrid
  • USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York) 

Stadt Köln verbietet öffentliche Treffen größerer Gruppen

Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen außerhalb der engeren Familie werden nicht mehr toleriert, teilte die Stadt am Freitagnachmittag in einer offiziellen Meldung mit. Das Kölner Ordnungsamt werde daher am Wochenende, teilweise mit Hilfe der Polizei, konsequent kontrollieren und alle Ansammlungen größerer Gruppen auflösen.

Personen, die sich nicht an diese Regelungen halten, müssten nicht nur mit einem Bußgeld rechnen. Wegen des Infektionsschutzgesetzes könne auch ein Straftatbestand erfüllt sein. „Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller“, so Stadtdirektor Stephan Keller.

Wege am Rhein nicht mehr überflutet – Reinigung kann dauern

Nach dem Rückgang des Hochwassers sind die Wege am Rhein in Köln nicht mehr überflutet. Das Wasser sei auf einen Stand von unter 4,50 Metern gesunken, sagte eine Sprecherin der Stadtentwässerungsbetriebe am Freitag. Die Reinigung der Wege und Rheinwiesen kann nach Angaben der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) allerdings noch etwas dauern. „Auf unserer Prioritätenliste steht das momentan nicht oben“, sagte ein Sprecher. Vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie legten die AWB den Fokus darauf, die ordnungsgemäße Entsorgung des Hausmülls und medizinischer Abfälle mit ausreichend Personal sicherzustellen. 

Kölner Restaurantkette Vapiano insolvent

Die Kölner Restaurantkette Vapiano, die bundesweit Restaurants betreibt, ist durch den „drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgang“ in der Coronakrise zahlungsunfähig. 

Weitere Informationen lesen Sie hier.

Saisonstart der Kölner Seilbahn verschoben

Die Kölner Seilbahn bleibt aufgrund der Coronakrise vorerst geschlossen und wird nicht wie geplant am 27. März in die Saison 2020 starten. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

  • Donnerstag, 19. März

Stadt Köln bestätigt 586. Corona-Fall – weitere Maßnahmen

In Köln haben sich derzeit 586 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Das waren 108 mehr als noch am Mittwoch. Vor einer Woche waren erst 54 Menschen in Köln erkrankt. Neun der Infizierten befinden sich in stationärer Quarantäne, davon fünf auf der Intensivstation. Elf Personen wurden bereits wieder aus der Quarantäne entlassen.

Zudem hat die Stadtverwaltung weitere Anordnungen erlassen, die dazu beitragen sollen, dass die Kölner soziale Kontakte auf das Notwendigste reduzieren und eine Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt wird. Auf allen öffentlichen Plätzen, auch auf Grillplätzen, wird das Grillen sowie das Rauchen von Wasserpfeifen verboten.

Kosmetik-, Massage-, Tattoo- und Sonnenstudios sowie Beauty-Salons dürfen nicht mehr betrieben werden. Ausgenommen sind medizinische oder therapeutische Berufe und Dienstleistungen. Zudem wird der Betrieb von Hotels untersagt sowie das Verbot von Prostitution auf den Straßenstrich und Wohnungsprostitution ausgeweitet. Die Anordnung gilt zunächst bis zum 19. April.

Brief von Kardinal Rainer Woelki zeigt Dramatik der Situation

Es ist der zweite Brief in nur einer Woche, den Kardinal Rainer Woelki an alle Pfarrgemeinden im Erzbistum Köln schreibt. Schon das zeigt die Dramatik der Situation. Nach der vorläufigen Streichung aller öffentlichen Gottesdienste ruft Woelki die Katholiken zum verstärkten Gebet und sozialem Einsatz auf. „Den Gottesdienst kann man in extremen Situationen wie jetzt für eine gewisse Zeit aussetzen oder, besser gesagt, in die Hauskirchen und ins persönliche Gebet verlegen“, schreibt Woelki in einem Hirtenbrief, den das Erzbistum Köln am Donnerstag veröffentlichte. „Aber die Caritas oder Diakonie darf man niemals aussetzen.“

Am vorigen Wochenende hätte in den Gottesdiensten eine Erklärung verlesen werden sollen, warum das Erzbistum die Publikation einer Studie zum sexuellen Missbrauch durch Priester und zu etwaigem Fehlverhalten der Bistumsleitung in letzter Minute gestoppt hatte. Doch dann kam die Coronakrise dazwischen – mit der Auflage der Landesregierung, dass bis auf Weiteres in den Kirchen keine Gottesdienste mit Gläubigen mehr gefeiert werden dürften.

„Selbst in Kriegszeiten sind die Gottesdienste nicht ausgefallen“, schreibt Woelki. Das bedeute nun aber nicht, „dass wir unser Glaubensleben einstellen, ganz im Gegenteil.“ Bereits am Montag hatte Woelki angekündigt, dass bis Gründonnerstag (9. April) täglich um 19.30 Uhr alle Kirchen mit Glockengeläut zum persönlichen Gebet einladen und „Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft“ sein werden.  

Grill- und Shisha-Verbot für Köln geplant

Die Stadt Köln will mit weiteren Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Menschenansammlungen verhindern. Geplant seien ein Grill- und Shisha-Verbot auf allen öffentlichen Flächen, sagte der Sprecher des Ordnungsamtes, Heribert Büth, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Mitarbeiter des Amtes träfen bei ihren Streifengängen noch viel zu oft auf Gruppen, die gemütlich eng zusammensäßen. Gegen die Mitarbeiter habe es bereits mehrfach Widerstände und Pöbeleien gegeben.

So hätten am Mittwochabend Hunderte Menschen auf den Rheintreppen im rechtsrheinischen Deutz das Wetter genossen – darunter viele größere Gruppen. Diese seien vom Ordnungsamt – teilweise mit Unterstützung der Polizei – aufgelöst worden, sagte Büth. Gegen einige besonders renitente Personen seien Strafverfahren eingeleitet worden, vereinzelt habe es auch vorübergehende Ingewahrsamnahmen gegeben.

Ein Großteil der rund 150 Außendienst-Mitarbeiter des Ordnungsamtes ist derzeit im Schichtdienst in Köln unterwegs und kontrolliert unter anderem, ob Spielplätze leer, Geschäfte geschlossen und Regeln für den Außer-Haus-Verkauf von Speisen eingehalten werden. Wer dagegen verstößt, werde zunächst freundlich darauf hingewiesen – bei Wiederholungen oder offensichtlich absichtlichem Zuwiderhandeln drohten aber Strafverfahren.

Circus Roncalli verschiebt Gastspiel in Köln

Der Circus Roncalli gastiert erst in den Sommerferien auf dem Neumarkt. Der Zirkus hat sich nun im Zuge der aktuellen Entwicklung zur Corona-Krise – in enger Abstimmung mit der Stadt Köln – entschieden, sein Heimspiel auf die Zeit vom 2. Juli bis zum 12. August zu verschieben. 

MDS-EXP-2017-08-31-71-121603122 © dpa MDS-EXP-2017-08-31-71-121603122

„Es tut uns leid, dass wir gerade das Kölner Gastspiel verschieben müssen. Aber wir handeln im Sinne der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und Gesellschaft", sagt Roncalli-Direktor Bernhard Paul. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit und können bei Roncalli (Telefon 0221 /96 494 260) kostenfrei auf die neuen Termine – auch in anderen Städten – umgebucht werden. Wer keinen passenden Ausweichtermin findet, kann seine Tickets in einen zwei Jahre gültigen Gutschein wandeln. Der gilt dann für das Circus-Theater sowie das Apollo Varieté in Düsseldorf.

Derzeit sind die Artisten fast vollständig im Roncalli-Winterquartier in Mülheim untergebracht und werden dort auch weiterhin trainieren. Nur drei Künstler sind derzeit abgereist – so Weißclown Gensi in seine spanische Heimat, Clown-Kollege Paolo „Carillon“ Casanova zu seinem Sohn an den Bodensee und Handstand-Akrobatin Maria Sarach zu ihren Tochter nach Berlin.

www.roncalli.de

Corona-Krise erreicht politische Ausschüsse des Kölner Stadtrats

Die Corona-Krise hat auch die politischen Ausschüsse des Kölner Stadtrats erreicht: Im großen Ratssaal trat am Donnerstag der wichtige, im Vergleich zum Rat aber zahlenmäßig doch kleine Stadtentwicklungsausschuss zusammen. Mit gebührendem Sicherheitsabstand verteilten sich 13 Politiker in dem weitläufiger Raum, auf zahlreichen Tischen lagen Zettel mit dem Hinweis: „Gesperrt. Infektionsschutz. Dieser Platz bleibt frei.“ Manch einer machte zu Beginn der Sitzung noch ein Foto mit dem Handy, um die ungewöhnliche Situation zu dokumentieren.

19032020_AR_Stadtentwicklungsausschuss_FOS1-3 © Alexander Roll 19032020_AR_Stadtentwicklungsausschuss_FOS1-3

Ausschussvorsitzender Niklas Kienitz (CDU) machte zu Beginn seinem leisen Unbehagen Luft angesichts des herausgehobenen Platzes auf der Tribüne, die dem Sitzungsleiter im Ratssaal vorbehalten ist. „Ich fühle mich so weit weg von den anderen“, so Kienitz, „und der Stuhl ist ein bisschen wie ein Zahnarztstuhl.“ Auch seine Vorbemerkungen angesichts dieser „nicht ganz gewöhnlichen Umstände“ waren bemerkenswert: Die Klimaanlage sei ausgestellt, die Türen blieben geöffnet, damit niemand die Klinken anfassen muss, es werde regelmäßig gelüftet – alles im Sinne der Ansteckungsvorbeugung.

Im Vorfeld habe es ausführliche Diskussionen gegeben, ob der Ausschuss überhaupt tagen solle. So hatte die Stadt zuletzt angekündigt, zu prüfen, ob und welche Sitzungen verschoben werden könnten. Letztendlich habe man sich entschieden zu tagen, „weil einige wichtige Beschlüsse anstanden“, wie Stadtentwicklungsdezernent Markus Greitemann auf Nachfrage sagte. Vor allem die Entscheidung über das städtische Vorkaufsrecht beim Otto und Langen Quartier in Mülheim sei dringend gewesen, damit dann der Rat wie geplant Ende März beraten kann.

Die Frage, ob das ehemalige KHD-Gelände an der Deutz-Mülheimer Straße wie die umliegenden Gebiete zu Höchstpreisen an Private verkauft wird, oder ob die Stadt selbst ein Vorkaufsrecht in Anspruch nimmt, um eine vorbildliche Quartiersentwicklung und den Erhalt der Industriedenkmäler zu sichern, wurde ebenfalls beantwortet.  Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich einstimmig für den Kauf ausgesprochen, ebenso wie zuvor bereits der Liegenschaftsausschuss.

DGB warnt vor den Folgen weiterer Einschnitte

Der Kölner DGB hat die Verantwortlichen in Stadt und Land dazu aufgefordert, weitere Einschnitte des öffentlichen Lebens „streng an ihrer Wirkung zu orientieren“. Er warnt vor „großen sozialen Problemen“, wenn die Einschränkungen nicht mehr „als neues Sozialexperiment“ sondern als „nerviger Ausnahmezustand“ aufgefasst würden. Die noch vorsichtige Kritik an den Maßnahmen der Krisenstäbe verbindet sich mit deutlichen politischen Forderungen zur Unterstützung von Arbeitnehmern und Unternehmen, die nun unmittelbar von den Folgen der Krise betroffen sind.

Der DGB schlägt auch eine „lokale Jobbörse“ vor, die Betriebe, die zurzeit Arbeitskräfte suchen, mit Arbeitnehmern in Kurzarbeit oder arbeitslosen Selbstständigen zusammen zu bringen. „Dies kann auch dazu beitragen, die Beschäftigten der Branchen zu entlasten, die sich in der Krise als absolut unerlässlich und lebensnotwendig erwiesen haben.“ 

Ordnungsamt löst Versammlung von 600 Menschen am Rhein auf

Trotz eindringlicher Warnungen aus der Politik vor einer Verbreitung des Coronavirus haben sich am späten Mittwochabend rund 600 Menschen im Bereich des Deutzer Rheinboulevards und Kennedyufers aufgehalten. „Wir haben die Versammlung dann aufgelöst“, sagte Heribert Büth, Mitarbeiter des Ordnungsamtes dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Polizei habe mit Streifenbeamten unterstützt.

OB Henriette Reker richtet Appell an Kölner Bürger

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist nach eigener Aussage „entsetzt“ darüber, dass viele Kölner den Ernst der aktuellen Lage noch nicht erkannt haben. Mit einem deutlich Appell wendet sie sich nun an die Bürger und macht auch deutlich: Wenn diese ihr Verhalten nicht ändern und den Empfehlungen folgen, drohen schärfere Maßnahmen. (Hören Sie hier den kompletten Appell als Audio-Botschaft)

Kölner Messe führt keine eigene Veranstaltung mehr durch

Die Kölner Messe will wegen der Corona-Pandemie bis Ende Juni keine eigenen Veranstaltungen durchführen. Das teilte sie am Mittwochabend mit. Es wurden unter anderem die Foto- und Videomesse „photokina“, die Reifenmesse „The Tire Cologne“ und das Popkultur-Festival „CCXP Cologne“ gestrichen.

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Virus beeinträchtigen „die Planungssicherheit für die Kölnmesse und die Teilnehmer der Messen in Köln weit über die bisherige Reichweite der aktuellen Szenarien hinaus“, hieß es. Zuvor hatte die Messe bereits mehrere Veranstaltungen in den kommenden Wochen abgesagt.

Köln will Kita-Beiträge zurückzahlen

Die Stadt Köln bereitet derzeit eine Dringlichkeitsentscheidung für den Rat der Stadt Köln vor. Diese sieht vor, für die Tage die Beiträge für Kita, Tagespflege und OGS zu erstatten, an denen die Angebote nicht betreten werden dürfen. Aktuell sind das bei 23 Tagen rund fünf Wochen. Vorgesehen ist für diesen Zeitraum eine Rückzahlung von eineinviertel Monatsbeiträgen. Für die städtischen Kindertageseinrichtungen wird in gleichem Umfang auch das Essensgeld erstattet. Robert Voigtsberger, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport, betont: „Ich bedanke mich bei den Eltern für ihr Verständnis für die getroffenen Notmaßnahmen. Im Gegenzug wollen wir ein klares familienpolitisches Zeichen setzen. Es ist uns wichtig, Eltern und Kinder in dieser uns alle herausfordernden Zeit nach Möglichkeit zu unterstützen.“

Die Rückzahlung belastet den städtischen Haushalt mit rund zehn Millionen Euro. Dazu Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert: „Wir müssen uns in dieser schwierigen Zeit auf die Kernaufgaben konzentrieren und alles dafür tun, dass Strukturen erhalten bleiben. Insbesondere Eltern wird derzeit eine Menge abverlangt, sodass wir uns entschieden haben, hier für Entlastung zu sorgen. Anders als Bund und Land haben wir aber derzeit keine Haushaltsüberschüsse und zählen darauf, dass die Kommunen in dieser Krise angemessen unterstützt werden.“ Die Stadt wird bezüglich der Erstattung der Beiträge mit den Eltern Kontakt aufnehmen. Sie bittet die Eltern, ihre Zahlungen nicht zu kürzen – dies führt zu weiterem Aufwand. Unabhängig davon wird die Stadt jedoch für die ab sofort anfallenden Beträge vorerst keine Mahn- und Vollstreckungsmaßnahmen mehr einleiten.

Supermärkte bleiben sonntags zunächst geschlossen

Am Mittwoch sah auf Anfrage noch keine der in Köln operierenden großen Handelsketten einen Anlass für Sonntagsöffnungen gegeben. Die Botschaft der Unternehmen lautet unisono ganz klar: Die Versorgungslage ist gesichert. Wenn alle Kölner ein besonnenes Kaufverhalten an den Tag legen und nicht hamstern, ist auch in der nächsten Zeit von allen Produkten genug für alle da.

  • Mittwoch, 18. März

Zehn weitere Personen in Köln mit Corona-Virus infiziert

In Köln gibt es aktuell 478 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das teilte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch mit. Neun der infizierten Personen befänden sich derzeit in stationärer Quarantäne, sechs davon auf der Intensivstation. Sieben Personen seien zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen worden.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die sich derzeit selber noch in häuslicher Quarantäne befindet, appelliert: „Ich rufe alle Kölnerinnen und Kölner auf: Reduzieren Sie, auch wenn es schwerfällt, alle physischen Kontakte auf absolut notwendige Begegnungen. Verzichten heißt helfen! Wenn dieser Virus unser ‚Herz auf die Probe stellt‘, wie es die Bundeskanzlerin gesagt hat, wer könnte diese Herausforderung besser meistern als wir Kölnerinnen und Kölner?“

Azubi-Zwischenprüfungen im Frühjahr entfallen

Im IHK-Bezirk Köln werden die Zwischenprüfungen für Azubis im Frühjahr 2020 aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus restlos entfallen. Wie die IHK mitteilt, sind 2677 Prüflinge betroffen. Es bestehe keine Nachholpflicht, da die Zwischenprüfung generell nicht in die Abschlussnote einfließe. Für die vor wenigen Tagen abgesagten Abschlussprüfungen hingegen werde es Nachholtermine geben.

Corona-Krise hat Auswirkung auf Arbeit der AWB

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf die Arbeit der Abfallwirtschaftsbetriebe. Kölner müssen daher derzeit mit Verzögerungen bei der Müllentsorgung rechnen. Fünf Mitarbeiter der AWB waren bis Ende vergangener Woche positiv auf das Virus getestet, teilt ein Sprecher mit.

Alle Informationen lesen Sie hier: Corona-Krise trifft AWB – Kölner müssen mit Verzögerungen bei Müll-Entsorgung rechnen

OB Henriette Reker beendet kommende Woche Quarantäne

Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird nächste Woche Donnerstag, 26. März, ihre Quarantäne beenden und ins Rathaus zurückkehren. Ihr gehe es sehr gut und sie arbeite sehr rege von zu Hause, sagte ein Sprecher. Reker hatte sich am 15. März auf Anraten des Gesundheitsamtes in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Sie hat nach wie vor keine Corona-Symptome. Deshalb wurde sie auch nicht auf das Virus getestet – dies ist nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts erst vorgesehen, wenn Symptome auftreten.

Erste Drogeriemärkte beschränken Zugang

Auf der Neusser Straße in Köln-Nippes haben die ersten Drogeriemärkte den Zugang beschränkt. Bis zum Mittag war es in den Filialen von dm und Rossmann so voll, dass die Geschäfte zwischenzeitlich schließen mussten. Private Sicherheitsleute regeln ab sofort den Zugang, lediglich zehn bis 20 Kunden dürfen die Räume betreten. Vor den Eingängen bilden sich immer wieder lange Schlangen.

20200318max-corona07 © Max Grönert 20200318max-corona07

Stadt Köln bestätigt 468. Corona-Fall – Maßnahmen für Einzelhandel

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Köln ist erneut gestiegen – aktuell gibt es 468 Fälle. Davon befinden sich derzeit neun Personen in stationärer Quarantäne, fünf davon auf der Intensivstation. Drei Personen befänden sich in einem kritischen Zustand. Sieben Personen seien bereits wieder entlassen worden. Das hat Stadtdirektor und Leiter des Krisenstabs Stephan Keller am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus bestätigt.

Zudem kündigt er an, dass ein zweites Infektionsschutzzentrum im Krankenhaus Holweide im Rechtsrheinischen eröffnet werden soll, in der Corona-Tests durchgeführt werden können. Das bereits geöffnete Infektionsschutzzentrum befindet sich auf dem Gelände der Uniklinik.

Außerdem wird es eine weitere Einschränkung im öffentlichen Leben geben. Dieses Mal betreffen die Maßnahmen den Einzelhandel. Unter anderem dürfen Supermärkte, Drogerien, Friseure, Reinigungen, Apotheken, Tankstellen, Wochenmärkte, Baumärkte und Tiergeschäfte geöffnet bleiben. Andere Geschäfte müssen in der Nacht zu Donnerstag um 0 Uhr geschlossen bleiben.

Auf Wochenmärkten soll es laut Keller nur noch Stände geben, die Lebensmittel verkaufen. Alle anderen müssten geschlossen bleiben, damit zwischen den jeweiligen Ständen ein Abstand von zwei Metern gewährleistet werde könne.

Stadt Köln kündigt weitere Maßnahmen an

Nach der Sitzung des Krisenstabs werden Stadtdirektor Stephan Keller und Gerhard Wiesmüller, Leiter der Abteilung Infektions- und Umwelthygiene, bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus um 15 Uhr weitere Maßnahmen „zur Reduzierung physischer Kontakte“ verkünden. Dazu gehöre etwa das angepasste Service-Angebot der Kölner Verwaltung, so ein Sprecher.

Was hat geöffnet, was ist geschlossen? Der aktuelle Stand für Köln

Geschlossen

  • Alle Schulen und Kitas
  • Spiel- und Bolzplätze
  • Zoo, der Botanische Garten, der Forstbotanische Garten, der Lindenthaler Tierpark und Finkens Garten
  • Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Museen und Kinos
  • Volkshochschulen, Musikschulen und andere Bildungseinrichtungen
  • Sporteinrichtungen wie Schwimmbäder, Spaßbäder und Fitness-Studios
  • Spielhallen und Wettbüros
  • Bordelle

Untersagt

  • Das Zusammenkommen
  • Training in Sportvereinen
  • Versammlungen unter freiem Himmel
  • politische Demonstrationen

Teilweise geöffnet

  • Restaurants und Gaststätten sind geschlossen. Ausgenommen ist der Außer-Haus-Verkauf und Lieferungen
  • Der Dom ist nur noch für Menschen geöffnet, die zum Gebet kommen
  • Gottesdienste finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt

Geöffnet

Geschäfte bleiben vorerst geöffnet

(Stand Dienstag, 16 Uhr) 

  • Dienstag, 17. März

Kölner applaudieren für Ärzte, Pfleger und Sanitäter

Es funktioniert tatsächlich. Um 21 Uhr stehen die Menschen in Weidenpesch auf ihren Balkonen und an den Fenstern und klatschen Beifall für Ärzte, Pfleger und Sanitäter und all die Helfer, die sich jetzt um die Gesundheit kümmern und den Kampf gegen das Virus aufgenommen haben. Nach spanischem Vorbild.

Auch an anderen Orten in der Stadt zeigen sich Kölner solidarisch.

Kölner Polizei warnt vor falschen Coronavirus-Testern

Die Polizei warnt vor falschen Coronavirus-Testern. Mit dieser „perfiden Masche“ hätten sich Täter am Dienstag in Köln Zugang zur Wohnung einer 82-Jährigen zu verschaffen versucht, berichtete die Kölner Polizei.

Zwar würden in Städten wie in Köln und Leverkusen Virentests an der Haustür und in Wohnungen durchgeführt, jedoch nie ohne vorherige Anmeldung. Die Mitarbeiter zeigten zudem stets ihren Ausweis vor.

„Die waren wie Ärzte gekleidet und sagten, dass sie bei mir einen Corona-Test durchführen müssten“, habe die 82-Jährige in Köln berichtet. „Ich habe diese Leute aufgefordert Abstand zu halten. Als dann meine Besucherin (62) an die Tür kam, sind sie aus dem Haus gerannt.“

Stadt bestätigt 384. Corona-Fall in Köln

In Köln gibt es aktuell 384 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das bestätigte die Stadt am Dienstagnachmittag. Acht dieser Infizierten befänden sich derzeit in stationärer Quarantäne – fünf davon auf der Intensivstation. Das Gesundheitsamt habe für mehr als 1500 Kontaktpersonen häusliche Quarantäne angeordnet. 

Das Gesundheitsamt ruft zudem Menschen, die aus einem Gebiet mit erhöhtem Corona-Risiko kommen, dringend dazu auf, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Dazu gehören:

  • Italien
  • Iran
  • Provinz Hubei in China
  • die Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea
  • die Region Grand Est in Frankreich
  • Tirol
  • Madrid
  • USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York)  

Kölner Studierendenwerk schließt Mensen, Bistros und Co.

Nachdem die Kölner Hochschulen schon seit Montag geschlossen sind, zieht nun auch das Kölner Studierendenwerk nach. Wie die Einrichtung am Dienstagnachmittag mitteilte, werden ab Mittwoch, 18. März, sämtliche Mensen, Bistros und Kaffeebars zugemacht. Auch alle persönlichen Beratungsangebote werden eingestellt. Studierende können das Werk telefonisch oder per E-Mail erreichen. 

Stadt meldet ersten Todesfall in Köln

Die Stadt Köln hat den ersten Todesfall im Zusammenhang mit einer Infektion des Coronavirus' gemeldet. Die 85 Jahre alte Frau verstarb am Sonntag in einem Krankenhaus.

Laut eines Stadtsprechers soll die Bewohnerin eines Altenzentrums am 14. März in die Klinik eingeliefert worden sein. Dort sei sie bereits einen Tag später auf das Virus getestet worden – mit positivem Ergebnis. Die 85-Jährige habe wegen eines schweren Grundleidens immunschwächende Medikamente einnehmen müssen, infolge dessen sie eine Lungenentzündung bekommen hätte, an der sie nun verstorben sei.

Ford schließt alle Werke in Europa – auch das in Köln

Ford schließt aufgrund der Coronakrise ab Donnerstag alle Werke in Europa. Auch das Kölner Werk, in dem der Fiesta gebaut wird, ist betroffen. Die rund 7000 Mitarbeiter in der Produktion und angrenzenden Bereichen werden nach der letzten Schicht am Mittwoch vorerst nicht mehr an die Bänder zurückkehren. Die Schließung ab Donnerstag sei für einige Wochen je nach Verlauf der Corona-Pandemie geplant.

Ford ist der größte private Arbeitgeber Kölns und beschäftigt am Standort insgesamt rund 16.000 Mitarbeiter. Der Autobauer hatte bereits vor einigen Tagen einen Großteil seiner Mitarbeiter ins Home Office geschickt. Nach Unternehmensangaben arbeiten bereits rund 10.000 Angestellte in Deutschland von zu Hause.

Hier lesen Sie mehr: Kommentar zu Ford-Schließungen – „Einschnitte in nie gekanntem Ausmaß“

Erstkommunion im Erzbistum abgesagt

Das Erzbistum Köln setzt bis zum 1. Mai alle Erstkommunionfeiern und Firmungen aus. Traditionell findet die Erstkommunion in den meisten Gemeinden rund um den Weißen Sonntag am 19. April statt. Damit vollzieht das Erzbistum den Schritt nach, den zuvor schon andere Bistümer in NRW und Rheinland-Pfalz verkündet hatten. Es sei möglich, dass die Fristen auch über den 1. Mai hinaus noch verlängert werden müssten. Das hänge davon ab, wie sich die Situation entwickele und welche Auflagen von der Stadt gemacht würden.  

IHK Köln befürchtet Pleitewelle in der Region

Die Industrie- und Handelskammer Köln (IHK) befürchtet, dass viele Unternehmen in der Region vor dem Aus stehen. „Die Schließungen und Quarantäne-Maßnahmen werden im jetzt geplanten Umfang zu einer Pleitewelle führen“, sagte IHK-Präsidentin Nicole Grünewald: „Besonders kleine und mittlere Unternehmen, von der Gastronomie über Einzelhandel bis zur Eventbranche und aus vielen anderen Bereichen haben nicht das Volumen, um wochenlange Schließungen durchzustehen“.

Auch Steuerstundungen und Kredite würden nicht nachhaltig weiterhelfen. Weil Mieten, Löhne und Betriebskosten, beispielsweise für Software, weiter bestünden, falle es künftig schwer, Kredite wieder zurückzuzahlen, so Grünewald.

Die IHK-Präsidentin forderte „konkrete Zusagen für Zuschüsse oder Direkthilfen und bei den Quarantäne-Maßnahmen die Wahrung der Verhältnismäßigkeit“. Es herrsche große Verunsicherung unter den Unternehmen, sagte auch IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt: „Unsere Telefone laufen heiß und wir werden mit Mails überschüttet.“

Kölner Jobcenter bis auf weiteres geschlossen

Das Jobcenter Köln ist bis auf weiteres geschlossen. Das teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Alle persönlichen Termine fallen aus, die Mitarbeiter würden jedoch von sich aus Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen, deren Termine entfallen. Wichtig sei zu wissen, dass für niemanden Rechtsnachteile entstehen würden und Geldleistungen weiterhin gesichert seien. 

„Wir bitten alle Kundinnen und Kunden von Anrufen abzusehen, da das Telefonnetz zurzeit überlastet ist“, so die Sprecherin. Stattdessen sollen Unterlagen per Post oder über den Hausbriefkasten, der sich in der Nähe der Eingangstüren befindet, eingereicht werden. Auch auf der offiziellen Internetseite des Jobcenters sei dies möglich.

Patientenbesuche in Kölner Kliniken nicht mehr möglich

Patientenbesuche bei den Kliniken Köln sind bis auf weiteres nicht mehr möglich. Das teilte Kliniksprecherin Sigrid Krebs am Dienstag mit. Betroffen von dieser Maßnahme, durch die das Infektionsrisiko für Patienten und Beschäftigte so gering wie möglich gehalten werden soll, sind die Krankenhäuser Holweide, Merheim und das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße. Ausnahmen würden lediglich bei Kindern, nach einer Geburt, in lebensbedrohlichen Situationen sowie auf der Palliativstation gelten. 

Besuchsverbote gelten unter anderem auch in St. Elisabeth in Hohenlind, im St. Marien-Hospital, im St. Franziskus-Hospital, im St. Vinzenz und im Heilig Geist-Krankenhaus. Ausnahmen bestehen auch hier für die Angehörigen schwerstkranker Patienten.

„Wir bitten alle Patienten und Angehörigen um Verständnis für unser striktes Vorgehen. Wir setzen damit den aktuellen Erlass des Gesundheitsministeriums NRW um und tun dies, um alle Menschen in unseren Klinikbereichen vor einer Ansteckung zu schützen“, so Prof. Dr. Horst Kierdorf, Ärztlicher Direktor der Kliniken Köln.

Im Erzbistum Köln läuten nun jeden Abend die Glocken

Gottesdienste sind wegen des Coronavirus vorerst verboten, doch im Erzbistum Köln läuten jetzt zumindest jeden Abend um 19.30 Uhr die Glocken aller Kirchen. Dies geschehe bis Gründonnerstag kurz vor Ostern, erklärte ein Bistumssprecher am Dienstag. Das Läuten sei ein Zeichen dafür, dass die Gebetsgemeinschaft der Gläubigen weiter bestehen bleibe. Es lade die Gläubigen „und alle Menschen guten Willens“ zu einem Gebet für die Betroffenen ein, heißt es auf der Website des Erzbistums.

In einem Video des kirchlichen Internetportals domradio.de bat der Erzbischof um Verständnis für die Einstellung der Gottesdienste. „Sonntag ohne heilige Messe - wie viele von Ihnen konnte ich mir das gar nicht vorstellen“, sagte der Kardinal. Die Absage der Gottesdienste sei ihm „unendlich schwer gefallen“. Denn die Sonntagsmesse sei „nicht primär ein soziales Ereignis“, sondern „die Begegnung mit dem Herrn selbst“. Aber es habe keine Alternative gegeben, „weil auch wir an Recht und Gesetz gebunden sind und natürlich auch die Ausbreitung des Coronavirus verhindern wollen“.

Woelki sagte: „Machen wir das Beste aus einer schwierigen Zeit – eine Fastenzeit, wie sie noch niemand von uns erlebt hat und hoffentlich auch nie wieder erleben muss.“ Er rief dazu auf, Christus in Wort, Tat und Gebet lebendig werden zu lassen. Weiter betonte der Erzbischof, dass der Krisenstab des Erzbistums derzeit versuche, alle Fragen zu regeln – von den Erstkommunionfeiern bis hin zu den Beerdigungen.

Prozess um „Siegaue-Vergewaltiger“ in Köln vertagt

Im Februar 2018 soll Eric X., der in der Bonner Siegaue eine Frau brutal vergewaltigt haben soll und deswegen in einem Revisionsprozess zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war, selbst ein Feuer in seiner Zelle in der JVA Köln in Ossendorf gelegt haben(hier erfahren Sie mehr). Deswegen sollte er sich am Dienstag wegen schwerer Brandstiftung vor dem Kölner Landgericht verantworten. Doch der Prozess wurde nun aus Sicherheitsgründen wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr auf unbestimmte Zeit vertagt. Das entschied Sebastian Roellenbleck, Vorsitzender der 13. Großen Strafkammer des Kölner Landgerichts, am Dienstag kurzfristig. Dabei waren zuvor alle Prozessbeteiligten extra in einen größeren Sitzungssaal umgezogen.

Der Angeklagte soll absichtlich seine Matratze angezündet haben. Das Bett und ein Tisch gingen in Flammen auf. Ein JVA-Beamter entdeckte den Brand und zog den auf dem Boden liegenden Häftling aus der Zelle in den Flur. Bei dem Feuer erlitten der JVA-Beamte und ein Mitgefangener Rauchvergiftungen, Eric X. wurde selbst schwer verletzt.

Corona-Krise trifft bedürftige Menschen – Kölner Tafeln schließen

Die Corona-Krise trifft bedürftige Menschen in Deutschland immer härter. Viele Essensausgaben haben bereits geschlossen, bis Ende nächster Woche werden die ehrenamtlichen Tafeln möglicherweise komplett schließen. „Die Hamsterkäufe sind nur ein Grund für Lebensmittelengpässe auch bei uns, wichtiger ist das von der Regierung erlassene Versammlungsverbot“, sagt eine Sprecherin des Bundesverbands der Tafeln in Berlin. „Theoretisch müssten überall die Lebensmittel vorher abgepackt und einzeln abgeholt werden. Das lässt sich aber leider vielerorts nur schwer organisieren. Zudem sind 90 Prozent unserer Ehrenamtler Rentner, die selbst zur Risikogruppe zählen.“

Am Montag hatten bereits 25 Tafeln in Nordrhein-Westfalen geschlossen, darunter jene in Bonn, Düsseldorf, Hamm und Unna, täglich kommen viele neue hinzu. In Köln habe „die überwiegende Zahl der 32 Ausgaben geschlossen“, sagt die Kölner Vereinsvorsitzende Karin Fürhaupter. „Bis Ende der nächsten Woche werden wir unseren Betrieb wahrscheinlich ganz einstellen müssen.“

Am Dienstag fährt die Kölner Tafel noch die Ausgaben in Chorweiler, Vingst, Buchheim/Buchforst an, am Mittwoch Chorweiler und Ostheim, am Donnerstag Bilderstöckchen, Mülheim und Chorweiler, am Freitag Höhenhaus, Mauenheim und Weiß. Auch die Ausgaben für Seniorinnen und Senioren in Sülz, Humboldt-Gremberg und Porz sind diese Woche noch geöffnet. „Bedürftige Menschen trifft die Krise doppelt hart, leider sind uns die Hände gebunden, wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir bald nicht mehr helfen können“, sagt Fürhaupter. „Jetzt ist Solidarität gefragt.“ 

Wirtschaftsnacht Rheinland wird verschoben

Wegen der Coronavirus-Infektionen und den damit verbundenen öffentlichen Erlassen sowie unternehmensindividuellen Verhaltensregelungen hat der „Kölner Stadt-Anzeiger“ entschieden, eine Verschiebung der Wirtschaftsnacht Rheinland vorzunehmen. Sie war für den 7. Mai geplant. Jetzt wird ein neuer Termin nach den Sommerferien geprüft. Der Verlag informiert rechtzeitig darüber, wenn die Bewerbungsphase für die Wirtschaftspreise „Smart Economy“ wieder aufgenommen wird. (mit kna, dpa)

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Kölner Stadt-Anzeiger

Kölner Stadt-Anzeiger
Kölner Stadt-Anzeiger
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon