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Coronavirus in Köln: „Die Lage ist ernst”: Vier weitere Todesfälle von Stadt bestätigt

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Oberbürgermeisterin Henriette Reker wendet sich erneut an die Kölner Menschen. © picture alliance/dpa Oberbürgermeisterin Henriette Reker wendet sich erneut an die Kölner Menschen.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 1. April um 17.05 Uhr – Das Coronavirus und die Lage in und um Köln: Alle Infos gibt es hier in unserer Übersicht.

Coronavirus im Großraum Köln – Stand: 1.April 2020

  • 18 Tote in Köln
  • Kölner Maternus-Haus meldet fünften Todesfall
  • 1540 Coronavirus-Fälle in Köln, 54 Menschen auf der Intensivstation
  • zweiter Todesfall im Rhein-Erft-Kreis
  • Erzbistum nimmt Infizierte aus Italien auf
  • Stadt Köln verbietet öffentliche Treffen größerer Gruppen
  • Stadt Leverkusen verbietet alle Treffen unter freiem Himmel
  • Stadt untersagt Betrieb von Hotels
  • Alle Restaurants, Bars und Gaststätten schließen

Update vom 1. April: 1532 Fälle in Köln, vier weitere Todesopfer

  • Stadtdirektor Stephan Keller bestätigte bei der Pressekonferenz im Historischen Rathaus am Mittwochnachmittag den 1532. Corona-Fall in Köln. Bis zum Abend ist die Zahl auf 1540 gestiegen.
  • 116 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 54 davon auf der Intensivstation. Zwischenzeitlich wurden bereits 619 Personen wieder aus der Quarantäne entlassen.
  • Zudem seien vier weitere Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Alle litten laut Stadt an diversen Vorerkrankungen. Mit 82 Jahren war eine Frau die jüngste. Damit steigt die Zahl der Todesopfer in Köln auf derzeit 18.
  • Im Maternus-Seniorenzentrum in Köln-Rodenkirchen ist ein fünfter Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das hat die Betreibergesellschaft Cura am Mittwoch bekanntgegeben. Neun Bewohner befinden sich in stationärer Behandlung im Krankenhaus.
  • Am Dienstagabend hatte Betreiber Cura informiert, dass vier Menschen in der Einrichtung verstorben seien.
  • Am Mittwoch wurde der zweite Todesfall im Rhein-Erft-Kreis bekannt. Wie Landrat Michael Kreuzberg mitteilte, sei eine 95-jährige Frau in einer Alteneinrichtung in Brühl verstorben. „Mein aufrichtiges und tief empfundenes Beileid gilt

    ihren Angehörigen“, so Kreuzberg.

  • Die Frau zeigte am Montag leichte Symptome und wurde noch am gleichen Tag auf das neuartige Corona-Virus getestet. Gestern erhielt das Gesundheitsamt das positive Testergebnis. Die Dame war zu diesem Zeitpunkt bereits ohne stationäre Behandlung in einem Krankenhaus verstorben.
  • Das Maternus-Seniorenzentrum steht aktuell komplett unter Quarantäne. Grund dafür sei, dass alle 130 Bewohner Erstkontakt mit infizierten Personen gehabt haben sollen.

Bereits am Dienstag hatte EXPRESS über die Probleme in der Senioren-Einrichtung berichtet. Unter anderem erheben die Anwohner in Rodenkirchen schwere Vorwürfe (hier lesen Sie mehr).

Update vom 31. März: 1431 Corona-Fälle in Köln, Zahl der Toten steigt auf 14

  • Neue Zahlen der Stadt Köln: Demnach gibt es bisher 1431 bestätigte Corona-Fälle, gegenüber Montag ein Anstieg von 62 Fällen. 
  • 109 Corona-Patienten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 47 auf der Intensivstation. 551 Kölnerinnen und Kölner wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen. Damit sind heute noch 880 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt. Bislang sind 14 Kölner Bürgerinnen und Bürger an den Folgen des Corona-Virus gestorben.
  • Ein 85-jähriger Kölner ist bereits am Abend des 30. März 2020 in einem Pflegeheim verstorben. Am heutigen Dienstag, 31. März 2020, ist ein weiterer 84-jähriger Kölner in einem Kölner Krankenhaus gestorben. Außerdem ist am heutigen Dienstag eine 99-jährige Kölnerin gestorben. Alle Verstorbenen hatten diverse Vorerkrankungen. 

Update vom 30. März: 1369 Corona-Fälle in Köln, Stadt will ältere Menschen besonders schützen

  • Die Zahl der Corona-Fälle auf Kölner Stadtgebiet liegt mittlerweile bei 1369. Das gab die Stadt am Nachmittag bekannt.
  • Das sind nur 50 bekannte Fälle mehr als am Sonntag. Auch von Samstag auf Sonntag hatte die Stadt „nur” einen Anstieg von 70 Fällen gemeldet.
  • 101 Corona-Patienten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 42 auf der Intensivstation. 462 Kölnerinnen und Kölner wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen. Damit sind heute noch 907 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt. 
  • Unter www.corona.koeln hat die Stadt wichtige Informationen zusammengetragen. Ganz besonders der Schutz von älteren Menschen steht weiterhin ganz oben auf der Agenda.

Update vom 29. März: Kardinal Woelki: Erzbistum nimmt Corona-Infizierte aus Italien auf 

  • Mit Sonntag, 29. März 2020, 15.30 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 1.319. bestätigten Corona-Virus-Fall. 96 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 40 auf der Intensivstation. 462 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.
  • Das Corona-Virus hat in Köln zwei weitere Todesopfer gefordert, wie die Stadt Köln mitteilt. Ein 85-jähriger Kölner ist in einem Kölner Altenheim verstorben. Er litt an diversen Vorerkrankungen. Eine weitere 83-jährige Person starb in einem Kölner Krankenhaus. Auch diese Person hatte laut Stadt umfangreiche Vorerkrankungen. Damit sind bislang in Köln insgesamt elf Menschen an den Folgen des Corona-Virus gestorben.
  • Das Erzbistum Köln will italienische Corona-Patienten in seinen Kliniken aufnehmen. Das gab der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bekannt. „Es ist jetzt ein Akt der Nächstenliebe, schnell und unbürokratisch zu helfen. Deshalb beteiligen wir uns an der Hilfsaktion des Landes Nordrhein-Westfalen und stellen in den katholischen Kliniken des Erzbistums die dringend benötigten Plätze auf Intensivstationen für die italienischen Corona-Patienten bereit“, sagte Woelki. Zunächst, so Woelki, könnten sechs Patienten in verschiedenen katholischen Krankenhäusern im Erzbistum untergebracht und intensivmedizinisch versorgt werden. 

Update vom 28. März: Zwei weitere Todesfälle in Köln, 1249 Menschen infiziert, Ruhige Lage in der Stadt, Polizei musste lediglich ein Mal eingreifen

  • Im Stadtgebiet Köln haben sich insgesamt 1249 Personen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Stadt Köln meldete am Samstagnachmittag 88 neue Fälle und zwei neue Todesopfer. Die Anzahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen bleibt somit seit Mitte der Woche etwa gleich. Insgesamt wurden mittlerweile 417 Personen aus der Quarantäne entlassen.
  • Beide am Samstag gemeldeten Todesopfer (83 und 79 Jahre alt) hatten zuvor an Vorerkrankungen gelitten. Insgesamt sind bislang neun Personen in Köln an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit steigt die Zahl der Corona-Opfer in Köln auf 9 Tote.
  • Obwohl schönstes Frühlingswetter am Samstag nach draußen gelockt hat, haben sich laut Polizei die meisten Menschen in Köln an die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise gehalten. Am Rheinufer, in Parks und Grünanlagen seien viele allein oder zu zweit unterwegs gewesen, hieß es. Die Straßen und Plätze in der Innenstadt blieben weitgehend leer.
  • Die Polizei musste am Vormittag lediglich sechs Gäste einer Hochzeitsgesellschaft bitten, auseinander zu gehen. Den Feiernden seien die wegen der Corona-Pandemie geltenden Verhaltensregeln nicht bewusst gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppe habe sich aber schnell zerstreut und entfernt.

Update vom 27. März: Sieben Todesfälle in Köln, 1161 Menschen infiziert

  • Die Stadt Köln hat am Freitagnachmittag die neuen Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 1161 gestiegen. 
  • 52 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 13 auf der Intensivstation. 417 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.
  • Derweil hat Köln auch zwei weitere Todesopfer zu beklagen: Am Donnerstagabend (26. März 2020) starb ein 65-jähriger Kölner, der an diversen Grunderkrankungen litt, in einem Kölner Krankenhaus. 
  • Bei dem weiteren Todesopfer handelt es sich um eine 63-jährige Patientin, die unter einer schweren Grunderkrankung litt, und am Donnerstag mit einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Sie ist am Freitag (27. März 2020) in der Klinik verstorben. Damit sind bislang insgesamt sieben Personen in Köln an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

Update vom 26. März: Fünfter Todesfall in Köln, 1068 Menschen infiziert

  • Die Stadt Köln bestätigt den fünften Todesfall in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. Ein 83 Jahre alter Mann, der mehrere Vorerkrankungen gehabt haben soll, sei am heutigen Donnerstag in einem Krankenhaus gestorben.
  • Zudem gibt es in Köln aktuell 1068 bestätigte Corona-Infizierungen. 43 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, 14 von ihnen auf der Intensivstation. 284 Personen wurden zwischenzeitlich wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als geheilt. Das teilte Stadtdirektor und Leiter des Krisenstabs Stephan Keller bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus am Donnerstagnachmittag mit.
  • Der freien Kulturszene sicherte Henriette Reker einen Notfallfonds als städtische Soforthilfe in Höhe von drei Millionen Euro zu. Dieser richte sich an geförderte freie Kultur-Betriebe und Kultur-Vereine, die durch die Coronakrise in eine existenzbedrohliche, wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten seien.

Update vom 25. März: Erster Corona-Todesfall im Rhein-Erft-Kreis

  • Die Stadt Köln hat am Mittwoch (25. März) die neuen Kölner Corona-Zahlen bekanntgegeben. Demnach sind aktuell 1002 Fälle bestätigt. 43 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 14 auf der Intensivstation. 284 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.
  • Außerdem hat das Coronavirus ein viertes Todesopfer aus Köln gefordert. Am Dienstag (24. März) verstarb eine 89-Jährige in einem Krankenhaus. Sie litt nach Angaben der Stadt an diversen Vorerkrankungen.
  • Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich anlässlich des regulären Endes ihrer Quarantäne auf das Coronavirus testen lassen. Der Test fiel negativ aus. Reker kann daher ins Rathaus zurückkehren und wird die Ratssitzung am Donnerstag leiten können.
  • Nach bisher vier Toten in Köln ist nun auch im Rhein-Erft-Kreis der erste Todesfall zu beklagen. Eine 82-jährige Frau aus Kerpen ist an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Die Frau verstarb am Mittwoch auf der Intensivstation des Marien-Hospitals Erftstadt. Sie zählte aufgrund schwerer Vorerkrankungen zu den Hochrisikopatienten.
  • „Die Nachricht vom ersten Corona-Todesfall in unserem Kreis macht mich sehr betroffen. Mein tiefes Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden den Angehörigen der Verstorbenen“, erklärt Landrat Michael Kreuzberg. „Mit den zunehmenden Zahlen der schweren Verläufe war klar, dass diese Situation kommen würde und noch häufiger kommen wird. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass hinter den täglich veröffentlichten Zahlen über Infizierte und Tote immer persönliche Schicksale stehen.

Update vom 24. März: Reker bittet erneut um Mithilfe aus der Bevölkerung

  • In einer Anzeige, die am Mittwoch (25. März) in Kölner Medien erscheinen soll, bittet Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker erneut um Mithilfe aus der Bevölkerung in der Corona-Krise: „Es geht um eine der schwierigsten, aber dringendsten Bitten zum Schutze derer, die eine Corona-Erkrankung am schwersten trifft. Es geht um die Notwendigkeit, alle direkten Kontakte zwischen Jüngeren, etwa Enkelinnen und Enkeln, mit Älteren, insbesondere Menschen über 65 und Menschen mit Vorerkrankungen, zu vermeiden. Für diese Gruppen stellt eine Infektion ein besonders großes Risiko dar und kann, so deutlich muss ich das sagen, zwischen Leben und Tod entscheiden”, schreibt die OB. „Das klingt für unser normales Verständnis herzlos, aber in diesen Wochen ist es ein Zeichen der Zuneigung.”

Schon in der vergangenen Woche hatte sich Henriette Reker mit einer emotionalen Audio-Botschaft an die Bevölkerung gewendet und unter anderem ihr Entsetzen über das rücksichtslose Verhalten einiger Kölner geäußert (hier lesen Sie mehr).

  • Die Stadt hat am Dienstagabend noch einmal aktuelle Zahlen bekanntgegeben: Damit gibt es nun 921 bestätigte Corona-Fälle in Köln – das sind 64 mehr als am Vortag. 35 dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon elf auf der Intensivstation. 235 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als geheilt. Das Corona-Virus hat in Köln leider bereits drei Todesopfer gefordert.
  • Seit Dienstag gibt es ein drittes Infektionsschutzzentrum, in dem sich Menschen auf das Virus testen lassen können. Es befindet sich im Rautenstrauch-Jost-Museum.
  • Wie Stadtdirektor Stephan Keller mitteilte, richtet Köln in Alten- und Pflegeheimen eine „Task Force“ ein: „Wenn es innerhalb einer solchen schutzbedürftigen Gruppe einen bestätigten Covid-19-Fall gibt, dann werden diese Personen oder diese Einrichtungen von unserer „Task Force“ aufgesucht, beraten und unterstützt“, erklärte Keller. Damit wolle man eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern.

Update vom 23. März: Kein so hoher Anstieg der Zahlen im Vergleich zum Vortag

  • Mit Stand vom Montag, 16 Uhr (23.März) gibt es in Köln 857 bestätigte Corona-Virus-Fälle. Am Tag davor waren es noch 817. Die Zahl der Erkrankten stieg damit um 40 Fälle. Damit hat es den zweiten Tag hintereinander einen vergleichsweise moderat erscheinenden Zuwachs der Infiziertenzahlen gegeben. Zuvor hatte es eine Tagessteigerung um 43 Fälle gegeben. 91 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.
  • Gleich mehrere Banken sehen sich gezwungen, zahlreiche Filialen zu schließen. „Auch bei uns kommen immer weniger Kundinnen und Kunden persönlich in unsere Filialen. Zudem können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Schließung von Schulen, Kitas etc. nur eingeschränkt zur Arbeit kommen", heißt es bei der Sparkasse Köln-Bonn. Daher bleiben folgende Filialen vorerst geschlossen: Bilderstöckchen, Braunsfeld, Brück, Buchforst, Dom, Dünnwald, Eil, Ensen-Westhoven, Gartenstadt-Nord, Junkersdorf, Kaiser-Wilhelm-Ring, Mauenheim, Ostheim, Poll, Severin, Subbelrather Straße, Sülz, Worringen, Weidenpesch, Zündorf
  • Seit Montag sind auch alle Filialen der Volksbank dicht.  Die Sparda-Bank hat ihre Zweigstellen Köln-City, Porz und Rath-Heumar bis auf weiteres geschlossen.
  • Geldautomaten sind nach wie vor zugänglich, auch Online-Bankgeschäfte sind von den Schließungen nicht betroffen.
  • Laut Mitteilung der Stadt vom Sonntag (22.März) gibt es mittlerweile 817 (Vortag 773) bestätigte Corona-Fälle in Köln. 24 der Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon neun auf der Intensivstation. 34 Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.
  • Es gibt in Köln drei Todesfälle – am Sonntag ist ein 90 Jahre alter Mann mit Grunderkrankungen im Krankenhaus verstorben.
  • Die Kontrollen des Ordnungsamtes bezüglich Menschenansammlungen sind nach Angaben der Stadt weitgehend ruhig und ohne große Auffälligkeiten verlaufen. Es seien deutlich weniger Menschen auf den Straßen und Plätzen anzutreffen gewesen: „Die getroffenen Maßnahmen der Stadt scheinen diesbezüglich zu wirken.“ 
  • Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte in einer Stellungnahme: „Die Tendenz zeigt in die richtige Richtung. Wenn wir die gewünschte Wirkung erzielen wollen, dass dadurch nachhaltig Infektionsketten durchbrochen werden, darf die Reduzierung sozialer Kontakte aber nicht nachlassen. Ich rufe die Kölnerinnen und Kölner auf, physische soziale Kontakte weiterhin auf das Notwendigste zu beschränken – nicht nur in Räumen, sondern auch im Freien.“

Update vom 20. März: 100 Infizierte mehr als am Vortag

  • Zweiter Todesfall in Köln: Wie die Stadt Köln am Freitagabend mitteilte, gab es einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Am Abend des 20. März 2020 verstarb eine 49-jährige Frau an Herzversagen. Die Patientin litt am Down-Syndrom sowie an weiteren Grunderkrankungen. Sie war Bewohnerin einer Wohngruppe von Menschen mit Behinderung. Der Zustand der Patientin war nach ihrem positiven Testergebnis zunächst stabil. Vom Morgen des 20. März 2020 bis zum frühen Abend hat sich der Zustand der Infizierten überraschend massiv verschlechtert, so dass ein Notarzt gerufen wurde, der der Patientin jedoch nicht mehr helfen konnte. Mit den Angehörigen der Verstorbenen war schon vor längerer Zeit vereinbart worden, dass auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichtet werden sollte.
  • Wie die Stadt mitteilt, ist die Zahl der Corona-Fälle im Vergleich zu Donnerstag um fast 100 auf 679 gestiegen. Elf dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon sieben auf der Intensivstation. Elf Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.
  • Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen außerhalb der engeren Familie werden nicht mehr toleriert, teilte die Stadt am Freitagnachmittag in einer offiziellen Meldung mit. Das Kölner Ordnungsamt werde daher am Wochenende, teilweise mit Hilfe der Polizei, konsequent kontrollieren und alle Ansammlungen größerer Gruppen auflösen. Personen, die sich nicht an diese Regelungen halten, müssten nicht nur mit einem Bußgeld rechnen. Wegen des Infektionsschutzgesetzes könne auch ein Straftatbestand erfüllt sein. „Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller“, so Stadtdirektor Stephan Keller.
  • Die Stadt Leverkusen hat jetzt alle Treffen und Zusammenkünfte unter freiem Himmel verboten. Mehr als zwei Menschen dürfen nicht zusammenkommen. Im offiziellen Amtsblatt heißt es: „Zusammenkünfte von 2 oder mehr Personen unter freiem Himmel sind untersagt, es sei denn, die Personengruppe ist dadurch verbunden, dass sie in ständiger häuslicher Gemeinschaft miteinander lebt.“ Heißt, wenn eine Familie gemeinsam vor die Tür geht, dann ist das erlaubt. Läden dürfen ihre Speisen nur noch zum Mitnehmen anbieten.

Update vom 19. März: Ordnungsamt löst Gruppe von 600 Leuten auf

  • Auf dem Gebiet der Stadt Köln gibt es aktuell 586 Coronavirus-Fälle. Neun dieser Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon fünf auf der Intensivstation. Elf Personen wurden zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen.
  • Die Stadt hat nun auch den Betrieb von Hotels und sonstigen Beherbergungsstätten untersagt.
  • Auf öffentlichen Plätzen ist ab sofort das Grillen verboten, auch das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) 
  • Kosmetikstudios, Nagel- und Fußpflegestudios, Solarien- und Sonnenstudios, Tattoo-Studios, Massagestudios und Beauty-Salons dürfen auch nicht mehr betrieben werden. Ausgenommen hiervon sind medizinische oder therapeutische Berufe oder Dienstleistungen, die einer staatlichen Anerkennung oder Erlaubnis bedürfen.
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  • Trotz eindringlicher Warnungen aus der Politik vor einer Verbreitung des Coronavirus haben sich am späten Mittwochabend rund 600 Menschen im Bereich des Deutzer Rheinboulevards und Kennedyufers aufgehalten. „Wir haben die Versammlung dann aufgelöst“, sagte Heribert Büth, Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Die Polizei habe mit Streifenbeamten unterstützt.

Update vom 18. März: Polizei warnt vor falschen Coronavirus-Testern

  • Laut Angaben der Stadt ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle mittlerweile auf 478 gestiegen. Sechs Menschen befinden sich auf der Intensivstation. 
  • Oberbürgermeisterin Henriette Reker appelliert: „Ich rufe alle Kölnerinnen und Kölner auf: Reduzieren Sie, auch wenn es schwerfällt, alle physischen Kontakte auf absolut notwendige Begegnungen. Verzichten heißt helfen!
  • Stadtdirektor Dr. Stephan Keller kündigte auf der Pressekonferenz der Stadt an, dass ein zweites Infektionsschutzzentrum im Krankenhaus Holweide im Rechtsrheinischen eröffnet werden soll, in dem Corona-Tests durchgeführt werden können. Das bereits geöffnete Infektionsschutzzentrum befindet sich auf dem Gelände der Uniklinik.
  • Außerdem wird es eine weitere Einschränkung im öffentlichen Leben geben. Dieses Mal betreffen die Maßnahmen den Einzelhandel. Unter anderem dürfen Supermärkte, Drogerien, Friseure, Reinigungen, Wochenmärkte, Baumärkte und Tiergeschäfte geöffnet bleiben. Andere Geschäfte müssen ab Donnerstagnacht um 0 Uhr geschlossen bleiben.
  • Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgeben. Supermärkte, Apotheken und Geschäfte des Großhandels dürfen bis auf Weiteres auch an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen.
  • Die Kölner Polizei warnt vor Betrügern, die sich als Coronavirus-Tester ausgeben. Mit dieser „perfiden Masche“ hätten sich Täter am Dienstag in Köln Zugang zur Wohnung einer 82-Jährigen zu verschaffen versucht. Zwar würden in Städten wie in Köln und Leverkusen Virentests an der Haustür und in Wohnungen durchgeführt, jedoch nie ohne vorherige Anmeldung. Die Mitarbeiter zeigten zudem stets ihren Ausweis vor.

Update vom 17. März: 85-jährige Kölnerin stirbt an Folgen des Coronavirus

  • Dem Kölner Gesundheitsamt wurde am Dienstag der erste Corona-Todesfall in der Stadt gemeldet. Bereits am Sonntag (15. März) ist demnach eine 85-jährige Frau in einem Kölner Krankenhaus verstorben. Sie hatte infolge eines schweren Grundleidens immunschwächende Medikamente einnehmen müssen. In der Folge hatte sie eine Lungenentzündung bekommen, an deren Folgen sie nun verstorben ist.
  • Für mehr als 1.500 Kontaktpersonen hat das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne angeordnet.
  • Die IHK Köln schließt angesichts der Ausbreitung des Coronavirus aus präventiven Gründen bis auf weiteres ihr Haupthaus, ihre Geschäftsstellen und ihr Bildungszentrum. Ebenfalls geschlossen werden das Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsarchiv und die Wirtschaftsbibliothek der IHK Köln.
  • Der Krisenstab der Stadt Köln hat am Montagabend beschlossen, dass für standesamtliche Trauungen ab Dienstag, 17. März, gilt, dass neben dem Brautpaar nur die Trauzeugen anwesend sein dürfen. Also keine Freunde, keine weitere Verwandtschaft, noch nicht mal ein Fotograf.
  • Für Beisetzungen gibt es die Beschränkung, dass nur der engste Familienkreis (in der Regel Verwandte ersten Grades) teilnehmen darf. Die Trauerhallen bleiben ab sofort geschlossen.

Update vom 16. März: OB Henriette Reker in häuslicher Quarantäne, mehr Infizierte, Stadt Köln schließt Restaurants und Gaststätten

  • Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Köln ist auf 301 gestiegen. Neun Personen befindet sich stationär in Quarantäne, vier davon auf der Intensivstation. Weit über 1000 Kontaktpersonen sind zudem in häuslicher Quarantäne.
  • Die Stadt Köln hat am Montag neue Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen, u.a.:

    - Reduzierung von Krankenbesuchen

    - Untersagung des Betriebs sämtlicher Vergnügungsstätten (Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos, Museen, ...)

    - Untersagung des Betriebs von Gastronomiebetrieben (Restaurants, Cafes, Gaststätten). Ausgenommen bleiben der Außerhausverkauf und die Lieferung vorbestellter Speisen

    - Einschränkung des Hotelbetriebs, Untersagung des Betriebs sämtlicher Sporteinrichtungen (Fitnessstudios, Schwimmbäder, Saunen, ...)

    - Untersagung des Betriebs von Spielhallen, Spielbanken und Co.

    - Untersagung des Prostitutionsbetriebes

    - Untersagung aller Angebote an Volkshochschulen, Musikschulen etc.

    - Untersagung von Zusammenkünften in Sportvereinen sowie sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen (ausgenommen ist der Trainingsbetrieb des Profisports)

  • Zudem wurden jegliche Veranstaltungen untersagt. Das schließt auch Verbote von Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein.
  • Aus dem Logistikzentrum der Kliniken der Stadt Köln auf der Schanzenstraße in Köln-Mülheim sind knapp 50.000 Atemschutzmasken gestohlen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, liegt der Tatzeitraum zwischen Donnerstag (13. Februar) und dem heutigen Morgen. Auf Anordnung des Krisenstabs der Stadt Köln sollen nun alle Bestände dringend benötigter Schutzausstattungen für Kliniken und Rettungsdienste überprüft und gegen Zugriff Unbefugter gesichert werden.
  • Wie die Stadt Köln am Montagmorgen bestätigte, befindet sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker seit Sonntagabend in häuslicher Quarantäne. Die Parteilose hatte Kontakt zu einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Oberbürgermeisterin weist bisher keine entsprechenden Symptome auf und fühlt sich gut. Ihre Dienst- und Amtsgeschäfte erledigt sie von zu Hause aus. 
  • Bei Facebook meldete sich die Oberbürgermeisterin am Montag zu Wort: „In dieser ernsten Lage brauchen wir Solidarität und Zusammenhalt: Wir werden die Krise gemeinsam meistern, wenn die Kölnerinnen und Kölner verantwortlich füreinander handeln.”
  • Der Kölner Zoo hat entschieden, aufgrund der aktuellen Corona-Lage ab Dienstag (17. März) zu schließen. „Die Versorgung der Tiere durch die Tierpfleger ist vollauf gewährleistet. Die Länge der Schließung ist unklar”, heißt es in der Mitteilung des Zoos.
  • Die KölnBäder schließen mit sofortiger Wirkung bis voraussichtlich Sonntag, 19. April. „Dies gilt für sämtliche Einrichtungen und alle Bereiche, darunter Bäder, Saunalandschaften, Fitnessbereiche und die Eislaufflächen des Lentparks. Auch fallen unsere Veranstaltungen, Kindergeburtstage und Kurse im genannten Zeitraum aus.” Bereits bezahlte Kompaktkurse und Events, die in den Schließungszeitraum fallen, werden erstattet.

Update vom 15. März: Stadt Köln bestätigt 244 Infizierte

  • Wie die Stadt Köln am Sonntagnachmittag mitteilte, gibt es in Köln aktuell 244 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Von den bestätigten Fällen sind derzeit noch 241 in Quarantäne – 234 in häuslicher und sieben Fälle in stationärer (davon drei auf der Intensivstation). Drei Personen wurden bereits aus der Quarantäne entlassen.
  • Die Kölner Uni verschärft abermals die Maßnahmen: Wie die Hochschule am Sonntagnachmittag mitteilte, wird der Präsenz-Lehrbetrieb ab Montag komplett eingestellt. Prüfungen und Veranstaltungen werden bis zum 20. April abgesagt. Auch die Universitätsbibliothek sowie der Unisport werden ab Montag schließen.
  • Der Kölner Handelsriese Rewe hat erneut auf Nachfrage erklärt, dass es keine Probleme mit der Warenversorgung gebe. Gleichwohl bestätigte ein Sprecher die erhöhte Nachfrage nach Trockenlebensmittel wie Nudeln und Reis sowie Konserven und Drogerieartikel.

    Der Sprecher richtet einen dringenden Appell an alle Verbraucher: „Es wäre nur sinnvoll, wenn die Leute, denen es möglich ist, den Einkauf auf die Woche verteilen, und nicht nur Freitagnachmittag und Samstagmorgen einkaufen.“ Dann hätten Mitarbeiter auch die Chance, die Regale schnell genug wieder zu befüllen.

  • Für die Gamescom in Köln kann man trotz der aktuellen Coronavirus-Lage Tickets kaufen. Die Messe ist für den 25. bis 29. August angesetzt. Nach Informationen der „Bild” findet die Gamescom weiterhin statt. 

Update vom 14. März: Kulturelles Leben in Köln wird lahm gelegt: Alle Veranstaltungen bis 10. April abgesagt

  • Bei einer Pressekonferenz am Samstag haben Kölns OB Henriette Reker  und Oberstadtdirektor Stephan Keller neue, zum Teil harte Einschränkungen des öffentlichen Lebens bekannt gegeben, um das Coronavirus zu bekämpfen.
  • Demnach werden alle Veranstaltungen ab einschließlich Sonntag, 15. März,  bis zum 10. April abgesagt. Dazu zählen neben öffentlichen Gottesdienste alle kulturellen Veranstaltungen: Diskotheken, Clubs, Theater und Bars müssen schließen, ebenso Spielhallen und Kinos. Auch sind musikalische Darbietungen in Kneipen untersagt. Ausgenommen von dem Verbot sind etwa Wochenmärkte, da sie zur Nahversorgung beitragen. Gleiches gilt für Restaurants.
  • Im Kölner Dom werden ab Sonntag nur noch einzelne Gottesdienste unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert und von Domradio übertragen. Der Dom wird nur noch für Menschen geöffnet, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten. Führungen finden nicht statt. Auch die Schatzkammer und die Turmbesteigung bleiben geschlossen. 
  • Die Stadt Köln will dafür sorgen, dass für Eltern, die in „systemrelevanten Bereichen“ wie dem medizinischen Sektor und anderen arbeiten, ihrer Tätigkeit weiter nachgehen können. Für Kita-Kinder und für Kinder der Klassen eins bis sechs soll daher eine Notfall-Betreuung, teilweise in den Räumen der OGS, sichergestellt werden. Dazu müssen die Eltern eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorlegen. Das Formular wird sich auf den Seiten der Stadt finden lassen. Die Stadt appelliert jedoch an alle Eltern, diese Möglichkeit nur im äußersten Notfall zu nutzen. Die Notfall-Betreuung gilt auch für Kinder, die Kitas anderer Träger als der Stadt besuchen.
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  • Stadtdirektor Stephan Keller erklärte: „Die Maßnahmen sind notwendig aber noch verhältnismäßig, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Kölns OB Henriette Reker hatte zuvor betont: „Die Kölner halten zusammen, das können wir jetzt beweisen und das werden wir beweisen. Jeder und jede muss Einschränkungen hinnehmen. Wir nehmen uns ein Stück zurück, um diejenigen zu schützen, die älter sind oder Vorerkrankungen haben.“
  • KVB wechselt ab Mittwoch auf Samstagsfahrplan: Auch die KVB reagiert auf die Notsituation. Wie die Verkehrsbetriebe am Samstagnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt gaben, werden die Busse und Bahnen der KVB am Mittwoch, 18. März, bis auf weiteres nach einem angepassten Samstagsfahrplan fahren.
  • Da aufgrund der Schließungen der Schulen und Kitas viele KVB-Mitarbeiter die Betreuung ihrer Kinder organisieren müssen, wird mit massiven Personalausfällen zu rechnen sein. Ziel der Fahrplanänderung sei es, einen stabilen und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten.
  • Die Buslinien 124, 134, 171, 172, 173 und 179 entfallen, da es alternative Angebote gibt. Alle Informationen zum geänderten Fahrplan stehen ab Dienstag , 17. März, in der elektronischen Fahrplanauskunft unter www.kvb.koeln.
  • Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, bleibt am Montag die erste Tür in allen Bussen geschlossen. Weitere Maßnahmen werden auf Grund des Pandemieplanes je nach Entwicklung in enger Absprache mit dem städtischen Krisenstab getroffen.
  • Am Samstagabend hat sich der Kölner Zoo dazu entschieden, bestimmte Bereiche vorübergehend zu schließen. Auf Facebook teilte der Zoo mit: „Aus gegebenem Anlass bleiben die überdachten Anlagen, also z.B. sämtliche Tierhäuser und das Aquarium, bis auf weiteres geschlossen. Auch öffentliche Fütterungen, Führungen etc. fallen aktuell aus.“
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  • Apple schließt wegen der Coronavirus-Ausbreitung alle seine Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen – auch den in Köln an der Schildergasse. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, erklärte Firmenchef Tim Cook am Samstag. Der iPhone-Konzern hat außerhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte, in den vergangenen Tagen hatte Apple bereits die Stores in Italien dichtgemacht. Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schließungen alle wieder geöffnet. Die Coronavirus-Krise hatte in den vergangenen Wochen auch die iPhone-Produktion beeinträchtigt.
  • Indes gibt es nun in Köln insgesamt 154 Coronavirus-Fälle. Wie die Stadt Köln mitteilte, kamen viele Neu-Infizierte aus ausländischen Risiko-Gebieten. . Das Gesundheitsamt ruft Menschen, die aus einem Gebiet mit erhöhtem Corona-Risiko – dazu gehören Italien, Iran, Provinz Hubei in China, Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea, Region Grand Est in Frankreich, Tirol und Madrid – nach Köln kommen, daher dringend auf, sich freiwillig für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.

Update am 13. März: Mehr Coronavirus-Fälle in Köln, Stadt wird Kitas schließen, Club „Bootshaus“ macht die Schotten dicht

  • Trotz eines von der NRW-Landesregierung angekündigten Betretungsverbots sollen Kitas in Köln zu Beginn der kommenden Woche zunächst noch geöffnet bleiben. Am Montag und Dienstag seien noch alle Kindertagesstätten offen, teilte die Stadt Köln am Freitagabend mit. „Die Stadt appelliert jedoch an die Eltern, ihre Kinder auch schon an diesen beiden Tagen nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen“, hieß es.
  • Wie die Stadt Köln am Freitagabend mitteilte, ist die Zahl der Corona-Fälle in Köln auf 123 gestiegen.Das ist ein enormer Anstieg in den letzten 24 Stunden, am Donnerstag hatte die Zahl noch bei 65 gelegen. Von den 123 Fällen sind derzeit noch 122 in Quarantäne, fünf in stationärer.
  • Die Kölner Ford-Werke schicken ab Montag viele Büromitarbeiter ins „Mobile Office“, um die Zahl der Kollegen und somit die Gefahr einer Ansteckung in der Zentrale zu minimieren. „Der Schutz und die Gesundheit aller Mitarbeiter steht im Vordergrund“, so eine Fordsprecherin. „Die Geschäftstätigkeit und die Produktion der Fiestas wird fortgeführt.“
  • Das „Bootshaus“ teilte am Freitag auf seiner Homepage mit: „Zum Schutz der Gäste, Künstler und Mitarbeiter werden ab sofort alle kommenden Veranstaltungen vorläufig bis zum 19. April 2020 abgesagt. Alle Tickets unserer betroffenen Veranstaltungen werden ab sofort zurückerstattet. Hierfür wird ticket.io automatisiert alle Gelder zurücküberweisen. „Wir werden diese schwere Zeit durchstehen und schon bald wieder gemeinsam feiern!“ Die Betreiber kritisieren das Krisenmanagement, da besonders für Veranstaltungen unter 1000 Gästen keine eindeutige Richtlinie angewendet werde und somit viel in der Verantwortung einzelner Clubs verbleibe. 
  • Als Reaktion auf das Coronavirus überträgt der Jugendchor St. Stephan (Köln-Lindenthal) am Sonntag (15. März, 19 Uhr) ein musikalisches Abendgebet live auf Facebook. „Um Menschen, die zurzeit größere Menschenansammlungen vermeiden wollen, die Teilnahme an einem Gottesdienst zu ermöglichen”, heißt es in einer Mitteilung.
  • Gleichzeitig hat der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) entschieden, das Freitagsgebet in seinen Moscheen und den Unterricht am Wochenende auszusetzen. Anstatt des Freitagsgebetes verrichtet jeder Muslim für sich selbst das gewöhnliche Mittagsgebet.

Update am 12. März: Bühnen Köln und Philharmonie sagen Veranstaltungen ab, Uni verschiebt Semesterstart, Art Cologne erst im November

  • Die Kölner Universität wird den Beginn des kommenden Semesters auf nach die Osterferien verschieben. Dies teilte Jürgen Rees, Sprecher der Hochschule, mit. Geplant war, dass das Sommersemester am 1. April starten sollte, Vorlesungen ab dem 6. April gehalten werden sollten. Wann es losgehen soll, ist noch nicht klar.
  • Das Kölner Schauspielhaus, die Oper und die Philharmonie haben wegen der Corona-Epidemie bis einschließlich Karfreitag alle Veranstaltungen abgesagt. Der Krisenstab der Stadt Köln habe das am Donnerstag entschieden, teilte die Stadt mit. Bereits erworbene Karten würden erstattet. Die städtischen Museen, Bibliotheken und das Historische Archiv sollen dagegen geöffnet bleiben.
  • Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Art Cologne als größte deutsche Kunstmesse um einige Monate verschoben. Die Schau, die für Ende April geplant war, werde vom 19. bis 22. November parallel zur Cologne Fine Art & Design stattfinden, teilte die Kölner Messe am Donnerstag mit.

Update am 12. März: Stadt Köln bestätigt 65 Corona-Fälle, vier Schulen betroffen

  • Das  Mülheimer Palladium hat alle bis Mitte April geplanten Veranstaltungen mit mehr als 1000 verkauften Tickets abgesagt. Darunter Auftritte von Fritz Kalkbrenner (14. März) , The Script (16. März) und Nico Santos (17. März). Im E-Werk  fallen zum Beispiel die Konzerte mit Max Herre (16. März) und 2raumwohnung (19. März) aus. 
  • Die Betreiber der Ehrenfelder Live Music Hall teilten mit, dass alle geplanten Konzerte und Partys stattfinden werden. Allerdings sollen nicht mehr als 1000 Besucher zugelassen werden.
  • In Köln gibt es aktuell 65 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Von den bestätigten Fällen sind derzeit noch 64 in Quarantäne – 60 in häuslicher und vier Fälle in stationärer. Eine Person wurde bereits aus der Quarantäne entlassen.
  • Insgesamt vier Schulen sind derzeit von Corona-Fällen betroffen. Bei drei Schulen habe es gereicht, einzelne Klassen nach Hause zu schicken. Die Maternus-Grundschule in Köln-Nippes bleibt hingegen bis zum 20. März komplett geschlossen.
  • An der Uni Köln ist ein Corona-Fall bekannt geworden. Wie die Hochschule mitteilte, wurde ein Mitarbeiter aus der Zentralverwaltung positiv auf den Erreger getestet. Das Gesundheitsamt sei informiert worden, der Mitarbeiter befinde sich derzeit in Quarantäne. Kontaktpersonen seien identifiziert worden, sie blieben zuhause und ließen sich testen. 

Update am 10. März: Maternus-Grundschule bleibt geschlossen, keine Großveranstaltungen, Santana sagt Konzert ab

  • Die Stadt Köln hat bekanntgegeben, dass die Zahl der Corona-Fälle auf 43 gestiegen ist, 42 davon befinden sich noch in Quarantäne.
  • Die Maternus-Grundschule KGS an der Bülowstraße in Nippes bleibt bis einschließlich 20. März 2020 geschlossen. Das hat das Kölner Gesundheitsamt angeordnet. Im Kreis der Mitarbeitenden war eine Person an Corona erkrankt. Alle Schüler, alle Lehrer sowie alle weiteren Beschäftigten wurden offiziell unter häusliche Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt informiert die Erziehungsberechtigten mit einem Elternbrief. Darin heißt es: „Die Isolierung der Schülerinnen und Schüler dient dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung verhindern. Weitere im gleichen Haushalt lebende Personen wie Eltern oder Geschwisterkinder sind nicht von der Isolierung betroffen." 
  • das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern gilt in Köln zunächst bis zum 10. April 2020 (Karfreitag). Die Veranstalter wie zum Beispiel Philharmonie und Musical Dome seien informiert, so die Stadt Köln. 
  • Zwei Männer aus Pulheim (55 und 75) sowie ein Mann aus Kerpen (33) wurden am 10. März positiv getestet. Die Behandlung aller Erkrankten erfolgt wegen ihrer stabilen gesundheitlichen Verfassung im häuslichen Umfeld durch niedergelassene Ärzte.
  • Weltstar Carlos Santana hat die Europa-Termine seiner Welttournee abgesagt. Grund dafür seien die Beschränkungen bezüglich des Coronavirus. Damit entfällt auch das Konzert am 23. März 2020. „Ich bin sehr enttäuscht. Viele Länder haben sich für eine Beschränkung von Veranstaltungen auf 1000 Besucher entschieden”, heißt es in einer Stellungnahme des Künstlers. Die Euro-Termine sollen aber 2021 nachgeholt werden.
  • Die lit.Cologne, die vom 10. bis 21. März in Köln stattfinden sollte, ist abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter am Dienstag gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger” mit.  Mit dieser Entscheidung werde der gegenwärtigen Lage und der dynamischen Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus' Rechnung getragen. Die Absage geschehe auf Empfehlung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „In der jetzigen Situation müssen wir alles dafür tun, die Infektionsketten zu durchbrechen. Daher habe ich vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Bundesgesundheitsministers dazu geraten, die lit.Cologne zum jetzigen Zeitpunkt nicht durchzuführen“, sagte Geschäftsführer Rainer Osnowski.
  • Am Dienstagvormittag wurde bekannt, dass es mittlerweile auch einen ersten Infizierten in Leverkusen gibt. Wie die Stadt mitteilt, ist ein 81-Jähriger erkrankt, der kürzlich aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist. Er wurde am Montagabend positiv getestet.

Update am 9. März: Keine Vereidigung in der Lanxess-Arena, 33. Corona-Fall in Köln

  • Die traditionelle Vereidigung der neuen Kommissaranwärter in der Kölner Lanxess-Arena ist auf Weisung von Innenminister Herbert Reul (CDU) abgesagt worden. Das bestätigte ein Sprecher am 9. März. Im vergangenen Jahr waren 2300 junge Beamte vereidigt worden, zudem kamen 10.000 Gäste in die Lanxess-Arena. Eine ähnliche Besucherzahl wurde auch bei der aktuellen Vereidigung am 26. März erwartet. Weit mehr als die 1000 Menschen, ab der zurzeit vom Bundesgesundheitsministerium von Großveranstaltungen abgeraten wird. Für Minister Reul gehe die Gesundheit aller Beteiligter vor, sagte der Ministeriumssprecher – daher habe er die Vereidigung absagen lassen. Einen Nachholtermin gebe es noch nicht, er soll aber im Sommer liegen, wenn die aktuelle Lage sich bis dahin wieder beruhigt hat.
  • Die Stadt Köln hat am späten Montagnachmittag die neuen Corona-Zahlen vorgelegt. Demnach sind mittlerweile 33 Fälle bekannt, 32 Menschen befinden sich in Quarantäne (einer davon stationär).  Bei der Berufsfeuerwehr sind bislang insgesamt fünf Mitarbeiter auf zwei Wachen am Corona-Virus erkrankt. Die Kontaktpersonen wurden aus dem Dienst genommen und die jeweils zuständigen Gesundheitsämter informiert. Die Kölner Feuerwehr ist weiterhin komplett einsatzfähig.
  • Die Maternus-Grundschule im Kölner Stadtteil Nippes ist seit Montag geschlossen und werde das auch am Dienstag noch bleiben. Grund dafür sei ein Corona-Fall, der im näheren Umkreis des Kollegiums aufgetreten ist, teilte die Schule am Montag auf ihrer Homepage mit. Es handele sich dabei um eine „reine Vorsichtsmaßnahme“. Ob sich einer der Kollegen infiziert hat, stehe bisher noch nicht fest. Das Ergebnis sei für Dienstag zu erwarten.
  • Wegen eines mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Soldaten ist die Kölner Lüttich-Kaserne am Montag geschlossen worden. Vorsorglich wurden zudem etwa 100 Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt, wie ein Sprecher am Montag sagte. In der Kaserne ist das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr untergebracht. Für zunächst zwei Tage soll der Dienstbetrieb in der Kaserne eingestellt werden. 

Coronavirus: Zwei Infizierte bei den AWB

Wie die Abfallwirtschaftsbetriebe am Sonntag bestätigten, hat sich ein Verdachtsfall im Unternehmen bestätigt. Ein weiterer Mitarbeiter hat sich mit einem positiven Befund gemeldet. Beide arbeiten im Bereich der Abfallwirtschaft, beide befinden sich nun in häuslicher Quarantäne.

Um das Risiko weiterer Infektionen zu vermeiden, wurden sieben Mitarbeiter aus dem engsten Umfeld vorsorglich aus dem Dienst genommen.

Wie die AWB mitteilen, werden nach aktuellem Stand die Leistungen des Unternehmens voll erbracht. Ob allerdings weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, hänge von der Entwicklung der nächsten Tage und Wochen ab.

Corona: 310 Personen haben das Infektionsschutzzentrum aufgesucht

Im dem gemeinsam von Universitätsklinik Köln, Kassenärztlicher Vereinigung und Gesundheitsamt Köln betriebenen Infektionsschutzzentrum auf dem Gelände der Universitätsklinik Köln haben von Montag, 2. März 2020, bis Freitag, 6. März 310 Personen nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt das Infektionsschutzzentrum aufgesucht und sind dort beraten und bei einem begründeten Verdacht getestet worden.

Mitglied des WDR-Rundfunkrats positiv auf Corona getestet

Ein Mitglied des WDR-Rundfunkrats ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie eine Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks (WDR) auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Samstag mitteilte, habe die Geschäftsstelle des Rundfunkrats nach Bekanntwerden des Falls alle angeschrieben, die an der vergangenen Rundfunkratsitzung teilgenommen hatten. In Absprache mit dem WDR-Betriebsarzt seien darin auch unterschiedliche Verhaltensregeln für die weiteren Anwesenden der Rundfunkratsitzung formuliert worden – je nach Kontaktintensität.

Mitarbeiter des WDR würden fortlaufend im Intranet und per E-Mail über den aktuellen Stand sowie über Hygienemaßnahmen, Prävention und Verhalten im Verdachtsfall informiert. Zum Gesundheitszustand der infizierten Person und zum Zeitpunkt der Feststellung wurden am Samstag keine Angaben gemacht.

Ford-Mitarbeiter hat sich mit Corona-Virus infiziert

Bei den Ford-Werken (18.000 Mitarbeiter) ist erstmals bei einem Angestellten das Corona-Virus festgestellt worden.  Der Erkrankte arbeitet nach einem Bericht im „Kölner Stadt-Anzeigers“ der Produktentwicklung in Köln-Merkenich.

Der Mann befand sich bereits eine Woche zu Hause in Selbstquarantäne. Direkte Kollegen des Mitarbeiters müssen nun ebenfalls zu Hause bleiben.

Stadt Köln legt neue Zahlen vor

Die Stadt hat am Samstag (7. März) die Zahl der bestätigten Fälle aktualisiert: Es gebe jetzt insgesamt 29 „bestätigte“ Fälle des Virus in Köln. Der Großteil der infizierten Personen hat einen Bezug nach Heinsberg, einige ins Ausland. Bei einigen weiteren Fällen ist der Bezug nicht bekannt. 

Zum ersten Mal konnte am Samstag bei einem der bestätigten Fälle die häusliche Quarantäne aufgehoben werden. Damit befinden sich derzeit 27 Fälle in häuslicher und ein Fall in stationärer Quarantäne.

Corona in Köln: Positiver Test bei Mitarbeiter der Feuerwache 8 in Ostheim

Nach Angaben der Stadt gibt es nun auch einen Fall auf der Feuerwache 8 in Köln-Ostheim. Ein Mitarbeiter, der nicht in Köln lebt, wurde positiv getestet. Auch seine Infektion ist auf den Kreis Heinsberg zurückzuführen, es gab keinen Kontakt zur Feuerwache 5.

Da er keine Symptome zeigte und sich gesund fühlte, trat er seine reguläre Dienstschicht an. Erst wenige Tage später zeigte er Erkältungssymptome und wurde vom Gesundheitsamt Heinsberg in Quarantäne versetzt. Die angeordnete Quarantäne begann am 2. März 2020, bei einem Test wurde jetzt die Infektion festgestellt.

18 Kollegen der Feuerwache 8 wurden aus dem Dienst genommen, die jeweils zuständigen Gesundheitsämter wurden informiert. Die personellen Kompensationsmaßnahmen laufen, die Kölner Feuerwehr ist weiterhin komplett einsatzfähig. 

Stadtgespräch mit OB Henriette Reker abgesagt

Auf Empfehlung des Gesundheitsamtes hat die Stadt entschieden, das für Montagabend (9.März) geplante sogenannte Stadtgespräch mit OB Henriette Reker in Lindenthal abzusagen. Es sollte in der Aula des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums stattfinden.

Corona-Fälle in der Feuerwache Köln-Weidenpesch

In der Feuerwache 5 in Köln-Weidenpesch sind laut Stadt vier Mitarbeiter bestätigt erkrankt. Daraufhin wurden 30 weitere Mitarbeiter beziehungsweise Kontaktpersonen aus dem Dienst genommen. Die personellen Kompensations-Maßnahmen seien angelaufen, die Feuerwache ist komplett handlungsfähig. 

Im eingerichteten Infektionsschutzzentrum auf dem Gelände der Universitätsklinik Köln seien bislang 310 Personen auf das Coronavirus getestet worden.

Corona-Angst bei Veranstaltungen: Stadt gibt Checkliste heraus

Mit einem öffentlichen Schreiben hat sich die Stadt Köln nun auch erstmals an die Veranstalter von kleinen und großen Events gewendet. Der Tenor: Jeder Veranstalter müsse eine eigene Risikoeinschätzung vornehmen.

Der Krisenstab der Stadt hat deshalb auf Basis der Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts eine Checkliste veröffentlicht. Arbeiten Veranstalter die Checkliste ab, sollen sie zu einer eigenen Risikobewertung und entsprechenden Entscheidungen in der Lage sein.

Bewertungskriterien sind unter anderem:

  • Erwartete Anzahl der teilnehmenden Personen
  • Struktur des Aufenthalts und der örtlichen Gegebenheiten (Stehräume, Sitzplätze, besondere Enge, Halle, beengte Räume, Außengebiet, Belüftung, etc.)
  • Erwartete Teilnahme von Personen aus Risikogebieten
  • Erwartete Teilnahme älteren Publikums und Personen mit chronischen Erkrankungen
  • Kontaktsituationen (enger face to face-Kontakt, Sitzreihen, Vielfalt an Gesprächspartnern, etc.).

Kölner Rhein-Gymnasium am Mittwoch geschlossen, Donnerstag wieder geöffnet

Das Kölner Rhein-Gymnasium, das sich in Mülheim befindet, blieb am 4. März geschlossen. Eine Praktikantin hatte sich nach Angaben der Schule infiziert. Auf ihrer Homepage gab die Schule am Mittwoch bekannt, dass „drei Kolleginnen, die mit der Praktikantin im unmittelbaren Austausch standen, bis zum 11. März unter Quarantäne und mit dem Gesundheitsamt in Verbindung stehen.“ Die Stadt erklärte, insgesamt stünden 17 Kontaktpersonen der studentischen Praktikantin unter Quarantäne, darunter elf Schüler und drei weitere Praktikantinnen.

Das Gesundheitsamt habe Entwarnung geben können, am Donnerstag sollte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.

Stadt Köln: Krisenstab tagt wegen Coronavirus

Kölner OB Henriette Reker hat erstmals den Krisenstab einberufen, der am Mittwoch, 4. März, tagte. Auch am Donnerstag, 5. März, wurde er einberufen. Insbesondere mit Blick auf Großveranstaltungen ergebe sich ein erhöhter Austauschbedarf, teilte die Stadt Köln mit. Wie weiter zu erfahren war, soll das Literaturfestival lit.Cologne stattfinden.

Coronavirus im Rhein-Erft-Kreis

  • Nachdem es bislang nur wenige bestätigte Infektionsfälle im Rhein-Erft-Kreis gegeben hatte, die allesamt außerhalb des Kreises wohnhaft sind, lag am 3. März 2020 ein erster Infektionsfall im Kreis vor. Ein Mann aus Bedburg wurde positiv auf COVID-19 getestet. Der Betroffene ist Mitglied der Feuerwehr der Stadt Köln. Der Mann, dessen Alter bislang nicht genannt wurde, befindet sich bereits seit 2. März 2020 in häuslicher Quarantäne. Der Betroffene weist laut Landratsamt wohl „nur sehr milde Symptome auf und ist ansonsten wohlauf“. Das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises nimmt nun alle notwendigen Umfeld-Untersuchungen auf.
  • Wie die Stadt Bergheim am Sonntagabend, 1. März 2020, mitteilte, wurde ein weiterer Corona-Fall im Bergheimer Stadtgebiet bestätigt. Demnach habe sich eine Lehrkraft des Gutenberg Gymnasiums mit dem Coronavirus infiziert. Die Person habe sich im privaten Umfeld angesteckt, erklärte die Stadt weiter. Die infizierte Person sei aber nicht im Rhein-Erft-Kreis wohnhaft.
  • Die Stadt Bergheim entschloss sich infolgedessen, den Schulbetrieb am Gutenberg Gymnasium am 2. und 3. März 2020 einzustellen. Weitere Maßnahmen würden mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises abgestimmt. „Aufgrund der besonderen Disposition und Verletzlichkeit der Schülerschaft haben wir uns in enger Abstimmung mit der Schulleitung aus Vorsichtsgründen für diese vorübergehende Maßnahme entschieden“, so Gesundheits- und Schuldezernent Christian Nettersheim in einer Pressemitteilung. Betroffen von den Quarantäne-Maßnahmen sind außerdem Schulen in Bergheim, Pulheim und Frechen.

Corona: Situation im Rheinisch-Bergischen Kreis

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gab es am 3. März eine zweite bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. Der Mann aus Bergisch Gladbach hat Fieber, ein allgemeines Krankheitsgefühl und fühlt sich abgeschlagen.

Coronavirus in und um Köln: Nächster Fall im Rheinisch-Bergischen Kreis

Der mit dem Coronavirus infizierte Soldat der Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn ist wieder wohlauf und konnte die Klinik inzwischen wieder verlassen.

Corona: Soldat konnte entlassen werden

Ursprünglich sollte er am 3. März entlassen werden. Bei dem Mann würden täglich Gesundheitstests gemacht. „Wenn die endgültig alle negativ sind, dann darf er auch gehen.“ Das war dann am Donnerstag, 5. März der Fall.

Der 41-jährige Soldat gehört zur Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn. Er wohnt im nordrhein-westfälischen Gangelt (Kreis Heinsberg). Dort war bei einem 47-jährigen Mann das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Der Soldat hatte Kontakt zu dem schwer Erkrankten oder dessen Frau aus Gangelt beim dortigen Karneval. Er gehört wohl zum persönlichen Bekanntenkreis des Ehepaars.

Lindenschule in Frechen und Donatusschule in Brauweiler betroffen

Auch in Pulheim-Brauweiler und in Frechen habe man sich zu Schulschließungen entschlossen, berichtet „Radio Erft“. Demnach gebe es zwar keinen akuten Infektionsfall an einer der Schulen. Allerdings habe jeweils eine Lehrkraft der Einrichtungen Kontakt mit einem bestätigten Corona-Fall gehabt.

Betroffen von den Schließungen ist  die Lindenschule in Frechen und die Donatusschule in Pulheim-Brauweiler.

Coronavirus: Kölnerin mit Kopfschmerzen und Husten, kein Fieber

Die Kölnerin litt unter Kopfschmerzen und Husten, hatte aber kein Fieber. Da sie die Karnevalsparty in Gangelt-Langenbroich besucht hatte, war sie allerdings in den vergangenen Tagen zu Hause geblieben und hatte den Kontakt zu anderen Menschen vermieden. Sie ließ sich lediglich von einer Verwandten versorgen, die als Krankenschwester arbeitet und deshalb den nötigen Abstand zu der Patientin einhielt. Samstag wurde sie in das Kölner Krankenhaus eingeliefert, das den Fall sofort dem Gesundheitsamt meldete. Genauere Informationen zu dem ebenfalls erkrankten 30-Jährigen lagen der Stadt am Samstagnachmittag noch nicht vor.

Corona: Verdacht bei Mitarbeiter des Stellwerks Köln-Kalk

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wirkt sich am Wochenende auch auf den Güterverkehr in Nordrhein-Westfalen aus. Im Umfeld eines Mitarbeiters des Stellwerks in Köln-Kalk ist laut Angaben der Deutschen Bahn ein Verdachtsfall aufgetreten. Das Stellwerk war am Samstag deshalb nicht besetzt. Der Schienengüterverkehr werde umgeleitet. Auswirkungen auf den Personenverkehr gibt es den Angaben zufolge aber nicht.

Die Umleitungen sollen voraussichtlich noch bis Sonntag bestehen. Ob sich der Verdachtsfall bestätigt hat, war am Samstag zunächst noch unklar. 

Das Infektionsschutz-Zentrum an der Uni-Klinik

Das gemeinsam von Universitätsklinik Köln, Kassenärztlicher Vereinigung und Gesundheitsamt Köln betriebene Infektionsschutzzentrum auf dem Gelände der Universitätsklinik Köln wurde am Dienstag von 20 Personen aufgesucht, die sich dort auf den Corona-Virus haben testen lassen.

Reker erklärte weiter, man sei insagesamt gut vorbereitet, es gebe keinen Grund zur Beunruhigung. Für einen Krisenstab gebe es keinen Anlass, man könne ihn aber zeitnah einberufen wenn das nötig sei.

Corona: Kölner Bundeswehrsoldat infiziert 

Zuvor war bei einem in Köln stationierten Soldaten der Flugbereitschaft das neuartige Coronavirus festgestellt worden. Der Soldat wird im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt.

Der Soldat hatte demnach auf einer Karnevalsveranstaltung in Nordrhein-Westfalen Kontakt zu dem Erkrankten aus Gangelt im Kreis Heinsberg oder seiner Frau. Aus Sicherheitsgründen wurde am Mittwoch der Militärflughafen Köln-Wahn, Sitz der Flugbereitschaft und Arbeitsplatz des Soldaten, für einige Zeit geschlossen. Die Sperrung wurde dann aber wieder aufgehoben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland „am Beginn einer Coronavirus-Epidemie“ (hier lesen Sie mehr)

Neues gibt es auch aus der Kölner Uni-Klinik: Wie die Stadt Köln am Freitag mitteilte, sind die ersten Kontaktpersonen virenfrei entlassen worden. Sie hatten Kontakt zu dem am Corona-Virus erkrankten Mann aus dem Kreis Heinsberg gehabt, der in der Kölner Uni-Klinik behandelt worden war. Da nach Ablauf der Quarantänezeit auch eine zweite virologische Testung keinen Nachweis auf Coronaviren ergeben hatte, konnten vier Beschäftigte und zwei Patienten aus der Isolation entlassen werden. Weitere sechs Mitarbeiter und 29 Patienten befinden sich derzeit jedoch noch wegen der theoretischen Inkubationszeit in Isolation.

Coronavirus: So hatte der Infizierte Kontakt in Köln

Der Mann hatte sich nach Angaben der Stadt am 13. und 19. Februar zwecks Routineuntersuchungen in die Kölner Uni-Klink begeben. Dort habe es bei ihm keinerlei Auffälligkeiten gegeben. Doch wie man jetzt weiß, war der 47-Jährige aus Erkelenz zu dem Zeitpunkt schon infiziert.

Mit zehn Mitarbeitern der Uni-Klinik sowie 31 Patienten in einem Wartezimmer soll der Mann Kontakt gehabt haben, teilte ein Sprecher der Stadt mit. In der Nacht zum 27. Februar 2020 konnte die Stadt Köln Entwarnung geben. Bei keiner der 41 Personen ist bei einem Test der neuartige Virus nachgewiesen worden.

Corona: Bürgertelefon der Stadt Köln 

Indes hat die Stadt Köln ein Bürgertelefon eingerichtet: 0221/221-33500. Es ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbar. Dort können sich Bürger rund um das Thema Corona-Virus informieren. (mit red)

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