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Gewusst?: In der flauschigen Herde am Kölner Rheinufer tummeln sich nicht nur Schafe

EXPRESS-Logo EXPRESS 29.06.2020 Julia Bauer
Am Rheinufer in Köln-Niehl grasen die Schafe und Ziegen von Schäfer Franz Eikermann mindestens einmal im Jahr. © Foto: Bauer Am Rheinufer in Köln-Niehl grasen die Schafe und Ziegen von Schäfer Franz Eikermann mindestens einmal im Jahr.

Fast jedem Kölner geht das Herz auf, wenn er sie schon von Weitem, etwa beim Überqueren der Mülheimer Brücke, am Rheinufer erspähen kann. Die Schäfchen, die mehrmals im Jahr im Kölner Stadtgebiet grasen.

Gerade als Fotomotiv erfreuen sich die süßen Fellknäuel großer Beliebtheit. Kein Wunder: Im Hintergrund die moderne städtische Skyline inklusive Kranhäuser und Kölner Dom, davor eine Schafsherde, die in aller Seelenruhe am Rheinufer grast. 

Schafsherde in Köln hat wichtige Aufgabe für die Stadt

Schäfchen gucken kann man aber nicht nur auf den Poller Wiesen. Die Herde von Schäfer Franz Eikermann (63) aus Heinsberg zum Beispiel lässt es sich unter anderem am Niehler Rheinufer schmecken. Beim genaueren Hinsehen unterscheidet sich seine Herde aber von anderen im Kölner Stadtgebiet. 

Denn zwischen den Schafen, die wir kürzlich (Sonntag, 21. Juni) am Molenkopf (Niehler Hafen) gesehen haben, konnten wir auch einige Ziegen erhaschen. „Die sind bewusst dabei”, sagt uns Dr. Joachim Bauer vom städtischen Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Schäfer Eikermann wurde schon vor über zehn Jahren von der Stadt Köln beauftragt, Flächen mit Schafen und Ziegen zu beweiden. 

Köln: Schafe und Ziegen dienen der Landschaftspflege

Die Moorschnucken und Ziegen des Schäfers seien besonders genügsam, kommen also gut ohne saftiges Gras aus. Sie fressen aufkommende Bäume und Büsche und helfen so dabei, offene Flächen zu erhalten. 

Eikermanns Herde besteht aus rund 500 bis 600 Tieren. „Ungefähr zehn Prozent davon sind Ziegen” , erklärt der Schäfer. 

„Die Tiere kann man gut auf Flächen einsetzen, die rauer und weniger fruchtbar sind, zum Beispiel auf alten Deponien”, erklärt Joachim Bauer von der Stadt Köln. Einzelne Sträucher könnten stehenbleiben, „aber es soll eben kein Wald entstehen”.

Drei Schäfer im Kölner Stadtgebiet unterwegs

Die Schafe und Ziegen von Schäfer Eikermann dienen ausschließlich der Landschaftspflege in Köln, landen am Ende also nicht auf dem Teller. „Zurzeit werden sie geschoren”, erzählt uns der Schäfer. Danach gehe es für die Herde des 63-Jährigen erst mal nach Worringen und danach zum Nüssenberger Busch nach Köln-Pesch. 

Hier lesen Sie mehr: Fünf Lämmer verendet – Kölner Schäfer ist entsetzt und erhebt schwere Vorwürfe

Neben Franz Eikermanns Tieren grasen im Kölner Stadtgebiet auch noch andere Schafsherden. Die Schäfchen auf den Poller Wiesen gehören zu Thomas Schneider und Schäfer Ingolf Bollenbach ist mit seinen Schafen im Äußeren Grüngürtel unterwegs.

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