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Corona-Live-Ticker vom 17. April: "Einschränkungen bis Ende des Jahres"

dw.com-Logo dw.com 17.04.2020 dw.com

NRW-Landeschef Laschet rechnet nicht mit einer baldigen Normalität. Als erstes Bundesland führt Sachsen eine Mundschutz-Pflicht ein. Der Kreml genehmigt den Einsatz eines Malaria-Mittels. Mehr im Live-Blog.

Noch sind Fußgängerzonen vielerorts wie hier in Speyer verwaist © picture-alliance/dpa/U. Ansbach Noch sind Fußgängerzonen vielerorts wie hier in Speyer verwaist

Das Wichtigste in Kürze:

In Sachsen gilt ab Montag eine Maskenpflicht in ÖPNV und Läden In Deutschland sollen ab Mitte August Millionen Masken pro Woche produziert werden In China korrigieren die Behörden die Zahl der Toten nach oben

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ

17.48 Uhr - Im US-Bundesstaat New York werden weniger Infizierte als zuletzt im Krankenhaus behandelt. Die Zahl sei auf 17.316 gesunken nach 17.735 am Vortag und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 5. April. Allerdings sei die Zahl der neuen Todesfälle um 630 gestiegen nach zuletzt 606.

Mitarbeiter eines Krankenhauses in New York freuen sich über Applaus von Polizisten und weiteren New Yorkern © Reuters/M. Segar Mitarbeiter eines Krankenhauses in New York freuen sich über Applaus von Polizisten und weiteren New Yorkern

17.46 Uhr - Der Anwalt des umstrittenen US-Baptistenpastors Tony Spell, Jeff Wittenbrink, hat sich mit Corona infiziert. Spell hatte seine Gemeinde im Bundesstaat Louisina zuletzt aufgerufen, die Auflagen zur Ausbreitung des Virus zu missachten und den Gottesdienst zu besuchen. Der Anwalt hatte den Angaben zufolge Anfang April zwei Gottesdienste besucht und dort Spell und anderen die Hand geschüttelt. Derzeit liege er im Baton Rouge Medical Center, nachdem sich sein Zustand in den vergangenen Tagen verschlechtert habe. "Wahre Christen stört es nicht, am Coronavirus zu sterben", hatte Spell in der vergangenen Woche erklärt. Gegen ihn liegen mehrere Anklagen wegen Missachtung der Versammlungsverbote vor.

17.35 Uhr - Kleinere Läden dürfen in Brandenburg ab Mittwoch nächster Woche wieder öffnen - auch in Einkaufszentren. Das gilt für einzelne Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche oder für die Geschäfte, die sie auf diese Fläche verkleinern, wie das Kabinett in Potsdam beschließt. Unabhängig von der Größe dürfen dann auch Auto-, Fahrrad- und Buchhändler wieder aufmachen. Brandenburg hat sich dafür mit dem Nachbarland Berlin abgestimmt. Dort sollen Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche am Mittwoch oder Donnerstag öffnen.

16.58 Uhr - Die Gesundheitsbehörden in der EU und den USA sowie 16 große Pharmakonzerne kooperieren im Kampf gegen die Epidemie. "Wir müssen die ganze Macht der biomedizinischen Forschung in diese Krise einbringen", erklärt der Leiter der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH), Francis Collins. Neben der US-Aufsicht FDA sind demnach auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und Unternehmen wie Pfizer, Johnson & Johnson, Novartis, Sanofi und Roche an dem "Activ" getauften Programm beteiligt.

16.48 Uhr - Thailands Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha bittet die 20 reichsten Bürger des Landes um Hilfe. Er werde in der kommenden Woche einen offenen Brief an sie schicken, sagt er in einer Fernsehansprache, ohne Namen zu nennen. Thailands Tourismusindustrie leidet stark unter den Reisebeschränkungen.

Armin Laschet Ende März bei einem Pressetermin © picture-alliance/dpa/H. Kaiser Armin Laschet Ende März bei einem Pressetermin

16.47 Uhr - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht davon aus, dass Deutschland in der Corona-Krise noch eine lange Phase des Verzichts bevorsteht."Es wird weiterhin Einschränkungen geben müssen - sicher bis zum Ende des Jahres, wahrscheinlich darüber hinaus", sagt er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Wir werden unser altes Leben noch lange nicht leben können. Abstand und Schutz werden Regel und Maßstab unseres Alltags bleiben." Der CDU-Bundesvize, der Parteichef und womöglich Kanzlerkandidat werden möchte, wies den Vorwurf zurück, er liefere sich mit dem bayerischen Landeschef Markus Söder (CSU) ein Fernduell um die klügsten Corona-Strategien.

16.20 Uhr - In Deutschland ist die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus einer Umfrage im Auftrag das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge zuletzt stark gesunken. Laut dem "BfR-Corona-Monitor" sank der Anteil der Befragten, die sich vor einer Infektion fürchten, in dieser Woche auf 26 Prozent. In der Vorwoche waren es demnach noch 40 Prozent gewesen. Befragt wurden rund 500 Menschen. Insbesondere die jüngeren Menschen schätzten die gesundheitlichen Folgen des neuartigen Virus "als nicht mehr so groß ein", erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel. Demnach sank auch die Zustimmung zu Restriktionen wie Ausgangsbeschränkungen oder Ladenschließungen

16.20 Uhr - In Deutschland sind mehr als 136.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 133.200 Infektionen). Mindestens 4020 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 3740) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt

16.15 Uhr - Auf dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" sind 1081 Besatzungsmitglieder infiziert, sagt Verteidigungsminister Florence Parly vor dem Parlament. Das ist fast die halbe Mannschaft. Symptome seien bei 545 Matrosen nachgewiesen worden, 24 würden im Krankenhaus behandelt. Wie sich die Besatzung angesteckt hat, sei derzeit unklar.

Der französische Präsident Emmanuel Macron während einer Videokonferenz © Reuters/Pool/Y. Valat Der französische Präsident Emmanuel Macron während einer Videokonferenz

16.14 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und sein russischer Kollege Wladimir Putin haben sich nach Kremlangaben über die Lage in der Coronavirus-Pandemie ausgetauscht. Macron habe dafür gedankt, dass Russland bei der Rückführung von Franzosen in ihre Heimat geholfen und auch den Transport von medizinischer Ausrüstung ermöglicht habe, teilt der Kreml mit. Informiert hätten sich die beiden Staatschefs zudem über die jeweiligen Schritte in ihren Ländern, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise zu minimieren.

16.02 Uhr - In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 847 Menschen in Krankenhäusern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das waren nur 14 neue Todesfälle weniger als am Vortag, wie das britische Gesundheitsministerium mitteilt. Insgesamt starben in Großbritannien bislang mindestens 14.576 Infizierte. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle liegt bei knapp 109.000. Die britische Regierung hat am Donnerstag eine Verlängerung der am 23. März verhängten Ausgangssperre um mindestens drei Wochen beschlossen.

Die Bedingungen im Flüchtlingslager Moria gelten als kaum erträglich © picture-alliance/ANE Die Bedingungen im Flüchtlingslager Moria gelten als kaum erträglich

15.57 Uhr - Zur Bekämpfung des Coronavirus in den griechischen Flüchtlingslagern stellt die UNO-Flüchtlingshilfe 500.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung. Das Geld wurde über Spenden gesammelt und soll nun der Arbeit des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zugutekommen, wie die Hilfsorganisation in Bonn mitteilt. In Moria, dem größten Flüchtlingscamp auf der griechischen Insel Lesbos, leben den Angaben zufolge rund 20.000 Menschen auf engstem Raum. Die hygienischen Zustände dort seien "katastrophal", mehr als 500 Bewohner müssten sich eine Dusche und 160 Menschen eine Toilette teilen.

15.56 Uhr - Eine Abiturientin aus Berlin muss die Abschlussprüfungen ab dem 20. April trotz ihrer Bedenken wegen der Corona-Pandemie mitschreiben. Die Schülerin hat keinen Anspruch auf eine Freistellung, wie das Verwaltungsgericht Berlin entscheidet. Die Abnahme der Prüfung sei unter seuchenrechtlichen Gesichtspunkten zulässig. Die Gymnasiastin wollte mit einem Eilantrag erreichen, dass sie so lange nicht an den Prüfungen teilnehmen muss, bis sichergestellt sei, dass keine Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus mehr bestehe.

15.48 Uhr - In Belgien hat das neuartige Coronavirus mittlerweile mehr als 5000 Menschen das Leben gekostet. Wie die belgischen Gesundheitsbehörden mitteilen, starben 313 weitere Menschen binnen 24 Stunden, womit sich die Gesamtzahl der Todesopfer auf 5163 erhöhte. Belgien mit seinen 11,5 Millionen Einwohnern hat eine der höchsten Sterblichkeitsraten in ganz Europa. Insgesamt haben sich in dem Land mehr als 36.000 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

15.30 Uhr - London führt ab Montag zusätzliche Schutzmaßnahmen für Busfahrer ein. Fahrgäste sollen dann nicht mehr vorne, sondern nur noch in der Mitte oder hinten einsteigen dürfen, teilt die Londoner Verkehrsbehörde TFL mit. Währenddessen legen Busfahrer auf Aufruf der Gewerkschaft Unite eine Gedenkminute für 20 Kollegen ein, die bereits an den Folgen des Coronavirus gestorben sind. Bislang sind nur die ersten Reihen hinter dem Fahrer, der hinter einer transparenten Schutzscheibe sitzt, für Passagiere abgesperrt.

Provided by Deutsche Welle © picture-alliance/NurPhoto/N. Economou Provided by Deutsche Welle

15.18 Uhr - Nach dem Coronavirus-Ausbruch auf dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" sind Hunderte weitere Militärs positiv auf das Virus getestet worden. Insgesamt gebe es nun 940 positive Testergebnisse, sagt Maryline Gygax Généro, Zentraldirektorin des Gesundheitsdienstes der Streitkräfte, vor einem Senatsausschuss. 645 Seeleute seien negativ getestet worden. Betroffen seien 2300 Militärs, die etwa auf dem Flugzeugträger oder mit der begleitenden Flugzeugträgerkampfgruppe unterwegs waren. Die restlichen Testergebnisse seien noch offen - die Zahl könnte also noch deutlich ansteigen.

14.56 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat bekräftigt, einen möglichen Ausverkauf deutscher und europäischer Unternehmen während der Corona-Pandemie zu verhindern. Dazu sei eine beihilferechtliche Entscheidung aus Brüssel notwendig, sagt der CDU-Politiker. Viele Beobachter fürchten, dass deutsche Unternehmen angesichts von Wertverlusten und Liquiditätsproblemen wegen der Corona-Krise ins Visier ausländischer Interessenten geraten könnten.

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14.44 Uhr -
Sachsen beschließt als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht. Die Regelung gelte von Montag an, sagt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef.

14.34 Uhr -
Einer der prominentesten buddhistischen Mönche von Myanmar hat 10.000 US-Dollar (9.200 Euro) an den von Papst Franziskus eingerichteten Corona-Notfallfonds gespendet. Den Scheck habe der Mönch Sitagu Sayadaw an Erzbischof Marco Tin Win von Mandalay überreicht, berichtet der asiatische Pressedienst Ucanews. Der Mönch hat sich über viele Jahre einen Namen als Förderer des Dialogs zwischen den Religionen gemacht. Im November 2017 traf er Papst Franziskus bei dessen Besuch in Myanmar. 2011 gab es in Rom eine Begegnung mit Papst Benedikt XVI.

14.40 Uhr - Wirtschaftsminister Peter Altmaier will Hilfsprogramme notfalls nachjustieren. Fehler oder Unzulänglichkeiten werden "wir auch weiterhin korrigieren", sagt der CDU-Politiker nach einem Gesprächen mit Wirtschaftsverbänden. Der Internationale Währungsfonds und die führende Institute seien sich darin einig, dass die "deutsche Wirtschaft in ihrem Kern gesund und wettbewerbsfähig ist". Gelinge die Eindämmung der Pandemie, könne sie "im nächsten Jahr wieder Tritt fassen" und ein beachtliches Wachstum von etwa fünf Prozent erreichen.

14.25 Uhr - Das Europaparlament spricht sich für sogenannte Recovery Bonds aus - also europäische Anleihen, die durch den EU-Haushalt abgesichert sind. Damit sollen künftige Investitionen finanziert werden - aber nicht die bestehenden Schulden vergemeinschaftet werden. Diese Forderung findet bei einer Einzelabstimmung die Mehrheit der Abgeordneten, wie mehrere Fraktionen bestätigen. Sie wird in eine Resolution zum Kampf gegen die Coronavirus-Krise aufgenommen.

14.18 Uhr - Die Bundesregierung hat sich nach Angaben aus Regierungskreisen für eine bestimmte Corona-Tracing-App entschieden, die bei der Eindämmung der Pandemie helfen soll. Es handele sich um eine Entwicklung des Heinrich-Hertz-Instituts am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut, heißt es in den Kreisen. "Es gibt eine interne Verständigung auf die von der PEPP-PT favorisierte Lösung." Die Entscheidung gilt angesichts der Entwicklung einer Vielzahl von Tracing-Apps als wichtig, um die Effektivität bei der Nachverfolgung von Corona-Infizierten zu gewährleisten.

14.10 Uhr - Nordrhein-Westfalen prüft, die umstrittene Öffnungsregelung für Einzelhändler bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern flexibler auszulegen. Die Landesregierung denke daran, in einem nächsten Schritt Einzelhändlern mit größeren Läden zu gestatten, Verkaufsflächen von 800 Quadratmetern abzugrenzen und dann die Pforten zu öffnen, sagt der nordrhein- westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Niedersachsen und Rheinland-Pfalz lassen eine solche Regelung bereits zu.

14.02 Uhr - In Thailand werden Telefonzellen als Teststationen für das Coronavirus genutzt. Dafür wurden Löcher in die Scheibe gebohrt, durch die das medizinische Personal mit Schutzhandschuhen hindurch greifen kann, wie auf Bildern zu sehen ist, die die Regierung veröffentlichte. Die Box bietet einen Schutzraum zwischen Personal und dem Patienten vor der Acrylscheibe. Drei Test-Stationen wurden nach Angaben des Digitalministeriums an Krankenhäuser geliefert.

13.55 Uhr - In Russland hat sich innerhalb von 24 Stunden eine Rekordzahl von 4070 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl der Infektionen in dem Land stieg damit auf über 32.000, wie die Behörden in Moskau mitteilen. Mehr als die Hälfte der Neu-Infektionen wurde im Großraum Moskau gemeldet. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Hauptstadt, Anastasia Rakowa, stimmte die Bevölkerung auf "schwierige Wochen" ein.

13.54 Uhr - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine Debatte über die Verkürzung der Sommerferien ausgelöst. Der Wissenschaftliche Beirat für Familienangelegenheiten beim Bundesfamilienministerium und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) unterstützendie Anregung des CDU-Politikers, die Sommerferien in diesem Jahr zu verkürzen. Der Deutsche Lehrerverband, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der Deutsche Familienverband zeigten sich skeptisch.

13.42 Uhr - In Afrika könnten nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) mindestens 300.000 Menschen am Coronavirus sterben. Die Pandemie drohe zudem 29 Millionen Menschen in extreme Armut zu stürzen, teilt die UN-Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA) mit. Die Behörde fordert ein Rettungspaket von mindestens 100 Milliarden Dollar, um die Krankheit zu bekämpfen und ihre gesellschaftlichen Folgen abzufedern. Bisher sind in den 54 Ländern des Kontinents weniger als 20.000 Coronavirus-Infektionen registriert. Die WHO rechnet allerdings binnen drei bis sechs Monaten mit bis zu zehn Millionen Fällen.

13.40 Uhr - Jeder zweite Mittelständler steht vor dem Aus, sollte der "Shutdown" der Wirtschaft noch vier weitere Wochen andauern. Das sagt Mittelstands-Präsident Mario Ohoven und verweist auf eine Umfrage seines Verbands. "Wenn die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, müssen die Betriebe auch arbeiten dürfen."

13.36 Uhr - Trotz internationaler Bedenken hat Russland den Einsatz von Malaria-Medikamenten zur Behandlung von Coronavirus-Infektionen genehmigt. In einem Dekret des Kreml wird der Einsatz des umstrittenen Wirkstoffs Hydroxychloroquin an Corona-Patienten erlaubt. Die Anweisung folgt auf eine Spende von zehntausenden Packungen Hydroxychloroquin aus China und auf ein Telefonat des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping. Die gespendeten Hydroxychloroquin-Tabletten sollen dem Kreml-Dekret zufolge an Krankenhäuser verteilt werden, die Coronavirus-Patienten behandeln. Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments soll demnach von den Gesundheitsbehörden überwacht werden. Tests zur Wirksamkeit bei Corona-Erkrankungen befinden sich weltweit noch im experimentellen Stadium in Laboren, umfassende klinische Studien gibt es bislang nicht. Hydroxychloroquin kann ebenso wie Chloroquin schwere Nebenwirkungen auslösen.

Krankenpflegerinnen und -pfleger in einem Corona-Bhandlungszentrum in Moskau © picture-alliance/dpa/D. Grishkin Krankenpflegerinnen und -pfleger in einem Corona-Bhandlungszentrum in Moskau

13.27 Uhr - Russlands Zentralbank steuert womöglich wegen der Corona-Epidemie auf eine Zinssenkung zu. "Das Hauptszenario, das wir erwägen werden, ist die Möglichkeit einer Herabsetzung der Zinsen", sagt Notenbank-Gouverneurin Elwira Nabiullina mit Blick auf eine Sitzung kommende Woche. Die Notenbank werde auch über den Umfang ihrer Lockerungsschritte nachdenken. Die nächste Zinssitzung ist für den 24. April geplant. Im Unterschied zu den Notenbanken vieler Länder haben die russischen Währungshüter bislang noch keine umfangreichen Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft auf den Weg gebracht.

13.22 Uhr - Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise vor Nationalismus in der EU gewarnt. Auf Warnungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, fehlende Solidarität in der EU könne Populisten in Italien, Spanien und vielleicht Frankreich zum Sieg verhelfen, geht Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin aber nicht im Detail ein. Kanzlerin Angela Merkel habe mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Deutschland, in der Mitte Europas gelegen und international vernetzt, wirtschaftlich und auch menschlich nicht gut aus dieser Krise herauskommen werde, wenn dies nicht auch in ganz Europa gelinge. "Ich denke, es ist immer notwendig, und das ist in der Corona-Pandemie ganz besonders der Fall, den Bürger zu zeigen, dass ein multilaterales, gemeinsames, solidarisches, europäisches Vorgehen besser ist als jeder Rückfall in Nationalismen", sagt Seibert weiter.

13.16 Uhr - Die Vereinten Nationen haben vor einem starken Anstieg des weltweiten Hungers als Folge der Corona-Pandemie gewarnt. Die Zahl der hungernden Menschen drohe im schlimmsten Fall um 88 Millionen zu steigen, erklärt der Chefökonom der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), Maximo Torero, in einer Videokonferenz in Genf. Im Jahr 2019 hatten laut FAO rund 820 Millionen Menschen unter Hunger gelitten.

13.00 Uhr - Die Bundesregierung sieht die unterschiedliche Auslegung der 800-Quadratmeter-Regel bei der Öffnung des Einzelhandels gelassen. Die Länder hätten "eher geringe Abweichungen, unterschiedliche Nuancen" bei der Umsetzung des Bund-Länder-Beschlusses gewählt, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Das Gesamtbild für Deutschland bleibe aber sehr einheitlich.

12.50 Uhr - "Wir müssen eine neue Normalität entwickeln, die uns viele Monate und wahrscheinlich bis ins neue Jahr hinein begleiten wird", sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz nach Gesprächen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Berlin. Solange kein Impfstoff vorhanden sei, müsse sich die Gesellschaft so organisieren, dass eine Kontrolle des Infektionsgeschehens und ein gutes wirtschaftliches und soziales Leben gleichzeitig möglich seien.

12.34 Uhr - Die Deutschen haben wegen der Ausgangsbeschränkungen offenbar deutlich mehr alkoholhaltige Getränke gekauft. Das zeigen dem "Spiegel" vorliegende Daten der GfK-Konsumforscher. Von Ende Februar bis Ende März wurde demnach gut ein Drittel mehr Wein gekauft als im Vorjahreszeitraum. Bei klaren Spirituosen wie Gin oder Korn beträgt die Steigerung demnach 31,2 Prozent. Der Verkauf von Alkoholmischgetränken wuchs um 87,1 Prozent, allerdings machen diese Getränke nur einen geringen Anteil am Gesamtmarkt aus.

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12.30 Uhr -
Die Zahl der Coronavirus-Fälle ist in der Schweiz auf 27.078 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag entsprach dies einer Zunahme um 346 Menschen. Die Gesundheitsbehörde registrierte bisher insgesamt 1059 Todesfälle.

12.15 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron hat indirekt Kritik am Krisen-Management Chinas geäußert. "Wir sollten nicht so naiv sein und sagen, dass es viel besser damit ungegangen ist", sagt Macron mit Blick auf den Virus-Ausbruch in einem Interview der "Financial Times". Der Präsident betont der Zeitung zufolge, dass Länder mit oder ohne Meinungsfreiheit nicht verglichen werden könnten. "Es gibt eindeutig Dinge, die passiert sind, von denen wir nichts wissen."

12.15 Uhr - Europas Automärkte sind in der Corona-Krise eingebrochen: Im März wurden EU-weit gut 55 Prozent weniger Neufahrzeuge verkauft, wie der europäische Automobilhersteller-Verband ACEA mitteilt. Besonders drastisch war der Einbruch demnach in Italien mit gut 85 Prozent. In Deutschland gab es 38 Prozent weniger Neuzulassungen, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Berlin erklärt. Bei dem größten europäischen Hersteller Volkswagen betrug der Rückgang laut ACEA gut 46 Prozent. Insgesamt wurden demnach in der EU im März 567.000 Fahrzeuge neu zugelassen.

Unverkaufte VW-Modelle © picture-alliance/SvenSimon Unverkaufte VW-Modelle

12.10 Uhr - Die Rate der Todesfälle in britischen Pflegeheimen infolge einer Covid-19-Erkrankung liegt nach den Worten von Gesundheitsminister Matt Hancock über zwei Prozent. Er sei besorgt darüber, wie sich das neuartige Coronavirus an Orten ausbreite, an denen gefährdete Menschen untergebracht seien, fügt Hancock hinzu.

12.09 Uhr - Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die überraschend nach oben korrigierte Zahl der Corona-Toten in Wuhan als "besorgniserregend" bezeichnet und Peking zu mehr Transparenz gedrängt. "Es gibt Fragen, die müssen irgendwann beantwortet werden", sagte Maas am Freitag bei "Bild Live". Für die Ursachenforschung und die Entwicklung eines Impfstoffs sei es wichtig zu wissen, wo das Virus herkomme und wie es entstanden sei.

12.05 Uhr - Die Zahl der Neuinfektionen in Spanien ist binnen 24 Stunden um 5252 auf 188.068 gestiegen. Das sei ein Zuwachs von 2,9 Prozent, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen.

12.00 Uhr - In den nächsten Wochen soll ein Konzept erarbeitet werden, damit wieder Gottesdienste in Kirchen stattfinden können. Das sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums nach Beratungen mit mehreren Ländern und Religionsgemeinschaften. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen in Deutschland. Das Thema werde sicherlich Ende des Monats bei den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Lockerungsschritte aufgerufen werden.

Unbehauster Gott: Wie im Autokino feiern Gläubige in Sonsbeck-Achterhoek am Ostermontag den Gottesdienst © picture-alliance/dpa/A. Stoffel Unbehauster Gott: Wie im Autokino feiern Gläubige in Sonsbeck-Achterhoek am Ostermontag den Gottesdienst

11.59 Uhr - Der angeschlagene Warenhausriese Galeria Karstadt Kaufhof geht gerichtlich gegen die Schließung seiner Filialen in der Corona-Krise vor. Der Konzern hat vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Klage dagegen eingereicht, dass die Warenhäuser in Nordrhein-Westfalen nicht öffnen dürfen. Dem Land ist dem Gericht zufolge nun Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden. Eine Entscheidung könnte in der kommenden Woche ergehen. Ein Konzernsprecher wollte sich zunächst nicht äußern. Der Kette mit ihren über 28.000 Mitarbeitern brechen angesichts geschlossener Filialen die Umsätze weg.

11.53 Uhr - Der Deutsche Hebammenverband und der Deutsche Ärztinnenverbund dringen auf eine bundesweite Ausnahmeregelung, die werdenden Vätern trotz der Corona-Pandemie den Zugang zum Kreißsaal erlaubt. "Ist die Begleitperson nicht augenscheinlich mit Corona infiziert, überwiegt der Nutzen der Begleitung das minimale Risiko einer Infektion von ärztlichem und Pflegepersonal", erklärt die Präsidentin des Ärztinnenbundes, Christiane Groß, in Berlin. Die Geburt sei für die ganze Familie ein existenzielles Ereignis, betonte die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, Ulrike Geppert-Orthofer.

11.46 Uhr - Die Bundesregierung hat die vorsichtige Öffnung der Wirtschaft verteidigt. Es gehe nicht nur um die Größe von Läden, die nun wieder öffnen könnten, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Es gehe auch darum, wie voll Bahnen, Innenstädte und die Bürgersteige vor den Läden seien. Es gebe zwar Fortschritte bei den Infektionszahlen, aber weiter auch Risiken. "Das zwingt uns zu dieser großen Vorsicht." Deutschland könne noch nicht wieder zum Normalzustand übergehen, sondern die Wirtschaft nur maßvoll öffnen. Darüber werde alle 14 Tage entschieden.

11.40 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nächste Woche Donnerstag eine Regierungserklärung zur Corona-Krise abgeben. Dabei werde es auch um die Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs gehen, also die europäische Antwort auf die Pandemie, sagt Merkels Sprecher Steffen Seibert.

11.28 Uhr -Die Macher der amerikanischen Zeichentrickserie "Die Simpsons" haben in ihrem legendären Vorspann offensichtlich einen Kommentar zur Corona-Krise verpackt. Die Botschaft in Kürze: Zuhause ist es am schönsten und sichersten. Die Folge, die Fox am kommenden Sonntagabend ausstrahlen wird, zeigt zu Beginn eine völlig andere Optik. Sie ähnelt einem Ego-Shooter-Videospiel. Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie wirken größer, kantiger und athletischer. Alles ist in Blau-Schwarz-Weiß getaucht. Die Musik ist monoton-rockig.

11.23 Uhr - Beim US-Onlineriesen Amazon hat eine Gruppe von Beschäftigten die Techniker des Konzerns zu einem virtuellen Streik aufgerufen, um gegen die Entlassung von kritischen Mitarbeitern zu protestieren. Die Gruppe forderte ihre Kollegen auf, am kommenden Freitag für einen Tag die Arbeit niederzulegen. US-Medien zufolge erklärte der Konzern, die Entlassungen seien wegen Verstößen gegen die Firmenpolitik erfolgt. Den Streikaufruf veröffentlichte Maren Costa, die US-Medien zufolge wie ihre Kollegin Emily Cunningham von Amazon entlassen worden war, nachdem beide das Unternehmen wegen mangelnder Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angeprangert hatten.

11.14 Uhr - Der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Karl Broich, rechnet in drei Monaten mit ersten Studienergebnissen zur Behandlung von COVID-19. Bis dahin würden Daten aus zwei großen Studien zur Substanz Remdesivir in Deutschland mit mittelschwer und schwer erkrankten Patienten erwartet, sagt Broich in Berlin. Remdesivir wurde ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Insgesamt gebe es einige erfolgversprechende Therapieansätze, sagt Broich. So liefen auch klinische Prüfungen zu verschiedenen Dosierungen von Hydroxychloroquin. Dabei handelt es sich um ein Malariamittel, der Wirkstoff hat allerdings erhebliche Nebenwirkungen.

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11.13 Uhr -
Die chinesische Regierung hat Vorwürfe, das Ausmaß der Epidemie verschleiert zu haben, zurückgewiesen. "Es hat nie eine Vertuschung gegeben, und wir werden nie eine Vertuschung zulassen", sagt der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, vor Reportern in Peking. Kurz zuvor haben die Behörden der zentralchinesischen Stadt Wuhan die Zahl der Todesfälle überraschend um die Hälfte nach oben korrigiert (siehe unten).

Desinfektion einer U-Bahn-Station in Wuhan © picture-alliance/dpa/Xinhua/S. Bohan Desinfektion einer U-Bahn-Station in Wuhan

11.07 - Deutschland ist nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn für die Aufnahme weiterer ausländischer COVID-19-Patienten offen. Er werde mit ausländischen Kollegen darüber reden, in welchem Umfang zusätzlich Patienten in Deutschland behandelt werden sollten, sagt Spahn. Zuvor hatte er erklärt, die zur Verfügung stehenden rund 10.000 freien Intensivbetten könnten abzüglich einer Reserve von 25 bis 30 Prozent anderweitig genutzt werden.

11.03 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet in den nächsten Wochen mit einer Smartphone-App zur Nachverfolgung der Kontakte von Virus-Infizierten. Aus heutiger Sicht "sind es eher vier Wochen als zwei Wochen", bis eine funktionsfähige App zur Verfügung stehe, die alle Anforderungen erfülle, sagt Spahn. Die App müsse Datensicherheit und -schutz gewährleisten wie auch den epidemiologischen Nutzen erfüllen.

10.35 Uhr - Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, kündigt an, dass demnächst auch in Deutschland die klinische Prüfung eines Impfstoffes anläuft. Weltweit seien derzeit vier klinische Prüfungen gestartet worden, sagt Cichutek bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn. In Kürze werde auch eine erste klinische Prüfung in Deutschland beginnen. Nicht die Zulassung eines Impfstoffes dauere lange, sondern die Entwicklung, um zu einem wirksamen, aber auch verträglichen Impfstoff zu kommen.

10.27 Uhr - Im Kampf gegen das Coronavirus stehen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erste Vereinbarungen für die Produktion medizinischer Schutzmasken im Inland. Nach einer ersten Ausschreibung seien Zuschläge an rund 50 Unternehmen erteilt worden, sagt der CDU-Politiker. Damit sollten ab Mitte August pro Woche zehn Millionen FFP2-Spezialmasken und 40 Millionen OP-Masken hergestellt werden. Damit lasse sich der Grundbedarf für das Gesundheitswesen im Großen und Ganzen decken.

RKI-Präsident Lothar Wieler (l.) © picture-alliance/dpa/AFP/J. Macdougall RKI-Präsident Lothar Wieler (l.)

10.25 Uhr - Das Robert-Koch-Institut will die Virus-Tests "strategisch besser einsetzen", wie RKI-Präsident Lothar Wieler in einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn sagt. Derzeit seien rund neun Prozent aller Tests positiv. "Wir werden in Zukunft vermehrt in Altenheimen und Pflegeheimen testen können, um zu verhindern, dass Patienten und Pflegende infiziert werden", sagt Wieler. Es sei nach wie vor entscheidend, Infektionsketten zu unterbrechen.

10.20 Uhr - Mit 4069 Neuinfektionen gibt es in Russland erneut einen Rekordanstieg von neuen Coronavirus-Fällen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Ansteckungen binnen 24 Stunden auf 32.007, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet. Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Russland begann in diesem Monat stark anzusteigen, nachdem die Behörden in der Frühphase des Ausbruchs weit weniger Infektionen registriert hatten als viele Länder in Westeuropa.

Eine Projektion im russischen St. Petersburg ruft zum Daheimbleiben auf © picture-alliance/dpa/P. Kovalev Eine Projektion im russischen St. Petersburg ruft zum Daheimbleiben auf

10.11 Uhr - Die Koalition in Schleswig-Holstein erlaubt auch Geschäften in Einkaufszentren ab dem 20. April die Öffnung. Sie müssen ein spezielles Hygienekonzept vorlegen und den Zugang regulieren, um eine Überfüllung zu verhindern, wie die Landesregierung in Kiel beschließt. Für Läden gilt die von Bund und Ländern festgelegte maximale Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter - diese kann aber auch durch eine Verkleinerung der Ladenfläche erreicht werden

10.07 Uhr - Der Industrieverband BDI fordert in der Corona-Krise von der Politik Planungssicherheit. "Sie muss sich jetzt darauf vorbereiten, was sie beim nächsten Checkpoint entscheidet", sagt BDI-Präsident Dieter Kempf mit Blick auf weitere Lockerungen der zur Virus-Eindämmung verhängten Einschränkungen. Die Politik müsse auch ein Klima-Konjunkturpaket vorbereiten und Unternehmen steuerlich entlasten.

10.06 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zieht eine positive Zwischenbilanz in der Virus-Krise. "Der Ausbruch ist – Stand heute – wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden", sagt der CDU-Politiker in Berlin. Seit dem 12. April gebe es täglich eine höhere Zahl der Genesenen als der Neuinfizierten. Das Gesundheitssystem sei "zu keiner Zeit bis hierhin überfordert" gewesen.

09.45 Uhr - Die Bundesregierung wird nach Angaben von Außenminister Heiko Maas später entscheiden, ob und wie sich Deutsche finanziell an den Rückholaktionen aus dem Ausland beteiligen müssen. Es gebe zwar die Regelung, dass eine Kostenbeteiligung im Rahmen eines normalen Economy-Tickets nötig sei. "Wir haben das jetzt erst einmal zurückgestellt, weil wir überhaupt keine Zeit haben, uns mit solchen Verwaltungsfragen auseinanderzusetzen", fügt Maas aber hinzu. "Wir werden diese Entscheidung irgendwann treffen, wie wir mit den Kosten umgehen, ob und wie Menschen beteiligt werden, die diese Rückholflieger benutzt haben." Größere Rückholaktionen gebe es noch aus Südafrika und Neuseeland.

9.30 Uhr - Bei einer Aufhebung der weltweiten Reisewarnung plädiert Bundesaußenminister Heiko Maas für eine europaweite Abstimmung. "Ich würde mir wünschen, dass wir ein koordiniertes Vorgehen zumindest innerhalb der EU hinbekommen", sagt er und verweist auf entsprechende Gespräche. In Deutschland werde man die Sachlage Ende April erneut prüfen. Alle EU-Staaten hätten letztlich dasselbe Problem angesichts des eingeschränkten Flugverkehrs, der Ausgangssperren in vielen Ländern und auch der Frage, ob Staatsbürger bei einer Reise überhaupt wieder ins eigene Land zurückkehren könnten.

9.15 Uhr - Nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump hat auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Unterstützung für die Weltgesundheitsorganisation WHO zum Ausdruck gebracht. Bei der von Trump einberufenen Videoschalte der G7 Staats- und Regierungschefs habe Macron betont, dass die WHO die zentrale Rolle mit Blick auf alle Staaten, internationalen Institutionen und Programme spielen müsse, die sich mit Impfstoffen, Gesundheit und der Stärkung der Gesundheitssysteme befassen, teilte der Élyséepalast mit. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich hinter die Arbeit der WHO gestellt. Macron habe außerdem an die Notwendigkeit erinnert, den am stärksten gefährdeten Ländern, insbesondere in Afrika, massive Hilfe zu leisten, um die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bewältigen.

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8.32 Uhr -
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Internationale Währungsfonds (IWF) Pakistan einen Notkredit in Höhe von knapp 1,4 Milliarden US-Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) gewährt. Wie der IWF in Washington mitteilte, habe der Ausbruch von COVID-19 erhebliche Auswirkungen auf die pakistanische Wirtschaft. Mit der Finanzhilfe könne das Land mehr Geld für Gesundheit ausgeben und auch Geberländer der Entwicklungshilfe entlasten. Die pakistanische Wirtschaft leidet unter hohen Haushaltsdefiziten, einer zweistelligen Inflationsrate sowie niedrigen Steuereinnahmen. Premierminister Imran Khan hatte Ende März bereits ein nationales Finanzpaket von 1,2 Billionen pakistanischen Rupien (rund 6,6 Milliarden Euro) angekündigt.

8.27 Uhr - In Myanmar sollen in der Corona-Krise mehr als ein Viertel der Gefängnisinsassen freigelassen werden. Das betrifft etwa 25.000 Häftlinge, wie das Präsidialbüro mitteilte. Unter den Begnadigten sind demnach auch 87 Ausländer. In dem südostasiatischen Land werden jedes Jahr am Neujahrstag im April tausende Häftlinge begnadigt - allerdings waren es noch nie so viele wie in diesem Jahr. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bezeichnete die Gefängnisse in Myanmar als "schrecklich überfüllt und unhygienisch". Demnach sitzen derzeit fast 100.000 Menschen in den Haftanstalten, die nur Platz für 62.000 Insassen bieten.

7.49 Uhr - Dank der ergriffenen Maßnahmen hat Deutschland die erste Welle des Coronavirus-Ausbruchs nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gut bewältigt. Jetzt gelte es, mit der Vorhaltung von 25 bis 30 Prozent der Intensiv- und Beatmungsbetten für COVID-19-Patienten weiter vorbereitet zu sein, aber im Gesundheitssystem auch den Regelbetrieb wieder anzufahren, sagt der CDU-Politiker. Ab Anfang Mai müsse in den Krankenhäusern eine neue Balance gefunden werden, die schrittweise auch wegen der Pandemie aufgeschobene Behandlungen und Operationen zulasse.

Unterricht mit Abstand: Seit dem 15. April findet in Dänemark wieder Unterricht statt (Archivbild) © Imago Images/Ritzau Scanpix/O.S. Gestsson Unterricht mit Abstand: Seit dem 15. April findet in Dänemark wieder Unterricht statt (Archivbild)

7.29 Uhr - Dänemark lockert seine Alltagsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. Ab Montag dürfen einige Kleinunternehmen wie Friseure, Kosmetiksalons und Fahrschulen wieder öffnen, wie die Regierung mitteilt. Erst am Mittwoch waren Kindertagesstätten sowie Schulen bis zur fünften Klasse wieder geöffnet worden. "Niemand will Dänemark einen Tag länger als unbedingt nötig geschlossen halten", erklärte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf Facebook. "Aber wir dürfen nicht schneller voranschreiten, als wir die Epidemie unter Kontrolle halten können."

6.47 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Infektionsfälle mit SARS-Cov-2 nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 3380 auf 133.830 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus legte binnen 24 Stunden um 299 auf 3868 zu. Rund 81.800 Menschen sind demnach genesen, das sind rund 4700 mehr als am Vortag. Damit sind mehr Menschen wieder genesen, als sich angesteckt haben, wie das RKI auf seiner Internet-Seite mitteilt.

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6.42 Uhr -
In der chinesischen Stadt Wuhan sind mehr Einwohner durch das Corona-Virus gestorben als bisher angenommen. Wie die örtlichen Behörden berichteten, sind doch noch weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896. Sie wurde somit um 50 Prozent nach oben korrigiert. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden. Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3342 Toten in China wurde noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4600 erhöhen. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

4.15 Uhr - Wenige Tage vor Beginn des Fastenmonats Ramadan hat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, um Verständnis für die strengen Auflagen in der Corona-Krise geworben. Gesundheitsschutz und der Schutz von Menschenleben in dieser Pandemie hätten für gläubige Muslime die allerhöchste Priorität. "So schwer es uns fällt, unsere Moscheen im heiligen Monat Ramadan weiter geschlossen zu halten, so ist es unsere religiöse und bürgerliche Verantwortung, in der aktuellen Phase genau das zu tun", sagte Mazyek der Deutschen Presse-Agentur. Vertreter der christlichen Kirchen sowie von Juden und Muslimen wollen heute ein Gespräch mit dem Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, führen. Vor allem die katholische Kirche drängt auf Lockerungen. Sie kündigte an, konkrete Vorschläge vorzulegen, wie Gottesdienste unter Einhaltung der Abstandsregeln und der Hygienestandards möglich sein könnten.

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4.11 Uhr -
Wegen der Corona-Krise ist die chinesische Wirtschaft zu Jahresbeginn massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent, teilte das nationale Statistikbüro mit. Es war das erste Minus seit 1992. Damals hatte China damit begonnen, vierteljährlich Daten zur Wirtschaftsleistung zu dokumentieren.

0.40 Uhr - Bulgariens Gesundheitsminister Kiril Ananiew hat die Hauptstadt Sofia mit Beginn der orthodoxen Osterfeiertage für den Straßenverkehr abriegeln lassen. Fahrzeuge dürfen seit dem heutigen Karfreitag die Stadt weder verlassen noch in sie hineinfahren. Die unbefristete Sperrung Sofias wurde offenbar notwendig, weil viele Bulgaren die Stadt am Mittwoch und Donnerstag mit dem Auto verlassen und in ihren obligatorischen Deklarationen falsche Angaben gemacht hatten. Der Chef des Corona-Krisenstabs, Wenzislaw Mutaftschijski, schloss wegen der schlechten Disziplin einiger Bulgaren strengere Einschränkungen nicht aus. In dem ärmsten EU-Land war die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen am Donnerstag sprunghaft auf 800 angestiegen. 38 infizierte Menschen starben.

Überlässt den konkreten Zeitplan den Bundesstaaten selbst: US-Präsident Donald Trump © Reuters/L. Millis Überlässt den konkreten Zeitplan den Bundesstaaten selbst: US-Präsident Donald Trump

0.33 Uhr - In einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz um 18 Uhr Ortszeit hat US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Corona-Beschränkungen in den USA in drei Etappen angekündigt. Die Rücknahme der Regelungen müsse "vorsichtig" Schritt für Schritt und "Bundesstaat für Bundesstaat" erfolgen. Während Trump noch vor wenigen Tagen erklärt hatte, er habe in dieser Frage "absolute Machtbefugnisse", billigte er den Gouverneuren nun zu, die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie - je nach Verlauf der Seuche - zu lockern oder fortbestehen zu lassen. Einen genauen Zeitrahmen für den "Open Up America Again" genannten Plan gab der Präsident nicht vor.

stu/kle (afp, dpa, epd, kna, rtr)

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