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Microsoft hat für die US-Armee die Geheimwaffe der Zukunft entwickelt

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 09.04.2019 Marie-Sophie Röder
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Microsoft Hololens 2 © NurPhoto/Getty Images Microsoft Hololens 2 Als vor einigen Monaten bekannt gegeben wurde, dass Microsoft einen Vertrag in Höhe von 479 Millionen US-Dollar mit dem US-Militär abschloss, konnte sich noch keiner so recht vorstellen, wie Microsofts Mixed-Reality-Brillen mit dem Namen Hololens künftig in den Reihen der Streitkräfte eingesetzt werden sollten. Nun konnte der US-Nachrichtensender CNBC einen ersten Eindruck von der Waffe der Zukunft erhalten. 

US-Armee modifiziert Hololens 2

Wie CNBC berichtet, handelt es sich bei dem Armee-Modell um eine abgeänderte Version des kommerziellen Microsoft Hololens 2 Headsets. Wieviel das modifzierte Modell für Soldaten kostet, wollte das US-Militär nicht preisgeben. Das Preis für das kommerzielle Modell beträgt 3.500 US-Dollar.

Das Armee-Modell der Hololens 2 nennt sich „IVAS”, was für Integrated Visual Augmentation System steht. Hierbei geht es um eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung.  So können digitale Objekte, wie zum Beispiel Landkarten, mit Hilfe eines solchen Systems die tatsächliche visuelle Wahrnehmung ergänzen. 

Auch die Aufmachung der Brille sei dem Hololens 2 Modell zum Verwechseln ähnlich. Die Funktionen der Brille beschreibt CNBC als „besser als jede andere Augmented Reality-Erfahrung”. So ist der Prototyp der Brille mit einem Heads-Up-Display ausgestattet, der den exakten Kompasskurs, sowie die Lage in Relation zu Truppenkameraden über dem Sichtfeld der tragenden Person anzeigt. Zudem kommt noch, dass die Schussrichtung, wie in einem Video-Spiel, als Fadenkreuz angezeigt wird. Durch die FLIR-Wärmebildkamera, die auf Stirnhöhe des Trägers angebracht ist, kann das Headset auch als Thermo- und Nachtsichtbrille im US-Militär verwendet werden

Microsoft-Mitarbeiter äußern Bedenken 

Die Brillen sollen jedoch nicht nur in Kampfzonen eingesetzt werden. Gegenüber CNBC sagte die US-Armee „Wir können auch Daten über den Soldaten während des Trainings sammeln und so seine Schusssicherheit verbessern.” Obwohl die US-Armee zu Beginn nur einige tausend Headsets anforderte, scheint das Interesse an der Technologie nun gewachsen zu sein. So sollen bis 2022 tausende Soldaten die Brillen erhalten. Bis 2028 soll die Technologie einsatzfähig sein. 

Einige Microsoft-Mitarbeiter haben aufgrund des Vertrages mit der US-Armee Bedenken geäußert. Denn obwohl der Deal bedeutende Gewinne für das Unternehmen einspielt, ergeben sich aus dieser Zusammenarbeit auch ethische Fragen. Im letzten Jahr hatte Google die Partnerschaft mit der US-Regierung für das Projekt Maven beendet, da Mitarbeiter des Unternehmens sich gegen die Verwendung der Künstliche-Intelligenz-Technologien des Unternehmens für militärische Zwecke ausgesprochen hatten. 

 

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