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Ein Felshaus in Acapulco im Einklang mit seiner atemberaubenden Umgebung

AD Magazin - Architectural Digest-Logo AD Magazin - Architectural Digest 06.08.2020 Katia Albertos

Architektur in Mexiko

Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo © Rafael Gamo Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo

Die Casa de Piedra ist ein ganz besonderer Wohnsitz. Es handelt sich nicht nur um ein Herzensprojekt, das die Architektin Gabriela Carrillo für ihren Vater, einen studierten Geologen, realisierte, sondern auch um ein Unterfangen für die ganze Familie: Carillo arbeitete an dem Projekt gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Bruder. Das Szenario dazu ist einzigartig – 1000 Quadratmeter Land, gerade mal 300 Meter vom Meer entfernt und in einer Höhe von 100 Metern, so thront das Anwesen auf den Granitfelsen, die für die Bucht von Acapulco in Guerrero so typisch sind.

Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo © Rafael Gamo Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo

„Wir mussten die Topografie genau lesen. Die meisten Häuser in dieser Region sind ganz aufs Meer ausgerichtet und vergessen dabei, dass hinter ihnen, manchmal sogar direkt daneben der Dschungel liegt, der für einen viel wichtigeren Kontext sorgt", erklärt die Architektin. Daher konzentrierte sich ein großer Teil ihrer Planung darauf, das Haus optisch zu verkleinern und so zurückhaltende aber klare Fronten zu generieren, die in der Topografie aufgehen. Indem sie wichtige Versorgungseinheiten stapelte, gelang es ihr, zusätzliches Land freizusetzen.

Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo © Rafael Gamo Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo

„Bei diesem Projekt mussten wir den urwüchsigen Fels zu ehren, und ich meine: wirklich zu ehren: Wir widmeten ihm Raum, unzählige Quadratmeter, und auch Geld“, sagt Gabriela Carrillo. Wie eine Huldigung an den Fels schmiegte sie ihm den Bau an, auch im Sinne des künftigen Bewohners – Carrillos Vater ist aktiver Umweltschützer.


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Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo © Rafael Gamo Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo

„Das Haus endet und beginnt nicht dort, wo das Gebäude, seine Kontur sichtbar ist, sondern setzt sich mit dem Organischen, mit der Topografie, mit der Vegetation fort, sodass beides zu einem einzigen Element wird. Es gibt nicht ein Haus und eine Umgebung: Beide bilden eine Einheit“, sagt die Architektin.

Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo © Rafael Gamo Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo

Den Einklang mit der Natur unterstreicht auch die Landschaftsgestaltung von Tonatiuh Martínez vom Entorno Taller de Paisaje. Er setzte ganz auf wiederverwertete Materialien. „Unser Ziel war es, den Eingriff in die Natur auf ein Minimum zu begrenzen. Daher haben wir die Steine erneut für die Gartengestaltung verwendet, und auch das Holz wurde weiter genutzt, um Laminate und Möbel herzustellen“, erklärt Carrillo.

Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo © Rafael Gamo Casa de Piedra Acapulco Gabriela Carrillo

Komplex im Dialog mit Felsen, Bäumen und Wellen, aber einfach in Form und zugehörigem Lebensentwurf betont die Casa Piedra in beinahe klösterlichem Geist das, was wirklich wichtig ist: Das einfache Dasein umgeben von Meer, Sonne und Vegetation. „Ich stelle mir vor, dass das Haus im Laufe der Zeit zu einer Ruine wird“, sagt Carrillo, „dass die Opossums es anknabbern, dass die Bäume hineinwachsen und die Pflanzen es irgendwann ganz einnehmen.“

Übersetzt von Mona Bergers. Zuerst erschienen bei AD Mexiko. Hier gelangen Sie zum Original.

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