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Kostenfallen bei Flugreisen: Wo böse Überraschungen lauern

25.10.2017
Wer seinen Traumurlaub plant, sollte von Anfang an auf Kostenfallen achten. © CC0| Pexels Wer seinen Traumurlaub plant, sollte von Anfang an auf Kostenfallen achten.

Egal ob es der Wochenend-Städtetrip nach Paris oder die mehrwöchige Fernreise nach Asien sein soll: Der nächste Flug oder gar der komplette Urlaub lässt sich mittlerweile ganz leicht online buchen und ist nur einen Klick entfernt. Vermeintliche Schnäppchen locken überall. Doch Vorsicht: Wer seinen Flug über die Preissuchmaschine buchen will, sollte aufpassen. Und auch am Flughafen warten noch einige Fallstricke auf Verbraucher. Wo die fiesesten Kostenfallen bei Flugreisen versteckt sind, erfahren Sie hier.

Mittlerweile warten im Internet überall Urlaubsangebote. Flugpreissuchmaschinen und Reiseportale mit vermeintlichen Schnäppchenpreisen locken an jeder Ecke. Eine Woche auf der beliebten Ferieninsel Mallorca mit Flug und Hotel ab 149 Euro – das klingt schon fast zu gut, um wahr sein. Mit nur wenigen Klicks lässt sich schnell und günstig der nächste Traumurlaub buchen. Doch an allen Ecken und Enden lauern Fallstricke. Besonders bei Flugpreissuchmaschinen werden Kunden gerne nachträglich zur Kasse gebeten. Und wer vor dem lang ersehnten Urlaub keine böse Überraschung erleben will, sollte sich vorher mit den schlimmsten Kostenfallen auseinandersetzen.

Damit vom Urlaub nichts als schöne Erinnerungen bleiben, sollte bei der Reiseplanung auf Kostenfallen geachtet werden. © CC0| Pexels Damit vom Urlaub nichts als schöne Erinnerungen bleiben, sollte bei der Reiseplanung auf Kostenfallen geachtet werden.

Die erste Kostenfalle droht in der Flugsuchmaschine

Im Internet gibt es etliche, sogenannte Metasuchmaschinen, die Website-übergreifend nach Flügen suchen, um so die vermeintlich günstigste Reise herauszupicken. Portale wie opodo.de, kayak.de, fluege.de und viele weitere bieten auch tatsächlich günstigere Preise als so manche Airline auf ihrer Website. Für einen Langstreckenflug kann man schon einmal mehr als 100 Euro gegenüber einer Buchung bei der Gesellschaft sparen. Das klingt zuerst nach einem guten Deal. Doch die großen Flugsuchmaschinen haben so ihre Tücken. Die meisten Anbieter bevorzugen bestimmte Airlines und zeigen längst nicht alle Angebote auf einer bestimmten Strecke an. Wer auf mehreren Websites nach Flügen schaut, wird häufig unterschiedliche Airlines angeboten bekommen – vorausgesetzt natürlich, es fliegen mehrere Anbieter auf einer Strecke. "Verdeckte Kosten, die den Kunden erst im Verlauf der Buchung untergejubelt werden, sind leider ein gängiges Problem bei Flugbuchungsportalen", erklärt Kerstin Hoppe vom Bundesverband der Verbraucherzentralen gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Bei einem der führenden Portale in Deutschland lassen sich noch weitere Fallen entdecken: Wir haben uns einen Flug von Hamburg nach Los Angeles für 805 Euro herausgepickt und das Buchungsprozedere durchgespielt. Wenn der Kunde seinen Flug ausgewählt hat, bekommt er automatisch eine Umbuchungs- und Rücktrittsversicherung für knapp 50 Euro hinzugebucht, die laut Vertrag jährlich abgerechnet, im zweiten Jahr deutlich teurer und von selbst verlängert wird. Wenn der Kunde nicht rechtzeitig kündigt, droht im nächsten Jahr eine böse Überraschung. Falls die Versicherung wiederum nicht abgeschlossen wird, winken horrende Stornokosten, wie der Anbieter mit einem rot hinterlegten Warnhinweis nachdrücklich anmerkt.

Alle Kostenfallen vermieden: Wer vorab gut plant, kann seinen Urlaub ganz sicher entspannt genießen. © Sascha Tegtmeyer Alle Kostenfallen vermieden: Wer vorab gut plant, kann seinen Urlaub ganz sicher entspannt genießen.

Und auch der Flugpreis kann ohne Probleme in die Höhe getrieben werden. Automatisch als Zahlungsmethode festgelegt ist in unserem Testbeispiel die hauseigene Kreditkarte des Unternehmens. Wer die nicht besitzt oder nutzen möchte, zahlt sofort 10 Prozent mehr. In unserer Beispielbuchung kostete der Flug von Hamburg nach Los Angeles auf diese Weise satte 80 Euro mehr. Inklusive der Versicherung kommt man auf einen Endpreis von 933 Euro – anstatt der ursprünglichen 805 Euro. Nach zwei Klicks kostet der Flug 128 Euro mehr. Man kann in diesem Fall wohl getrost von einer Abzocke der Kunden sprechen. Um den Kostenfallen zu entgehen, hilft wohl nur eines: Genau hinschauen, auf Qualitätsprüfsiegel der Anbieter achten und mehrere Portale miteinander vergleichen.

Parkplätze an deutschen Flughäfen meistens sehr teuer

Die nächste Kostenfalle für Urlauber wartet am Flughafen. Wer mit dem Auto zum Airport fährt und seinen Wagen dort während seiner Reise abstellen will, kann sich warm anziehen. Als Faustformel gilt: Je näher der Parkplatz an den Abflugterminals liegt, desto teurer ist er. Zudem spielt die zeitliche Komponente eine Rolle. Wer unvorbereitet zum Flughafen fährt, muss in vielen Fällen bis zu 50 Prozent mehr bezahlen als jemand, der seinen Parkplatz schon Wochen vorher Online bucht. Und selbst die Vorabbuchung der offiziellen Parkplätze des Flughafens ist meistens nicht besonders günstig. Beispielsweise zahlt man bei einer 10-tägigen Parkdauer am Flughafen Düsseldorf zwischen 60 und satten 369 Euro für das Parken in den Parkhäusern des Airports. Da kann es für viele Urlauber schon ein böses Erwachen geben. Bei manchem Schnäppchenurlaub liegen die Parkgebühren höher als der Reisepreis selbst (Preisbeispiele vom 24. September 2017).

Bis zu 369 Euro für 10 Tage: Das Parken am Flughafen kann teurer werden als so mancher Urlaub. © CC0| Pexels Bis zu 369 Euro für 10 Tage: Das Parken am Flughafen kann teurer werden als so mancher Urlaub.

Aber auch hier haben Verbraucher die Möglichkeit, durch gezielte Recherche zu sparen. Alternative Parkplätze an deutschen Flughäfen können den Geldbeutel teils kräftig entlasten. Bei diesen Anbietern handelt es sich um Parkplätze in der Nähe des Airports, die nicht direkt an den Terminals liegen. Auf Buchungsportalen für diese alternativen Stellplätze werden die Anbieter aufgelistet und von Kunden bewertet. Die Preise für die jeweiligen alternativen Parkplätze findet man zum Beispiel auf Parkplatzvergleich.de oder Parkplatz.de. Dort kosten beispielsweise die zehn Tage Parken am Flughafen Düsseldorf ab 42 Euro. Der von den Kunden am besten bewertete Flughafenparkplatz kostet hier 49 Euro und wirbt damit, dass sich der Parkplatz auch nur eine Minute vom Terminal entfernt befindet. Die Ersparnis liegt also bei bis zu 80 Prozent gegenüber den offiziellen Stellplätzen des Airports. Das Fazit ist somit eindeutig: Auch hier lohnt es sich für die Kunden, einmal über den Tellerrand zu blicken und weitere Preise einzuholen.

Preisbeispiel: Parken am Flughafen Düsseldorf für 10 Tage

  • Offizieller Anbieter: 60 bis 369 Euro
  • Alternative Anbieter: ab 42 Euro

Auch am Flughafen lauern noch Kostenfallen – beispielsweise beim Freigepäck. © CC0| Pexels Auch am Flughafen lauern noch Kostenfallen – beispielsweise beim Freigepäck.

Kostenfalle Freigepäck: So machen Airlines Kasse

Wenn Reisende für mehrere Tage oder Wochen in den wohlverdienten Urlaub starten, haben sie ihr Gepäck häufig in Form eines Koffers dabei. Ein kleiner Trolley im Handgepäck genügt dann oftmals nicht. Viele Airlines haben den Transport von aufgegebenem Gepäck zumindest in den günstigen Economy-Tarifen nicht mehr kostenlos im Angebot. Auch das Gewicht des Freigepäcks wird immer weiter beschnitten: Durfte der Koffer vor einigen Jahren bei vielen Fluglinien noch 23 Kilogramm wiegen, sind es heute vielfach nur noch 15 bis 20 Kilo. Verbraucher zahlen bei vielen Airlines für das aufgegebene Gepäck ordentlich drauf. Bis zu 70 Euro pro Strecke und Koffer werden bei einigen vermeintlichen Günstig-Airlines fällig. Noch teurer wird es dann, wenn Urlauber ihr Gepäck spontan am Flughafen nachträglich hinzubuchen wollen: Bis zu 85 Euro pro Stück und Strecke verlangt ein großer Ferienflieger. Auch hier hilft ein genauer Vergleich: Sehen Sie bei der Buchung genau hin und vergleichen Sie die Preise für unterschiedliche Tarife mit und ohne Freigepäck. Wenn Gepäck dazu gebucht werden muss, ist es besser, es direkt bei der Onlinebuchung zu tun als später am Flughafen. Zudem sollten Kunden darauf achten, das Gepäck bei Kindern inkludiert und bei Umsteigeverbindungen alle Strecken mit inbegriffen sind. In jedem Fall gilt: Augen auf, genau hinschauen und vergleichen!

Kostenfallen entdecken und entspannt verreisen

Sind diese drei Fallstricke in der Urlaubsplanung überwunden, steht der Erholung nur noch wenig im Wege. Dennoch können Ihnen weitere Kosten entstehen: Sitzplätze und Mahlzeiten müssen bei den meisten Airlines mittlerweile gesondert gebucht werden und kosten schon einmal 35 Euro oder mehr pro Person und Teilstrecke. Experten vermuten mittlerweile, dass Fluggesellschaften Paare oder Familien gezielt auseinandersetzen, die ihre Plätze nicht vorher gebucht haben. Ähnlich sieht es bei den Mahlzeiten im Flieger aus. Längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Mahlzeiten auf Mittel- oder Langstrecke angeboten werden. Immer häufiger gibt es Berichte, dass Leute zehn oder mehr Stunden ohne Essen und Trinken im Flieger verbringen mussten, weil das Essen an Board horrende Extrakosten verursacht hätte. Auch da sollte man mögliche Preise vorher abklären. Die goldene Regel lautet deshalb während der ganzen Buchung und Urlaubsplanung: Genau hinsehen und Preise vergleichen! Lesen Sie im Zweifelsfall das Kleingedruckte der Anbieter durch und achten Sie auf Qualitätsprüfsiegel der Websites. Dann steht dem echten Urlaubsglück garantiert nichts mehr im Wege!

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