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Was Sie auf Hawaii unbedingt tun sollten – und was nicht!

TRAVELBOOK-Logo TRAVELBOOK 18.04.2019 Larissa Königs
Sehnsuchtsort Hawaii: Die Inselgruppe hat viel zu bieten. Einiges kann man sich dennoch sparen, sagt unsere Autorin. © Getty Images Sehnsuchtsort Hawaii: Die Inselgruppe hat viel zu bieten. Einiges kann man sich dennoch sparen, sagt unsere Autorin.

Hawaii ist für viele Menschen weltweit ein Traumziel – auch für unsere Redakteurin Larissa Königs. Sie hat sich den Traum erfüllt und war zwei Wochen auf Hawaii unterwegs. Dabei hat sie viel Schönes gesehen, aber auch einige Fehler gemacht. Hier verrät sie ihre Tipps.

Auf jeden Fall …

Früh aufstehen

Hawaii liegt am anderen Ende der Welt und ein Zeitunterschied von elf Stunden führt zu einem ordentlichen Jetlag. Wenn es in Deutschland 22 Uhr ist, ist es in Honolulu 9 Uhr morgens – Zeit zum Aufstehen. Dementsprechend ist es völlig normal, dass man in den ersten Tagen schon um 3 Uhr nachts hellwach ist. Jetzt kann man natürlich versuchen, gegen den Jetlag anzukämpfen und bis zu einer angemessenen Zeit im Bett liegen wach bleiben.

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Oder aber man nutzt den Vorsprung gegenüber den zahlreichen amerikanischen und japanischen Touristen: Beliebte Strände sind frühmorgens noch nicht überfüllt, Wanderwege hat man für sich alleine und der Sonnenaufgang lohnt sich sowohl am Strand als auch vom Berggipfel aus.

Solche traumhaften Sonnenaufgänge kann man morgens auf Hawaii erleben © Getty Images Solche traumhaften Sonnenaufgänge kann man morgens auf Hawaii erleben

Big Island in die Planung aufnehmen

Viele, die nach Hawaii reisen, lassen die größte Insel, Big Island, aus. Zu verlockend sind die Blumeninsel Maui oder Ohau mit der Hauptstadt Honolulu. Dabei ist Big Island auf jeden Fall einen Besuch wert: Hier gibt es eine unglaubliche Vielfalt von traumhaften Stränden über dichten Regenwald bis zu Vulkanen und Bergen. Auch die kleinen Orte Hilo und Kona, wo es jeweils einen Flughafen gibt, sind einen Besuch wert. Außerdem ist die Insel viel weniger überlaufen als z.B. Ohau. So gibt es hier keine Interstates (amerikanische Autobahnen). Wer einen authentischen Einblick auf Hawaii abseits der Touristen bekommen will, ist auf Big Island genau richtig.

Die wunderschönen Rainbow-Falls sind nur wenige Fahrtminuten von Hilo, der größten Stadt auf Big Island, entfernt © Getty Images Die wunderschönen Rainbow-Falls sind nur wenige Fahrtminuten von Hilo, der größten Stadt auf Big Island, entfernt

Beim Wanderweg „Koko Crater Trail“ an die eigenen Grenzen gehen

Es gibt zahlreiche Wanderwege auf Hawaii, in sämtlichen Schwierigkeitsstufen. Doch wie so oft lohnen sich die anspruchsvollsten Routen am meisten. Der „Koko Crater Trail“ auf Ohau ist dafür das beste Beispiel. Er ist weniger Wanderweg als vielmehr ein anstrengendes Workout. Tatsächlich läuft man hier nämlich mehr als 1000 „Stufen“ hoch. Der Weg führt über ein heute ungenutztes Bahngleis, bis zum Gipfel des Bergs. Die „Stufen“ sind die Abstände der Holzplanken zwischen den alten Schienen und sind mal mehr, mal weniger gut erhalten.

Der Koko Crater Trail ist einer der bekanntesten Hikes auf der Insel – und definitiv fordernd © Getty Images Der Koko Crater Trail ist einer der bekanntesten Hikes auf der Insel – und definitiv fordernd

Die Steigung nimmt mit zunehmender Anzahl der Stufen extrem zu, am Ende fühlt man sich an das Hochklettern einer breiten Leiter erinnert. Hinzu kommt eine Stelle, in der die Schienen über einen mehrere Meter tiefen Abgrund führen – hier sollte man definitiv schwindelfrei sein und rutschfeste Schuhe tragen. Das hört sich alles wenig einladend an? Richtig. Aber der Blick vom Gipfel aus über die Insel entschädigt für alle Strapazen.

Pro-Tipp: Genug Kraft sammeln für den Abstieg, der ist nämlich fast genauso herausfordernd.

Mit diesem Blick wird man am Gipfel des Koko Crater belohnt © Getty Images Mit diesem Blick wird man am Gipfel des Koko Crater belohnt

Auf keinen Fall …

Bei einem Mietwagen auf Allrad-Antrieb verzichten

Ja, auch meine Begleitung und ich dachten zunächst, dass man sich das sparen kann. Allrad, wer braucht denn so etwas? Wir wollen schließlich nicht durch die Wüste fahren, sondern einfach in Parklücken kommen. Also mieteten wir einen kleinen aber schicken Wagen und fuhren los. Doch direkt am ersten Tag, auf dem Weg zu einem abgelegenen Traumstrand, wurde uns unser Fehler schmerzhaft bewusst.

Die Straße verdient diese Bezeichnung kaum, vielmehr war es ein Schotter-Pfad mit mehr Schlaglöchern und Felsen als gerader Strecke. Für einen Weg von 1500 Metern brauchten wir 30 Minuten, mehr als 10 km/h waren unmöglich. Das Ende vom Lied: Ein großer Kratzer im Auto und der Schwur, beim nächsten Mietwagen statt auf Komfort auf Praktikabilität zu achten.

Besonders kleine Straßen sind auf Hawaii oft in noch deutlich schlechterem Zustand als auf diesem Foto zu sehen © Getty Images Besonders kleine Straßen sind auf Hawaii oft in noch deutlich schlechterem Zustand als auf diesem Foto zu sehen

Den Mauna Kea unterschätzen

Der Mauna Kea ist mit seinen 4205 Metern nicht nur der höchste Berg Hawaiis, sondern wird von vielen sogar als höchster Berg der Welt angesehen. Das ist dann korrekt, wenn man nicht von der Meeresoberfläche, sondern vom Fuß des Berges ausgeht. Der liegt nämlich beim Mauna Kea auf dem Grund des Ozeans. Von hier aus bis zum Gipfel sind es dann sogar 10.203 Meter. So oder so ist der Mauna Kea ein richtiger Berg – und den sollte man nicht unterschätzen, sonst droht die gefährliche Höhenkrankheit.

Auch interessant: Wie man die Höhenkrankheit bekommt – und sie vermeiden kann

Mit zunehmender Höhe wird die Luft dünner: Der Sauerstoffdruck nimmt ab und die Lunge kann bei gleicher Atmung weniger Sauerstoff aufnehmen. Schon ab rund 2.500 Meter kann es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns und weiteren Körpergewebes kommen. Besonders gefährdet sind Urlauber, die den Berg zu schnell ohne nötige Ruhepausen erklimmen. Gerade bei dem Mauna Kea kann das schnell passieren, denn man kann mit einem geeigneten Auto bis auf den Gipfel fahren.

Vor allem zum Sonnenauf- oder untergang ist der Blick vom Mauna Kea ein einmaliges Erlebnis © Getty Images Vor allem zum Sonnenauf- oder untergang ist der Blick vom Mauna Kea ein einmaliges Erlebnis

Daher sollten Urlauber folgendes beachten: Etwa auf Mitte des Weges zum Gipfel gibt es eine Basistation mit einem Parkplatz. Am besten wird hier ein Zwischenstop eingelegt. Ein kurzer Spaziergang hilft, sich zu akklimatisieren und vor Augen zu führen, dass die Luft hier bereits dünner ist. Danach langsam – auch wegen des Schotterweges – weiter hochfahren und bei Anzeichen der Höhenkrankheit (z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit oder erhöhtem Puls) Pausen einlegen und im Notfall umkehren. Setzen Sie nicht ihre Gesundheit aufs Spiel!

Zur Hanauma Bay fahren

Die Hanauma Bay ist in vielen Reiseführern ein „Must-See“. Doch das Problem ist, dass sich gerade diese Bucht in den vergangenen Jahren massiv gewandelt hat. Galt sie früher als ideal zum Schnorcheln und Tauchen, sind heute die meisten Korallen ausgeblichen und abgestorben. Grund ist auch der große Touristenansturm, der leider und unverständlicherweise bis heute anhält. Denn nicht nur, dass Urlauber hier mittlerweile sieben Dollar Eintritt zahlen müssen, es ist auch noch überfüllt und vom Paradies nicht mehr viel zu spüren.

Fazit: Diese Bucht sollte man sich sparen und dafür lieber auf der anderen Seite von Oahu die noch weniger berühmten Strände erkunden. Das lohnt sich mehr, versprochen!


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